Beiträge von Schmidt

    Dann kann man diese Bereitschaft nämlich mal so kanalisieren, dass man sich überlegt, wie denn die Arbeit an der (eigenen) Schule zukünftig aussehen wird, wenn diese Menschen zu einem kommen.

    Wenn du mit "diese Menschen" generell Behinderte meinst, dann brauchen wir uns an meiner Schule dazu nicht überlegen, wie die Arbeit mit ihnen aussieht. Behinderte sind schon längst da.

    Dass Schüler, die das Abitur nicht erreichen könne, an Gymnasien beschult werden, ist bisher glücklicherweise noch keine Idee, die auf breite Zustimmung stößt. Unabhängig davon, ob Schüler behindert sind oder nicht.

    Zitat

    Wer seitenweise „Haha“-Emoticons verteilt, ist vielleicht nicht der beste Maßstab für Getrolle und on topic.

    Deine Beiträge sind offensichtlich Getrolle. Du liest Beiträge nicht, wirfst pauschal mit Unterstellungen um dich, schreibst die ganze Zeit davon, dass hier niemand mit Behinderten arbeiten wolle usw. usf. Darauf ist die haha Reaktion durchaus angemessen.

    Wie kann man hier eigentlich auf ganze Seiten reagieren? Bei "seitenweisen" Emojis müsste das möglich sein.

    Zitat

    Du entscheidest, ob und wie du antwortest, was du schreibst. Ich schreibe, was ich möchte. Kann man lesen, muss man nicht.

    Joa, und weiter?

    Zitat

    Inhaltliches Interesse wäre wohl der bessere Diskussionsanlass. Also, wo wir gerade übers Trollen sprachen.

    Das stimmt. Wann nimmst du dir das zu Herzen und schreibst ohne konfuse Rundumschläge und unsinnige Unterstellungen?

    Nun aber heißt es, besonders tapfer zu sein: Die Ansicht, rationale Entscheidungen bestimmten unsere Entscheidungen, ist aus historischer, philosophischer und neurowissenschaftlicher Hinsicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eines: ein (schöner) Selbstbetrug.

    So kannst du dich natürlich aus der Verantwortung für deine Entscheidungen nehmen. 🤷🏾‍♂️ Macht das Leben und das Selbstmitleid einfacher.

    Und RV - Pflicht egal wie viel? Das heisst jeder Studienkreis-Student usw. der Nachhilfe gibt, zahlt in die Rentenkasse ein? Kaum vorstellbar

    Wenn der Studienkreis-Student mehr als 450 bzw. jetzt 520 Euro im Monat verdient, dann ja. Die meisten meiner Kommilitonen, die arbeiten und keine Hiwis sind, verdienen mehr als 450/520 Euro, zahlen also auch in die RV ein. Allerdings ist der Beitrag gestaffelt. Er steigt von ca. 3,5% stufenweise auf die vollen 9,95%.

    Dann war ich wohl wirklich zu kryptisch oder schreibfaul - tut mir leid!

    Aus meiner Retrospektive ist das Zweite Staatsexamen nur sinnvoll, wenn man an der Schule verbleiben will. Der Plan, man könne danach immer noch außerhalb von Schule arbeiten, lässt sich leichter verwirklichen, wenn man sich nicht durch den Abschluss stärker an das System bindet

    Danke für die Erklärung.

    Du bindest dich nicht stärker ans System, du fühlst dich bestenfalls stärker daran gebunden. Gegen irrationale Gefühle gibt es den Verstand.

    Bei meinem Ref Durchgang war ein Kollege dabei, der bereits vor dessen Ende eine andere Beschäftigung in der Tasche hatte, das Ref aber trotzdem noch durchgezogen hat. Ein weiterer Kollege war später als Refi an meiner Schule und hat sich danach auch gegen die Lehrertätigkeit entschieden. Beendet ist beendet und ob man irgendwann doch noch als Lehrer arbeiten möchte, kann man so im Vorfeld noch nicht immer abschätzen. Also lieber noch ein paar Monate das Ref fertig machen und sich so Möglichkeiten offen halten.

    Dass du es jetzt bereust, Lehrer geworden zu sein, ist schade. Es hängt aber rational nicht daran, dass du das Ref beendet hast, sondern daran, dass du entschieden hast, Lehrer zu werden/zu bleiben. Die Entscheidung hast du ja hoffentlich nicht getroffen, weil das zweite Examen eben da war und es leichter war, dabei zu bleiben, als etwas anderes zu machen.

