Beiträge von Schmidt

    Und was konkret findest du an meinem Vorschlag, beim Abmelden an der Schule Buchseiten zu nennen, die man ohnehin mit der Klasse bearbeitet hätte, unrealistisch?

    Für Informatik gibt es zwar Lehrbücher, die verwenden wir aber kaum. Für Englisch verwende ich das Buch auch kaum. Die Chance, dass ausgerechnet ein Englisch- bzw. Informatikkollege Englisch bzw. Informatik vertritt, ist zudem eher gering. Dass fachfremde Kollegen oder VSS Kräfte (stundenweise Vertretungen, meist Studenten), in meinen Kursen Englisch oder Informatik unterrichten, halte ich gar nicht für besonders sinnvoll. Die sollen ihre eigenen Fächer unterrichten oder den Kurs soweit beschäftigen, dass keiner stirbt.

    Ich glaube, hier gibt es immer noch den Spagat zwischen

    - einem großen System mit Hohlstunden, Vertretungsreserven im Stundenplan und genügend Büro-/Hohlstunden, damit der Vertretungsplaner auch zwischendurch reagieren kann.

    - einem kleinen System mit nahezu 0 Springstunden, massiver Unterbesetzung, demnach kaum Vertretungsstunden / Teamstunden im Plan und wenig Büro-/Hohlstunden / Entlastung für den Vertretungsplaner.

    Je nach System ist das eine möglich und sinnvoll. Oder das andere notwendig.

    Das ist vermutlich richtig.

    Warum soll sich dann aber jeder nach dem richten, was in einem kleinen System vielleicht notwendig ist?

    Was das Material für die Vertretung angeht, sehe ich das Problem aber bei keiner Schulgröße. Ich schicke kein Vertretungamaterial, wenn ich krank bin. Die meisten meiner Kollegen machen das auch nicht. Wenn ich vertrete, mache ich je nach Kurs entweder Englisch, Mathe oder Informatik Unterricht oder ich lasse den Kurs an Wochenplänen arbeiten, lernen, Abgaben vorbereiten. Manchmal unterhalten wir uns auch über Politik, das Tagesgeschehen, etc. pp. An Grundschulen dürfte das Problem auch nicht existieren. Deutsch und Rechnen dürfte jede Grundschullehrkraft drauf haben, ebenso, wie mehr oder weniger materialfreie Lernspiele. Das Arbeiten am Wochenplan kann auch jede Grundschullehrkraft beaufsichtigen.

    Es wäre mehr als angebracht, dass es bei einem Arbeitgeber eine HR-Abteilung gäbe, die über wütende Dezernenten, die einen einer "neuen Verwendung zuführen" hinausgeht. Findest du das nicht?

    Was genau erwartest du von denen?

    Und was genau erwartest du von diesem Thread?

    Schmidt Dass Du unterstellst, dass es (in der Regel) Frauen seien, die anderen erklärten, wie sie sich zu verhalten haben, ist mal wieder so eine aus der Luft gegriffene Behauptung bzw. eine bösartige Unterstellung.

    Wer ist den, in der auch heute noch vorherrschenden, klassischen Rollenverteilung, die ersten 10 Lebensjahre fast ausschließlich für die Kinder zuständig? Richtig, Frauen. Wer ist zuhause und erzieht? Wer ist überwiegend im Bildungssystem am Werke? Wer entscheidet, was im Haus angeschafft wird, wer welche Aufgaben übernimmt etc.? Wer ist den in Elterngruppen wortführend? Wer entscheidet, dass das Mädchenzimmer rosa gestrichen werden muss und das Jungenzimmer blau? Das sind in der Regel die Mütter, nicht die Väter. Wer gatekeept häusliche und erzieherische Aufgaben?

    Dass hier schrittweise ein Umdenken stattfindet und sich auch Väter mehr in die Erziehung einbringen ist begrüßenswert, aber bisher eher eine Nischenerscheinung gebildeter(er) Menschen.

    In jedem Fall haben wir eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern (= jeder kann sich frei und unabhängog vom Geschlecht aussuchen, wie er/sie sein/ihr Leben gestaltet) mittlerweile erreicht. Muss jeder selbst sehen, was er/sie daraus macht.

    Es bleibt aber immer noch fraglich, woran man denn dieses „natürliche“ Geschlecht erkennen kann.

    Man guckt nach dem, was (nicht) zwischen den Beinen ist. Das dürfte in 99% der Fälle eine eindeutige Antwort geben. Bei den Fällen, bei denen das nicht der Fall ist, wartet man ab, wie sich das Kind entwickelt und entfernt die überflüssigen Teile später (oder auch nicht wenn das Kind/der Jugendliche das nicht möchte). Wenn sich später herausstellt, dass die Person sich dem/einem anderen Geschlecht zugehörig fühlt, kann man die Erscheinung soweit wie möglich angleichen.

