Beiträge von Schmidt

    Die Anmerkungen, dass am sich die Arbeit mit Menschen mit Behinderung nicht zutraue oder nicht schlicht nicht könne, verdecken die Aversion nur unzureichend. Was man nicht kann, lernt man.

    Schade, dass BK Lehrer in der Regel nicht an Grundschulen abgeordert/versetzt werden. Würde dir sicher so richtig liegen, als BK Lehrer 6-Jährigen im Morgenkreis über ihr Wochenende erzählen zu lassen und ihnen Lesen und Schreiben beizubringen.

    Oder noch besser: weil es zu wenige Lehrer für Grundschulen gibt, werden einfach ein paar Grundschüler in eurer BK Klassen gesteckt. Die darfst du dann zieldifferent mitbeschulen. Ist ja easy möglich. Wenn du das nicht kannst, lernst du es eben.

    Was, darauf hast du keine Lust? Was, du hast nicht Lehramt studiert, um Kindern Lesen und Schreiben beizubringen? Boa, so menschenverachtend.

    Auch an Krebs erkrankte Menschen können orthopädische Probleme haben. Darum ging es doch: um die Ausdrucksweise, die Arbeit mit Menschen mit Behinderung sei eine "Zumutung". Nicht darum, das nicht zum Schwerpunkt seiner Arbeit machen zu wollen - damit hat doch niemand ein Problem.

    Wenn ein Krebskranke ein orthopädisches Problem hat, kümmert sich der Orthopäde um dieses und nicht um den Krebs.

    Es geht an einer Schule aber nun mal ums Lernen. Wenn ein Schüler eine Behinderung hat, die ihn kognitiv nicht einschränkt, dann kümmere ich mich als Lehrer darum, dass dieser Schüler die Möglichkeit hat, das Abitur zu schaffen. Seine Behinderung spielt dabei für mich keine Rolle.

    Genausowenig, wie ein Podologe etwas mit einem Patienten ohne Beine anfangen kann, kann ein Gymnasiallehrer etwas mit Schülern anfangen, die kognitiv nicht dazu in der Lage sind, den Unterrichtsstoff zu verstehen und die am Gymnasium intendierten Kompetenzen zu erwerben. Es erwarten doch auch niemand ernsthaft, dass jemand ohne Beine im Fußballverein für die erste Manschaft auf dem Feld zu sein hat.

    Zu "Ich will nicht mit Menschen mit Behinderung arbeiten" würde analog passen: "Ich will nicht mit Menschen mit Krebs arbeiten."

    Und das ist eine ganze andere Aussage, die ich durchaus auch für problematisch halte.

    Als Arzt ist es vollkommen ok, kein Interesse an der Onkologie zu haben und es für sich selbt abzulehnen, sich um onkologische Probleme zu kümmern. Das ist vollkommen normal. Ein Orthopäde wird sich nicht um deinen Lungenkrebs kümmern (ob können und/oder wollen spielt keine Rolle). Der Gynäkologe will in der Regel nicht an der Prostata arbeiten (jedenfalls nicht bei Patienten).

    Dasselbe gilt für Lehrer. Kein Interesse an der (förder-)pädagogischen Arbeit zu haben, die bei Schülern mit geistiger Behinderung notwendig ist, ist äquivalent zum Orthopäden, der keinen Lungenkrebs behandelt und zum Gynäkologen, der keine Prostata behandelt. Daran ist gar nichts menschenverachtend oder problematisch.

    "Ich will nicht mit Menschen mit Krebs arbeiten" ist nur in einem Kontext problematisch, in dem es um Kollegen geht. Das ist tatsächlich menschenverachtend.

    Ich verstehe den verlinkten Artikel schon so, dass nicht Angst der größte Widersacher gegen Widerstand ist, sondern ein allgemeines Desinteresse oder Einverständnis zum Krieg und die größte Sorge in der Blamage des Militär besteht.

    Wenn der Krieg woanders ist und die Medien nur über die erfolgreiche russische Armee und die Befreiung des Brudervolks berichten, ist diese Einstellung kein Wunder. Das würde in den meisten anderen Ländern genauso funktionieren. Insofern ist das keine Frage der "Mentalität" oder von Bösartigkeit, sondern von Framing und der Tatsache dass die meisten Menschen einfach ihre Ruhe haben wollen.

    Die Vorstellung, dass eigentlich alle Menschen total demokratische, soziale, gute Revolutionäre sind, aber aus Angst nichts unternehmen, war "damals" in Deutschland genauso unsinnig wie jetzt in Russland; genauso wie die Vorstellung, dass alle Menschen böse sind und anstandslos und patriotisch hinter ihrer Regierung stehen.

