Beiträge von Schmidt

    Bei uns wurde Latein als zweite Fremdsprache gewählt, weil

    - es die einzige Möglichkeit war, in der Schule noch eine dritte Fremdsprache (zwei Jahre später Französisch) zu belegen. Gut, das mag heute anders sein, wo es auch noch Spanisch oder andere Wahlmöglichkeiten gibt.

    Bei uns ist die Wahl einer dritten Fremdsprache unabhängig von der zweiten Fremdsprache.

    Zitat

    - bei vielen, auch bei mir, ein großes Interesse an der Antike bestand.

    In jedem Schuljahr gibt es bei uns vielleicht einen oder zwei Schüler, der/die deshalb Latein wählen

    Zitat

    - Latein als Sprache der Kirche und als jahrhundertelange Wissenschaftssprache eine Rolle spielt.

    Das spielt bei uns überhaupt keine Rolle. Nicht mal am Rande.

    Zitat

    - auch das Lateinische eine eigene Ästhetik und Schönheit hat.

    Das ist Gechmackssache und lässt sich über (fast) jede Sprache sagen.

    Zitat

    - für einige Studiengänge das Latinum benötigt wurde (sind heute weniger, aber es gibt immer noch einige).

    Außer Theologie und Geschichte dürften das mittlerweile so gut wie keine Studiengänge mehr sein.

    Zitat

    Latein als Mittel, um Französisch zu "vermeiden", habe ich erst hier im Forum kennengelernt. Das finde ich tatsächlich ein trauriges Argument, denn es gibt viele bessere. Ich weiß auch nicht, ob man sich, wenn einem Sprachen schwerfallen, mit der Wahl von Latein einen Gefallen tut.

    Erfahrungsgemäß: ja, damit tut man sich einen Gefallen. Latein ist nicht auf Kommunikation ausgerichtet und damit anders, als die anderen Fremdsprachen. Das bringt für viele Schüler eine erhebliche Erleichterung.

    Zitat

    Bei uns damals haben diejenigen, die sich mit Sprachen schwertaten, Französisch gewählt, da sie damit dann automatisch im naturwissenschaftlichen Profil waren (und zur Kursstufe dann Französisch oder Englisch wieder abgewählt).

    Wo ist der Unterschied zwischen "Französisch wählen, um in den naturwissenschaftlichen Zweig zu kommen und später eine Sprache wieder abwählen zu können" und "Latein als kleineres Übel wählen um nicht Französisch wählen zu müssen"?

    Beitrag 45 von Susannea

    Es geht auch nicht darum, die Kollegen wenig zu belasten, sondern um die stillende Mutter.

    Joa, klar kann man sich selbst als Mutter mehr Stress machen, als nötig ist. Wenn man das will, klar, warum nicht. Oder man sucht sich selbdt den einfachsten Weg, pumpt in Freistunden ab und zieht die Zeit bei anderen Aktivitäten ab. Warum sich Menschen das Leben selbst schwerer machen, als nötig erschließt sich mir nicht.

    In der GEW NRW Quelle steht übrigens "

    Es ist deshalb unzulässig, den Stundenplan einer stillenden Lehrerin wegen des Stillens so zu ändern, dass Stillzeiten in Freistunden fallen."

    Das ist hier nicht passiert, der Stundenplan wurde nicht geändert und die Möglichkeit zum Stillen während des Unterrichts besteht. Das Stillen (bzw. Abpumpen) in Freistunden ist hier für alle Beteiligten der am wenigsten stressige Weg.

    Dass nicht alle Arbeitsstundem vom Dienstherren fest verplant sind, ist ja gerade der Vorteil, am Lehrerdasein.

    Der Großteil der Arbeitszeit entfällt nicht auf den Unterricht ansich.

    Ich sehe die AfD weniger als Symptom. Es ist bei dieser Partei wie mit Werbung. Es wird erst durch gezielte Nutzung sozialer Medien eine Art Bedürfnis, diese Partei wählen zu können, geschaffen.

    So viel Falschbehauptungen, Hetze und Verhöhnung haben eine Wirkung.

