Beiträge von state_of_Trance

    Warum reden so viele Schwangere immer sofort reflexartig vom BV, als gehöre das irgendwie zum Schwangeren-Lifestyle ganz selbstverständlich dazu?

    Gehört es bei Lehrerinnen doch in der Regel auch. Die meisten laufen doch sofort zum Arzt und genießen erstmal 9 Monate Schwangerschaftsurlaub auf Kosten des Steuerzahlers und der Kollegen, die die Vertretung machen dürfen, während die Stelle natürlich blockiert ist. Danach wird sich erstmal an der Elternzeit und den Zuschlägen erfreut. Ein System, was für mindestens 18 Jahre + 9 Monate gut funktioniert.

    Eine Gesellschaft, die nur die Leistungsstarken fördert, hat eh schon verloren.

    Eine Gesellschaft bringt es weiter, wenn sie "Schwache" (for whatever this means, um King Charles zu zitieren) fördert.

    Na dann sind wir halt weiter eine Gesellschaft, die von Ländern überholt und überrundet wird, wo es weniger kuschelig zugeht.

    Ich hatte bei meinem ersten Abi die gleiche Befürchtung ... was, wenn die Zweitkorrektur zu ganz anderen Ergebnissen kommt ... und war total überrascht, dass das nicht passiert ist (oder nur in sehr geringem Umfang). Das Bewertungsraster hilft und oft ist man in einem Punkt etwas großzügiger als der Zweitkorrektor und in einem anderen dann strenger, so dass es sich ausgleicht.

    In NRW kann sich der Zweitkorrektor aber auch einfach vom Erstkorrektor "inspirieren" lassen. Ich weiß nicht, ob die Bepunktung des Erstkorrektors in Bayern sichtbar ist.

    Ich finde es ehrlich gesagt eher ableistisch, anzunehmen, dass blinde Menschen das mit der Orientierung im öffentlichen Raum schon "mal eben" machen.

    Glaubst du also außerhalb der Schule bewegt sich das Kind nicht im öffentlichen Raum?

    Auf die Inklusionsklasse am Regelgymnasium hat das blinde Kind sicherlich gewartet, um dort die "Bewegung im öffentlichen Raum" zu erlernen.

    Ich fände es z.B. sehr schade, wenn das autistische Kind, das ich derzeit unterrichte, nicht aufs Gymnasium dürfte.

    Man spricht ja nicht umsonst vom autistischen Spektrum. Da gibt es ja sehr große Unterschiede.

    Bevor man das gefühlt jedem zweiten Schüler attestiert, hat man gesagt "Der hat seine Dinosaurier Phase".

    Ich glaube eine leichte Autismus Diagnose könnte man vielen, auch Erwachsenen, stellen. Das kann man je nach Ausprägung nicht mal wirklich Inklusion nennen.

    Wenn Lehrkräfte an Regelschulen sich über Inklusion beklagen, geht es ja nie um körperliche Einschränkungen. Was das angeht hatten wir von Schülern im Rollstuhl, mit Hörgeräten und Problemen lange zu schreiben (die schrieben dann Klausuren am Laptop) schon alles da. Da geht es in der Regel um Lernbehinderung oder das emotional-soziale Spektrum. Und das ist einfach Sprengstoff in einer größeren Gruppe als an einer dezidierten Förderschule mit Lehrkräften, die bestenfalls mal eine kleine Fortbildung dazu hatten.

    In der Grundschule hat man auch nur sehr begrenzt Ausweichmöglichkeiten. Da müssen alle zusammen in einer Klasse sitzen. Dies dann aber auf das gesamte Schulsystem zu übertragen ist natürlich quatsch.

    Ich befürchte, dass aber auch da die Orientierung eher nach unten geht. Das ist ja auch der Grund, wieso Gesamtschulsysteme scheitern. Es ziehen nicht starke Schüler die schwächeren mit, sondern ebensolche bremsen die guten aus.

    Man muss sich fragen, ob es das ist, was man möchte, in einem Land, was sowieso wirtschaftlich auf dem absteigenden Ast ist.

    Von Fesseln spüre ich wenig und habe den Eindruck, dass manchmal überhöhte Vorstellungen bezüglich der freien Wechselmöglichkeiten in der Wirtschaft bestehen. Nie Homeoffice?? Im Ernst?? Ich verbringe knapp die Hälfte meiner Arbeitszeit in ebenjenem. Und (nahezu) arbeitsfreie Zeit an knapp 60 Werktagen statt nur 30 Werktagen im Jahr ist durchaus nett, auch wenn diese recht starr - damit aber planbar - liegen. Als Elternteil schulpflichtiger Kinder ist man ohnehin an diese gebunden.

    Du weißt, was ich meine. Man muss täglich zur Schule fahren, auch wenn man noch „Home Office“ macht.

    Und ich und viele andere Leute möchten keine Kinder. Die wären nicht an diese Ferien gebunden. DAS nervt.

    Gerade bei dir, Maylin85, fällt mir wiederholt auf, dass du gar nicht blind für diese Ungerechtigkeiten bist, sondern diese ganz bewusst verteidigst und noch verstärken willst zugunsten der Privilegierten. Das ist einfach nur Abschottung, die du bei deiner eigenen Karrierebiografie ja auch sehr offensiv vor dir her trägst.

    Gerade im Gegensatz zu dir, Idealist, halte ich Maylin85 für eben die Tatsachen anerkennend und interessiert daran, allen Schülern eben die passende Förderung zukommen zu lassen.

    Ich kann mir bildlich vorstellen, wie man als cleverer Schüler bei dir leiden muss, weil ja alle "mitgezogen" werden müssen.

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