    Die russische Mentalität bewundert Stärke und kennt Verachtung für das Schwache - das war auch in Sowjetzeiten so - und Adenauer hatte es damals ebenso erkannt. Niederlage ja. Bedingungslos nein.

    Niemand verlangt eine bedingungslose Kapitulation der Russen mit Übereignung des gesamten russischen Bodens an die Ukraine. Das wäre eine Niederlage. Ein zügiges Verlassen der Ukraine, inklusive der Krim und des Donbass, eine offizielle Entschuldigung sowie Reparationszahlungen sind nicht zuviel verlangt. Über Art und Umfang der Entschuldigung und der Reparationszahlungen kann man verhandeln.

    Wenn das so stimmt, wie du schreibst, dass es eine "russische Mentalität" gibt, die Stärke bewundert und Schwäche verachtet, dann hat Antimon Recht. Dann sind alle Russen bösartig. Das sehe ich zwar beides nicht so, das wäre aber die logische Konsequenz.

    Mir erschließt sich nicht so recht, was du eigentlich ausdrücken willst. Du schreibst zu den historischen Verhältnissen nichts Neues und nichts, das nicht bereits weitläufig bekannt wäre. Das ändert aber alles nichts daran, dass derjenige, der ein anderes Land überfällt im Unrecht ist und auf keinen Fall mit seiner Masche durchkommen darf.

    Jeder hat für alles irgendwelche "Gründe". Für Judenhass, Hass gehe Homosexuelle, gegen Frauen, generell gegen alles und jeden gibt es auch "Gründe". Wenn "Gründe" für eine Rechtfertigung und Zugeständnisse ausreichen, kann man vielleicht auch mit Leuten, die Ausländer hassen verhandeln. Vielleicht reicht es denen ja, wenn sie nur in Monaten, die nicht auf 'r' enden Jagd auf Ausländer machen? Klingt doch fair.

    Grundsätzlich sehe sehe ich das ähnlich wie du. Aber hier

    Es ist zu einfach, die russische Gesellschaft schlicht als "böse" darzustellen und ihnen die Legitimität ihrer Interessen per se abzusprechen. DAS ist ja gerade mit eine der Ursachen des Konflikts, den wir heute erleben.

    muss ich ganz klar widersprechen. Es gibt keine Begründung für einen Angriffskrieg (das ist kein Konflikt und auch keine Militäroperation). Niemand darf einen souveränen Staat angreifen, auch wenn der Angreifer noch so sehr die Sowjetunion vermisst und sich irgendwas davon zurecht spinnt, dass die NATO ihn einkreisen wolle.

    Zitat

    Wenn man die russische Gesellschaft davon überzeugen möchte, dass Frieden die bessere Option ist, dann muss eben diese Gesellschaft auch in dieser Friedensordnung für sich eine Perspektive sehen. Sie zum Paria zu erklären und sie der Demütigung einer Niederlage auszusetzen halte ich für heute weder zeitgemäß noch in irgendeiner Weise sinnvoll.

    Die Niederlage Russlands ist aber der einzige akzeptable Ausgang dieses Krieges. Die Lehre für Russland kann nicht sein, dass es mit Landgewinn belohnt wird, andere Staaten zu überfallen, Zivilisten zu ermorden, seine Soldaten zu verheizen und ein Land zu zerbomben. Dem hätte man eigentlich schon 2014 einen Riegel vorschieben müssen.

    Auch ein Angriffskrieg (in Europa) ist nicht mehr zeitgemäß. Putin ist in der Hinsicht vollkommen aus der Zeit gefallen und denkt noch in sowjetischen Kategorien. Russland war international anerkannt, in die Staatengemeinschaft integriert und hätte die partnerschaftliche Entwicklung nur weiter vorantreiben müssen. Stattdessen hat sich Putin mit seinen Leuten für die rückständige Idee des Landgewinns entschieden.

    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Me…ugendliche.html


    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Wa…ussgruende.html

    https://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsof…?xid=4643623,34

    Grundsätzlich muss dein Mann entweder mindestens 6 der letzten 48 Monate in der GKV pflichtversichert gewesen sein (die freiwillige GKV scheint nicht zu zählen) oder bereits mindestens fünf Jahre versichert sein, damit die RV die Reha für eure Kinder zahlt.

