Beiträge von s3g4

    Also ich bin beim Lottogewinn sofort raus.
    Ich würde mich nicht langweilen.

    Same, wahrscheinlich wäre ich sogar aus dem Land raus.

    Unsere Urzeit-Vorfahren haben sicherlich auch keine Arbeit "gebraucht" - sie haben aber deren Notwendigkeit erkannt.

    Wenn die Nahrung direkt zur Höhle gekommen wäre, hätte sich auch keiner Arbeit mit der Jagd gemacht. Außer einige, die das Jagen kurzweilig finden (eben wie heute).

    Wir gehen nun auch "jagen" eben im übertragenen Sinne. Ohne diese Notwendigkeit, würde man sich was anderes suchen. Ich finde es umgekehrt echt traurig, dass man Arbeit als etwas lebensnotwendiges definiert. Was ist denn wenn man es nicht mehr kann oder im Ruhestand ist? Stirbt man dann? Hoffentlich nicht.

    Ich bin auch ganz gerne in der Schule, ich wäre dort aber nicht, wenn ich dafür nicht bezahlt werden würde.

    Mal unabhängig von der Eignung der TE jetzt - es werden wohl gerade händeringend Fluglotsen gesucht: Wir waren gerade - leider zu kurz - im Urlaub in der Sonne und unser Flug konnte nicht rechtzeitig starten, "weil wir zu wenig Fluglotsen haben" (O-Ton Pilot). Dieser (also der Pilot) machte dann auch direkt Werbung für den Beruf. Aber klar - Eignung und Interesse sollten vorausgesetzt sein.

    Da wird aber trotz allem Mangel nicht jeder genommen.

    https://www.dfs.de/dfs_karrierepo…swahlverfahren/

    Bei dem ersten Punkt würde ich ein bisschen widersprechen. Gute technische Redakteure*innen verbinden technisches Verständnis mit soliden sprachlichen, rechtschriftlichen, grammatikalischen und kommunikativen Fähigkeiten. Das ist unter Ingenieuren*innen eine recht kleine exotische Minderheit, es muss aber in diesem Pool gewildert werden, da grundständig ausgebildete Redakteure*innen selten sind

    Deswegen gibt es hier eigne Studiengänge.

    Was die KI verzapft, muss dann schon noch ein menschlicher Verstand querlesen, bevor das als Anleitung bei Geräten beigelegt wird. Zudem haben wir als Lehrer der KI eine Fähigkeit voraus:
    Wir können Informationen für definierte Zielgruppen didaktisch und strukturiert aufbereiten. Gerade bei neuen Produkten hat die KI gar keine Trainingsdaten, auf die sie zugreifen könnte. Mein Job wäre gewesen, die Beschreibungen der Entwickler auf ein allgemein verständliches Niveau herunterzubrechen und für "Normalanwender" verständlich zu formulieren.
    Viel Spaß beim Lesen einer Bedienungsanleitung, die von einer KI formuliert wurde ;)

    Alternativen zum Lehramtsberuf hatte ich hier zusammengestellt - und ergänze das sporadisch:
    https://www.autenrieths.de/lehrerberuf.html

    Wenn ein Produkt gut designt ist, liest man die Bedienungsanleitung eh nicht. Ansonsten sind technische Redakteure in der Regel keine Deutschlehrkräfte, es gibt dafür eigene Studiengänge. Technisches Verständnis ist viel wichtiger als Orthografie und Übersetzung, das wird in der Regel eh Extern gemacht.

    Kann man sich natürlich aneignen, aber mit einem Lehramtsstudium bringt man echt wenig für diese Tätigkeit mit.

    Vielleicht nochmal so generell zur Fliegerei. Wenn man das machen möchte, dann muss man das auch WIRKLICH wollen. Die Hürde für den Eintritt ist sehr sehr hoch, die Vorbereitung darauf ist sehr aufwendig und es werden hier nur sehr wenige ausgewählt. Auch die Ausbildung ist sehr anspruchsvoll, wenn man das nicht zu 100% will, wird man garantiert scheitern. Der Vorbereitungsdienst ist da ein Witz gegen.

    Was hält dich von der Pilotenausbildung ab? Einer meiner Studis hat gerade damit angefangen. Wenn ich es richtig verstehe, braucht man eigentlich "nur" einen Haufen Geld für Flugstundenund Flugschule, arbeitet sich dann von kleinen Maschinen zu großen Maschinen vor und kann sich dann irgendwann als Verkehrspolit bewerben. Jedenfalls erklärte er das so und verfolgt den Plan so.

    Der Haufen Geld ist das Problem. Eine kommerzielle Fluglizenz kostet 100k+. Entweder wird man von einer Airline ausgebildet oder eine Flugschule hält einen für zuverlässig und man erhält ein Darlehen.

