Beiträge von Schmidt

    Mal vorneweg: Bei dem Spruch über "vorhandene Kulturtechniken" muss auch ich mächtig schlucken. Gerade von einem Sonderpädagogen erwarte ich deutlich mehr Respekt und Wertschätzung im Umgang mit behinderten Schülerinnen und Schülern und zwar ganz unabhängig von deren Klassenstufe. Obwohl: Das erwarte ich genau genommen von jeder Lehrkraft, dass er oder sie Achtung vor der Würde des Menschen hat und sich entsprechend bewusst, reflektiert und angemessen auszudrücken versteht. Soviel Professionalität darf nicht nur, sie muss sein! (Falls du dich weiter fragen solltest @lamaison warum bislang keine Antworten kamen: Das wäre mein Grund gewesen. ;) ). Ich möchte an der Stelle einfach mal darauf hinweisen, dass ich persönlich nicht von einem belastbaren Vetrauensverhältnis oder einem empathischen Umgang mit SuS sprechen würde angesichts dieser entwertenden Formulierung.(Lesen, Schreiben, Rechnen sind natürlich im Anfangsunterricht an der GS erst anzulegen, während man in der Sek.I davon profitiert, dies weiterführen zu können, sprechen/Sprache (denkt man an mündliche Tradierung) ist allerdings auch ein Bestandteil von Kulturtechniken und auch im GE-Bereich in der 1.Klasse bereits vorhanden.)

    Was ist an der Formulierung "vorhandene Kulturtechniken" bedenklich? Dass es einfacher ist, z.B. Sachunterricht bzw. später z.B. Erdkunde zu unterrichten, wenn die SuS Lesen, Schreiben und Rechnen, also die klassischen Kulturtechniken nutzen können, hat ja auch Nordseekrabbe noch mal bestätigt.
    Dass jemand, der Förderschullehramt studiert hat, jetzt verwirrt ist, weil er mit SuS arbeiten soll, die das (noch) nicht können, ist merkwürdig, aber an der Formulierung ansich ist mMn nichts auszusetzen.

    Mehr oder weniger Off-Topic:

    Werden bei Euch an der Schule Doktortitel genannt und/oder geschrieben (Fächer im Lehrerzimmer, Adressaten der Einladungen zu Konferenzen, Nennung des eigenen Namens nach der Grußformel in Mails der Schulleitung etc.)?

    Kommt auf den Kollegen an. Wir haben (soweit ich weiß) drei Promovierte im Kollegium. Zwei nennen ihren Dr. selbst und werden auch so adressiert. Einer verwendet den Titel nicht, bei dem habe ich eher zufällig überhaupt erfahren, dass er promoviert ist.

    Naja, Lehrer kann man in 2 Jahren on the job ausbilden, wenn ein fachlicher Abschluss vorliegt oder man wächst da durch Erfahrung und ein bisschen Theorie nachlesen rein.
    Ein Informatik Studium holt man nicht mal so nebenbei nach.
    Ich habe mein Informatik Studium als intellektuell anspruchsvoller empfunden, als den Englisch-/Didaktik-/Pädagogikanteil des Lehramtsstudiums oder das Referendariat.

    Was ich damit sagen will ist nicht, dass Lehrer jeder Depp kann, sondern, dass die formale Bildung in der Informatik deutlich wichtiger ist, als im Lehramt, weshalb man in relativ kurzer Zeit zwar aus einem Anglisten einen Lehrer machen kann, nicht aber einen Informatiker.

    Stimmt bedingt, wenn man an die Taufe (oder auch die Kommunion) denkt. Der tatsächliche Eintritt erfolgt aber erst nach dem Erreichen der Religionsmündigkeit in Form der Konfirmation bzw. Firmung. Diese Entscheidung trifft der Konfirmand/Firmling und muss im Regelfall sogar bestätigen, die Entscheidung selbständig getroffen zu haben ohne äußeren Druck. Natürlich spielt die Familie dabei eine Rolle, dennoch kann diese das Kind nicht zwingen zu diesem Schritt, ebensowenig, wie die Familie nach dem 14. Lebensjahr weiter festlegen dürfte, dass man am Religionsunterricht teilzunehmen hätte. (Das zu akzeptieren fiel meiner Mutter beispielsweise sehr schwer, ihre Weigerung das entsprechende Schreiben der Schule zu unterzeichnen änderte jedoch gar nichts an meinem Austritt aus dem Religionsunterricht, denn mit 14 durfte ich das gegen den Willen meiner Eltern entscheiden.)