    Wenn die beiden unter 12 sind und es medizinisch notwendig ist, dass eine Begleitperson mitfährt, sollte deine Besoldung weiterlaufen. Die RV übernimmt wohl den Verdienstausfall, ich bin mir aber nicht sicher, ob das dann auch für Besoldung/Beamte gilt. Wenn nicht, wäre das eine Lücke, wenn die Freistellung aus irgendwelchen Gründen nur ohne Besoldung erfolgt.

    Das scheint alles etwas komplizierter zu sein. Die RV sollte beraten können.

    Das wäre mir jetzt neu. Mit Realschulabschluß in der Tasche muß man entweder die zweijährige Fachoberschule in Vollzeit besuchen oder man macht eine Lehre, wobei der Berufsschulteil als das erste Jahr der Fachoberschule angerechnet wird, und besucht dann noch die einjährige Fachoberschule. :/

    "Durch den Besuch einer weiterführenden Schule nach der Berufsausbildung oder Zusatzunterricht während der Berufsausbildung können junge Menschen die Fachhochschulreife erwerben."

    https://www.bildungsportal-hessen.de/g231

    (Hervorhebungen von mir)

    Den KMK Beschluss und die Rwchtsgrundlage habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Ich suche die später mal.

    Ein guter Freund hat nach dem Studium noch eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner gemacht (im Nachhinein hält er das auch für dumm, aber nunja). Bei denen haben das einige parallel zur Ausbildung gemacht.

    Wenn alles glatt läuft, kann man sicher mit 26 als Berufsschullehrer arbeiten. Wenn nur ein Zahnrädchen sich nicht wie erwartet in die gewünschte Richtung mit dem gewünschten Tempo weiterdreht, verzögert sich der Berufseinstieg und damit reduziert sich wiederum das Lebenseinkommen,

    In der Rechnung oben habe ich mit einem Berufseinstieg mit 32 Jahren gerechnet. Das sind 6 Jahre "Puffer". Die sollten ausreichen.

    Wer tatsächlich mit 26 anfängt (was für Lehrer an beruflichen Schulen sportlich sein mag, für Gymnasiallehrer selbst mit "Puffer" aber eher dir Regel), hat nochmal 400.000 Euro zusätzliches Brutto-Lebenseinkommen.

    Was das zeigt: finanziell gesehen ist es sinnvoll, so zügig wie möglich zu studieren. Jedes zusätzliche Studiensemester kostet 34.000 Euro Brutto-Lebenseinkommen.

    Wenn man nur so rechnet, ist das Leben aber langweilig und es entgehen möglicherweise Gelegenheiten, die zu noch mehr Lebenseinkommen führen oder den Menschen anderweitig bereichern.

    Die Frage stellt sich eigentlich gar nicht, weil man ohne Referendariat mit dem 1. Staatsexamen nur sehr wenig anfangen kann.

    Kommt auf die Fächer an.

    Es gibt jedenfalls eine Menge Jobs, für dir man wenig qualifiziert sein muss bzw. für die irgendein Studienabschluss als Qualifikation ausreicht. Manche Kommilitonen arbeiten erst zwei, drei Jahre als Vertretungslehrer und gehen dann erst ins Ref. Möglichkeiten gibt es viele. Bleibt dir Frage, ob das sinnvoll ist wenn man nur nicht ins Ref will, weil man "zu jung" ist. Ich sage nein, das Alter ist egal.

    Zitat

    Auch ist ein vorübergehender Rückzug ins Privatleben (=Familienplanung) keine Lösung, weil man nach dem 1. Staatsexamen nur eine gewisse Zeit (4 Jahre ?) hat, um das Referendariat anzutreten. Ansonsten verfällt das 1. Staatsexamen und man muß zu einer Feststellungsprüfung, um zu zeigen, daß man die Studieninhalte noch beherrscht.

    In deinem Bundesland vielleicht. Für Hessen ist das eine urbane Legende. Das erste Staatsexamen verfällt nicht.

    Und jetzt mal in netto mit Steuerprogression?

    Außerdem mußt Du mir mal erklären wie jemand ohne allgemeine oder zumindest Fachhochschulreife zum Studium zugelassen wird. Zudem rechne mal mit der durchschnittlichen Studiendauer, in meinem Studiengang waren das 14 Semester, und nicht mit der Regelstudienzeit, die eh praktisch niemand erreicht.

    Aber wie gesagt, rechne bitte mal die Nettolöhne. Ob jemand gar keine Einkommensteuer, 14% oder 42% zahlt, macht schon einen gewaltigen Unterschied.

