Beiträge von Schmidt

    Sagt derjenige, der als Mann versucht Frauen zu erklären, dass sie bei der maskulinen Form selbstverständlich mitgemeint sind.

    Hm? Meinst du mich? Dann hast du missverstanden, was da steht. Bei der männlichen Form sind Frauen natürlich nicht gemeint. Ein Ingenieur ist ein Ingenieur, eine Ingenieurin eine Ingenieurin. Die generische Pluralform hingegen meint niemanden mit, sondern bezeichnet schon von sich aus alle Geschlechter.

    Dann erklär uns doch bitte, wie man 5 Jahre Studium in einem Jahr nacharbeitet? Wir lauschen alle gespannt.

    In meinem Lehramtsstudium hatte Didaktik in den beiden Unterrichtsfächern zusammen einen Umfang von knapp 1,5 Semestern. Das kann man gut in ein paar Wochen nacharbeiten. Wie kommst du auf fünf Jahre? Facheissenschaftlich solltest du durch dein Stududium ja gut aufgestellt sein.

    1. ich habe das natürlich nicht mit mir machen lassen, sondern freundlich erklärt, dass ich in meiner Eigenschaft als Expertin für xy hier sitze. Interessant, dass Du denkst, ich wäre dann Kaffee kochen gegangen.

    Was soll ich denn sonst denken, wenn du dss so schreibst? Wenn du nicht gegangen bist, wo ist dann das Problem? Ich wurde auch schon für einen Praktikanten gehalten, weil ich damals sehr jung aussah. So what? Alle lachen, sind ein bisschen peinlich berührt und gut ist.

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    Da Frauen selten genannt werden, kommt man weniger auf die Idee, dass bei den Ingenieuren auch Frauen dabei sind. Das ist einfach so.

    Nein, die Tatsache, das es unter Ingenieuren wenige Frauen gibt, führt zu sowas. Wenn im Raum 10 von 20 Personen Frauen sind, ist es wurscht, ob jemand Ingenieur*innen sagt oder Ingenieure.

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    Wenn Du random Menschen fragen würdest, sie sollen mal eine Gruppe von Ingenieuren /Ärzten/chemiker etc malen, werden die meisten Männer malen.

    Die meisten Menschen würden irgendwelche Strichmännchen malen.

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    ICH sehe natürlich Frauen, die in solchen Branchen unterwegs sind. Aber andere eben nicht. Dass Du mir hier erklärst, ich solle mal die Augen aufmachen, ist genauso anmaßend wie, ich solle mich mitgemeint fühlen, wenn es heißt: Ingenieure

    Außer ein paar 70+ Ewiggestrigen sieht jeder überall Frauen. Mir erschließt sich wirklich nicht, wie man das anders sehen kann. Die meisten Menschen denoen nur nicht darüber nach, weil es mittlerweile vollkommen normal ist, dass Frauen überall und in allen Berufen unterwegs sind.

    Du sollst dich auch nicht mitgemeint fühlen, du BIST genauso grmeint, wie Männer. Das ist die Bedeutung der generischen Form.

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    Ja, das Wettern gegen das Gerndern durch einzelne Personen erweckt bei mir den Eindruck, sie fühlen sich bedroht. Warum, weiß ich nicht.

    Bedroht von was? Und wer wettert hier gegen irgendetwas?

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    Was die Frau mitmachen musste, die auf dem Sparkassen-Formular als Kundin angeredet werden wollte, mag ich mir kaum ausmalen. Aber ich verstehe sie. Der Shitstorm damals war trotz fehlender Social Media Kanäle gewaltig. Und da frage ich mich, warum stört sich der männliche Kunde daran, dass die Frau hier plötzlich auch genannt werden will?

    Genau, nur der böse Mann hat sich darüber ausgelassen. Dass viele Frauen in solchen Situationen genauso abgehen, wie manche Männer willst du nicht wahrhaben. Wenn das Feindbild klar ist, hat der Tag Struktur.