    Diese Diskussion eröffne ich hier nicht so gern, da ich deine Fragen rhetorisch verstehe. Sollte ich mich getäuscht haben, hier in Kurform: zu alt, zu krank, zu viel finanzielle Verantwortung, zu ängstlich, zu unbrauchbar.

    Du bist innerhalb von ca. 12 Monaten (die Zeit zwischen dem Gedanken, das Ref abzubrechen und der Beendigung des Ref) zu alt, zu krank, zu ängstlich, zu unbrauchbar geworden und hast soviel finanzielle Verantwortung angesammelt, dass es nicht möglich war, etwas anderes zu machen?

    Dass man 20+ Jahre nach dem Ref bereut, Lehrer geworden zu sein, ist sicher möglich. Aber mit der Beendingung des Refs hat dad nichts zu tun. Das Ref zu beenden führt nicht automatisch und unumgänglich in eine Beschäftigung als Lehrer.

    Ich habe im Referat sehr wenig gelernt.

    Ich habe bei meinen Referaten im Studium meistens einiges gelernt.

    Zitat

    Zwar steht bei beiden Examina eine 1 vor dem Komma, aber heute meine ich, besser wäre es gewesen abzubrechen (liegt an meinem Hadern mit der Bürokratie und Innovationsfeindlichkeit des Schulsystems).

    Du hast ein angeschlossenes Lehramtsstudium mit zweitem Examen. Das ist einiges wert und zwingt dich nicht dazu, in der Schule zu bleiben? Was genau hindert dich daran, jetzt trotzdem das zu machen, was du bei Abbruch des Refs gemacht hättest? Dass du nicht angebrochen hast, hindert dich nicht daran, etwas anderes zu machen.

    Ja, dann kann man die Frage, ob die Arbeit mit Menschen mit Behinderung abzulehnen eine Diskriminierung ist, schön umgehen.

    Niemand hier lehnt die Arbeit mit Behinderten ab. Wir kommst du auf diese Idee?

    An meiner Schule gibt es in allen Bereichen Behinderte: zahlreiche Schüler, Mitarbeiter des Sekretariats, verschiedene Kollegen. Würde ich die Arbeit mit Behinderten ablehnen, müsste ich mir einen anderen Job suchen.

    Das ist aber gar nicht das Thema dieses und des anderen Threads. Ich empfehle dir, den Thread aufmerksam zu lesen.

    (Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass jetzt wieder eine getrollte Antwort kommt, die offensichtlich das Thema verfehlt und wilde Unterstellungen beinhaltet, ist groß. Aber was macht man nicht alles, wenn man prokrastinieren will.)

    (Gibt es eigentlich einen prinzipiellen oder wesentlichen Unterschied zwischen Gletscherwanderung und Bummelrunde durch den durchschnittlichen großstädtischen Stadtpark? Der Thread lässt mich gerade grübeln..)

    Ne, da gibt es keinen Unterschied, das ist vollkommen austauschbar. Ist ja beides mit Laufen und Natur angucken. Und wenn du eins von beiden nicht machen willst, bist du ein ganz ein fieser Gletscher- bzw. Parkfeind. Dass du das nicht selbst siehst.

    Aha. Und was genau hat das mit Inklusion zu tun bzw. wie führt zu einer ständigen Beschäftigung mit dem Thema?

    Inklusion heißt doch nicht: "Wir lassen (einzelne, möglichst wenig störende) Menschen mit Behinderung gnädigerweise mitmachen."

    Köperlich behinderte Kinder, die von ihren Eltern an unserer Schule angemeldet werden, werden aufgenommen. Da wird keine Auswahl anhand der Behinderung getroffen. Je nachdem, welche Behinderungen die Schüler haben, muss ich mich damit beschäftigen, ob/wie ich diese im Unterricht berücksichtigen muss.

    Ich frage mich ernsthaft, was genau du erwartest. Am Gymnasium werden nur Menschen beschult, die das wollen und ein gewisses Mindestmaß an Leistung zeigen. Ob diese Menschen behindert sind oder nicht, spielt dabei grundsätzlich keine Rolle.

    Warum sollten Menschen mit geistiger Behinderung, die sie daran hindert, diese Mindestleistung zu erbringen, in Gymnasialklassen sitzen, während andere, die nicht behindert sind, an eine andere Schulform wechseln (müssen)? Die Antwort kann nicht "Inklusion" lauten. Denn auch bei der Inklusion geht es nicht darum, dass Behinderte aufgrund ihrer Behinderung überall dabeisitzen.

    Allerdings muss man fairerweise sagen, dass nicht mal in einem Forenkollegium fachliches Interesse am Thema Inklusion besteht. Da sind die meisten einfach froh, an ihrer Schulart zu unterrichten und möglichst nichts mit der Thematik zu tun zu haben.