    Das netto kommt auf dir persönlichen Lebensumstände an. Klar, kann man sich da jetzt dran festbeißen. Das ändert aber nichts daran, dass du mit A13 erheblich mehr Lebenseinkommen und Pension hast, als jemand mit A5 oder A8. Und das bei deutlich kürzerem Erwerbsleben, mehr Bildung, interessanterem Job und mehr Flexibilität bis zum Berufseinstieg. mehr Passt also alles.

    Wo steht, dass jemand ohne FHR zum Studium zugelassen wird? In Hessen kann man Lehramt für berufliche Schulen mit FHR studieren. Diese erwirbt man während der Ausbildung in der Berufsschule.

    Mit beruflicher Qualifizierung ginge das Studium auch ohne direkte FHR, aber das dauert länger.

    Wieder so einer mit seinem super extra harten Studium, das keiner in Regelstudienzeit schafft. 😄 Studenten, die leistungsschwach sind, sind nicht der Maßstab. Länger studieren ist ok, muss aber nicht sein. Auch nicht in technischen Studiengängen.

    Ich habe mein Abi trotz G9 übrigens mit 18 gemacht und auch mit 18 angefangen zu studieren. Heute gibt es mit G8 sogar Studienanfänger, die erst 17 sind.

    Und zu guter Letzt: niemand hat dich dazu gezwungen, Lehrer an berufluchen Schulen zu werden. Das Studium Grundschullehramt dauert in Hessen 6 Semester. Abi mit 18 + 3 Jahre Studium + 18 Monate Ref, dann bist du mit 23 in A12 (bald A13), an einer Schule um die Ecke. Jeder sucht sich seinen Weg selbst aus.

    Persönlich mache ich Dir keinen Vorwurf, weil die Medien voller Desinformation stecken. Wer nur von Maskenschäden, Immunschuld, Lockdownschäden und Impfung spricht, wenn er die sich entfaltende Gesundheitskatastrophe beschreibt, hat sich mit dem Thema entweder nicht hinreichend wissenschaftlich befasst oder will eine vermeintlich wirtschaftsfreundliche (aber kurzsichtige) Agenda befeuern.

    Vielleicht konsumierst du die falschen Medien? In den Medien, die ich konsumiere sprechen die wenigsten von dem, was du behauptest.

    Von einer Gesundheitskatastrophe (keine sehr kreative Wortschöpfung) sehe ich bisher nichts. Wo soll es die geben?

    Ob es diese Freiheiten heute noch gibt, weiß ich nicht.

    Kommt auf die Uni, das Bundesland und den Studiengang. An meiner Uni (Frankfurt am Main) gibt es wenige Studiengänge mit Höchststudiendauert. In diesen muss man dann bspw. den Bachelor in 9 Semestern (Regelstudienzeit: 6 Semester) fertig haben. Das gilt bspw. für Psychologie, Chemie und Wiwi. Manche Studiengänge haben Prüfungsfristen, bspw. zwei Module in zwei Semester erfolgreich abschließen. Das gilt bspw. für Informatik. Damit will man im Wesentlichen vermeiden, dass Leute länger als nötig in einem unpassenden Studiengang herumlungern und sich möglichst niemand wegen des Semestertickets in diesen Studiengang einschreibt.

    Die meisten Studiengänge, inklusive L1, L2, L3 und L5 haben keinerlei zeitliche Befristung, man kann also weitgehend frei vor sich hin studieren.

    Das ist aber, soweit ich die Hochschullandschaft überblicke, eher unüblich geworden.

    Weil man bei den unterschiedlichen Berufen bedingt durch kürzere oder längere Ausbildungszeiten bis zum 67. Lebensjahr auch unterschiedlich lange ausüben kann. Rechne Dir mal das Lebenseinkommen in den unterschiedlichen Besoldungsgruppen aus. Du wirst dich wundern wie ähnlich da das Lebenseinkommen ist, weil der einfache Dienst schon im Alter von 19 anfängt und wir am Berufskolleg dank Industriepraktikum oder Lehre erst mit über 30 Jahren ins Erwerbsleben starten.

    Abi mit 18 + 5 Jahre Studium + 1 Jahr Praktikum + 18 Monate Ref => Berufsstart mit 25/26.

    Alternativ Realschulabschluss mit 16 + 3 Jahre Ausbildung (inklusive FHR) + 5 Jahre Studium (geht in Hessen mit FHR) + 18 Monate Ref => Berufsstart ebenfalls mit 25/26.