    Und das ist die mönnliche Arroganz (?) vernünftige Argumente habe ich nicht gelesen.

    Hm? Muss ich Scherze für dich mit mehr als einem Emoji kennzeichnen?

    Argumente für oder gegen was? Du darfst gerne Gendern, ich mache es nicht. Manche Genderformen sind lustig, so wie viele andere sprachliche Phänomene. Keine Ahnung, warum du dabei so emotional wirst. Wer nicht gendert ist dadurch nicht frauenfeindlich, grenzt niemanden aus oder was du ansonsten so alles unterstellen willst.

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    (Fehlt nur noch weibliche Hysterie, monatliche Befindlichkeiten usw.)

    Hm? Keine Ahnung, was du mir zu unterstellen versuchst.

    Ja, das ist schön, dass ein Mann hier sowas äußert. Es ist nämlich tatsächlich so, dass ich mich nicht angesprochen fühle, wenn Von Ingenieur gesprochen wird. Ich bin Ingeneurin und würde auch gern so genannt werden.

    Es geht hier um die generische Nennung des Plurals. Im Plural sind die Ingenieure Menschen aller Geschlechter. Natürlich bist du eine Ingeneurin, das stellt niemand in Abrede.

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    Nur weil Deine Frau und ihre Freundinnen damit kein Problem haben, muss das nicht für alle Frauen gelten.

    Nicht nur die Freundinnen meiner Frau, auch meine Freundinnen sehen das Problem nicht. Aber ja, das gilt offensichtlich nicht für alle Frauen. Es sind aber auch offensichtlich nicht die fiesen Männer, die die armen Frauen klein halten wollen.

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    Vor allem in Branchen, die wenige Frauen haben, ist das Sichtbarmachen wichtig.

    Augen aufmachen? Man sieht Menschen in Berufen mittlerweile viel häufiger, als man über sie spricht. Wenn NASA Ingenieure irgendetwas entwickelt haben, gibts dazu ein Video, in dem Frauen und Männer zu sehen sind. Frauen sind überall und in allen Berufen sichtbar.

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    In meinem Leben vor dem Lehramt wurde ich in Meetings Kaffeekochen geschickt oder als Sekretärin betitelt.

    Warum lässt du sowas mit dir machen?

    Zitat

    Sprache macht sichtbar und warum sich so viele davon bedroht fühlen, nur weil ein Geschlecht genannt wird, das vorher nicht genannt wurde, verstehe ich einfach nicht.

    Sichtbar sein macht sichtbar.

    Was die Unterstellung eines Bedrohtseins soll, erschließt sich mir nicht. Das ist eine ganz typische, irrationale Unterstellung. Du darfst gerne soviel Gendern, wie du willst. Alle anderen auch. Es wäre nur hilfreich, die Emotionen rauszunehmen und Menschen, die nicht Gendern, nicht irgendeinen Quatsch vorzuwerfen.

    Ich hoffe, ihr Frauen hört jetzt mal gut zu, wie euch Männer hier erklären, wie ihr euch zu fühlen habt.

    Und die wissen, wovon sie sprechen, sie kennen nämlich ein paar Frauen!

    Da ist er wieder, der moralische Zeigefinger, weil es über vernünftige Argumente nicht klappt. Klassiker

    Wir gut, dass du als Frauenversteher zur Seite stehst. Da haben die Damen ja nochmal Glück gehabt. ;)

    Eben. Frauen, die Ausgrenzung durch Sprache erlebt haben, finden es nicht lustig. Dein 1. Satz empfinde ich als typisch Mann.

    Wie wird man denn als Frau sprachlich ausgegrenzt? Die Verwendung des generischen Maskulinum kann es ja nicht sein. Was daran problematisch sein soll, sprachliche Erscheinungen lustig zu finden, kann ich auch nicht nachvollziehen.

