Beiträge von Schmidt

    Wenn mir hier jemand erzählen will, dass man in der IT und im Maschinenbau nicht massiv Kohle machen kann, wenn man es drauf hat, dann brauchen wir hier nicht weiterreden.

    Ja, wenn das so ist, warum bist du dann Lehrer? Hast du es einfach nicht drauf? :aufgepasst:

    Spaß beiseite. Ja, natürlich kann man in der freien Wirtschaft als Informatiker einen Haufen Geld verdienen. Dazu muss man dann aber Glück haben, bereits bei einem Dax Konzern dual studieren oder zu den 5% der Bewerber mit Top Lebenslauf gehören (Studium in Regelstudienzeit, einschlägige Praktika, am besten direkt nach dem sehr guten Abitur ohne Umweg studiert, mindestens gute Noten im Studium). Der gemeine FH-Informatiker im Mittelstand muss für ein hohes Einkommen schon etwas mehr arbeiten.

    Alleine die BA/MA Sache ist beim Lehramt vergleichbar mit den Double-Degrees die ich so kenne. Daher finde ich das kritisch, wenn man einen LA-Studium das absprechen will.

    Siehe oben. Das war mal so, ist es aber nicht mehr. Meine Schwiegermutter hatte 4 SWS Didaktik und ansosten einen vollen Magister studiert. Als ich Abi gemacht habe, hat man noch eine Zwischenprüfung geschrieben, so, wie beim Magister/Diplom üblich, kaum Didaktik und Pädagogik, dafür erhebliche fachwissenschaftliche Anteile. Das wurde immer weniger. Ich habe nicht sofort Lehramt studiert. Bis ich dann damit angefangen habe, waren die Studiengänge modularisiert, also ohne geschriebene Zwischenprüfung und die fachwissenschaftlichen Anteile waren zugunsten der Pädagogik und Didaktik erheblich eingestampft. Didaktik und Pädagogik haben jetzt einen Umfang von 50 + 24 + 24 = 98 CP (+/- ein paar, weil nicht alle Fächer gleich viel Didaktik haben). In Englisch gab es bis ein oder zwei Jahre vor meinem Studienbeginn noch eine Sprachpraxis Prüfung als Teil des 1.Examens. Die gibt es mittlerweile auch nicht mehr. Man kann Englisch fürs Gymnasiallehramt studieren, ohne formale Grammatikkenntnisse, ohne Auslandssemester, ohne halbwegs fließend sprechen zu können (im Examen kann Englisch schriftlich gewählt werden).

    Wie gesagt: wer in Hessen Gymnasiallehramt studiert, hat einen fachwissenschaftlichen Umfang von 2 Semester pro Fach. Wer L1 studiert (6 Semester Regelstudienzeit), studiert 1 Semester pro Fach. Das wars. Da von Double-Degree zu sprechen ist einfach falsch. Das bisschen Fachwissenschaft reicht, um sich so ungefähr vorstellen zu können, wie die jeweilige Fachwissenschaft funktioniert. Inhaltlich ist das die Hälfte des Bachelors bzw. noch weniger in Vollfächern (Informatik, Chemie etc. die man im Bachelor in der Regel ohne Nebenfach studiert).

    Wow, das ist das wirklich abgespeckt. Bei uns war es sehr fachwissenschaftlich aufgebaut. Von Freunden aus Dresden und Leipzig kenne ich das auch so.

    An der TU Dresden sind es zur Zeit 80 LP (ohne Didaktik) bspw. in Englisch. Gegenüber einem Fachbachelor fehlt da schon noch was, aber es ist besser, als in Hessen. Bei naturwissenschaftlichen/technischen Fächern wird der Unterschied noch deutlicher. In Informatik studiert ein L3er bei uns nur Grundlagenmodule, es fehlt die komplette Vertiefung. Das reicht fürs Lehrer sein schon aus, ist aber eben kein fachwissenschaftliches Studium.

    Also wenn du in deinem Studium auf BA Niveau verblieben bist, ist das traurig. Aber halt nicht zwingend der Standard. Mein LA-Studium war definitiv dem MA gleichwertig was Seminare/Vorlesungen etc anging. Das Referendariat ist auch nicht als MA-Ersatz gedacht und hat einen ganz anderen Anspruch als ein Studium.

    Doch, das ist Standard.

    Der fachliche Umfang in Hessen ist im L3 Studium ca. 60 CP, also zwei Semester. Das wars. Natürlich geht das nicht über Bachelor Niveau hinaus. Da sich die Veranstaltungen in der Regel über 6 bis 8 Semester ziehen, kommt da niemand richtig in die Fachwissenschaft rein, weil pro Fach und Semester nur 1 oder 2 Veranstaltungen besucht werd.

    Im L1 beschränkt sich der fachliche Umfang auf 1 (!) Semester pro Unterrichtsfach. Natürlich ist das, wie ehrlicherweise auch im L3 oder L2, eine ganz andere fachliche Liga, die nicht mal einem Bachelor gleichwertig ist.

    Es hat schon einen Grund, dass fachliche Mängel/mangelndes Fachwissen mittlerweile einer der größten Kritikpunkte an Referendaren sind.