    Unzufriedenheit hat es schon immer gegeben. Due AfD "füttert" diese allerdings.

    Und das muss endlich aufhören.

    Die bösen sozialen Medien wieder

    Die können nur das befeuern, was in den Menschen so schon veranlagt ist.

    Falsch: Ein Dienstgerät muss her.

    Ich präzisiere mal die Frage von Plattenspieler Dürft ihr wirklich Noten verarbeiten auf Geräten, die privat angeschafft wurden?

    Die Dienstgeräte, die wir bekommen haben sind vollkommen nutzlos. Der Dienstherr hat seine Schuldigkeit getan und wir verwenden trotzdem alle unsere Privatgeräte. Meine Lebenszeit ist mir zu wertvoll, um sie mit dem dienstlich gelieferten Elektroschrott zu verschwenden.

    Nein, genau dann wird sich nichts ändern, weil eben einfach gesagt wird, dann musst du eben woanders sparen, wenn das so einfach wäre, könnte man das ja bei Ermäßigungen auch machen.

    Ach, macht man aber nicht, warum, weil das dann keine wirkliche Ermäßigung ist und das ist es eben bei Stillstunden auch nicht, wenn du das in deiner Freizeit und nicht im Unterricht machst.

    Ach was, das ist nur bei euch in Berlin so. Da ist alles anders.

    Das glaube ich nicht mal, ich denke, dass keiner Verlierern nachweint. Aber um Glauben geht's ja hier nicht ;)

    deswegen folge ich den Argumenten von tibo.

    Von "Verlierern" würde ich nicht sprechen. Immerhin haben die bei der letzten Bundestagswahl mit über 10 Millionen Wählern mehr Zuspruch erhalten, als fast alle anderen Parteien (CDU ca. 11 Millionen, SPD ca. 8 Millionen).

    Und das ist ja das eigentliche Problem: jeder sechste Wahlberechtigte ist mit dem menschenverachtenden Müll der AfD zumindest so einverstanden, dass er sie wählt. Die AfD ist nur ein Symptom.

    Und genau das ist das Problem, welches durch Stillstunden aufgehoben werden könnte: Stillen können nur Frauen und das auch nicht einfach irgendwie und irgendwann. Wenn du 8 Std am Stück nicht stillst/abpumpst, versiegt die Quelle.

    Man könnte es ja auch ganz anders lösen, einfach Milchpulver füttern, gell?

    Sie könnte auch einfach in den Freistunden abpumpen, die Stunden dokumentieren und von ihrer über den Unterricht hinausgehenden Arbeitszeit abziehen. Aber das wäre zu einfach und am Ende auch noch ohne Mehrarbeit für die Kollegen möglich. So eine pragmatische Lösung geht natürlich nicht.

    Wenn diese Handhabung dazu führt, dass Arbeit liegen bleibt, ändert die SL vielleicht sogar ihre Einstellung.

    *seufz*
    Hast du auch die anderen Beiträge gelesen:

    - du kannst den Winkel in Klasse 1 oder 2 nicht als Definition nutzen, weil die Kinder damit nichts anfangen können.

    - die Kinder lernen die Unterscheidung auf optischen Wege, aufgrund von Vergleichen, aufgrund der Übung, aufgrund ihrer Erfahrung mit den Formen. Nicht aufgrund von mathematischen Definitionen.

    Daher kann ein Kind mit der Erklärung ("Ein Quadrat ist ein Rechteck mit gleichlangen Seiten") sehr wohl ein Quadrat von einer Raute unterscheiden.

    Die Erklärung ist aber nunmal falsch. Auch Erklärungen sollten inhaltlich richtig sein.

    Das ist ja gerade kein optisches Lernen, wenn man dann doch mit verbalen Erklärungen anfängt.

    Zitat

    Und hiermit sind wir wieder bei dem Punkt von Magellan: Sek1-Lehrkräfte sollten sich nicht soweit aus dem Fenster lehnen, dass sie Grundschullehrern erklären wollen, wie sie ihre Arbeit (aufgrund der Kompetenzen der Kinder in der jeweiligen Jahrgangsstufe) machen.