    Lustigerweise sind meine Frau und einige ihrer/unserer Freundinnen noch angefressner wegen der ganzen Genderei und dem ständigen Herausstellen von Geschlecht.

    Fast wortwörtlich habe ich diese Argumentation bei der Verwendung der Begriffe Zigeunerschnitzel, Mohrenkopf und Neger gehört.

    Äpfel und Birnen

    Das Nichtverwenden beleidigender oder zumindest negativ konnotierter Ausdrücke entspricht dem gesellschaftlichen Konsens. Das generische Maskulinum beleidigt niemanden, schließt niemanden aus und hat keine negative Konnotation.

    Steht alles oben. Einfach nur lesen, werter Herr Schmidt.

    Warum man damit ein 2 Klassensystem schafft, steht eindeutig da.

    Ein Zweiklassensystem, weil ihr alle zusammen im Seminar sitzt? Du sagst, dass die Refis neidisch seien, weil Seiteneinsteiger mehr Geld bekämen und dass die Refis durch ihr Lehramtsstudium mehr Wissen hätten. Dass alle neidisch sind, kann ich nicht beurteilen, würde mich dann aber doch wundern. Den Wissensvorsprung kannst du nacharbeiten. Das musst du nur wollen.

    Mehr steht da nicht. Alles nicht so dramatisch. Daher habe ich nachgefragt, was denn genau dazu führt, dass du daraus wieder so ein Drama machst. Wenn du live genauso dramatisch und unfreundlich bist, wundert es mich nicht, dass darauf niemand Lust hat. 😅 Aber das hatten wir ja schon.

    Siehst du, so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Ich persönlich finde, dass es eher lächerlich wirkt, wenn alte weiße Männer (- zu denen ich mich auch zähle -), sich mit übertriebenem Gendern über die Sichtweise von anderen lustig machen.

    Was ist denn jetzt übertriebenes Gendern? Wer bestimmt, wieviel Gendern moralisch richtig ist? Ich finde es eher lächerlich, das mir, wenigstens implizit, vorgeworfen wird, Menschen auszugrenzen und frauenfeindlich zu sein, weil ich selten bis gar nicht gendere.

    Mal so von einem Anglisten zum anderen: Wie genderst du denn bitte im Englischen?

    Wir hatten noch ein, zwei Dozentinnen, bei denen noch nicht angekommen war, dass man Arbeiten in der Anglistik in englischer Sprache verfassen sollte. Meine Schwägerin, die rund 10 Jahre vor mir, allerdings an einer anderen Uni, Englisch Lehramt studiert hat, hat Hausarbeiten und Klausuren noch fast ausschließlich in deutscher Sprache geschrieben.

    Einverstanden. Spannend bleibt aber, warum das gerade beim Gendern so emotionale Reaktionen hervorruft.
    Wenn sich Jugendsprache entwickelt ("cringe" oder "sus" oder was auch immer aktuellere Beispiele sind), rollt man vielleicht mit den Augen aber verwendet sie halt selbst nicht. Gleiches gilt für Anglizismen etc. Aber beim Gendern wird plötzlich von "Genderwahn" und "Sprachpolizei" schwadroniert.

    Es wird so extrem darauf reagiert, weil mit der Aufforderung zu gendern so gut wie immer gleich eine moralische Einordnung mitkommt: wir gendern um inklusiv zu sein und Frauen vertzuschätzen. Damit unterstellt man implizit, dass Menschen, die nicht gendern andere ausschließen. Dass sich das niemand vorwerfen lassen will und der Vorwurf zudem vollkommener Quatsch ist, führt dann zu entsprechenden Reaktionen.

    Dass Menschen entlassen werden, weil sie nicht gendern oder es am Arbeitsplatz verboten wird, zu gendern, zeigt, dass hier ideologisch doch etwas mehr los ist, als bei sus oder cringe.

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