Die beschriebene Situation ereignete sich vor circa 50 Jahren. Das finde ich weniger "unfassbar" als den Umstand, dass heute, im Jahr 2026, Identitätskategorien wie ethnischer Hintergrund, ökonomischer Status, sexuelle Präferenz sowie politische und religiöse Ansichten immer noch primäre Faktoren sind, nach denen Mitglieder unserer Gesellschaft entscheiden, ob sie Freundschaften eingehen oder nicht.
Ich fand hier ein interessantes Zitat:
( Quelle )
Das Zitat (am Beispiel der Identitätskategorie "race") bestätigt meine Vermutung, dass Schule zwar ein Ort sein kann, an dem Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Identitätskategorien aufeinander treffen und womöglich sogar Freundschaften schließen, diese Freundschaften nach Ende der Schulzeit jedoch seltener Bestand haben als Freundschaften von Menschen gleicher Identitätskategorien.
Bei allen Überlegungen rund um das Thema "Schulentwicklung und Gestaltung von Bildungsprozessen" sollten wir stets im Hinterkopf behalten, dass Schule nie isoliert betrachtet werden kann, sondern immer auch mit Bezug auf die Zeit danach.