Aber inwiefern ist man denn als Mensch mit dunklem Hauttyp "anders"?
Deutschland ist überwiegend von (sehr) weißen Menschen bevölkert.
Aber inwiefern ist man denn als Mensch mit dunklem Hauttyp "anders"?
Deutschland ist überwiegend von (sehr) weißen Menschen bevölkert.
Das führt hier nicht weiter.
Ich habe weiter oben hinreichend differenziert und muss mir nicht von weißen Menschen meine Diskriminierungserfahrungen erklären lassen. Es ist schon bezeichnend, dass man jahrelange Erfahrungen, denen ich nirgendwo entkommen kann, lapidar mit Erfahrungen im Urlaub vergleicht und dann meint, man säße im selben Boot.
Nicht im Urlaub, ich habe da gelebt. Und "weiß" bin ich auch nicht für jeden.
Aber wie du meinst. Dein Leben ist als deutscher A16 Akademiker sicher furchtbar hart, schon verstanden.
Promoviere ich jetzt, kann ich meine selbstständige Tätigkeit weiterhin ausführen und den Traum der Promotion noch verwirklichen.
An deiner Stelle würde ich das in jedem Fall so machen. Um das Ableisten des Referendariats kannst du dir in drei oder vier Jahren, wenn die Promotion durch ist, immernoch Gedanken machen. Komplett ausgeschlossen bist du auf keinen Fall und ob du, wenn du damit anfangen willst, noch ein weiteres Jahr mehr oder weniger warten oder eine Nachprüfung ablegen musst (was meines Wissens zumindest in NRW zur Zeit nicht der Fall ist), ist dann unerheblich.
Es steht im vom Platty verlinkten Thread drin.
Dort habe ich keine Rechtsquellen (für BW) gefunden, daher meine Frage (gar nicht spezifisch an dich, sondern generell in den Raum).
In dem anderen Thread hat auch niemand eine Rechtsgrundlage benannt, oder habe ich das übersehen? Wenn das erste Examen irgendwann nur noch mit einer Nachprüfung Gültigkeit hat und/oder der Anspruch auf einen Referendariatsplatz irgendwann verfällt, müsste es dafür eine Rechtsgrundlage geben.
Da gibt es dann aber die außerordentlichen Sonderkündigungsrechte wie z. B. Entfernung zum neuen Wohn-/Dienstort.
Darum ja prüfen lassen.
Prüfen ist auf jeden Fall sinnvoll.
Das wird nicht per se gleichgesetzt. Es wird dann gleichgesetzt, wenn auf die Antwort, man komme aus [einem beliebigen Ort in Deutschland], die von Dir zitierte Frage "wo kommst Du wirklich her" im Anschluss gestellt wird.
Du hast das oben gleichgesetzt. Wer nach der Herkunft fragt, grenze dich aus, spreche dir dein Deutschsein ab und diskriminiere dich.
ZitatDann zielt es nämlich auf das Äußere ab und ist dazu geeignet, dem Gegenüber das Deutschsein abzusprechen.
Die Frage zielt fast immer auf das Äußere ab. Wer nach außen hin "anders" ist, ob aufgrund des Aussehens oder der Sprache, wird eben gefragt, wo er herkommt. Das ist überall auf der Welt so.
ZitatWir müssen uns bei dieser wie bei anderen Fragen sehr genau überlegen, wer hier eigentlich die Deutungshoheit für sich beanspruchen kann. Wahlweise sind dann alle, die diese Frage stellen, RassistInnen, oder alle, die diese Frage gestellt bekommen, sollen sich halt mal nicht so anstellen -
Niemand hat die Deutungshoheit darüber. Dass du dich bei jeder Nachfrage nach familiärern Wurzeln diskriminiert fühlst, ist deine Sache. Dass Menschen nach deiner familiären Herkunft fragen, wird so bleiben. Damit musst du leben. Genauso, wie ich damit leben muss, dass ich Menschen nicht in den Kopf gucken kann und das, was beim einen als ehrliches Interesse ankommt, beim anderen direkt rassistisch ist. So ist das eben.