    Aber gut, sagen wir, die A13 fängt mit 32 an (dauert ja vll etwas bis zur Planstelle), die A5 (einfacher Dienst) und die A8 (mittlerer Dienst) mit 19. Alle drei gehen mit 67 in Pension. Bundesland Hessen.

    Lebenseinkommen

    A13, 35 Jahre Dienstzeit, brutto, insgesamt 2,2 Millionen Euro.

    A8, 48 Jahre Dienstzeit, brutto, insgesamt 1,8 Millionen Euro.

    A5, 48 Jahre Dienstzeit, brutto, insgesamt 1,5 Millionen

    Das sind für die A13 ggü. der A8 ein rund 19% höheres Lebenseinkommen, trotz 13 Jahren weniger Arbeit. Ggü. der A5 ein rund 40% höheres Lebenseinkommen.

    Pensionsansprüche

    A13 60% von 5733 Euro brutto => 3439 Euro

    A8 70% von 3465 Euro brutto => 2425 Euro

    A5 70% von 2800 Euro brutto => 1960 Euro

    Sagen wir, alle drei werden 80 Jahre alt (Lebenserwartung eines heute 50-jährigen Mannes), bekommen die Pension also 13 Jahre lang ausgezahlt.

    A13 => 13 * 12 * 3439 Euro => 536.000 Euro

    A8 => 13 * 12 * 2425 Euro => 378.000 Euro

    A5 => 13 * 12 * 1960 Euro => 305.000 Euro

    Für die A13 also nochmal rund 75% mehr Pension als für die A5 bzw. rund 40% mehr, als für die A8.

    Für Frauen, deren Lebenserwartung in diesem Fall vier Jahre höher liegt, vergrößert sich der Abstand sogar noch.

    Alles zusammen

    A13: 2,7 Millionen Euro

    A8: 2,2 Millionen Euro

    A5: 1,8 Millionen Euro


    Nicht nur verdient ein Lehrer (der seine Dienstzeit lang in A13 bleibt) aufs Leben gerechnet 500.000 Euro bzw. 900.000 Euro mehr, als jemand mit A8 bzw. A5, ein Lehrer muss zudem nicht schon mit 19 anfangen zu arbeiten, sondern kann sich noch ein paar Jährchen ausleben, sich bilden, die vorlesungsfreie Zeit (teilweise) genießen, ein Auslandssemester machen usw.usf. Es ist ein Privileg, solange in Ausbildung sein zu können. Der Job ist auch um ein Vielfaches abwechslungsreicher, als die üblichen A5 Jobs oder A8 Jobs.

    Dass mit A13 trotz Lohnsteuerprogression, mehr Geld übrig bleibt, um es gewinnbringend anzulegen und die KV proportional weniger belastet kommt noch hinzu.

    Bei Angestellten ist der Unterschied ähnlich, allerdings wirkt es sich bei der Rente aus, wenn man 3 Jahre "zu wenig" gearbeitet hat. Mehr als für die E6/E8 wird es trotzdem sein. Mit Startalter 30/19 Jahre sind es brutto in Hessen

    E13: 2,5 Millionen Euro

    E8: 2,0 Millionen Euro

    E5: 1,8 Millionen Euro

    Wie oben: Das Ziel der universitären Bildung ist nicht nur das wissenschaftspropädeutische Arbeiten sondern auch die Fähigkeit, Deadlines zeitgerecht zu erfüllen.

    Im Studium wird nicht mehr wissenschaftspropädeutisch gearbeitet. Das findet am Gymnasium statt.

    Ziel von Bildung ist es niemals, Fristen einhalten zu können. Wie kommst du darauf? Das sollte ebenfalls bereits am Gymnasium erfolgen. Morgens rechtzeitig aufzustehen und pünktlich zu sein sind auch keine Ziele des Universitätsstudiums.

    Zitat

    Ähm? Ob ich das Studium in der Regelstudienzeit schaffe oder auf 30 Semester hinziehe: Die Menge an Leistungspunkte bleibt doch gleich.

    Für einen Studiengang, ja. Ich habe länger als die Regelstudienzeit gebraucht dafür aber mehrere Abschlüsse. Ich bin sogar wieder eingeschrieben und studiere. Außerhalb der Regelstudienzeit bin ich mittlerweile auch wieder. Es ist nichts Verwerfliches daran, das Studium genießen zu wollen, links und rechts zu gucken, sich in anderen Fachbereichen umzuschauen oder sich (hochschul-)politisch zu engagieren und deshalb länger zu studieren. Das ist doch einer der schönen Aspekte am Studium.

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