    Ich bin getauft, nicht aber konfirmiert und war dennoch Teil dieses Vereins, bis ich kostenpflichtig ausgetreten bin. Das war ein Verwaltungsvorgang, der mich 30,- Euro gekostet hat. Eine Konfirmation ist zumindest bei Protestanten keine Voraussetzung für die Kirchenmitgliedschaft.

    "Der theologisch begründeten Taufe entspricht die kirchenrechtliche Regelung, dass sie den Beginn der Kirchenmitgliedschaft bedeutet, was zivilrechtlich die Folge der Kirchensteuerpflicht hat. So ist die rechtliche Situation in Deutschland." https://fowid.de/meldung/wer-ist-kirchenmitglied

    Tut mir leid, ich mach hier keine informationstechnische Grundbildung für Fünftklässler, aber ich mach mal eine Ausnahme: Klick mich! - der erste Link ist für Europa ganz brauchbar, vielleicht hast du ja Ideen wie du Daten für den Rest der Welt erhalten könntest. ;)

    Der erste Treffer ist "Katholisch Leben". Zitat "Das Leben ist daher von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuenswürdige Verbrechen" (GS 51,3). " Ähm, ja. Nein danke.
    Dass du meine Fragen nicht beantwortest, ist hingegen interessant.

    Ich find's übrigens toll, wie du ignorierst, dass in Deutschland 70% aller Menschen nicht deiner Meinung sind. Aber das ist ein häufiges Gedankenmuster bei...ach lassen wir das...

    An welcher Stelle tut er das?
    Tip: nur, weil jemand Mitglied einer Kirche ist, kann man dieser Person nicht automatisch bestimmte Ansichten unterstellen und auch nicht annehmen, dass diese Person eine besondere Bindung zu dieser Institution hat. Den Eintritt in die evangelische oder katholische Kirche kann man sich in Deutschland in der Regel nicht aussuchen, das passiert durch die Eltern.

    Bleiben wir konkret in Deutschland?
    Wie ist die durchschnittliche Einstellung in Deutschland zu Abtreibung, Selbsttötung, Monogamie, Homosexualität, Armenfürsorge, Bildung?
    Soll ich christliche geprägte Musik- und Kunstwerke wirklich aufzählen oder können wir darauf verzichten, dass aufzuzählen?

    Man muss also explizit Christ sein um eine Meinung zu Abtreibung, Selbsttötung, Monogamie etc. zu haben oder zu verstehen, dass Bildung wichtig ist? Wie die durchschnittliche Einstellung in Deutschland zu diesen Themen ist, weis ich um ehrlich zu sein nicht. In meinem Umfeld ist z.B. eigentlich jeder für die Verfügungsgewalt des Menschen über seinen eigenen Körper, also für die Möglichkeit der Abtreibung, der Selbsttötung etc. Wo kann man die durchschnittliche Meinungen zu diesen Themen in verschiedenen Staaten nachlesen?

    Ich habe mal ein interessantes Zitat herausgezogen:

    Gerade in großstädtischen Einzugsgebieten ist es zwar der Fall, dass das Christentum in den Klassenräumen nicht (mehr) die mehrheitliche Glaubensrichtung ist, aber Deutschland ist ja doch primär durch das Christentum beeinflusst - wurde ja auch ein paar Seiten vorher erklärt. Da frage ich mich, ob es wirklich notwendig ist, einen Religionsunterricht durchzuführen, der die Weltreligionen gleichberechtigt berücksichtigt. Bisher war es ja so, dass das Christentum die dominante Glaubensrichtung im Religionsunterricht war und von diesem Standpunkt aus Exkurse in andere Richtungen gemacht wurden. Da wäre die Frage, ob in Deutschland sozialisierte Kinder vertiefte Kenntnisse in jüdischer oder islamischer Theologie benötigen. Ich würde hier mal den Vergleich mit den Fächern Geschichte und Deutsch wagen, in denen primär deutsche Geschichte und deutsche Literatur gelehrt werden. Wie sähe die Situation aus, wenn man dazu übergehen würde, Weltgeschichte und -literatur zu unterrichten?
    Mit freundlichen Grüßen

    Selbstverständlich benötigt ein mündiger Mensch Kenntnisse über verschiedene Glaubensrichtungen und Weltgeschichte. Die Welt hört nicht an der deutschen Grenze auf. Wenn das Christentum so knorke ist, wird es ja kein Problem sein, wenn Kinder verstehen, welche Weltbilder andere Religionen lehren und warum es gar nicht so toll ist, wenn Religion und Politik miteinander verwoben sind und religiöser Glaube einen Einfluss auf die Wissenschaft oder andere relevante Bereiche des Lebens (insbesonderer anderer Menschen) hat.

