Männer sind ebensowenig qua Geschlecht im Durchschnitt professionellere Lehrkräfte, wie Frauen qua Geschlecht Geschiss machen würden im Job oder wenn sie in Teilzeit arbeiten dies natürlich nur machen, weil Männe sie finanziell versorgen kann und nicht etwa, weil Männe sie mit kleinen Kind(ern) allein gelassen hat die zu versorgen sind oder gesundheitliche Probleme haben oder oder oder. Klischees und Stereotype erzählen an der Stelle nur etwas über uns als Gesellschaft und diejenigen, die diese anführen, nicht aber darüber, wie Männer und Frauen gleich welchen Berufs tatsächlich im Mittel oder eben auch individuell betrachtet sind.Als selbsterklärte im Durchschnitt professionellere Lehrkraft solltest du das aber eigentlich wissen Mikael, wie wenig Erklärungskraft deine Generalisierungen haben- gehört schließlich mit zur Jobbeschreibung differenzieren zu können.
Jedenfalls in meinem Kollegium sind es überwiegen, wenn auch nicht ausschließlich, Frauen, die Geschiss machen. Das ist nicht nur in meiner Schule so, sondern war auch in jedem Unternehmen, das mir bekannt ist, so. Ebenso sind es überwiegend Frauen, die in Teilzeit arbeiten und die meisten weiblichen Kollegen, die dies tun, sind verheiratet (ob glücklich oder nicht, kann ich nicht beurteilen, sie wirken jedenfalls nicht unzufrieden). Dass das qua Geschlecht so sein müsse, hast du dazu erfunden. Du verwechselst, wie soviele, Kausalität und Korrelation. Das "weiblich sein" korreliert stärker mit der Eigenschaft "Geschiss machen", als das "männlich sein", ist aber nicht zwangsläufig ursächlich dafür (Kausalität). Warum das so ist, lässt sich sicher untersuchen. Dass das Vorhandensein zweier X Chromosomen (aka weiblich sein) der einzige oder auch nur der überwiegende Grund dafür ist, bezweifle ich stark. Dass der Hormonstatus und insbesondere die Sozialisierung Einfluss darauf haben, wieviel Geschiss man macht, sollte kein Geheimnis sein.
Ein weiterer beliebter Fehler ist es, von statistischen Beobachtungen (ich weiß, Nahfeldempirie ist nicht repräsentativ, aber dennoch), auf den Einzelfall zu schließen. Nur, weil mehr Frauen Geschiss machen, als Männer, heißt das nicht, dass bei der Betrachtung eines Individuums, eine Frau automatisch Geschiss macht, ein Mann nicht.
Es ist zur Zeit ein generelles Problem, dass Beobachtungen sofort unter den political corectness Hammer kommen.