Beiträge von Schmidt

    Hinkt dein Problem nicht auch? Denn es geht ja nicht um ein Problem mit dem Lehrer, da ist die SL der richtige Ansprechpartner, wenn der Lehrer angesprochen wurde, sondern um eine Klassenarbeit.

    Die Eltern haben ein Problem mit dem Lehrer und dessen Arbeit, nicht mit der Klausur ansich.

    Zitat

    Also in deinem Beispiel um einen Bescheid, den dir das Amt gegeben hast. Da ist doch wohl der Sachbearbeiter und ggfs. der Abteilungsleiter der richtige Kontakt.

    Ich habe dann ein Problem mit dem Inhalt des Bescheids (= der Bewertung der Klausur), spreche zunächst mit dem Sachbearbeiter (= Lehrer) und wenn das nicht fruchtet mit dem Amtsleiter (= der Schulleitung). Wer mal intensiven Kontakt mit Ämtern hatte, versucht Zwischenstufen gar nicht erst. SB, dann Amtsleiter.

    Genauso falsch ist die Aussage von Bahnfahrenden, daß sie die Zeit im Zug zum Arbeiten nutzen könnten.

    Als ich noch Vollzeit studiert habe, bin ich viel Zug gefahren und habe auch im Zug gearbeitet. Texte gelesen, programmiert, Vorlesungen nachgeholt etc. Nicht immer die ganze Strecke und bei der Heimfahrt im Berufsverkehr habe ich auch öfter mal im Zug stehen müssen, aber generell kann man selbst im Regionalzug oft ganz gut arbeiten.

    Ich bin echt nicht der größte Fan des Bahnfahrens, aber die implizite Behauptung, man könne im Zug nicht arbeiten, ist einfach falsch.

    Kommt vielleicht auf die Schulform an.

    Hier gibt es auch Beschwerden über Lehrer und über schlechte Schnitte bei Klassenarbeiten, aber tatsächlich noch nie um einzelne Klassenarbeiten eines Schülers. Und rechtlich war noch nie Thema. Gibt es bei euch tatsächlich Eltern, die wegen einer Klassenarbeit vor Gericht gehen?????

    Diese Beschwerden kommen bei der Schulleitung an und die ist bei uns eben gerne im Voraus informiert. Ich verstehe noch immer nicht, was das Gehabe soll. Das erscheint mir sehr kindisch. Natürlich sind wir alle erwachsene Profis (mehr oder weniger). Das heißt doch aber nicht, dass man die Kommunikation zum Vorgesetzten einstellt. Mir bricht doch kein Zacken aus der Krone, wenn ich sehr schlecht ausgefallene Klausuren oder Sonderfälle beim Unterschleif an die Schulleitung weiter melde.

    Und ja, wir hatten auch schon Briefe vom Anwalt. Das ist übrigens nicht "vor Gericht gehen".

    Vorteil: evtl. Rückfragen der Eltern (man nennt es auch "Beschwerde") landen sehr schnell beim Schulleiter auf dem Tisch. Dann ist er bereits involviert und weiß Bescheid.

    This

    Ich bin noch nie in meinem Leben mit einer Klassenarbeit zur Schulleitung und seit ich Schulleitung bin, kam auch noch kein Kollege zu mir.

    Das fände ich auch schräg. Wir sind erwachsene studierte Pädagogen bzw. Fachwissenschaftler, die selbst entscheiden können, wie die Arbeiten bewertet werden. Das ist ja peinlich, wenn man da zu "Papa Schulleiter" geht (oder Mama).

    Es geht nicht darum, sich bei Mama Schulleiterin auszuheulen, sondern die Schulleitung darauf vorzubereiten dass unter Umständen eine Elternbeschwerde kommen könnte. Wir informieren die Schulleitung auch, bei besonders schlecht ausgefallenen Klausuren (die wir teilweise sogar genehmigen lassen müssen). Das ist für alle Beteiligten sinnvoll.

    Da wir eine berufliche Schule sind, haben wir ein großes Einzugsgebiet und viele fahren schon um 5.30 Uhr los. Eigentlich unzumutbar.

    Hätte ich um 5:30 Uhr losfahren müssen, hätte ich das Abi nicht geschafft bzw. ich wäre grundsätzlich erst zur zweiten oder dritten Stunde gekommen.

    Hallo, ich weiß sehr wohl, dass ich Angestellter des Landes NRW bin und für mich der TVL gilt und nicht der TVÖD. Es hätte ja trotzdem sein können, dass dieser Inflationsausgleich auch für "uns" gilt, bzw. dieser übergreifend für die Angestellten beschlossen worden ist.

    Wieso sollten die Vereinbarungen aus dem TVöD für Leute im TV-L, also einem anderen Tarifvertrag, gelten? 😅

    Das ist sicherlich der Unterschied ob man einer Grundschule oder in der BBS/Sek1/Sek2 arbeitet. Bei uns gibt es keine Abteilungen und wir hatten normal um die 15 Lehrkräfte. Wir haben aber auch Grundschule mit unter 10 Lehrkräfte. Die kleinste hat 5.