    Ich persönlich will niemandem erklären, wie er seinen Job zu machen hat. Das Problem ist nur, dass ihr nicht im isolierten Raum arbeitet. Wenn Kinder mit Fehlvorstellungen oder falsch eingeübten Verfahren zu uns kommen, müssen wir diese Fehlvorstellungen wieder ausbügeln.

    Wenn im Englisch Unterricht der Grundschule nur Nonsens grlaufen ist, ist das hingegen kein Problem. Aber das glaubst du ja auch nicht, weil du ganz genau weißt, wie es in der 5 weitergeht. ;)

    Insofern wäre in Ablegen der Scheuklappen mal ganz nett.

    Das ist nicht nur beim Übergang so, sondern natürlich auch, wenn der Unterricht der direkten Kollegen zu wenig leistet. Besonders schmerzhaft ist es, wenn Informatik Unterricht bei nicht ausgebildeten Kollegen stattfindet. Aber das ist ein anderes Thema.

    Doch, ergibt es.

    Es wurde in diesem Thread in den Raum gestellt, dass Nicht-Fachlehrkräfte in Mathe nicht in Mathe eingesetzt werden sollen, weil sie es nicht unterrichten könnten. Diese Aussage mag in Einzelfällen zutreffen, und sicherlich ist der Schaden dann größer als wenn in Englisch etwas nicht funktioniert, ist aber generell so nicht richtig.

    Doch, natürlich. Ich sehe doch, ob es Probleme gibt, wenn die 5er bei uns ankommen. Wenn die unqualifizierten Englisch Unterricht hatten, ist das kein Problem. Bei Mathe sind bspw. Fehlvorstellungen ein Problem.

    Und ja, wir wissen bei vielen SuS, bei welchen Lehrkräften der Unterricht in der Grundschule stattgefunden hat.

    Zitat

    Man kann sehr wohl Nicht-Fachlehrkräfte in Mathe einsetzen, weil die meisten aufgrund ihrer Ausbildung eine didaktisch-methodisch gute Arbeit machen. (Und Grundschul-Mathe inhaltlich können.)

    Ja, kann man. Müssen wir auch manchmal mache. Die Untereichtsqualität ist aber mit wenigen Ausnahmen schon deutlich unterschiedlich. Ob die Schulmathematik wirklich sitzt, wenn ein Quadrat als Rechteck mit gleichlangen Seiten bezeichnet wird, sei mal dahin gestellt.

    Zitat

    Eine Lehrkraft, die aber der englischen Sprache nicht mächtig ist, kannst du nicht im Englisch-Unterricht einsetzen, weil sie ein schlechtes Sprachvorbild ist.

    Wer eine Dyskalkulie hat, sollte nicht Mathe unterrichten, wer Legastheniker ist, sollte kein Deutsch unterrichten und wer kein Englisch kann sollte kein Englisch unterichten. Joa, diese Feststellung hat keinen Mehrwert.

    Das ändert nichts daran, dass auch eine formal unqualifizierte Lehrkraft in der Grundschule Englisch unterrichten kann, eine Mathe Lehrkraft aber möglichst dafür qualifiziert sein sollte.

    Zitat

    Unabhängig von allen evtl. Unterstellungen, dass sie als Nicht-Fachlehrkaft in Englisch den Englischunterricht nicht didaktisch-methodisch vernünftig rüberbringen würde.

    Das ist einfach die Grundvoraussetzung.

    Die alte Leier wieder. Wozu studiert überhaupt noch jemand irgendwas, wenn sowieso jeder alles kann? Ich habe manchmal den Eindruck, du lebst in einer Traumwelt. Aber was will man machen.

    Bringt alles nichts wenn man vereinfacht den Dreisatz wiederholen muss. Wir haben Ausbildungen, die explizit für Abiturienten sind. Wenn da der Dreisatz nicht sitzt, wundert mich die Unkenntnis in Stochastik oder LA nicht.