    Wir haben ständig mit dem Thema Inklusion zu tun. Seit meiner eigenen Schulzeit habe ich keine Schule von innen gesehen, an der es keine Schüler im Rollstuhl, Kleinwüchsige, (fast) Blinde, Schwerhörige, Taube, Asperger Autisten und/oder Schüler mit anderen körperlichen Behinderungen gibt.

    Aber klar, das ist keine Inklusion. Inklusion findet nur dann statt, wenn geistig Behinderte Schüler landesweit in Gymnasialklassen sitzen, dort trotzdem keinen Schulabschluss erreichen können und dabei außer vollkommen unnötigem Stress für alle Beteiligten nichts rumkommt.

    Mmh... :/

    Dann könnte man uns ja auch gleich zur Bundeswehr abordnen. Der Tapetenwechsel wäre wohl nicht so krass wie der vom Gymnasium an die Förderschule.

    • Studienrat, Besoldungsgruppe a13 --> Major
    • Oberstudienrat, Besoldungsgruppe a14 --> Oberstleutnant

    Die Idee gefällt mir. Als technischen Offizier bei der Streitkräftebasis oder bei der Luftwaffe könnte ich mir mich schon vorstellen.

    Weil vom Beamten erwartet werden kann, dass er sich auch in vergleichbare amtsangemessene Tätigkeiten einarbeitet.

    Klar, 2 Jahre Universitätsstudium (reiner Förderschul spezifischet Anteil am gesamten Studium) und ein Referendariat, in dem die Förderschulkollegen ihre Arbeit lernen, lassen sich mal ebenso durch ein paar Stunden Lehrgang ersetzen. Das glaubst du doch selbst nicht. Vielleicht stellst du deine Arroganz in dieser Hinsicht mal ab.

    Die Arbeit an Förderschulen und generell mit geistig Behinderten ist nicht mit der an Regelschulen vergleichbar.

    Wie du darauf kommst, dass leistungsheterogene oder inklusive Klassen das verhindern, hast du mir trotz Nachfrage noch nicht erklärt.

    Sorry, aber durch den Reifen springe ich nicht. Das weißt du selbst.

    Zitat

    Wie gesagt ist wissenschaftlicher Konsens, dass genau das nicht der Fall ist.

    Welche Studien weisen nach, dass die Leistung von individuellen Schülern nicht darunter leidet, dass geisitig behinderte oder anderweitig deutlich leistungsschwächere Schüler in diesen Klassen regulär mitbeschult werden (nicht: in der Klasse sitzen, während sie vom Unterrichtsgeschehen weitgehend ausgenommen sind)? Wie genau soll nachgewiesen werden, dass ein Schüler ohne deutlich schwächere Mitschüler keine besseren Leistungen erzielt hätte? Das funktioniert so nicht. Dass Inklusion generell nicht zu schlechteren Leistungen führt ist ein no-brainer (wenn auch genauso schwierig nachweisbar). Auf die absurde Idee, dass körperlich Behinderte zu einem schlechteren Leistungsniveau führen, muss man erstmal kommen.

    Ich kenne die Situation aus meiner eigenen Schulzeit an einer Gesamtschule. Die Langeweile, die ich dort jeden Tag ertragen musste (bis ich mich dazu entschlossen habe, nur noch unregelmäßig zum Unterricht zu erscheinen) will ich auf keinen Fall irgendeinem Schüler zumuten. Die Oberstufe war etwas besser, aber richtig befreiend war erst das Studium.

    Ich erlebe das auch bei den 5ern immer wieder, dass die froh sind, endlich in vernünftigem Tempo lernen zu können, statt vor sich hin zu dümpeln und "anderen zu helfen".

    4. Dennoch kann es auch ein Lernziel für SuS sein, sich einmal zurückzunehmen und Rücksicht zu nehmen, wenn andere länger brauchen. (Nein, damit meine ich nicht, dass SuS sich jeden Tag langweilen sollen.)

    Darauf läuft es aber hinaus. Zu stark leistungsheterogene Klassen fördern Mittelmaß. Leistungsstarke Schüler können sich nicht weiterentwickeln und leistungsschwache Schüler fallen im Endeffekt trotzdem weiter hinten runter.

    Die Idee, dass sich leistungsstarke Schüler bremsen müssen, weil die Leistungsschwachen oder geistig Behinderten nicht mitkommen kannst du wohl kaum ernst meinen. Leistung muss gefördert, nicht erstickt werden.

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