Beiträge von s3g4

    Ich finde das mit der Zeiterfassung schwierig. Wenn ich vormittags 3-4 Stunden 25 Kinder "entertaine", frisst das deutlich mehr Energie als wenn ich im Büro Akten bearbeiten würde. Diese Zeit müsste 1,5 fach gewertet werden.

    3-4 Stunden sind 3-4 Stunden. Was soll an der Zeiterfassung schwierig sein? Die Uhren gehen für alle gleich.

    Ich glaube, du hast nicht so ganz verstanden, worauf ich hinaus wollte. Zeit ist nicht gleich Zeit.

    Doch Zeit lässt sich sehr einfach messen. jaja ich weiß der Lehrerberuf ist was besonders, wir brauchen dann einen spezielle Lehrkräftezeiteinheit und -messung. :D Ist schon klar.

    Das tun die Kinder aber auch bei Menschen, die keine Beamte sind. Dann müssten man doch eher das Kindergeld für alle erhöhen?
    Und heutzutage arbeiten doch die meisten Ehepartner. Warum müssen wir sie noch alimentieren? Und bei den Kindern muss dann nicht auch das Einkommen des Partners berücksichtigt werden?

    Was genau helfen diese Fragen bei dem Problem?

    Warum muss ich diese und jene Steuer zahlen? Wieso muss es überhaupt Schulen geben?

    Können wir alles in Frage stellen, kann auch alles geändert werden. Nur nicht von uns.

    Vielleicht wird die Besoldung auch so geändert, dass alle Beamten mit Kindern nur noch Kindergeld bekommen und die DINKs dann sich dann wieder besser fühlen, weil die anderen weniger bekommen.

    Interessante Einzelfälle. Meine Vermutung wäre, dass sich die Pension tatsächlich in beiden Fällen aus A12 berechnet, ja.

    Das sind unglückliche Einzelfälle. Vermuten muss man da nichts. Für Pension ist erstmal die letzte Besoldungsgruppe maßgeblich. Wenn man aber lange genug in der höhere Gruppe war (hier A14), dann bekäme man einen entsprechenden ausgleich, wenn in dieser Zeit fiktiv höhere Pensionsansprüche bestanden hätten. Aber nur bezogen auf die Verweildauer in der höheren Gruppe. Heißt 38 Jahr A14 und dann 2 Jahre A12 bis zum Ruhestand hat eine sehr große Wirkung. 4-5 Jahre A14 mitten drin = pech gehabt.

    Erstens nein, man spart sich in der Stadt nicht zwingend das Auto. Zweitens, vergleiche mal Münchner Mieten oder Immobilienpreise mit denen von irgendwo am Land. Dann mach weiter und vergleiche die Preise in Cafés, Kinos, Restaurants etc. Selbst wenn man in der Stadt aufs Auto verzichtet (ÖPNV ist übrigens auch nicht kostenlos!) hat man Mehrkosten.

    Nicht pauschal und nicht jede Stadt ist München.

    Aber wenn das Leistungsprinzip völlig, und in Zukunft sogar noch stärker, hinter dem Sozialprinzip zurücksteht, lohnen sich Beförderungen für Kinderlose nicht mehr und bei denen, die sich engagieren, führt es zu Frust. Um als Kinderloser auf die Besoldung eines A13er mit 3 Kindern in Düsseldorf oder Köln zu kommen, müsste er eine B2 Stelle haben. Das ist krank.

    Wenn du das daraus für dich ableitest, hast du keine Ahnung. Die Kinder sind nicht ewig Kinder und dich zwingt auch niemand eine Beförderung anzustreben. Dann mach doch einfach 10 Kinder und freue dich über deine üppige Einkünfte.

    Außerdem verursachen 3 Kinder auch deutlich mehr Kosten als 0 Kinder. Da sind locker 1500 - 2000 € (das ist aber auch unteres Ende) im Monat für die Kinder weg. Ziehen wir 777 € Kindergeld ab bleiben 700 - 1300 € übrig. In der Stadt wird es alleine durch die höheren Mieten noch mehr sein.

    Bei diesen Alimentierungsbestandteilen geht es nicht um Leistung. Das ist fürs Grundgehalt und andere pensionswirksame Bestandteile.

