Beiträge von Schmidt

    Und daraus schließt du was genau?

    Dass Sprachen lernen nur funktioniert und nachhaltig ist, wenn man dazu eine persönliche Motivation hat.

    Zitat

    Und warum unterrichtest du Englisch, wenn es doch niemanden interessiert?

    Wo steht, das Englisch niemanden interessiert? Englisch ist die lingua franca der Wissenschaft, wird von Arbeitgebern und Universitäten zwingend erwartet und spielt bei den meisten Schülern auch im Privatleben eine Rolle.

    Zitat

    Weil du Englisch magst, es interessanter unterrichten kannst als alle anderen oder weil Englisch deiner Ansicht nach zwangsweise unterrichtet werden muss, weil man mit KI ausgerechnet Englisch nicht übersetzen kann?

    Ich mag Englisch, ja. Ich kann es nicht "interessanter unterrichten als alle anderen", aber in jedem Fall interessanter und besser, als meine eigenen Englischlehrer und auch als einige Kollegen (sicher nicht besser als alle anderen Kollegen). Doch, natürlich kann KI auch Englisch übersetzen. Wenn man eine Sprache aber aktiv mit anderen Menschen sprechen will, un sich auszutauschen, dann bringt (zumindest zur Zeit) eine KI nur wenig.

    Realistisch ist das aber nur für Fremdsprachen, die auch einen praktischen Nutzen für die Schüler haben. Das ist in der Regel Englisch, je nach Region unter Umständen noch Französisch. Das reicht als Pflicht. Wer gerne Sprachen lernt, daraus einen konkreten Nutzen zieht und das auch in der Schule tun will, könnte noch weitere Sprachen wählen.

    Zitat

    Also wenn einer gute Gründe für Sudburyschools nennt, dann kann ich das noch nachvollziehen. Aber die eigenen Fächer für die einzig relevanten zu halten finde ich doch irgendwie niedlich.

    Hm? Wo steht, dass nur meine Fächer relevant sind? Das dichtest du dazu.

    Na ja, ich schon. Und eben auch die mündliche Kommunikation ist heute eine der Säulen des Spracherwerbs am Gymnasium (es gibt auch mündliche Schulaufgaben).

    Ich weiß, ich unterrichte selbst Englisch.
    Kommunizieren um des Kommunizierens Willen bringt aber nichts. Natürlich redet man über irgendwas, die Situation in der Schule ist aber immer künstlich und vorgeschrieben. Es ist etwas ganz anderes, wenn ich mit Freunden über unsere gemeinsamen Interessen spreche, als wenn ich in der Schule sprechen muss, weil der Lehrer es so will.

    Von den Sprachen, die ich neben Englisch in der Schule belegen musste, kann ich kaum noch etwas. Die Sprache, die ich seit der Schulzeit freiwillig

    Zitat

    Genau das könnte man ja dann auch über andere Fächer denken. 🤷🏼‍♀️

    Grundsätzlich sollte man den Fächerkanon stets hinterfragen und über seine Zusammensetzung nachdenken. Das Ergebnis kann dann auch sein, dass andere Fächer weniger präsent sein sollten.

    Ich muss zu Sachsen-Anhalt leider feststellen, dass der Lehrkräftemangel anscheinend gar nicht so groß ist: Im März habe ich vom LSchA ein Zusage zum 01.08.2023 erhalten. Die Schule selbst hat mir sogar bereits meinen Stundenplan für das SS 2023/24 gemailt. Allerdings habe ich bis heute noch keinen Anstellungsvertrag seitens des LSchA erhalten. Somit werde ich nicht zum 01.08.2023 starten können, da ich in meinem aktuellen Job die Kündigungsfrist einhalten muss. Insgesamt wirkt das nicht sehr organisiert und zielgerichtet!

    Hast du mal nachgefragt?

    Irgendwie widersprechen sich die zwei Aussagen für mich.

    In der Schule lernt man Sprachen weil man muss, nicht, um darin zu kommunizieren. Englisch habe ich nicht in der Schule gelernt. Die Themen in der Schule waren langweilig, die Themen, die ich mit meinen amerikanischen Freunden besprochen habe nicht. Durch diese habe ich Englisch gelernt, nicht durch das Ausfüllen von Arbeitsblättern im Unterricht. Ich habe in der Schule noch zwei weitere Sprachen "gelernt", von denen ist mangels Anwendung fast nichts mehr übrig; genug, um in den Sprachen wirklich zu kommunizieren, habe ich in der Schule in beiden Sprachen nicht gelernt.

    Ich hätte grundsätzlich kein Problem damit, wenn Sprachen nur noch freiwillig wären. Eine Fremdsprache sollte jeder lernen. Das sollte Englisch sein (lingua franca, die in vielen Berufen vorausgesetzt wird). In manchen Regionen ist eine zweite Fremdsprache (Französisch) sichet auch sinnvoll. Darüber hinaus, ist Sprachunterricht in der Schule aber für viele Schüler verschwendete Lebenszeit. Vor allem die Übergewichtung von Sprachen an Gymnasien sollte überdacht werden.

    Ich finde, für die Leute, die den Unterschied zwischen TVL und TVöD nicht verstehen, sollte grundsätzlich keine höhere Stufe als E8 vergeben werden.

