Beiträge von s3g4

    Für meine Schüler ist das prüfungsrelevant. Sie müssen ihre Projektarbeit präsentieren und verteidigen. Daher hat das einen hohen Stellenwert bei uns.

    Schon richtig, das ist bei uns auch so. Es wird aber an manchen Stellen, meiner Meinung nach, schon übertrieben. Darüber beschweren sich auch einige Lerngruppen.

    Ich weiß gar nicht, woher dieser Powerpoint-Hausarbeits-Gruppenreferatefetisch kommt, lernt man das am Seminar?

    Keine Ahnung. Also mal eine Präsentation zu üben ist ja gar nicht verkehrt. Das kann man später immer mal brauchen. Aber ich finde das meistens selbst ziemlich langweilig. Andere Lehrkräfte machen das schon zu genüge, deswegen gibt es das bei mir nicht.

    Einmal, dann arbeiten die SuS über Wochen selbständig, die Präsentation findet ebenfalls in der Unterrichtszeit statt..

    In der Grundschule machen viele Eltern den scheiß, in der Sek I sitzen die SuS gruppenweise am Nachmittag und machen den Scheiß.

    Lehrer ohne Kinder in dem Alter denken wahrscheinlich, dass sie die einzigen sind, die sich Referate und Hauarbeitsthemen für die Kinder ausdenken.

    Was ist daran schlecht, wenn die Dinge gruppenweise erledigt werden?

    Ich mach Referate und Projekte nicht besonders gerne, weil ich die Bewertung sehr schwierig finde und es im Stoff nur langsam voran geht. Dabei werden halt andere Kompetenzen gestärkt.

    Sich den Alltag mit solchen Dingen einfacher zu machen ist doch gar nicht schlimm. Ich bereite nicht gerne Unterricht vor, also verbringe ich damit so wenig Zeit wie möglich. Wenn ich was habe, was funktioniert und entsprechend zum Ziel kommt ist doch alles fein.

    So am Rande aus der Gesamtschulperspektive. Im Herzen bin ich Gymnasiallehrer, deshalb kann ich dem nur wenig abgewinnen und würde es wahrscheinlich am Gym auch sehr pragmatisch und kurz halten. Die SuS sollen dort schließlich ein Abitur anstreben.

    Und deshalb sind andere Perspektiven völlig egal? Ja das ist der angestrebte Abschluss, in der Realschule wird auch der Realschulabschluss angestrebt. Da würde niemand sagen, ach komm die brauchen keinen Einblick in die "echte Welt", die sollen den Abschluss machen.

    Du bist mit dieser Sichtweise nicht alleine. Denn euch (not all gym teacher) fehlt:

    Und manchmal wünsche ich mir, das hätten auch die Gym-Lehrkräfte erhalten.

    Das Abitur kann kein Selbstzweck sein. Wenn man es schon aus der Elfenbeiturmperspektive machen will, dann braucht es doch wenigstens Einblicke in die Hochschulen. Welche Hochschulen gibt es überhaupt, was kann man alles studieren und mit welchem Ziel? Das wird aber nicht (oder nur selten) gemacht. Es wird das System einfach mit Scheuklappen durchgezogen bis die Jugendlichen am Ende orientierungslos herauspurzeln.

    Es ist auch kein Wunder, weil die meisten Lehrkräfte an Gymnasien nur Schule -> Uni -> Schule kennen. Wie eine Parallelgesellschaft.

    Hier muss mal der Kreis durchbrochen werden. Niemand dürfte an einer Schule unterrichten dürfen ohne beruflich einige Zeit außerhalb verbracht zu haben. Muss gar nicht inhaltlich passend sein, nur um mal geerdet zu werden.

    Der Abschluss war zu erwarten. Was macht es ab April im Geldbeutel aus... knapp 100 Euro? Der Tarifrechner scheint noch fehlerhaft zu sein.

