Womit wir wieder beim "problematischen" Sprachgebrauch wären. "Stets" bedeutet doch "jedes Mal", "grundsätzlich" ebenso "ohne Ausnahme" (https://www.duden.de/rechtschreibung/grundsaetzlich). Deine Erklärung, dass es doch "auch mal ein Vater das Sorgerecht alleine zugesprochen bekommt" widerspricht also sehr wohl deiner vorherigen Aussage.
Kinder aus armen Familien haben aufgrund ihrer finanziellen Ausstattung auch grundsätzlich/stets/immer einen Nachteil gegenüber Kindern aus wohlhabenderen Familien. Der Nachteil geht nicht weg, nur, weil andere Aspekte stärker durchschlagen. Vielleicht verstehst du jetzt, was die Aussage bedeutet?
Komisch, gerade konnte ich den Artikel noch lesen, aber jetzt ist es auch mir nur noch mit Abo möglich. Hier nochmal eine andere Quelle über eine US-Studie zum selben Thema: https://www.fitbook.de/mind-body/schm…-ernst-genommen
Wir reden über Deutschland, nicht über die USA. Die USA sind an vielen Stellen noch rückständig und Gleichberechtigung ist dort stellenweise ein Fremdwort. Ein Land, in dem es in den meisten Staaten nicht mal verpflichtenden Mutterschutz oder wenigstens eine verpflichtende bezahlte Freistellung nach der Geburt gibt, möchte ich ungerne mit Deutschland verglichen sehen.
Unabhängig davon hat die Studie wieder die Schwäche, dass man Menschen befragt und es um individuelle Bewertung von Schmerzen geht. Was für den einen eine 4 ist, ist für den anderen schon eine 8 (von 10). Und an den Gesichtsausdrücken von Menschen erkennen, wie stark ihre Schmerzen sind, ist so oder so unmöglich.
Zum Beispiel diese Studie, die zeigt, dass Frauen in Führungspositonen weniger akzeptiert werden als Männer: https://docs.iza.org/dp12611.pdf (Nein, ich habe mir nicht die komplette Studie zu Gemüte geführt, aber darüber in einem Online-Artikel gelesen!)
Hast du vielleicht die falsche Studie verlinkt? In dieser Studie geht es um den Einfluss von negativem Feedback auf Mitarbeiter. Negatives Feedback von weiblichen Chefs hat laut dieser Studie einen stärkeren negativen Einfluss auf die Mitarbeiter, als dasselbe Feedback von männlichen Chefs. Das liegt vermutlich an den unterschiedlichen Kommunikationserwartungen die Männer und Frauen (!) an Männer und Frauen haben.
Die Studie findet gerade keine Evidenz dafür, dass Frauen weniger Ernst genommen werden, als Männer. Dagegen liegt Evidenz vor, dass sich Mitarbeiter mit Feedback von weiblichen Vorgesetzten länger beschäftigen als mit dem von Männern.
Ja, hier spielen Geschlechterstereotype eine Rolle, es wird aber keine Diskriminierung (im negativen Sinne; dass es einen Unteschied gibt ist natürlich rein wörtlich auch eine Diskriminierung) von Frauen nachgewiesen.
Du Schmidt siehst also wenig bis keine Diskrimierung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, verstehe ich das richtig? Wenn sich also Frauen diskriminiert fühlen, liegt es nicht am Geschlecht sondern an individuellen Persönlichkeitsmerkmalen?
Wo habe ich das geschrieben? Kann es sein, dass du nur die Hälfte der Diskussion gelesen hast?