Beiträge von Schmidt

    Was mich wundert: Bei stellenangeboten stand/steht immer dabei, dass bei gleicher Qualifikation Frauen und Menschen mit Behinderung bevorzugt eingestellt werden, zwecks Gleichstellung oder so ähnlich war der Wortlaut. Und das, wo wir an der Schule eine Frauenquote von etwa 80% haben :gruebel:

    Es darf laut Grundgesetz auch niemand wegen seines u.a. Geschlechts bevorzugt werden. Aber wen schert schon das Grundgesetz. Dass das offenbar vollkommen wertlos ist, zeigt sich ja in den letzten Tagen schon zur Genüge.

    So bitter es ist, wenn die Ausgangssperre kommen muss, was jetzt gerade auch an Ressourcen gebraucht wird, um jeden Park, jeden Spielplatz, jede Bar zu kontrollieren und Gruppen/Menschenmassen aufzulösen, ist doch Irrsinn. Und die Begründung häufig: Ja, wir wissen doch nicht, was gerade erlaubt ist und was nicht.

    Das kann gar nicht kontrolliert werden. Parks und öffentliche, zentrale Plätze ja, aber was in Vororten und weniger zentralen Stadtteilen vorgeht, kriegt niemand mit.

    Der Welt-Ärztepräsident (wusste gar nicht, dass es sowas gibt) hat sich übrigens gegen Ausgehverbote ausgesprochen. Er meinte, dass sowieso nicht klar sei, wie lange die Impfstoffentwicklung dauere und man könne die Schulen nicht bis Jahresende schließen.

    Man kann schon.

    Aber das ist auch ein Problem: wegen der mäßigen Datenlage und der vermutlich unzähligen weitgehend symptomlosen Infizierten, die nirgends erfasst sind, hat jeder Expert und jeder der sich dafür hält eine andere Meinung und andere Empfehlungen. Die Panikmacher suchen sich dann aus allem das Schlechteste heraus und stellen ihre eigene Interpretation der Meinungen als einzig wahre Fakten dar.

    Zitat

    Mich beunruhigt es, dass die Gerichte schließen wollen und über Notregierungen diskutiert wird. Die medizinische Datenlage ist so unklar und inzwischen erreicht die Panik (=jeder überlegt, was für ihn als Einzelperson am sichersten wäre), Personen aus Politik und Justiz. Bitte lasst uns alle versuchen, besonnen zu bleiben. Ich glaube, unsere Gesellschaft ist sensibler als wir so gedacht haben, ich frage mich, wie viel Kopflosigkeit sie verkraftet. Wenn Deutschland all die Maßnahmen als erstes oder einziges verhängt hätte... nicht auszudenken.

    Was mich am dem Narrativ auch stört ist die Dramatik. Als wäre jede Corona Infektion ein sofortiges Todesurteil. Selbst vorerkrankte Menschen haben, zumindest nach aktuellem Stand, in den allermeisten Fällen nicht mit dem Tod zu rechnen. Oder keckks dramatische Verkündung, dass nun auch unter 50-Jährige intubiert werden müssten. Ja, natürlich kann das passieren. Wir wissen nichts über die Personen um die es geht. Vielleicht liegt auch irgendwo ein 20-Jähriger intubierter, der wegen Vorerkrankungen oder ungünstiger genetischer oder physiologischer Ausstattung anfälliger als die allermeisten anderen Menschen seiner Altersgruppe ist.

    Ja, Corona ist sicher kein Larifari wir lassen alles so, wie es ist und schauen mal, was passiert Virus. Aber diese Weltuntergangsstimmung die einige verbreiten, hier, in den Medien und der Politik, ist vollkommen unangebracht.

    Die Menschen in meinem persönlichen Umfeld sind da glücklicherweise entspannter, nehmen die Situation aber selbstverständlich dennoch Ernst.

    In Bayern beruft man sich auf den Katastrophenfall, der gestern ausgerufen wurde.

    Der berechtigt das Land entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, wenn's nicht anders geht bis hin zur Ausgangssperre.