    Aber Hauptsache steigende Abiturientenquote :autsch:

    Ich habe Erstsemester Tutorien für Wirtschaftswissenschaftler an meiner Uni betreut. Der Studiengang hat einen NC, der teilweise im Bereich 2.0 liegt, die Abiturienten waren also die eher besseren SuS eines Jahrgangs. Bei denen musste auch Dreisatz, Ableiten und Rechnen mit einer Unbekannten wiederholt werden, weil das bei einem deutlichen Teil der Studierenden nicht zuverlässig funktioniert hat.

    Und btw.: da das Rechteck als Form den Kindern bei der Einschulung in der Regel schon präsent ist und dann ggf. die Erkennung optisch noch weiter eingeübt wird, finde ich auch die Aussage der Lehrerin aus States Beitrag zum Quadrat nicht falsch.

    Sie war sich bewusst: die Kinder können ein Rechteck erkennen. Und ausgehend davon ist ein Quadrat ein Rechteck mit 4 gleichlangen Seiten. Das ist auf dem Stand der erwartbaren Kompetenzen im 1./2. Schuljahr korrekt und ausreichend (und würde dazu führen, dass die Kinder das Quadrat nicht mit einer Raute vertauschen).

    So kommen Fehlvorstellungen zustande, die dann erst wieder mühsam ausgebügelt werden müssen.

    Wenn man den Winkel weglässt, ist eine Raute auch von dieser Definition umfasst. Ein Kind, das eine Raute als Quadrat bezeichnet, hätte im Rahmen des Unterrichtsstoffs also Recht.

    Siehe meine weiteren, ergänzenden Ausführungen. ;) (Für die, die sich für das Thema wirklich interessieren.)

    Das, was du schreibst ergibt keinen Sinn, du siehst es nur nicht. Es ist für den weiteren Schulweg deutlich weniger schädlich, wenn eine nicht qualifizierte Lehrkraft in der Grundschule Englisch unterrichtet, als wenn eine nicht qualifizierte Lehrkraft in der Grundschule Mathe unterrichtet. Was daran für dich unverständlich ist, erschließt sich mir nicht. Die Aussprache ist mit das Unwichtigste am Spracherwerb, solange sie verständlich ist.

    Es ist auch unproblematisch, wenn in der Grundschule gar kein Englisch Unterricht stattgefunden hat, weil in der 5 so oder so von vorne angefangen wird. Ohne Mathe wird es schwierig.

    Das Problem wäre "Die Kinder können schlecht Mathe". Das kann man annehmen.

    Hier wird aber gleich auch erklärt, warum:

    - weil die Grundschullehrer, die das fachfremd machen, das nicht können.

    - weil die Grundschullehrer aus Bequemlichkeit fachfremd unterrichten, damit sie in möglichst vielen Stunden in der eigenen Klasse sind.

    Und da können die Grundschulehrer eher was zu sagen. Da muss man sich von den Lehrern, die die Kinder hinterher bekommen, nichts annehmen.

    Ne, ich beziehe mich nur aif deine Aussage, dass Mathe fachfremd kein Problem sei, Englisch fachfremd aber schon (wegen der Aussprache!). Das stimmt schlicht und ergreifend nicht.

    Und wieder verteidigen die GS-LK sich und die Kollegen ab Klasse 5 wissen es aber besser.

    Warum sollte sich jemand verteidigen müssen? Wenn Menschen, die Kinder aus der Grundschule "bekommen" und diese unterrichten sollen, erklären, was beim Übergang problematisch ist und was nicht, kann man das auch einfach mal annehmen.

    Dass schlechter Englisch Unterricht in der Grundschule halb so wild ist, bei schlechtem Matheunterricht aber durchaus Probleme entstehen können, ist doch keine Kritik an den Grundschulkollegen.

    Dass Menschen, die Kinder ab Klasse 5 unterrichten besser wissen, was dort funktioniert und welche Voraussetzungen hilfreich sind, dürfte doch wenig überraschen. Wieso formulierst du das als Vorwurf?

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