    Zu ebay-kleinanzeigen: das halte ich auch für einen guten Tip. Viele haben das nicht auf dem Schirm und dort werden interessante Objekte angeboten, meistens von privat, also ohne sauteure Makler, die keinen Mehrwert bringen, die auf den großen Plattformen nicht zu finden sind. Wir haben unser Haus darüber gefunden, Freunde von uns haben dort eine tolle Wohnung gefunden.

    Edit: hatte noch was zu dem Psychokram geschrieben, aber dann festgestellt, dass das hier schon ausdiskutiert ist.

    Was bedeutet, dass du dringend eine Reise von Weimar bis Wismar unternehmen musst :aufgepasst:

    Ich habe Freunde aus dem Osten, die ein oder andere ostdeutsche Stadt besucht und Urlaub bei Freunden dort gemacht. Mal abgesehen von regionalen Besonderheiten, die es überall gibt und ein paar ewig gestrigen, die so reden wie alpha gab es keine Auffälligkeiten. Die Leute leben im Westen wie im Osten und umgekehrt. Was soll es da, zumindest unter der jüngeren Bevölkerung, die nicht in die staattliche Bevormundung sozialisiert wurde, für großartige Unterschiede geben?

    Ich finde vor allem lange Reisewege super anstrengend.

    Mal für ein paar Tage oder eine Woche in die Niederlande oder Großbritannien finde ich schon entspannend (wenn man sich nicht selbst unter Druck setzt, möglichst viel zu sehen, weil man ja extra vor Ort ist).

    Aber dann gleich ans andere Ende der Welt, muss nicht ständig sein. Alle paar Jahre mal nach Asien, wenn es sich zeitlich anbietete, ist ok.

    Mit Kindern ist das aber wohl noch mal anders. Wir waren mal mit einem befreundeten Paar und deren Kindern in Spanien. Da war schon das Warten auf den Flug etwas anstrengender.

    Solange die östlichen Bundesländer alles so machen, wie im Westen gern gesehen, ist alles ok. Scheren wir aus (wie im Moment bei Corona) ist alles im Osten böse, schlimm und noch schlimmer.

    Wer sagt das? Bildest du dir das vielleicht ein? Ich habe in meinem Leben noch keinen halbwegs intelligenten Menschen, bis auf einen ewig gestrigen Geschichtslehrer, soetwas über "den Osten" sagen hören.

    Jetzt in Corona Zeiten wird eigentlich nur über Laschet und Söder gelästert.

    Zitat

    Was aufhören muss ist, dass nach 30 Jahren immer noch ständig dem Osten erklärt wird, was sie zu machen und zu lassen haben.

    Die Mehrheit im Osten will ihre regionale Eigenständigkeit behalten.

    Jedes Bundesland ist regional eigenständig. Wer will "dem Osten" irgendwas erklären?

    Zitat

    Ich stelle mir nur mal vor, die mitteldeutschen Ministerpräsidenten würden öffentlich NRW und Bayern für eine "verfehlte" Corona-Strategie kritisieren. (die relativen(!) Zahlen der Infizierten sind gemeint) Der Aufschrei wäre riesig.

    Laschet (und Söder) werden ständig kritisiert. Es gehört zum Politiker-Sein dazu, ständig von allen Seiten kritisiert zu werden.

    Zitat

    Anders herum wird aber pausenlos kritisiert. Und das betrifft viele Bereiche, u.a. auch die Bildung. Es tut mir leid, da sind Sachsen und Thüringen eben nun einmal besser als NRW, Niedersachsen und mittlerweile auch BW.

    Über das sächsische Bildungssystem höre ich nur Positives. Die Bildung in den meisten Bundesländern taucht in meinen Nachrichten Quellen gar nicht auf. Die einzigen Bundesländer, die auftauchen sind Sachsen und Bayern (positiv) und Berlin (negativ).

    Zitat

    Die "Einheit", wie meist gemeint, ist kein vernünftiges Ziel, den sie wäre Gleichmacherei.

    Respekt und Achtung den Menschen gegenüber, egal ob West oder Ost, ist wichtig.

    Es gibt nicht "den Westen" und "den Osten". Hamburg ist anders als NRW, Bayern ist anders als Hessen und in Hessen ist Frankfurt anders als die Käffer im Vogelsberg.

    Einheit heißt, dass alle gemeinsame Grundsätze haben (mit dem Gundgesetz als kleinstem gemeinsamen Nenner) und nach außen als Einheit (BRD) auftreten.

    Edit: Frage gelöscht. Ihr habt recht, das war unnötig. Dumme Witze zum Thema zeigen vielleicht auch, wie weit man als jüngerer Mensch von der ganzen Thematik entfernt ist. Sowohl im Westen als auch im Osten.

    Die jungen Leute, und dazu zähle ich mich ausnahmsweise auch noch, weil ich beim Eintritt der DDR noch keine 10 Jahre alt war, haben keinen Bezug zum Wessi/Ossi Geplänkel. Wenn es nicht in der Schule und den Medien Thema wäre, würde niemand merken, dass es "im Osten" irgendwie anders sein soll, als "im Westen". In 50 Jahren hat sich das weitgehend erledigt, weil keiner der in der DDR Aufgewachsenen mehr lebt.

    THC ist bis zu 30+ Tage im Blut und Urin nachweisbar. Dass du innerhalb der nächsten vier Wochen zum Amtsarzt musst, ist eher unwahrscheinlich. Lass das kiffen die nächste Zeit einfach sein, dann passt das schon.

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