    @Schmidt: Hmm...woran liegt die fehlende Verfassungswidrigkeit?

    a) die evangelische Kirche, jüdische und muslimische Verbände haben dem zugestimmt
    b) es gibt weiterhin katholischen Religionsunterricht, weil das Erzbistum Hamburg nicht zugestimmt hat
    c) beides

    Klick mich, ich erklär dir die Grundlagen (traurig, das über das Abendblatt sagen zu können)

    Du hast wehement dafür argumentiert, dass ein übergreifender Religionsunterricht wegen des Grundgesetzes unmöglich sei. Aber schön, dass du jetzt zurückruderst. ;)

    Diese Form des Religionsunterrichts ist zwar noch nicht ganz das, was ich mir vorstelle, aber schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung.

    Verwirr ihn doch nicht. Er sagt doch ganz klar, dass:

    Frauen sind doch per Naturgesetz wegen ihren Genen nicht gleich leistungs- und netzwerkfähig wie Männer. Daher kommt dann auch der Unterschied.
    (Völliges Offtopic: Wenn ich so einen Beitrag mit solchem Inhalt wie Schmidt lese, weiß ich ohne hinzuschauen, wer auf "like" klickt. Offenbar auch ein Naturgesetz)

    Ironie im Internet und so. Nunja.

    Dass meine Posts einem bestimmten User häufiger gefallen, liegt im Fall eines gewissen "Studenten" daran, dass er die Posts nicht versteht. Denn das, was er hier so absondert, widerspricht meinen Ansichten doch sehr.


    sorry für völliges Off-Topic, aber wenn man alle von dir gensnnten Punkte raus rechnet bleibt trotzdem noch ein Gehaltsunterschied von ca 5% übrig.
    Ich hab die Diskriminierung von Frauen in den letzten 19 Jahren mittlerweile so oft am eigenen Leib erfahren, ich bin es echt leid, dass es heißt selbst schuld.

    Wieviel dann tatsächlich übrig bleibt, ist je nach Datengrundlage unterschiedlich. Zwischen 2% und 5% liegen die plausiblen Berechnungen. Damit ist noch nicht nachgewiesen, dass der Unterschied in bestimmten Bereichen nicht unter Umständen gerechtfertigt ist (ich sage nicht, dass er das ist, sondern nur, dass die Möglichkeit besteht). Über konkrete Personen sagen diese statistischen Werte auch nichts aus.
    Dass ein ATler im mittleren Management eines DAX-30 Konzern mehr verdient, als eine Erzieherin in Teilzeit, geschenkt. Das ist kein Gender Pay Gap, sondern Setzen persönlicher Schwerpunkte. Das sagt etwas, über die Orientierung unserer kapitalistischen Gesellschaft aus, die man natürlich doof finden darf und die in der aktuellen Form auch nicht meinem Ideal entspricht. Das zeigt aber keine vermeintliche Diskriminierung der armen, gebeutelten, schwachen Frau aus.

    Wo bist du konkret aufgrund deines Geschlechts diskriminiert worden? Und zwar "nachweislich" und nicht "gefühlt".

    Ich habe neulich ein wunderbares Dokument einer Bezirksregierung gelesen. Dort war ausschließlich von Beamtinnen die Rede. Ich hatte mich etwas gewundert, warum das alles nur auf Frauen zutreffen sollte (ich meine, es ging um Pensionen) und hab wieder von vorn angefangen. Dort stand, dass mit der weiblichen Form natürlich auch die männlichen Beamten angesprochen seien, aber auf Gründen der Lesbarkeit darauf verzichtet würde.

    Ich grinse heute noch darüber!

    Abgesehen davon, dass es garmmatikalisch falsch ist, weil es kein generisches Femininum gibt und das Wort länger als nötig ist, stört mich das presönlich nicht. Da es im weiteren Verlauf wahrscheinlich offensichtlich nicht nur um Frauen geht, ist das unproblematisch. Genauso, wie das generisches Maskulinum. Ich verstehe das generelle Gejammer nicht.

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