Das ist auch ein generelles Problem, das sich nicht auflösen lässt. Auf der einen Seite sollen Menschen (zu Recht) als Individuum betrachtet werden, auf der anderen Seite soll es unterschiedliche Regeln für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen geben. Du unterstellst direkt Rassismus und dass dir dein Deutschsein abgesprochen werde, wenn jemand fragt, wo du herkommst, andere haben damit kein so großes Problem, wieder andere freuen sich über solche Fragen und erzählen gerne etwas über ihre Familie. Dass es offensichtlich abwertend gemeinte Fragen gibt, bleibt davon unberührt. Und auch, dass natürlich niemand verpflichtet ist, sich auf so eine Unterhaltung einzulassen.
Und nein, entgegen mehr oder weniger indirekter Unterstellung, frage ich weder unmotiviert irgendwen, wo er/sie eigentlich herkommt und auch nicht, wo Menschen "wirklich" herkommen. Wenn es sich in einer Unterhaltung ergibt, ist die Nachfrage aber sowohl berechtigt, als auch normal.
Zitatnach dem hier bereits (auf Englisch) geäußerten Motto "hinnehmen oder abhauen",
Wohin soll ein Deutscher denn abhauen?
Deine Schubladen sind offenbar sehr groß.
Zitatweil Weiße in Uganda ja auch angeglotzt oder nach ihrer Herkunft gefragt werden...
Ja, werden sie. Und nicht nur da. In Asien werde ich ständig angestarrt und meine Frau erst. Je nach Land werde ich auch mehr oder weniger regelmäßig gefragt, wo ich herkomme. Ich werde auch in Deutschland öfter gefragt, wo ich herkomme, insbesondere, wenn ich nicht in Hessen unterwegs bin, weil man hört, aus welcher Region ich komme und ich auch nicht ganz biodeutsch aussehe.
Nicht zulässig bei unbefristeten Mietverträgen.
Wenn eine Mindestmietdauer vereinbart wurde, kommt er da nicht ohne Weiteres raus.
Die Doppelbelastung ist da, aber sie "reduziert" sich doch, wenn ein Paar zwei Einkünfte hat.
Das schon, aber wenn er schreibt, dass er die Doppelbelastung hat, dann wird da so sein. Selbst, wenn sich die beiden die Miete am Wohnort teilen, fällt sein Anteil ja nicht weg, weil er am Refort ein Zimmer nimmt. 400 Euro am Wohnort und 400 Euro am Refort reichen ja schon für eine monetäre Überlastung.
Wenn die Zukünftige selbst noch studiert und/oder wenig verdient, kann sie das unter Umständen nicht auffangen, obwohl sie nichts falsch macht.
Ich würde für das Ref keinen Privatkredit aufnehmen, und auch nicht doppelt Miete zahlen wollen.
Wer will das schon? Aber wenn es nicht anders geht, dann geht es nicht anders.
ZitatZuallererst würde ich beim (in Bayern wäre das der) Regierungsbezirk oder der zuständigen Ebene darunter oder darüber anrufen und freundlich nachfragen, ob es nicht doch eine nähere Möglichkeit gibt. Wir leben in Zeiten des Lehrermangels. Gibt es überhaupt einen fahrbahren Seminarstandort?
Guter Ratschlag
Das heißt, sie verdient nicht mit?
Was hat das mit der Doppelbelastung bei der Miete zu tun?
Und obwohl mittlerweile fast alle wissen, dass die Frage nach der Herkunft fürMenschen mit Migrationshintergrund nicht angenehm ist, wird nicht darauf verzichtet. Nein, stattdessen wird sich rechtfertigt, warum man selbst es doch fragen dürfe, schließlich meine man nichts Böses. Gut gemeint ist halt nicht gut gemacht.
Wer rechtfertigt sich dafür, das doch wohl fragen zu dürfen?
Ich glaube, das können Weiße schlichtweg nicht verstehen - insbesondere wenn man in einer Welt aufwächst, in der "white privilege" eben immer noch kultiviert wird.
Doch, sicher. Ich habe länger in einem Land gelebt, in dem ich ganz offensichtlich nicht so aussehe, wie die Mehrheitsgesellschaft. Natürlich wird man gefragt, wo man herkommt. Wäre ich da hin gezogen, wäre das so weitergegangen. Hätte ich dort Kinder in die Welt gesetzt, wären die das auch gefragt worden. So ist das mit Menschen eben. Böse meint das fast niemand. Die Menschen sind ernsthaft interessiert daran, ao man denn nun herkommt. Wenn man im Land geboren wurde, sagt man das eben.
