Beiträge von Schmidt

    Es geht da nicht ums recht geben oder haben. Es geht um den Abbau sehr realer diskriminierender Strukturen, die sehr reale Menschen um dann eben nicht realisierbare Lebenschancen bringen.

    Welche Strukturen sollen das konkret sein? Es hieß lange, Menschen mit Migrationshintergrund hätten generell deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das hat sich ja mittlerweile als falsch herausgestellt.
    Generell gibt es einen Unterschied zwischen Arschlöchern, von denen es sicher einige gibt, die Menschen aufgrund irgendwelcher zufälliger Eigenschaften diskriminieren, und struktureller Diskriminierung, bei der es mir gerade schwer fällt, Beispiele zu finden

    Nirgendwo habe ich gehört, dass "alte, weiße Männer" unter Generalverdacht gestellt werden. Ich habe als (mittelaltes) Mitglied dieser Gruppe noch keine Diskriminierung erfahren oder wurde irgendwie in Sippenhaft genommen.

    Ich schon. Freunde von mir auch. Ich mache deshalb aber kein Faß auf.


    Was hingegen gefordert wird, ist dass man sich seine Privilegien bewusst macht und auch sieht, wo man diese Privilegien vielleicht völlig unbewusst und durch die gesellschaftlichen Verhältnisse angeleitet genutzt hat.
    Wenn man da ehrlich zu sich selbst ist, findet man so einiges - ohne dass man jemals aktiv oder gezielt rassistisch, sexistisch etc. gehandelt haben muss.

    Zum Beispiel? Mir viele jetzt spontan nichts ein. Mir wurde wurde aber zum Beispiel nach dem Studium eine Stelle in der IT verwehrt, weil man in der Abteilung bisher nur Männer hatte und die Stelle einer Frau geben musste. Hätte genauso Nasenfaktor oder Zufall sein können, also vollkommen irrelevant. Nimmt man eben die nächste Stelle.

    sorry, aber wenn du nicht akzeptierst, dass du mit diesen begriffen rassistische praktiken weiterschreibst, sehe ich da wenig diskussiongrundlage. das ist wie nicht akzeptieren, dass regen nass macht. mag sein, dass man das aus der sicheren warte eines regenschirms (männlich, erwachsen, weiß, deutscher staatsbürger, vermutlich keine gravierenden behinderungen, hetero- also in vielfacher (!) hichsicht sehr privilegiert - zumal sich verschiedene formen des priviligertseins nicht nur aufaddieren sondern sich gegenseitig auch noch verstärken, wie umgekehrt bei diskriminierungseffekten ebenso, vgl. intersektionalität) so sagen kann. ist trotzdem falsch. dich macht der regen nicht nass, das stimmt. mehr aber auch nicht.

    Wer sagt denn, dass ich das Wort verwende?
    Als ich Schnitzel für mich entdeckt habe, hießen die schon Paprikaschnitzel.

    Über das Wort Demokratie, muss auch mal dringend geredet werden. Ursprünglich und für sehr lange Zeit verstand man unter Demos nur (wohlhabende) Männer. Dass damit auch Frauen gemeint sind, ist, gemessen am Alter des Begriffs, eine sehr neue Entwicklung. Wird gerne vergessen, wie sexistisch der Begriff Demokratie doch ist. :D

    Ich bin übrigens nicht heterosexuell. ;)

    Dass ich Deutscher bin sieht man mir, wie gesagt, nicht unbedingt an (was im Pass steht ist ja im Alltag irrelevant).

    Was das aber nun mit dem Thema zu tun hat, sehe ich nicht. Wenn Frauen, Schwarze, Moslems, in konkreten Fällen kein Problem mit bestimmten Begriffen haben, wenn diese nicht rassistisch verwendet werden, wo ist dann das Problem? Ich darf meinen bereits erwähnten Freund auch Nigger nennen. Ist das jetzt auch rassistisch von mir?

    "depp" ist übrigens in bayern eine ziemlich freundliche bezeichnung, das sagt der trainer zu seinem sportler, der kumpel zu seinem besten freund, die braut zu ihrer brautjunger ("a geh her, du depp, was hastn da schoa wieda gmacht..."). ach, war trotzdem beleidigend? ja nun, so war es doch gar nicht gemeint...