    Wir im Staatsdienst gehen da mit gutem Beispiel voran: Unsere Gehälter sind moderat, unsere Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt, unsere Pensionen wohlverdient. Keine Boni, keine Abfindungen, keine „goldenen Fallschirme“ – nur solides, planbares Einkommen im Dienst der Gesellschaft

    Witzig ist witzig. Was du genau mit diesem Beitrag erreichen willst, bleibt mir verborgen.

    Ich halte es daher für geboten – nein, überfällig –, dass wir über eine gerechtere Verteilung der Lasten sprechen. Höhere Steuern und Sozialabgaben für gutverdienende Angestellte in der Privatwirtschaft sind nicht nur ein Gebot der Solidarität, sondern auch der Vernunft. Wer den Staat will, muss ihn sich leisten können.

    Wer hat sich denn diesen, an vielen Stellen ausgeuferten, Staat gewünscht? Nicht mehr Steuereinnahmen, sondern Rückbau ist an vielen Stellen angesagt. Es gibt so viele unnötige Dinge in der Verwaltung, die gehören vereinfacht oder abgeschafft.

    Um eine Klassenleitung zu übernehmen gibt es keine besonderen Voraussetzungen. Ich hatte auch als Referendar eine Klassenleitung. Wenn die Grundschule deine Dienststelle ist, dann kannst du auch die Klassenleitung haben. Als Abordnung ist das aber theoretisch auch möglich.

    @ Antimon: Das war aber nur in Bayern so. In BW musste vor 30 Jahren Deutsch und Mathe bis zum Schluss belegt werden und beides war als Abiturfach verpflichtend. Ich habe mich damals schon gefragt, warum sich die Bayern so viel auf ihr Abi eingebildet haben, wo die doch anders als wir abwählen konnten.

    Vor 20 Jahren konnte man in Hessen auch noch Abitur ohne Mathematik machen. Also als Prüfungsfach, belegen musste man es trotzdem.

    Bzgl. Mathe: Ich glaube sogar, dass es hilfreich ist, wenn man als Mathelehrer selber nicht der beste (Oberstufen-)Schüler in Mathe war. Denn dann verfällt man nicht so leicht ins "Mathe ist ja ein Kinderspiel'-Denken.

    Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Man hat sicherlich Probleme, wenn man in Mathematik nicht ausgebildet ist. Was vor etlichen Jahr in der Oberstufe gewesen ist, spielt eigentlich keine Rolle.

    Was anderes als Klassenlehrerprinzip finde ich in den Klassen 1-3 (die ja bei uns eh eine JÜL sind) schwierig, denn es gibt ja offiziell gar keinen Fachunterricht, sondern nur vorfachlichen Unterricht und somit muss eigentlich Deutsch, Mathe, Sachunterricht in einer Hand sein (tut es bei uns leider auch nicht immer), weil eben gar nicht festgelegt ist, was in welcher Stunde dran ist.

    Bei uns ist das sehr wohl festgelegt, welches Fach in welcher Stunden stattfindet. Also ich kenne durch meine Kinder jetzt nur zwei Grundschulen, aber ich habe auch von niemand anderem was anderes gehört.

    ... und nicht zu Bodenturnen, Atomphysik, Genetik, Shakespeare, Römisches Reich, Schiller, Japan, Kommunismus, Robbespierre, Logarithmen, Zwölftonmusik, Zentralperspektive ...

    Etwas über die Welt erfahren ist doch völlig ok. Unverständliches herumgesinge mit gruseliger Musik dazu, kann man sich als Video mal anschauen. Das muss man nicht live sehen.

    Und genau deshalb ist ein Tanzkurs für 30 Euro in der Schule sicherlich eine gute Idee, weil er allen die Möglichkeit bietet ihn zu besuchen (oder sie sogar dazu verpflichtet) und er nicht das viele Geld kostet, wie außerhalb der Schule.

    Privat würde auch kaum jemand auf die Idee kommen an so einem Kurs teilzunehmen. Was genau ist dann daran eine gute Idee, dass gegen Bezahlung in der Schule zu machen?

    weil er alle zwingt, ihn zu besuchen

    Ich habe meinen Tanzkurs gehasst, gebracht hat er mir rückblickend gar nichts (auch den Abschlussball fand ich absolut furchtbar, ein unangenehmes, unbeholfenes Herumgetanze mit Tanzpartnern, die man nichtmal mochte, begutachtet von 100 Erwachsenen)

    Meine Kinder hatten nie Interesse an einem Tanzkurs und haben auch nichts verpasst.

    Wenn es teil des Unterrichts ist, solls mir egal sein. Kann man machen (Lust hätte ich da auch keine drauf gehabt), aber dafür noch zahlen? Das geht echt zu weit.

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