    Nur, weil es wenige Kollegen sind, muss man mit denen doch nicht seine Freizeit verbringen, ihnen Geburtstagslieder singen oder sie beschenken. Ich finde das echt schräg.

    Die Herren der Schöpfung hier im Thread haben sich wohl nicht angesprochen gefühlt. Und das, obwohl von den der Vorschlag kam, man könne die Kinder von Großeltern betreuen lassen. Also die Mütter können ihre Kinder durch die Omas betreuen lassen.

    Bei uns wohnt das eine noch lebend Großelternteil zu weit weg. Ist aber nicht nötig, weil ich die Betreuung weitgehend übernehme. Ich habe mich nicht angesprochen gefühlt, weil wir kein Betreuungsproblem haben, das durch Großeltern gelöst werden könnte/müsste.

    Zum Wäsche-Thema: wir waschen 40 Grad und 60 Grad Normalwäsche. Gelegentlich noch Kurzwäsche 30 Grad, wenns schnell gehen soll. Für mehr Trennung hat bei uns keiner Zeit noch Lust.

    Okay, noch was zum besseren Verständnis:

    Wer kauft Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen?

    Wer wählt sie aus?

    Wer hat von diesen Geräten Toploader zuhause stehen?

    (Schon Cicero sagte: "exceptio probat regulam in casibus non exceptis".)

    Wie trägt das zum Verständnis bei? Ich verstehe nach wie vor nicht, was du willst.

    Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner sind größere Anschaffungen die wit beide benutzen, die suchen wir zusammen aus und kaufen sie auch gemeinsam. Das letzte Mal ist allerdings schon ein paar Jahre her.

    Und was willst du mit Toploadern? Ist doch wurscht, wo man die Wäsche reinwirft. Mehr als reinwerfen, Waschmittel einfüllen, anschalten macht man bei beiden Varianten nicht.

    Ich bin nach meinem Maschinenbau-Studium übrigens als Alleinerziehende in den ÖD gegangen, weil ich das sonst nicht anders hinbekommen hätte. Die Jobs in der freien Wirtschaft in diesem Bereich sind sehr Männerlastig. Da wäre es sehr viel schwieriger geworden mit berechenbaren Arbeitszeiten. Ich habe also den schlecht bezahlten Job im ÖD genommen, während meine Mit-Studierenden gehaltsmäßig ruckzuck enteilt sind.

    Bin ich daran also auch selbst Schuld?

    Selbst Schuld an was? Ingenieur im ÖD ist sicher kein schlechter Job und führt auch nicht in die Altersarmut. Erst recht nicht, wenn man mit dem durchaus ordentlichen Gehalt neben gesetzlicher Rente und VBL noch zusätzlich privat vorsorgt. Insofern hast du nichts falsch gemacht.

    Dass man alleinerziehend mit Kindern keine 80-Stunden-Woche für die Erwerbsarbeit stemmen kann, ist klar. Daran kann niemand etwas ändern.

    Zitat

    Das ganze ist übrigens über 20 Jahre her. Ich hatte einen von 3 U3-Plätzen für meine Tochter in unserer Stadt (ca. 60.000EW zu dem Zeitpunkt). Ich hoffe so sehr, dass meine Tochter das bald anders erleben darf, wenn sie mit dem Studium fertig ist!

    "Dank" Erziehermangel und begrenzter Plätze ist es je nach Region schon schwierig, Kinder mit 3 überhaupt in den Kindergarten zu bekommen. Bei uns bekommen viele Kinder erst mit 4 einen Platz, manchmsl dauert es noch länger.

    Insofern ist die bessere Hoffnung vermutlich, dass du ihr genug Selbstbewusstsein und Vernunft an die Hand gegeben hast, dass sie, wenn sie denn eigene Kinder will, mit ihrem Partner (m/w/d) gleichberechtigt für diese sorgt und sich nicht auf die Hausfrau & Mutter Rolle einlässt, wenn es nicht genau das ist, was sie will. Oder dass sie einen Partner (m/w/d) findet, der diese Rolle übernehmen will.

    Berufsschule ist nur der schulische Teil der dualen Ausbildung. Berufliche Schulen ist der Überbegriff für berufliche Bildungsgänge, wie das berufliche Gymnasium, die Berufsschule, das Berufsgrundbildungsjahr etc.

    Theoretisch könntest du allgemeinbildende Fächer im Sek I Bereich auch an beruflichen Schulen unterrichten. Praktisch ist das aber eher die Ausnahme, also nichts, womit du fest kalkulieren solltest.

    Im verlinkten Text steht doch ganz klar Masterabschluss. Wobei ich mich frage, wo und in welchem Fach man in 7 Semestern man einen Master machen kann.

    Da steht FH-Master oder ein an einer Universität erworbener Abschluss. Wenn der Abschluss von einer Uni ist, reicht auch ein Bachelor.