    Wenn es nicht als Beleidigung gemeint war und ich aufgrund deines sonstigen Verhaltens annehmen kann, dass das nicht gelogen ist, dann muss ich akzeptieren, dass "Depp" eben so verwendet wird, mich entspannen und nicht ein Faß über diese schreckliche Beleidigung aufmachen.

    Sprache verändert sich. Zigeunerschnitzel ist heute kein rassistisches Wort, Mohrenkopf auch nicht.

    Ich hatte genau dazu gestern schon geschrieben, leider ist der Post mit den anderen verschwunden. Deshalb in Kurzform:Als Mitglieder einer Gruppe, die aufgrund ihrer Herkunft niemals Diskriminierung erleiden musste, überlasse ich es gerne denjenigen, die Diskriminierung erfahren mussten, zu entscheiden, welche Begriffe inakzeptabel sind oder nicht.

    Wenn "Betroffene" diesen Begriffen aisgesetzt sind und damit in konkreten Fall ein Problem haben, dann ist die Wahl eines anderen Begriffes sicher nicht falsch. Aber vorauseilender Gehorsam und die Ansichten grundsätzlich empörter "Inreressenvertreter" sind keine Grundlage für eine Verhaltensänderung.

    Ein schwarzer Freund hat sich auch mal darüber halb kaputt gelacht, dass sich einer seiner schwarzen Freunde rassistish beleidigt gefühlt hat, als er mit seiner 15cm kleineren, sehr weißen, sehr blonden Freundin Händchen haltend durch die Gegend gelaufen ist und das Paar häufig angeschaut (nicht angesprochen oder beleidigt) wurde. Dieses grundsätzliche Beleidigtsein und sich angegeriffen Fühlen ist wirklich anstrengend und eine geschickte Ablenkung von echten Problemen.

    Ich werde aufgrund meiner Optik (dunkle Haare, dunkle Augen, relativ starker, dunkler Bartwuchs) und meines Nachnamens (der nicht Schmidt lautet) auch öfter mal als Mensch mit Migrationshintergrund wahrgenommen. So what? Einfach mal entspannen.

    soso, wegen des Geldes hast du 1en geschrieben? Hätte es kein Geld gegeben, wärst du auf 3en und 4en abgerutscht?

    Was ist daran nicht nachzuvollziehen, dass das ein oder andere Kind sich durch Geld dazu motivieren lässt, sich etwas mehr anzustrengen und noch die ein oder andere Übungsaufgabe mehr zu lösen, um bessere Noten zu schreiben (und dabei mehr/besser zu lernen)? Das wäre bei Miss Jones vielleicht auch ohne Geld gegangen, vielleicht wäre sie aber auch eher im 2-/3er Bereich gelandet.
    Ich habe nie etwas für die Schule getan und bin davon überzeugt, dass ich mit entsprechenden Anreizen statt ein 2.0er Abi ein 1er Abi geschafft und auch vorher bessere Noten gehabt hätte. Es hilft leistungsmäßig eben doch, zu widerholen, zu üben und auswendig zu lernen. Vielleicht wüsste ich dann heute noch, welche Flüsse in Deutschland von wo nach wo fließen, wenn ich sie denn mal irgendwann ernsthaft auswendig gelernt hätte.

    Männer sind ebensowenig qua Geschlecht im Durchschnitt professionellere Lehrkräfte, wie Frauen qua Geschlecht Geschiss machen würden im Job oder wenn sie in Teilzeit arbeiten dies natürlich nur machen, weil Männe sie finanziell versorgen kann und nicht etwa, weil Männe sie mit kleinen Kind(ern) allein gelassen hat die zu versorgen sind oder gesundheitliche Probleme haben oder oder oder. Klischees und Stereotype erzählen an der Stelle nur etwas über uns als Gesellschaft und diejenigen, die diese anführen, nicht aber darüber, wie Männer und Frauen gleich welchen Berufs tatsächlich im Mittel oder eben auch individuell betrachtet sind.Als selbsterklärte im Durchschnitt professionellere Lehrkraft solltest du das aber eigentlich wissen Mikael, wie wenig Erklärungskraft deine Generalisierungen haben- gehört schließlich mit zur Jobbeschreibung differenzieren zu können.