    Ich finde, für Leute, die den Unterschied zwischen Entgeltgruppe und Stufe nicht verstehen, sollte grundsätzlich keine höhere Gruppe als E6 vergeben werden.

    🤓

    Wenn der Taschenrechner sagt "582+359=941", bin ich im Zweifelsfall in der Lage, mithilfe meiner Rechenkenntnisse und -strategien aus der Schule die Aufgabe auch ohne technische Hilfsmittel nachzurechnen bzw. wenigstens zu überschlagen, ob das Ergebnis im Rahmen des Möglichen oder völlig abwegig ist.

    Was der Taschenrechner genau macht, weißt du trotzdem nicht. Man sollte das Ergebnis einordnen können. Was genau passiert muss man nicht (zwangsläufig) verstehen.

    Weil das so ist. Für die Beamten muss das Gesetz geändert werden. Aber es muss dort nicht das gleiche wie im Tarif stehen. Der Tarif gilt nicht für Beamte

    Der jüngste Tarifabschluss gilt auch nicht für Landesangestellte. Verhandelt wurde der TVöD, der für Kommunen und den Bund gilt.

    Ich fände da ein rotierendes System wie beim ersten Staatsexamen, wo die Prüfungen der einen Uni von der anderen korrigiert werden, gar nicht übel. Dann entfiele die zwischenmenschliche Komponente und die Konzentration auf die Leistung wäre größer.

    In Hessen gibt es ein solches Verfahren beim Staatsexamen nicht. Man sucht sich seine Prüfer selbst und die bewerten dann auch.

    Schulfremde Zweitkorrekturen gibt es bei uns im Abi allerdings.

    Viel mehr als der Bart wundert mich, dass ein so intelligenter Mensch das Abi nicht besteht. Da wurden wohl andere Qualitäten abgefragt.

    Seit wann wird in der Schule soziales oder politisches Engagement bewertet? Dass sich jemand politisch engagiert führt nicht zu einer ausreichenden Leistung in Mathe oder Englisch.

    Wo schrieb ich was von Angst?

    Habe ich behauptet, dass du etwas über Angst geschrieben haben sollst? Wenn du den Thread verfolgst, sollte klar sein, wer gemeint ist.

    Zitat

    Ich schrieb nur, dass es in meinen Augen sinnlos ist noch nicht vorhandene Probleme hochzukochen, nur weil sie eventuell eintreten könnten. Aber offenkundig herrscht da an anderen Schulen eine andere Kultur, was auch OK ist.

    Wer kocht irgendetwas hoch? Bei wegen Täuschungsversuch mit 6 bewerteten Klausuren kopiere ich die Klausur, fülle in zwei Minuten ein kurzes Formular aus und lege es der Schulleitung ins Fach. Da kocht niemand irgendetwas hoch. Offenkundig verstehst du das Vorgehen einfach nicht. Bei den Menschen, die Dinge beurteilen, ohne sie zu verstehen, bist du aber in guter Gesellschaft. ;)

    Bei uns würde mich die SL vermutlich achtkantig aus dem Büro werfen, weil ich ihr wegen ungelegter Eier Zeit klaue.

    Was soll ich dafür im Büro der SL? Wir haben dafür einen Meldeprozess und fertig. Das dauert für mich ca. 2 Minuten, die SL guckt sich die Sachen dann an (oder auch nicht). Genaugenommen muss man dadurch sogar seltener ins Büro der SL. In den beiden Fällen, in denen Eltern wegen meiner 6er mit Anwälten bei der SL aufgelaufen sind, konnte die SL das ohne mich klären, weil sie bereits bescheid wusste. So arbeiten vernünftige SL, die ihren Lehrern den Rücken frei halten.

    Woher kommen die Geschichten über "Angst" oder darüber, dass man bei der Schulleitung im Büro vorsprechen müsse?

    Und man gibt sie ja nur, wenn man davon überzeugt ist. Und dann bekommt man die Unterstützung der Schulleitung, auch wenn ein Anwaltsbrief kommt. Auch ohne vorherige Rücksprache! Ich gehe davon aus, dass die Kollegen nach bester Überzeugung handeln und nicht einem Schüler einen Betrugsversuch reindrücken wollen.

    Es ist schon faszinierend, dass du noch immer nicht verstanden hast, was der Punkt ist. Es geht nicht um eine Angst, verklagt zu werden oder Angst vor Eltern oder sonst eine irgendwie geartete Angst. Die hast du dazu gedichtet. Es geht um ein professionelles Miteinander und eine professionelle Kommunikation.

    Wenn man bei einer 6 wegen eines Täuschungsversuchs Sorge vor einem Anwaltsbrief hat, darf man nie die 6 geben.

    Es ist, vollkommen emotionslos, eine realistische Möglichkeit, dass Eltern bei einer 6 wegen Unterschleif mit dem Anwalt bei der Schulleitung aufkreuzen. Deshalb wir diese bei uns darüber informiert, um vorbereitet zu sein. Das ist in meinem Interesse und in dem der Schulleitung.

    Natürlich darf man auch dann eine 6 geben. Es ist ja erstmal gar nichts Dramatisches, dass ein Anwalt eingeschaltet wird. Das betrifft dann aber nicht mehr nur mich, sondern eben auch andere, nämlich die Schulleitung.

    Dir wäre es sicher auch lieber, wenn bei dir Eltern mit Anwalt auf der Matte stehen, dass du dann direkt weißt, um was es geht.

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