Beiträge von state_of_Trance

    Dieser Spruch gehört aus meiner Sicht neben dem Spruch "Dit hamma schon immer so jemacht!" zu den größten Blockierern von Veränderung und damit auch von Verbesserung.

    Ich weiß nicht, wovor sich vor allem die MINT-Kollegen so fürchten. Wenn die zeitliche Belastung durch Experimente und Wartung etc. so gut messbar ist, kann die ja bei der Faktorisierung berücksichtigt werden, so wie ich es ja oben anrege. Es geht ja hier nicht nur um Entlastung für Korrekturfachlehrer.

    Der Frust, dass man ein anspruchsvolles Studium durchgemacht hat, um mit dem selben Gehalt abgespeist zu werden. Und dann soll man auch noch mehr unterrichten? Falls das kommt, braucht sich nun wirklich keiner mehr zu wundern, dass niemand Mathe, Physik, Chemie, Informatik unterrichten möchte.

    Und ja, das hier wird jetzt Downvotes Verwirrend-Reaktionen regnen. Bring it on.

    Beispiel Englisch:

    Der Prozess des Text Findens beschränkt sich nicht auf eine kurze Google-Suche. Jeder Text muss gelesen und auf seine Klausurtauglichkeit hin begutachtet werden (lassen sich daraus die in Englisch die klassischen drei Aufgaben erstellen?) Oft müssen Texte dann noch sprachlich annotiert oder gekürzt werden. In NRW kommt seit einiger Zeit dazu, dass es nicht nur einen einzigen Text gibt sondern entweder einen zusätzlichen Sprachmittlungsteil oder einen Hörverstehensteil. Während der Sprachmittlungstext noch verhältnismäßig schnell gefunden ist, gestaltet sich die Suche nach passenden Hörtexten mitunter sehr aufwändig, hören, überlegen, ob das Ganze sprachlich und inhaltlich passt, dann müssen die Tracks noch geschnitten werden. Es müssen mindestens zwei sein. Dann müssen noch die Fragen zu den Hörtexten erstellt werden - wahlweise mit Multiple Choice oder mit freien Antworten.

    Bei Englisch gebe ich dir, was die Aufgabenformate betrifft recht.

    Aber von Deutschkollegen habe ich schon sehr oft gehört, dass sie die Analyse noch nie selbst geschrieben haben. Vielleicht sind die besonders faul, mag sein.

    Zum Thema Naturwissenschaften wurde schon mehr gesagt, deshalb noch eine Anmerkung zum Fach Mathematik:


    Die Korrektur ist in der Regel schneller erledigt als in sprachlichen Fächern, das mag stimmen. Sie ist aber auch längst nicht so schnell gemacht, wie manche Kollegen anderer Fächer meinen würden. Die Aufgaben können nicht mit der Schablone nach richtig oder falsch korrigiert werden, wie sich das manch einer vorstellt. Das ist ausschließlich bei Aufgaben mit dem Operator "angeben" der Fall und die sind seltener. Sehr häufig müssen aus konfusen Lösungsversuchen die richtigen Ansätze erkannt und entsprechend bewertet werden. Mittelmäßige Klausuren können in dem Fach wirklich auch Zeit fressen.


    Ich gebe auch zu bedenken, dass die Konzeption guter Mathematikklausur meiner Meinung nach durchaus auch aufwendig ist. Man kann nicht einfach Aufgaben übernehmen, man muss sie alle durch rechnen, sonst übersieht man Fallen. Und man muss (sollte) sie selbst durchrechnen, damit man eine gute Zeitplanung machen kann. Da haben es meiner Meinung nach Sprachkollegen oft einfacher, die quasi fertig sind, sobald sie einen passenden Text gefunden haben.

    ihr stimmt über bewegliche Ferientage ab? Uns werden die einfach mitgeteilt. Die Tage sind an allen Schulen der Region gleich. Wüsste auch gar nicht, wo ich meine Kinder hätte unterbringen sollen, wenn wir an 4 verschiedenen Terminen freigehalten hätten. Habe mich jetzt mitgezählt.

    Da muss jemand aus BW was zu sagen, wie da die Regelung ist. Bei uns ist das etwas, worüber die Lehrerkonferenz (und dann formal auch noch die Schulkonferenz) abstimmen. Hier in meiner Region ist der Rosenmontag festgelegt und die restlichen 2 oder 3 Tage (je nach Jahr), darüber stimmen wir ab, ja. Und das ist tatsächlich nicht immer gleich.

    Das klingt alles schön und gut, so mit erwachsen und so.

    Es ist aber auch bekannt, welcher Berufsstand hier naturgemäß schreibt. Da stell ich mal folgende Frage: Schonmal bei einer Lehrerkonferenz dabei gewesen?

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