    Jedenfalls in meinem Kollegium sind es überwiegen, wenn auch nicht ausschließlich, Frauen, die Geschiss machen. Das ist nicht nur in meiner Schule so, sondern war auch in jedem Unternehmen, das mir bekannt ist, so. Ebenso sind es überwiegend Frauen, die in Teilzeit arbeiten und die meisten weiblichen Kollegen, die dies tun, sind verheiratet (ob glücklich oder nicht, kann ich nicht beurteilen, sie wirken jedenfalls nicht unzufrieden). Dass das qua Geschlecht so sein müsse, hast du dazu erfunden. Du verwechselst, wie soviele, Kausalität und Korrelation. Das "weiblich sein" korreliert stärker mit der Eigenschaft "Geschiss machen", als das "männlich sein", ist aber nicht zwangsläufig ursächlich dafür (Kausalität). Warum das so ist, lässt sich sicher untersuchen. Dass das Vorhandensein zweier X Chromosomen (aka weiblich sein) der einzige oder auch nur der überwiegende Grund dafür ist, bezweifle ich stark. Dass der Hormonstatus und insbesondere die Sozialisierung Einfluss darauf haben, wieviel Geschiss man macht, sollte kein Geheimnis sein.

    Ein weiterer beliebter Fehler ist es, von statistischen Beobachtungen (ich weiß, Nahfeldempirie ist nicht repräsentativ, aber dennoch), auf den Einzelfall zu schließen. Nur, weil mehr Frauen Geschiss machen, als Männer, heißt das nicht, dass bei der Betrachtung eines Individuums, eine Frau automatisch Geschiss macht, ein Mann nicht.

    Es ist zur Zeit ein generelles Problem, dass Beobachtungen sofort unter den political corectness Hammer kommen.

    Ich vermute, es handelt sich hier um einen Elternteil oder den Schüler selbst.
    Es gibt ansonsten keinen triftigen Grund, als Lehrer so einen Aufriss wegen etwaiger Verfahrensfehler zu machen.

    Chester Bennington von Linkin Park

    Die Musik ist bei Jugendlichen zum Teil auch noch bekannt, er kommt aus einer White Trash Familie, wurde in der Familie sexuell missbraucht (guter Ansatzpunkt, da Gegenwartsbezug und es zeigt, dass nicht nur Mädchen davon betroffen sein können), er hatte massive Drogenprobleme, ist da durch die Musik und seine zweite Frau nebst Kinder rausgekommen und hat vor ein paar Jahren dann doch Selbstmord begangen.

    Es kann in diesen Zeiten m.E. nicht mehr um eine reine Output-Orientierung gehen. Die Gesellschaft braucht - m.E. egal wo - nicht Menschen, die wissen und können, sondern vor allem Menschen mit Zivilcourage, die sich engagieren und einbringen. Das kann man in einer „herkömmlichen“ Schule nicht fördern. Wenn Kinder sich als selbstwirksam erleben können sollen, müssen sie erleben, dass ihre Talente zählen.

    Wie bitte?!

    Bei fast 10% funktionaler Analphabeten kann man wohl kaum von kaum von „Schule in bewährter Gestalt“ sprechen und ein Vielfaches an Personal ist auch ohne gemeinsames Häuslebauen dringend geboten. Davon handeln ich weiß nicht wie viele Threads im LF.
    Nur weil wir selber Schule nie anders erlebt haben, können wir sie auch nicht anders denken.

    Ninale

    Hinzukommen die unzähligen Abiturienten, die bis zum Beginn eines Studiums einfach vergessen haben, wie man x^2 ableitet, 6x6 nicht im Kopf rechnen können und/oder mit einem einfachen Dreisatz überfordert sind. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, in der Oberstufe nichts relevantes mehr gelernt zu haben, das man irgendwie als Allgemeinbildung oder Wissensbasis bezeichnen könnte. Unmengen vom Leben und dem restlichen Unterricht entkoppelte Informationen in Schüler Gehirne zu kloppen (das ebenso schnell wieder vergessen ist, wie es ins Hirn gekloppt wurde) funktioniert offensichtlich nicht besonders gut.

