Beiträge von Schmidt

    war einmal. Mediziner müssen zwischenzeitlich ihre Doktorarbeit ebenfalls verteidigen. Es gibt noch Doktoranden, die eine statistische Arbeit vorlegen, jedoch auch solche, die wissenschaftlich forschen.
    So pauschal abwertend ist deine Aussage unrichtig.

    Mediziner promovieren immer noch überwiegend studienbegleitend in einem Zeitraum von wenigen Monaten zum Dr. med. Die Promotion zum Dr. rer. nat. mit entsprechendem, jahrelangem Aufwand, ist die Ausnahme.

    Ich berufe mich auf den Gesetzestext, der die Ablieferungspflicht darstellt: https://www.gesetze-im-internet.de/bnv/__6.html

    Demnach darf man gewisse Grenzen wohl nicht überschreiten. Überschreitet man diese Grenzen, ist der "Überhang" an den Dienstherren abzuführen.

    Hier geht es um Bundesbesmte und Soldaten, die eine Nebentätigkeiten im öffentlichen Dienst ausüben. Nichts davon trifft auf dich zu.

    Das führt hier nicht weiter.

    Ich habe weiter oben hinreichend differenziert und muss mir nicht von weißen Menschen meine Diskriminierungserfahrungen erklären lassen. Es ist schon bezeichnend, dass man jahrelange Erfahrungen, denen ich nirgendwo entkommen kann, lapidar mit Erfahrungen im Urlaub vergleicht und dann meint, man säße im selben Boot.

    Nicht im Urlaub, ich habe da gelebt. Und "weiß" bin ich auch nicht für jeden.

    Aber wie du meinst. Dein Leben ist als deutscher A16 Akademiker sicher furchtbar hart, schon verstanden.

    Promoviere ich jetzt, kann ich meine selbstständige Tätigkeit weiterhin ausführen und den Traum der Promotion noch verwirklichen.

    An deiner Stelle würde ich das in jedem Fall so machen. Um das Ableisten des Referendariats kannst du dir in drei oder vier Jahren, wenn die Promotion durch ist, immernoch Gedanken machen. Komplett ausgeschlossen bist du auf keinen Fall und ob du, wenn du damit anfangen willst, noch ein weiteres Jahr mehr oder weniger warten oder eine Nachprüfung ablegen musst (was meines Wissens zumindest in NRW zur Zeit nicht der Fall ist), ist dann unerheblich.

    In dem anderen Thread hat auch niemand eine Rechtsgrundlage benannt, oder habe ich das übersehen? Wenn das erste Examen irgendwann nur noch mit einer Nachprüfung Gültigkeit hat und/oder der Anspruch auf einen Referendariatsplatz irgendwann verfällt, müsste es dafür eine Rechtsgrundlage geben.

    Das wird nicht per se gleichgesetzt. Es wird dann gleichgesetzt, wenn auf die Antwort, man komme aus [einem beliebigen Ort in Deutschland], die von Dir zitierte Frage "wo kommst Du wirklich her" im Anschluss gestellt wird.

    Du hast das oben gleichgesetzt. Wer nach der Herkunft fragt, grenze dich aus, spreche dir dein Deutschsein ab und diskriminiere dich.

    Zitat

    Dann zielt es nämlich auf das Äußere ab und ist dazu geeignet, dem Gegenüber das Deutschsein abzusprechen.

    Die Frage zielt fast immer auf das Äußere ab. Wer nach außen hin "anders" ist, ob aufgrund des Aussehens oder der Sprache, wird eben gefragt, wo er herkommt. Das ist überall auf der Welt so.

    Zitat

    Wir müssen uns bei dieser wie bei anderen Fragen sehr genau überlegen, wer hier eigentlich die Deutungshoheit für sich beanspruchen kann. Wahlweise sind dann alle, die diese Frage stellen, RassistInnen, oder alle, die diese Frage gestellt bekommen, sollen sich halt mal nicht so anstellen -

    Niemand hat die Deutungshoheit darüber. Dass du dich bei jeder Nachfrage nach familiärern Wurzeln diskriminiert fühlst, ist deine Sache. Dass Menschen nach deiner familiären Herkunft fragen, wird so bleiben. Damit musst du leben. Genauso, wie ich damit leben muss, dass ich Menschen nicht in den Kopf gucken kann und das, was beim einen als ehrliches Interesse ankommt, beim anderen direkt rassistisch ist. So ist das eben.

    Das ist auch ein generelles Problem, das sich nicht auflösen lässt. Auf der einen Seite sollen Menschen (zu Recht) als Individuum betrachtet werden, auf der anderen Seite soll es unterschiedliche Regeln für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen geben. Du unterstellst direkt Rassismus und dass dir dein Deutschsein abgesprochen werde, wenn jemand fragt, wo du herkommst, andere haben damit kein so großes Problem, wieder andere freuen sich über solche Fragen und erzählen gerne etwas über ihre Familie. Dass es offensichtlich abwertend gemeinte Fragen gibt, bleibt davon unberührt. Und auch, dass natürlich niemand verpflichtet ist, sich auf so eine Unterhaltung einzulassen.

    Und nein, entgegen mehr oder weniger indirekter Unterstellung, frage ich weder unmotiviert irgendwen, wo er/sie eigentlich herkommt und auch nicht, wo Menschen "wirklich" herkommen. Wenn es sich in einer Unterhaltung ergibt, ist die Nachfrage aber sowohl berechtigt, als auch normal.

    Zitat

    nach dem hier bereits (auf Englisch) geäußerten Motto "hinnehmen oder abhauen",

    Wohin soll ein Deutscher denn abhauen?