    Das Lehrerbildungsgesetz macht es etwas klarer

    § 13 II LABG NRW

    (2) Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung sind

    1. ein Hochschulabschluss, der nach Regelstudienzeiten von insgesamt mindestens sieben Semestern

    a) an einer Hochschule nach § 10 Absatz 2 Satz 1 oder

    b) als Abschluss eines Masterstudiums an einer Fachhochschule

    erworben wurde und keinen Zugang zu einem Vorbereitungsdienst nach § 5 eröffnet

    Es ist ein gesellschaftliches oder strukturelles Problem, wenn einfach die Betreuungsplätze für Kleinkinder nicht vorhanden sind, damit man arbeiten gehen kann, wenn man sich dafür entscheidet.

    Es ist ein Problem, wenn in der Grundschule keine Nachmittagsbetreuung angeboten wird, um arbeiten gehen zu können. Und schon bist du jahrelang aus dem Job raus oder in der Teilzeitfalle.

    Das sehe ich generell auch als Problem, es betrifft aber nicht automatisch nur Frauen.

    Wo steht, dass Frauen diejenigen sind, die sich zwischen Kindererziehung und Arbeit entscheiden müssen? Frauen sind nicht qua Geschlecht irgendwie besser geeignet, um häusliche Arbeiten zu erbringen oder aus irgendwelchen anderen Gründen alleine für die Kinder zuständig. Das ist eine Entscheidung, die Frauen bzw. Partner treffen.

    2. Sprich bitte Kolleginnen nicht in diesem Kontext mit "Mädels" an, mein Junge.

    Legitim

    Zitat

    3. Die erotischen Fantasien einer Kollegin sind total egal, wenn es darum geht, dass wesentlich mehr Frauen in Altersarmut leben als Männer. Es gibt, das mag überraschen, noch mehr Frauen als es verbeamtete Lehrerinnen gibt. Mehr Alleinerziehende, weniger in leitenden oder nur abgesicherten Positionen.

    Ok, aber was genau können Männer oder "die Gesellschaft" dafür? Wenn sich Frauen gegen Erwerbsarbeit entscheiden, aus welchen Gründen auch immer, dann ist das eine individuelle Entscheidung, kein gesellschaftliches Problem.

    Zitat

    4. Wenn die Erzieherin abschätzig guckt, weil ein Kind erst 16 Uhr geholt wird, dann haben wir doch gleich einen Punkt, für den eine Mutter nicht selbst etwas kann.

    "Die Gesellschaft" oder Männer können aber auch nichts dafür, wenn Frauen sich gegenseitig kontrollieren. Zumal ein (vermeintlich) abschätziger Blick ja nun nichts ist, das irgendwie relevant für das eigene Leben wären. Ich bin in meinem Leben schon oft (vermeintlicht) abschätzig angesehen worden. So what?

    Zitat

    Es gab ja nach wie vor einige, die einfach leugnen, dass Gleichberechtigung überall angekommen ist. Dass du gleich von einer Erzieherin ausgegangen bist, ist natürlich auch bemerkenswert.

    Wir haben uns hier in der Gegend fünf Kitas angesehen und sind auf keinen einzigen männlichen Erzieher gestoßen. Die A

    Grundannahme, dass jemand, der in der Kita arbeiter weiblich ist, ist nicht bemerkenswert, sondern Ergebnis der Realität.

    Zitat

    5. Männer sind deiner Ansicht nach "weichgespült", wenn sie Care-Arbeit leisten. Frauen sind weichgespült, wenn sie sich um die Schwiegermutter kümmern oder 2 Jahre Elternzeit nehmen. Auch mit dieser Aussage unterstützt du gerade die These, dass Pflege und Erziehung "weiblich" sei, etwas, dass deine jüngeren Kollegen bestreiten. Angeblich gäbe es keine Unterschiede, Frauen seien allesamt jede selbst verantwortlich wenn die Lage ist, wie sie ist. Ist wohl doch nicht so einfach?

    Wie ist "die Lage" denn? Sich daheim um Kind und Kegel zu kümmern, ist doch nichts Schlimmes. Wenn das überwiegend Frauen machen, ist das auch nichts Schlimmes. Wenn eine konkrete Frau das nicht möchte, dann muss sie das nicht. Sie kann sich auch mit dem (hoffentlich nicht beliebigen, sondern ausgewählten) Partner abstimmen und beide teilen die Arbeit. Bei den homosexuellen Paaren mit Kindern in meinem Bekanntenkreis ist es auch so, dass, ein Partner eher häuslich orientiert ist, bestenfalls hinzuverdient und der andere eher Richtung Erwerbsarbeit. Das ist glaube ich ein ganz natürlicher Mechanismus (wenn man es sich leisten kann). Solange man finanziell für den häuslichen Partner (mit) vorsorgt (was ich nur jedem empfehlen kann), sehe ich da kein Problem. Bei meiner Frau und mir bin ich eher häuslich orientiert und schränke meine Arbeitszeiten im kommenden Schuljahr ein. Andere Paare machen es anders.

    Formulierung wie "weichgespült" halte ich allerdings auch für sehr unpassend. Menschen, die sich um Haushalt, Kinder, Angehörige kümmern, sind alles andere als "weich".

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