Ja, das nervt mit der Zeit, ja, bei den Fragenden sind auch Menschen dabei, denen man ansieht, dass sie einen am liebsten direkt wieder "nachhause" schicken würden. Aber auch so ist das mit Menschrn eben.
Nicht ausschließen. Unterscheiden dazwischen, wer von hier sein kann und wer nicht. Aber wie gesagt, dass verstehst Du vermutlich schlichtweg nicht.
Natürlich kann jemand, der nicht weiß ist, "von hier" sein. Das ist mittlerweile gar nichts besonderes mehr. Trotzdem interessieren sich Menschen dafür, welche Wurzeln die Familie hat. Das ist übrigens auch bei Weißen der Fall. Irgendwann redet man immer darüber, aus welcher Ecke die Familie kommt.
Weil es bei bestimmten Menschen mit einem bestimmten Unterton gefragt wird. Da wird als Antwort nicht Köln oder Hamburg erwartet.
Wieso ist es relevant, was da erwartet wird?
Das ändert ja nichts am Geburtsort oder an der Herkunft der Eltern.
ZitatEs wird einem indirekt vermittelt, dass man nicht hierhergehört.
Interesse an anderen Menschen vermittelt nicht, dass sie nicht dazu gehören. Menschen sind unterschiedlich und Interesse an diesen Unterschieden ist wirklich nichts Verwerfliches.
ZitatIch wage mal zu behaupten, dass man als Mensch mit offensichtlichem Migrationshimtergrund überproportional häufig danach gefragt wird. Und wenn das die erste Frage ist, die man gestellt bekommt, ist es irgendwann einfach nur ätzend.
Wenn jemand einen hörbaren bayerischen oder sächsischen Akzent hat, dann fragen viele Menschen auch, wo die Leute herkommen. So ist das im Zwischenmenschlichen eben. Warum sollte man dabei Menschen ausschließen?
geht mit entsprechenden Fragen wie "wo kommst Du her?" offensiv um.
Was ist an der Frage schlimm? Ich werde auch gefragt, wo ich herkomme, so, wie viele andere Menschen auch. Ich selbst sehe nicht 100% biodeutsch aus, aber auch sehr weiße und sehr deutsche Menschen werden nach ihrer Herkunft gefragt, bspw. meine Frau.
Antworten wie "Ich bin in Frankfurt geboren, meine Eltern sind in den 60ern aus xy nach Deutschland gekommen." tun doch wirklich nicht weh.
Schulfremde Schüler sind es ja nicht. Hätte ich bloß nix gesagt. Wusste ja nicht, was das wieder für Endlosdebatten auslöst.
Einfach ignorieren
Na was denn nun. Ich dachte, du arbeitest regelmäßig weniger als 41 Stubddb.
Was haben die beiden Aussagen miteinander zu tun?
Man kann das Ganze auch intuitiv angehen: Gäbe es die AfD nicht, welche Partei im Bundestag würde einem einfallen, die sich vor allem um Menschen in prekären Lebensumständen einsetzt?
Das hier hast du geschrieben. Hier steht, dass sich die AFD vor allem für Menschen in prekären Lebsensumständen einsetzt.
Das ist nicht das erste Mal, dass du versuchst, dich aus dem rauszureden, was du geschrieben hast.
Einfach mal die Begriffe der Rechten nicht verwenden und ihre Argumente nicht aufgreifen.
Wenn du dir von Rechten vorschteiben lassen willst, eelche Begriffe du wie zu verwenden hast, ist das deine Sache.
Welche Argumente werden denn in der aktuellen Diskussion aufgegriffen?
ZitatZur Sache:
Ja, wir schaffen es nicht, allen Kindern, welches soziokulturellen Hintergrundes auch immer, angemessene schulische Bildung zu gewähren.
Dafür können aber die Migrant:innen nichts.
Es hat niemand behauptet, dass Migranten dafür etwas können. Dass Kinder aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen wird, statistisch gesehen, schulisch noch größere Probleme haben, als Kinder aus Familien, in denen Deutsch gesprochen wird, dürfte für dich aber hoffentlich kein Geheimnis sein.
Ich muss aber den Nutzen von Klassenfahrten keinen Kollegen vom Berufskolleg (nur mal als Beispiel) erklären, der eh keine machen will.
Das stimmt natürlich
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