    Alles andere, und das scheint ja das zu sein, mit dem du eigentlich ein Problem, ist Ergebnis von Sozialisierung. Da sind dann die Eltern und Bildungseinrichtungen gefragt, Kindern anhand ihrer Interessen Angebote zu machen und sie entsprechnd ihrer mentalen Veranlagung zu behandeln, unabhängig vom Geschlecht.

    Dass jemand ein Mädchen oder ein Junge ist, ist für sich ja erstmal nur eine optische Wahrnehmung. Über die Person ansich sagt diese Wahrnehmung wenig aus. Dass "die Gesellschaft" in diese Wahrnehmung etwas hineininterpretiert, ist das Problem der Gesellschaft, nicht des Geschlechts ansich. Eltern und Bildungseinrichtungen müssten hier deutlich gegenarbeiten. Machen sie aber nicht ernstzunehmend, also scheint der Wille da trotz großer Worte eher gering zu sein.

    Das kann man auch objektivieren, weil nun einmal der überwiegende Anteil der Sexualstraftaten von Männern (z.T. auch gegenüber anderen Männern) begangen werden.

    Umgekehrt begibt man sich damit als Mann schnell in Gefahr, wenn man nicht ausreichend Distanz (räumlich wie vom Verhalten her) wahrt.

    Ersetze "Männer" durch "Menschen mit Migrationshintergrund" und denk nochmal darüber nach.

    (Im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung begehen Menschen mit Migrationshintergrund häufiger Verbrechen, als Menschen ohne Migrationshintergrund. Dass mana deshalb alle Menschen mit Migrationshintergrund unter Generalverdacht stellt, ist offensichtlich unsinnig.)

    Weil eine bestimmte Gruppe überwiegend (nicht mal ausschließlich) für bestimmte Verbrechen verantwortlich ist, ist ein Generalverdacht dennoch schlicht abzulehnen.

    Diese Antwort finde ich nicht. Schreib doch mal bitte, in welchem Beitrag (# ?) ich deine Aufzählung der Merkmale finde.

    Du darfst natürlich fragen, die Antwort täte aber nichts zur Sache.

    Ich bin drauf gekommen, dass ich ein Mädchen sei, weil meine Eltern das so gesagt haben.

    Allerdings wollte ich sehr viel lieber ein Junge sein, die (Achtung Schmidt: jetzt geht’s um Nicht-Gleichberechtigung) sich nicht so an der Hausarbeit beteiligen mussten, die sich immer dreckig machen und nach Belieben wild sein durften und mit matchbox Autos und Timpotoys spielten. Das war vor ca 55 Jahren noch meist so.

    Das ist nicht Nicht-Gleichberechtigung, sondern (in der Regel) Frauen, die anderen Menschen erklären, wie sie sich zu verhalten haben. Solange du Eltern nicht rechtlich vorschreiben willst, wie sie zu erziehen haben, kann da von außen niemand etwas machen. Man kann bei sich selbst und seinen Kindern gegen solche Stereotype arbeiten, mehr aber auch nicht.

    Im Endeffekt hat, trotz gegenlautender Behaultungen, der Großteil der Menschen immernoch traditionelle Ansichten. Selbst die ganzen superfeministischen Schülerinnen, Kolleginnen, Studentinnen, die sich über das Patriachat beklagen, sich dann aber trotzdem dick schminken, um den Jungs zu gefallen, sich für schlecht bezahlte Berufe entscheiden und freiwillig jahrelang alleine bei den Kindern bleiben.

    Und nein, ich bin nicht Teil des Problems. Meine Frau verdient schon immer mehr als ich, ich gehe in Teilzeit, meine Frau arbeitet voll weiter (ist dabei aber sehr flexibel) etc. pp. An uns (oder underen engeren Freunden, die es ähnlich machen) liegt es wirklich nicht. ;)

    Zum Mathe ZK: ich studiere zwar zwei Fremdsprachen, bin aber in der Mathematik (zumindest SEK I) fit wie ein Turnschuh.

    Das bringt dir im Mathestudium genau gar nichts. Es ist wirklich nicht böse gemeint, aber Mathe ist meiner Ansicht nach das einzige Fach, das im Studium überhaupt nichts mehr mit dem zu tun hat, das man in der Schule als "Mathematik" kennengelernt hat.

    Zur eigentlichen Frage wurden schon genug sachdienliche Hinweise gegeben. :)

    Dafür bekommst du aktuell mit Glück einen Skoda Octavia.