    Und der Katastrophenfall wiederum muss von der Landesregierung abgesegnet werden, das entscheidet auch nicht einer alleine.

    Für Bayern wrgibt das Sinn. Die anderen BL haben bisher aber keinen Notstand ausgerufen. Es gibt Landesverordnungen, aber für gewöhnlich können die keine Grundrechte einschränken. Alles sehr dubios.

    Ich bin nicht sicher, ob das hier schon beantwortet wurde: welche Rechtsgrundlage kommt zum Tragen, wenn das Land anweist, das nur noch bestimmte Geschäfte geöffnet bleiben dürfen und Restaurants schließen müssen? Wie sieht es bei einer Ausgangssperre aus?

    Mir ist klar, dass hier keiner Jurist ist und ich möchte betonen, dass ich nicht grundsätzlich gegen diese Maßnahmen bin.

    @Wollsocken80 : Es gibt ja bereits länger Kritik an der EU und die aktuellen Zustände sollten Denkanstoß dafür sein, nach der Krise die Nationalstaaten wieder zu stärken.

    Dass deine Lebensgefährtin überhaupt in so eine Abhängigkeit geriet, zeigt ja, dass die Schweiz zu lange von dem Vorhandensein bestimmter Variablen ausging, ohne zu überlegen, was passiert, wenn diese wegfallen.

    Zukünftig muss aus verschiedenen Gründen weniger, dafür bewusster gereist werden und da muss die Schweiz mehr Arbeitsstellen durch Inländer als durch grenznah lebende Ausländer besetzen.

    Dieser Beitrag ist an sovielen Stellen von Unwissenheit und mangeldem Verständnis von Zusammenhängen geprägt, dass eine andere als diese Raktion darauf müßig wäre.

    Was ich auch erstaunlich und beunruhigend fnde: Bei allen Todesfällen in D ist die Infektionskette nicht nachvollziehbar.

    Natürlich nicht. Als die ersten Fälle in Deutschland diagnostiziert wurden, waren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits Infizierte in Deutschland unterwegs und haben munter angesteckt. Und selbst die ersten Patienten, bei denen aufgenommen wurde, mit wem sie Kontakt hatten, haben sicher keine vollständigen Angaben machen können. Ein Mal Zug gefahren oder über den Markt gelaufen und die Kette ist nie wieder nachvollziehbar.

    Gestern gab unser Gesundheitsamt bekannt: es werden nur noch Kontaktpersonen von positiv Getesteten informiert, die in wichtigen Schlüsselpositionen arbeiten. Für alle anderen sind keine Kapazitäten mehr vorhanden.

    Ergibt natürlich Sinn, dass Menschen nicht wissen, ob sie potentiell ansteckend sind, wenn man eine Ausbreitung verlangsamen will. :autsch:

    Wie macht man das eigentlich wegen Haustieren? Mein Hund braucht viel Auslauf; der dreht sonst durch:sterne:

    Auch bei einer potentielle Ausgangssperre, darfst du mit dem Hund Gassi gehen. Du darfst dich nur nicht mit anderen verabreden oder unnötig durch die Gegend fahren/laufen.

    Angeordnete Quarantäne ist etwas anderes. Dabei darfst du tatsächlich nicht rausgehen und musst Tiere anderweitig versorgen lassen. Nicht mal regelmäßiges Abholen durch Verwandte ist eine Option.

    Viel bedenklicher finde ich, dass die durch das Grundgesetz geschützte Versammlungsfreiheit ohne Ausrufung des Notstands einfach so eingeschränkt wird. Ich halte die Maßnahme ansich für sinnvoll, die Umsetzung allerdings für fragwürdig.

    1. Du *hast* ihn verwendet, hier im Thread, als einziger.

    2. Gehört: Nur bei Rassisten oder Dummköpfen, die sich über Sprachregelungen lustig machen.

    1. Ja, als Beispiel, weil das der einzige Begriff ist, der mir spontan als politisch korrekte Bezeichnung eingefallen ist. Du kennst ja offenbar selbst keine "richtige" Bezeichnung. Hätte man verstehen können, wenn man denn wollte.