    Nirgendwo sonst bemisst sich ein erheblicher Anteil der Besoldung an der rein privaten Entscheidung, ob man Kinder möchte oder nicht. Man wird nicht für die Besoldungsgruppe bzw. seine Tätigkeit bezahlt, wie das in allen anderen Arbeitsverhältnissen außer dem Beamtentum normal ist, sondern nach seinem Privatvergnügen, ob man Kinder hat oder nicht. Das ist doch völlig absurd!

    Der Beamte wird auch nicht entlohnt, sondern alimentiert. Haben wir schon oft besprochen, verstanden wird's aber scheinbar immer noch nicht.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand den Stundenplan macht und eine solche Aussage trifft. Natürlich ist auch die Motivation des Erstellers wichtig aber es ist nun mal nicht einfach eine Frage des Willens. Es gibt immer Dinge, die einfach nicht gehen oder wo nur eine Sache klappt. Das hat dann nichts mit wollen zu tun.

    Sicher gibt es immer Dinge die nicht gehen. Es kann aber sehr sehr vieles möglich gemacht werden. Ich habe auch nirgends gesagt, dass jeder Wunsch in Erfüllung geht. Wenn etwas einfach nicht geht, dann suchen wir mit den Betreffenden Personen eine Lösung. Das kostet viel Zeit, aber es lohnt sich insgesamt sehr finde ich.

    Du musst dir das auch nicht vorstellen, denn ich habe diese Aussage gemacht. Mit dem Wissen, dass vor dem Wechsel der SL, die Stundenpläne deutlich ungünstiger gewesen waren. Andere Rahmenbedingungen erfordern sicher auch andere Lösungen. Viele pauschale Aussagen in diesem Thread kann ich aber so nicht unterschreiben, weil die sich einfach nur nach einer schlechten Stundeplanung anhören bzw. nur im Sinne der Vertretungsplanung. Je schwerer der Job für die Vertretungsplanung hinterher wird, desto besser ist die Qualität der zugrunde liegenden Stundenplans.

    Man findet aber für fast jedes Problem eine Lösung.

    Trotzdem klappt es bei uns, dass nicht nur TZ-Pläne, sondern auch VZ-Pläne wirklich insgesamt extrem gut sind und vor allem verlässlich jedes Jahr ähnlich. Ist wohl am besten, ich bleibe in meinem Schlaraffenland, bis zur Pension :tanz:

    Da ich mittlerweile auch viel mit der Stundenplanerstellung zutun habe, ist das alles eine Frage des Willens. Es macht uns unsagbar mehr Arbeit, den Stundenplan den Wünschen und Bedürfnissen der Lehrkräfte entsprechend zu gestalten. Es dauert meist mehrere Wochen, bis ein passendes Ergebnis erzeugt wurde. Wir machen das aber gerne, weil es den Alltag von so vielen erleichtert. Man kann es sich auch einfach machen und sich hinter irgendwelche Argumenten verstecken wieso TZ-Lehrkräfte jeden Tag in die Schulen kommen müssen oder warum wir Zeitwünsche wegen Kinderbetreuung nicht umsetzen können.

    Der Bruder: Ist seine Sache. Muss er selbst mit sich selbst ausmachen. Ist alt genug.

    Die Freunde: Denen gibt er vor der liebende Familienvater zu sein und brüstet sich mit Ausflügen ins Legoland (Ich bin aus allen Wolken gefallen)

    Die Eltern: Wenn wir wissen, dass ihr nicht mehr zusammen seid, tut es uns zu weh unseren Enkel weiter zu sehen.

    Die Arbeitskollegen (permanent wechselnd) Der Kindsvater hatte in 3 Jahren 5 verschiedene Stellen.

    Noch Fragen?

    Nö, toxische Menschen kann man ruhigen Gewissens aus dem Leben streichen. Ich weiß das ist in der Realität schwieriger als es scheint. Es lohnt sich aber.

    Zerstückelte Pläne, fixe Termine, die teils weit auseinander liegen (Unterricht, Konferenzen...), kaum Möglichkeiten, da spontan was zu schieben, in der Regel Einsatz über das TZ-Maß hinaus... Das sind dann eben Aspekte, die die Arbeit im Lehramt familienunfreundlicher machen. In einem Bürojob mit größeren Homeoffice-Anteilen und mit flexibler Arbeitszeit sind da in den Schulwochen oft mehr Möglichkeiten da, flexibel zu reagieren

    Das ist aber eine Sache der schlechten Organisation von der Schule und kein grundsätzliches des Berufs.

Werbung