    Für 500 Euro hat ein Kollege vor sechs Monaten einen A8 geleast. Ansonsten gehen die Preise auch wieder runter. Und die meisten Fahrzeuge, die jetzt auf den Straßen unterwegs sind, dürften günstiger geleast worden sein.

    Eine starke Behauptung. Gibt’s dafür statistische Belege? Oder hat die Behauptung nur mit deiner Wahrnehmung von Frauen zu tun?

    Naja, zu der Überzeugung, als Frau in Deutschland nicht gleichberechtigt zu sein, muss man irgendwie kommen. Mit der Realität hat diese Feststellung jedenfalls nichts zu tun. Das kann nur von einer internalisierten Opferhaltung kommen.

    Zitat

    internalisierten Opferhaltung“ wurde auch bereits der afroamerikanischen Bevölkerung der USA (ich glaub von Obama) vorgeworfen und ist dann sicher nicht geschlechtsspezifisch unterschiedlich.

    Anderer Kontext

    Ich spreche von Deutschland im Bezug auf die angeblich noch vorliegende Benachteiligung von Frauen.

    Afroamerikaner in den USA haben nach wie vor ganz andere und reale Probleme.

    Das wollte ich ja gerne aufgeklärt haben. Schmidt behauptet, es gäbe diese Gelegenheiten für nur männliche Kollegen nicht, für weibliche aber schon.

    Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnenr, jemals eine Mail, einen Brief oder ähnliches erhalten zu haben, die/der sich explizit nur an Männer richtet.

    Zitat

    Du hingegen gehst im Gegensatz zu Schmidt davon aus, dass es solche Gelegenheiten gäbe. Dann bliebe tatsächlich die Frage, wie die Gemeinten nun anzusprechen seien, wie du es in #1128 schreibst.

    "Liebe Kollegen,

    heute wenden wir uns ausdrücklich nur an die männlichen Kollegen, weil ..."

    Oder so ähnlich. Aber wie gesagt, das kommt in der Praxis nicht vor.

    Was es gibt, sind bspw. Vätergruppen oder Müttergruppen. Die sind implizit geschlechtlich gettennt (wobei mich das persönlich ziemlich nervt).

    Ich vermute, du meinst u.a. mich. Jetzt sind wir also an der Stelle mit dem hysterisch-emotionalen Weibsbild, das selbst Schuld ist und nicht reflektieren kann.

    Auf das Niveau runter mag ich nicht. Da bin ich raus.

    Wo steht, dass das Problem nur Frauen betrifft? Oder alle Frauen? Oder dich im Speziellen? Oder auch nur überwiegend Frauen. Fragen über Fragen. Eine internalisierte Opferhaltung betrifft hingegen tatsächlich häufiger Frauen.

    Wann denn das?

    Wenn irgendwelche Gleichstellungsbeauftragten wieder irgendwas wollen, Kurse für Frauen anbieten, damit diese lernen, sich durchzusetzen, wenn es irgendwelche Kurse zum "Kampf gegen Antifeministischekommunikation" gibt, wenn es Frauenvollversammlungen gibt, wenn es darum geht zu betonen, dass die Vereinbarung von Familie und Beruf schwierig ist (was in den Köpfen der meisten Kolleginnen nur ein Frauenproblem ist), etc. pp. Die Liste ist lang.

    Zitat

    Und warum schreibst du weibliche Kollegen? Ich dachte, je länger das Konstrukt, desto weniger durchsetzungsfähig.

    Kontext beachten

    Zitat

    Nicht wurscht ist es, wenn Kindern vermittelt wird, dass es vornehmlich Erzieherinnen und Chemiker gibt. Naturwissenschaftliche Studienberufe sind nicht Männern vorbehalten und Ausbildungen in pflegenden oder erziehenden Berufen nicht Frauen.

    Dann sag das denjenigen Kollegen und vor allem Eltern, die genau dieses Bild vermitteln. Wenn der überwiegende Teil der weiblichen Personen im Umfeld von Kindern (real und digital) Stereotype ganz selbstverständlich weiter reproduziert und als Fakten darstellt, braucht sich wirklich niemand wundern, dass Mädchen das übernehmen. An mir liegt es jedenfalls nicht.

    Mit dem Gendern hat das allerdings auch nichts zu tun. Ich gendere nicht und bei mir sind es dann Erzieher, Chemiker, Krankenpfleger, etc. Wenn ich über Individuen spreche, sind da Männer und Frauen in ganz unterschiedlichen Kontexten vertreten.

    Zitat

    Es wurde hier schon sehr oft geschrieben, wenn in einer Stellenanzeige steht "KFZ-Mechatroniker (mwd)", bewerben sich mehr Frauen.