    2. In deiner Filterblase vielleicht. Du meinst die "Sprachregelungen", die du überdies selbst nicht kennst?

    mit den privaten. pragmatismus. über rechtliche fragen können wir dann wieder reden, wenn die meisten die kommenden monate überlebt haben. kein witz. die dimension ist dir klar? wir reden von zehntausenden von toten oder nicht-toten, wir reden nicht über datenschutz. es geht um tagesstrukturierung für zuhause vermutlich bald kasernierte kinder, ich denke nicht, dass der totale lockdown ausbleiben wird, dafür isses schon zu weit mit der durchseuchung, und es ist immer noch die altbekannte exponentialfunktion. einfach machen, zusammen, solidarisch. #flattenthecurve

    Das deutsche Recht ist nicht ausgesetzt, weil es mal wieder einen Virus gibt, der sein Unwesen treibt.

    Auf die Gefahr hin, missverstanden zu werden: wir reden hier von ~70.000 Toten im schlimmsten Fall (nach aktuellem Stand der Dinge). In Deutschland sterben im Normalbetrieb jedes Jahr um die 900.000 Menschen. Ja, natürlich sollten Maßnahmen mit Augenmaß ergriffen werden; ja, natürlich ist jeder Tod individuell tragisch, insbesondere, wenn er ohne Corona nicht bzw. erst sehr viel später eingetreten wäre; ja, natürlich sollte man, innerhalb gewisser Grenzen, versuchen, sein eigenes Infektionsrisiko zu verkleinern um die unvermeidbare Ausbreitung zu verlangsamen. Das ist alles richtig. Nur ist die Panik, die du hier verbreitest und der extreme emotionale Zustand, in dem du dich zu befinden scheinst, weder hilfreich noch zweckdienlich noch angebracht.

    hab noch mal gelesen und lese nichts anderes. Konkret: ein Schüler von uns hat vor wenigen Jahren keinen Praktikumsplatz bekommen, weil er einen schwarzen Vollbart hat. Ich hab keine Ahnung, ob der junge Moslem ist, aber "man" könnte ihn für einen solchen halten. Seine nichtblonde Erscheinung hat ihm in vielen Betrieben die Tür vor der Nase zugeknallt. Es gibt auch in Mitteleuropa in diesem Jahrtausend ständig Erlebnisse alltagsrassistischer Art, die für die Menschen emotional verletzend oder gar bedrohlich sind. Und dasselbe passiert mit Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung.

    Ich bin echt keine Genderexpertin, aber gendergerechte Sprache sorgt für mein ganz persönliches Gefühl dafür, dass Frauen genauso gemeint sind wie Männer und es ist einer von vielen Schritten, das Bewusstsein der Gesellschaft zu verändern. Wie gesagt, wenn's so egal ist, dann schreib doch nur noch von Schülerinnen, obwohl du alle meinst. Geht komischerweise nicht, oder?

    Dass man bei "Ärzt*in" nicht davon ausgeht, dass es eine hellhäutige Person sein muss, liegt in der Natur der Sprache begründet. Würde "Arzt" implizieren, dass er Deutsch oder zumindest blond ist, dann bräuchte es natürlich eine extra Wortschöpfung, die alle Hautfarben mit einschließt.

    Ich habe an keiner Stelle geleugnet, dass es Diskriminierung gibt. Die beseitigt man nur nicht, in dem man noch stärker betont, dass weibliche Ärzte offenbar etwas anderes sind, als männliche Ärzte, denn sonst würde der alle umfassende Begriff "Arzt" (meinetwegen auch Ärztin (obwohl das, im Gegensatz zum generischen Maskulinum tatsächlich falsch ist; aber Sprache ändert sich, also was solls) oder Arztix ode ein beliebiges anderes neutrales Wort) ja ausreichen. Durch die auch sprachliche Trennung von Geschlechtern im professionellen Umfeld, produziert man doch gerade Fläche für Diskriminierung. Das erleben wir beispielsweise bei der Unterteilung in "Deutsche" (oder noch besser "Bio-Deutsche") im Gegensatz zu "Deutsche mit Migrationshintergrund". Damit wird eine sprachliche Trennung zwischen vermeintlich echten Deutschen und den vermeintlich unechten Deutschen aufgemacht. Wie man Diskriminierung in zukünftigen Generationen entgegenwirken kann (wer heute erwachsen ist und rassistische Vorurteile kultiviert, wird das auch nicht mehr ändern), ist ganz sicher nicht durch eine sprachliche Abgrenzung, sondern durch natürliche Integration eines realistischen Abbilds der Gesellschaft in Lehrmaterialien, Medien, Infomaterialien von Hochschulen/IHK etc.