    Bevor ihr euch freut, solltet ihr das Musterstück deutscher Softwarekunst auch einmal ausprobieren. Auf meinem Mittelklasse (~300€) Androidgerät ist es nämlich ziemlicher Murks.

    Auf meinem 130 Euro Xiaomi Mi A1 läuft die App einwandfrei.
    Steht auf deinem Smartphone vielleicht "Samsung"?

    Dann wäre man aber mit einer Google-Suche nach "Religionsunterricht Befreiung NRW" vermutlich schneller bedient. Und: Ich bin kein Programmierer, aber die Implementierung einer Suchfunktion in einem Programm, das Texte verwaltet, scheint mir durchaus trivial.

    Trivial nicht, aber relativ problemlos implementierbar. War wohl im Pflichtenheft für den Auftragnehmer nicht berücksichtigt, wird also nicht implementiert. Vielleicht in einer nächsten Version.

    Wird das Gesetz dann in der App geöffnet, odet wird für den online verfügbaren Gesetzestext der Browser geöffnet?

    Grad selbst ausprobiert. Das ist wirklich unpraktisch.

    Aber wenn eine schwangere Frau sich und das Kind aus Unwissenheit oder Risikofreude in Gefahr bringt, ist es keine "persönliche Entscheidung" des Kindes. Das kann vor der Aufsicht nicht mal eben aussteigen und sagen "Ist mir zu gefährlich, Mama. Sammelst du mich nach der Pause hier wieder ein? Danke."

    Welches Kind? Wir sprechen hier über einen Fötus. Du bist also auch grundsätzlich gegen Abtreibungen? Und auch dagegen, dass Eltern Alkohol konsumieren und rauchen dürfen? Das kann dem bereits existierenden Kind auch erheblich schaden. Wie kann es eigentlich sein, dass Menschen es für so wichtig erachten, einen Fötus zu schützen und dabei Erwachsene zu bevormunden, aber sobald der Fötus ein lebendiges Kind idt, ist das auf ein mal unmögkich, Menschen in ihrer Freiheit zu beschneiden?

    Manche Risiken kann man nicht abschätzen und es gehört zur Fürsorgepflicht gegenüber Schwangeren, sie keinen unnötigen Risiken auszusetzen. Ob eine Schwangere immer abschätzen kann, was ihrem Ungeborenen zuträglich ist oder nicht, wage ich zu bezweifeln.

    Ich darf mich, auch beruflich, als Mann in beliebig gefährliche Situationen begeben, deren Folgen ich nicht abschätzen kann. Niemand hat einer anderen Person diesbezüglich Vorschriften zu machen. Außer der schwangeren Frau (und bis zu einem gewissen Grad auch der Erzeuger) hat da niemand mit zu bestimmen.
    Dringend empfehlen sollte ein Arzt natürlich trotzdem.

    Der BAD (ja, betriebsärztlicher Dienst, kein Amtsarzt) hat mir dann zB in der 1. Schwangerschaft ein Teilbeschäftigungsverbot für Kinder unter 6 ausgestellt und ich sollte keine Praktikumsbesuche bei Erziehern in Förderschulen mit Schwerpunkt Sozial/ Emotional machen.

    Der BAD regelt eher so Formalia: Lehrerin muss mit aggressiven unberechenbaren Kindern arbeiten -> Darf nicht arbeiten

    Schlimm genug, dass ein Arzt überhaupt ein Beschäftigungsverbot aussprechen darf. Es sollte immer noch jeder Schwangeren selbst überlassen sein, welchen potentiellen Risiken sie sich aussetzen will.

    Hast du schon einmal von jemandem gehört, dass er keinen Platz im anschließenden Master bekommen hat? Mir ist das noch nicht zu Ohren gekommen. Bei uns wurde man auch automatisch übernommen und die Bewerbung war mehr eine Formalität.

    Freunde aus Hamburg hatten das Problem vor ein paar Jahren. Die haben für eines ihrer Fächer jeweils keine Zulassung bekommen und konnten den Master dann nicht studieren, haben ein Jahr verloren und mussten das Bundesland wechseln. Ich weiß allerdings nicht, ob das noch immer ein Problem ist.
    Im Stex hat man das Problem jedenfalls auf keinen Fall.

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