    Das ist gesetzlich so vorgeschrieben (bzw. eröffnet sich bei Missachtung direkt ein Angriffspunkt für Entschädigung nach dem AGG).

    Wo genau kommt diese Aussage eigentlich her? Wo kann man die Studie nachlesen und von wann ist die?

    Zitat

    Das kannst du nicht glauben, oder doof finden oder finden, dass die jungen Frauen selbst Schuld sind, wenn sie sich vom "KFZ-Mechatroniker" weniger angesprochen fühlen, es ist aber so.

    Das ist nicht mein Problem. Irrationale Menschen gibt es überall.

    Zitat

    Und das ist nur ein Beispiel, das zeigt, das die Realität eben so ist, auch wenn manche Männer das doof finden, nicht glauben oder finden, dass Frauen selbst Schuld sind.

    Natürlich ist man selbst schuld daran, wenn man meint, vom generischen Maskulinum ausgeschlossen zu werden. Sorry, aber die Fähigkeit, zu reflektieren, was man erlebt und nicht einfach nur seine akuten Emotionen als Nachweis der einzigen Wahrheit anzunehmen, ist eine Grundfunktion des Menschen, die durch Bildung eigentlich gefördert werden sollte. Wie hilfreich es ist, wenn leicht beeinflussbare Emotionen das Maß der Dinge sind, zeigt sich immer wieder. Und es führt einfach zu nichts.

    Alter, ich raste aus, wenn jemand irgendwas von Steuerklasse 3 erzählt. Du hast da nicht weniger Geld, eure verheiratete Steuerlast bleibt gleich.

    Wenn der Partner nix verdient oder nur einen Minijob hat, was in diesen Einkommensklassen insbesondere mit Kindern nicht ungewöhnlich ist, passt das so.

    Hier geht es zudem darum, dass der Lehrer in der Familie der Alleinernährer ist. Sonst ergibt ein Vergleich Bürgergeld - Lehrergehalt noch weniger Sinn. Dabei geht es ja gerade um das Familieneinkommen.

    Die Empörung funktioniert nicht mehr so gut, wenn man einen Lehrer-Doppelverdiener-Haushalt ohne Kinder hernimmt. Mit den 6.600 Euro netto (beide A12, Stufe 4, beide Steuerklasse I/IV, Mietstufe II, NRW) ist man dann auf einmal in den Top-15% der Haushalte, je nach Vergleichgruppe auch in den Top-10%.

    Allein so eine lächerliche Diskussion "was machst du mit all deinem Geld"...

    Natürlich nagen wir nicht am Hungertuch und ich vergleiche mich sicher nicht mit dem Existenzminimum. Ich habe verdammt noch mal jahrelang studiert und ein 2 jähriges Ref gemacht. Da darf es wohl etwas mehr sein.

    Mir geht es nur um die Behauptung, dass mit unserer Besoldung maximal alle acht Jahre ein gebrauchter Golf unter 3.000 Euro möglich sei und man vom Leasing eines teuren Autos nur träumen können, weil das von den paar Kröten, die man als Lehrer bekommt, auf keinen Fall finanzierbar sei.

    Zitat

    "Und es wäre ja schön, wenn die Ausstattung in der Schule neuer wäre, dafür verzichte ich auf Geld ".. why??

    Dafür habe ich auch nur Kopfschütteln übrig.

    Zitat

    Ich arbeite für Geld.. und nicht die leuchtenden Augen.. schade, dass man es immer wieder hier so betonen muss.

    Ich arbeite im Wesentlichen auch für Geld, man muss das nicht immer wieder betonen. Aber unsere Besoldung ist schon ganz gut.

    Wo wäre denn mehr Geld drin? Insbesondere, wenn man eher aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommt und gar keine besser bezahlten Alternativen hatte (nach ein paar Jahren im Schuldienst hat man die auch als Lehrer grundsätzlich nicht mehr).

    Zitat

    Das ist doch kein Hobby, was ich ausübe.

    Mit A12 sehe ich mich übrigens nicht als Großverdienerin..

    Von Großverdiener spricht niemand. Aber zwischen Großverdiener und "für mehr als einen gebrauchten Golf alle acht Jahre für unter 3.000 Euro ist beim besten Willen kein Geld da, weil ich so arm bin" gibt es noch ein paar Abstufungen.

    A12 Stufe 4 sind in NRW mit zwei Kindern in Steuerklasse III rund 4.200 Euro netto (minus KV), ohne Kinder rund 3.700 Euro netto (minus KV). Das ist sicher weit von reich entfernt, aber auch kein Grund über Armut zu jammern und auf Bürgergeldempfänger neidisch zu sein.

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