    Dass man nicht davon ausgeht, dass ein Arzt in Deutschland hellhäutig ist, glaube ich nicht. Ich bin mir sicher, dass der prototypische Arzt als weißer, heterosexueller Mann mittleren Alters aus der oberen Mittelschicht/unteren Oberschicht beschrieben wird (wenn man die gleiche Fragetechnik anwendet, wie bei den Befragungen dazu, was sich Menschen unter dem Begriff "Arzt" vorstellen); allerdings habe ich dazu keine belastbaren Zahlen.

    Hmja, so sollte es freilich sein. Warum sollte man denn deiner Meinung nach dann erwähnen, dass jemand "türkisch" aussieht? Mach doch mal ein Beispiel, wo das relevant wäre.

    Es ist in den meisten Fällen auch nicht relevant, ob jemand weiblich oder männlich oder divers ist.

    Es könnten dir viele erklären, die Leute möchten nur nicht mit dir reden. Ich ja auch nicht. Wer behauptet mit "maximalpigmentiert" lediglich die Ethnie zu betonen, ist entweder dumm oder unaufrichtig. Ernst gemeinten Aufklärungswünschen wird jederzeit gerne nachgekommen, aber von der Ernsthaftigkeit müsste ich erst einmal überzeugt werden.

    Das werte ich mal als "ich weiß es auch nicht so genau". Sich mit solchen Unterstellungen aus der Diskussion zu ziehen, ist schwach.

    Den Begriff "maximalpigmentiert" verwende ich selbst nicht, habe ihn aber um die Mitte der 2010er herum immer mal wieder als Versuch, politisch korrekt zu sein, gehört. Ich verspüre in meinem Alltag, nicht das Bedürfnis, die Hautfarbe meiner Kollegen, Freunde, Bekannten zu erwähnen. Wozu auch? Es ist einfach nicht relevant.

    Wenn man sich Fotos anschauen von Vorständen und so weiter: Was uns vereint, ist, dass wir alte weiße Männer sind. Darauf möchte in den Fokus nicht gelegt haben.

    Wer "maximalpigmentiert" sagt, ist nur wahrscheinlich rassistisch, aber ganz sicher jemand, der aufs Derbste beleidigt gehört.

    Wen interessiert, ob irgendwelche DAX Vorstände alte weiße Männer sind oder nicht? Für keinen Menschen, den ich kenne, und ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass das für alle Teilnehmer dieses Forums gilt, ist es irgendwie relevant, wer die Conti leitet. Keiner von uns ist auch nur im Ansatz in einer Position, die es irgendwie wahrscheinlich macht, in einem Konzern eine entsprechende Karriere zu machen. Die einzigen, die sich darüber beschweren könnten, wären Frauen in den Konzernen oder auf entsprechenden Karriere Stufen, die nachweiselich aufgrund ihres Geschlechts übergangen wurden. Die haben aber in der Regel besseres zu tun, als sich über mangelnde gendergerechte Sprache zu echauffieren. Und damit meine ich nicht eine Teamleiterin, die darüber quengelt, dass ihr Kollege, der gefühlt weniger arbeitet befördert wurde.

    Was ist denn zur Zeit der politische korrekte Ausdruck für Menschen mit schwarzer Hautfarbe? Ich verliere da langsam den Überblick.

    Jedenfalls konnte noch keiner erklären, warum es politische korrekt ist, das Geschlecht zu betonen, während es rassistisch ist, die Ethnie zu betonen.

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