    Deine Schubladen sind offenbar sehr groß.

    Zitat

    weil Weiße in Uganda ja auch angeglotzt oder nach ihrer Herkunft gefragt werden...

    Ja, werden sie. Und nicht nur da. In Asien werde ich ständig angestarrt und meine Frau erst. Je nach Land werde ich auch mehr oder weniger regelmäßig gefragt, wo ich herkomme. Ich werde auch in Deutschland öfter gefragt, wo ich herkomme, insbesondere, wenn ich nicht in Hessen unterwegs bin, weil man hört, aus welcher Region ich komme und ich auch nicht ganz biodeutsch aussehe.

    Die Doppelbelastung ist da, aber sie "reduziert" sich doch, wenn ein Paar zwei Einkünfte hat.

    Das schon, aber wenn er schreibt, dass er die Doppelbelastung hat, dann wird da so sein. Selbst, wenn sich die beiden die Miete am Wohnort teilen, fällt sein Anteil ja nicht weg, weil er am Refort ein Zimmer nimmt. 400 Euro am Wohnort und 400 Euro am Refort reichen ja schon für eine monetäre Überlastung.

    Wenn die Zukünftige selbst noch studiert und/oder wenig verdient, kann sie das unter Umständen nicht auffangen, obwohl sie nichts falsch macht.

    Ich würde für das Ref keinen Privatkredit aufnehmen, und auch nicht doppelt Miete zahlen wollen.

    Wer will das schon? Aber wenn es nicht anders geht, dann geht es nicht anders.

    Zitat

    Zuallererst würde ich beim (in Bayern wäre das der) Regierungsbezirk oder der zuständigen Ebene darunter oder darüber anrufen und freundlich nachfragen, ob es nicht doch eine nähere Möglichkeit gibt. Wir leben in Zeiten des Lehrermangels. Gibt es überhaupt einen fahrbahren Seminarstandort?

    Guter Ratschlag

    Und obwohl mittlerweile fast alle wissen, dass die Frage nach der Herkunft fürMenschen mit Migrationshintergrund nicht angenehm ist, wird nicht darauf verzichtet. Nein, stattdessen wird sich rechtfertigt, warum man selbst es doch fragen dürfe, schließlich meine man nichts Böses. Gut gemeint ist halt nicht gut gemacht.

    Wer rechtfertigt sich dafür, das doch wohl fragen zu dürfen?

    Ich glaube, das können Weiße schlichtweg nicht verstehen - insbesondere wenn man in einer Welt aufwächst, in der "white privilege" eben immer noch kultiviert wird.

    Doch, sicher. Ich habe länger in einem Land gelebt, in dem ich ganz offensichtlich nicht so aussehe, wie die Mehrheitsgesellschaft. Natürlich wird man gefragt, wo man herkommt. Wäre ich da hin gezogen, wäre das so weitergegangen. Hätte ich dort Kinder in die Welt gesetzt, wären die das auch gefragt worden. So ist das mit Menschen eben. Böse meint das fast niemand. Die Menschen sind ernsthaft interessiert daran, ao man denn nun herkommt. Wenn man im Land geboren wurde, sagt man das eben.

    Ja, das nervt mit der Zeit, ja, bei den Fragenden sind auch Menschen dabei, denen man ansieht, dass sie einen am liebsten direkt wieder "nachhause" schicken würden. Aber auch so ist das mit Menschrn eben.

    Nicht ausschließen. Unterscheiden dazwischen, wer von hier sein kann und wer nicht. Aber wie gesagt, dass verstehst Du vermutlich schlichtweg nicht.

    Natürlich kann jemand, der nicht weiß ist, "von hier" sein. Das ist mittlerweile gar nichts besonderes mehr. Trotzdem interessieren sich Menschen dafür, welche Wurzeln die Familie hat. Das ist übrigens auch bei Weißen der Fall. Irgendwann redet man immer darüber, aus welcher Ecke die Familie kommt.

    Weil es bei bestimmten Menschen mit einem bestimmten Unterton gefragt wird. Da wird als Antwort nicht Köln oder Hamburg erwartet.

    Wieso ist es relevant, was da erwartet wird?

    Das ändert ja nichts am Geburtsort oder an der Herkunft der Eltern.

    Zitat

    Es wird einem indirekt vermittelt, dass man nicht hierhergehört.

    Interesse an anderen Menschen vermittelt nicht, dass sie nicht dazu gehören. Menschen sind unterschiedlich und Interesse an diesen Unterschieden ist wirklich nichts Verwerfliches.

    Zitat

    Ich wage mal zu behaupten, dass man als Mensch mit offensichtlichem Migrationshimtergrund überproportional häufig danach gefragt wird. Und wenn das die erste Frage ist, die man gestellt bekommt, ist es irgendwann einfach nur ätzend.

    Wenn jemand einen hörbaren bayerischen oder sächsischen Akzent hat, dann fragen viele Menschen auch, wo die Leute herkommen. So ist das im Zwischenmenschlichen eben. Warum sollte man dabei Menschen ausschließen?

    geht mit entsprechenden Fragen wie "wo kommst Du her?" offensiv um.

    Was ist an der Frage schlimm? Ich werde auch gefragt, wo ich herkomme, so, wie viele andere Menschen auch. Ich selbst sehe nicht 100% biodeutsch aus, aber auch sehr weiße und sehr deutsche Menschen werden nach ihrer Herkunft gefragt, bspw. meine Frau.

    Antworten wie "Ich bin in Frankfurt geboren, meine Eltern sind in den 60ern aus xy nach Deutschland gekommen." tun doch wirklich nicht weh.

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