    Für Beamte muss das erstmal im Gesetz übernommen. Da lässt man sich nochmal Zeit, je nach Bundesland:

    Öffentlicher-Dienst.Info - Besoldungsrunde 2025-2028 der Landesbeamten

    Für Hessen steht ein Abschluss noch aus bzw. die Verhandlungen beginnen erst Ende Februar. Hoffentlich wird der TV-L-Abschluss wenigstens übernommen. Kann aber auch sein dass wir schlechter da stehen. Bis das bei mir ankommt, ist es Sommer.

    Richtiger Ansatz:
    Mein Neffe hatte erzählt, dass sein Professor im FH-Ing-Studium, 1.Semester Maschinenbau, mit der Wiederholung der Grundrechenarten begonnen hatte. Manche fanden das öde und unnötig - der Dozent hatte jedoch die mathematichen Grundlagen gefestigt, auf denen er nach drei "Wiederholungsvorlesungen" aufbauen konnte - und das Tempo vorgelegt. Wer diese Vorlesungen als "nutzlos" geschwänzt hatte, kam ab der 4. Vorlesung nicht mehr mit. Da ging es bereits "zur Sache".

    Das menschliche Gehirn räumt gerne Bereiche mit "nutzlosem Wissen" frei, um diese neu zu verwenden. Da ist es wichtig "nützliches Wissen" regelmäßig zu wiederholen, um der "Vergesslichkeit" entgegen zu wirken. Dass meine Schüler ihre Abschlussprüfungen immer bestanden haben, führe ich nicht zuletzt auf diese regelmäßigen "Auffrischungsimpfungen" zu Beginn des Schuljahres zurück. Das war sinnvoll investierte Zeit.

    So ähnlich war es bei mir auch. Ist auch ganz gut als Einstieg, um sich an das Tempo zu gewöhnen. Das ist nämlich ein ganz anderes, als in der Schule. Wenn man dann zu Beginn etwas bekanntes im entsprechenden Tempo macht, wird man nicht so erschlagen.

    Außerdem sind Wiederholungen an den meisten Stellen eh keine schlechte Idee.

    Kenne ich genauso. Es wurde sogar in der Lehrerkonferenz beschlossen, dass jede/r einen bestimmten Messenger installieren muss und sein Smartphone während es Unterrichts auf laut stellen muss und eingehende Nachrichten checken muss. Wie steht ihr dazu? Was sagen die Lehrratsmitglieder dazu?

    Wie klappt das mit dem installieren ohne Geräte?

    Die Aussage hat nichts mit der Inflation zu tun, sondern mit den Staatseinnahmen. Die sind in den letzten 2-3 Jahren nur sehr wenig gestiegen, trotz höherer Inflation.

    Mag sein. Was soll das mit der Alimentierung der Beamten zutun haben? Es ist natürlich blöd, wenn die Einnahmen geringer steigen als die Inflation, aber das ist Problem des Dienstherren und Begründet ansich nicht, die Alimentation daran auszurichten.

    Das Prinzip ist ausschließlich dafür da, die Beamten entsprechend angemessen zu bezahlen. Und das richtet sich logischerweise (wenn auch indirekt) an der Inflation aus. Selbst wenn der Staat gar nichts einnehmen würde, ist Alimentationsverpflichtung unberührt.

    Also das Stück vom (größeren) Kuchen wurde (absolut gesehen) größer, aber anteilig doch etwas kleiner. So sollte es stimmen.

    Wir sind aber keine Spielgemeinschaft, die sich die Staatseinnahmen aufteilt. Die Größe des Kuchens ist in dieser Frage nebensächlich.

    In den Jahren 2022 bis 2024 gab es einmalig (?) Gesetze, die die Inflation ausgleichen sollten: In manchen Bundesländern realistischer als Inflationsabmilderung genannt. Generell aus dem Alimentationsprinzip kann man aber die Inflationsausgleiche nicht ableiten, so verstehe ich.

    Norminal nicht, aber grundsätzlich.

    Der Dienstherr ist schon verpflichtet, deine Alimentation zu bezahlen, klar. Ein Anspruch auf Inflationsausgleich kann ich aber nach kurzer Recherche nicht finden. Weißt du mehr dazu?

    Wörtlich nicht, nein. Aus dem Prinzip heraus ergibt sich das aber.

    Wir sind Staats- bzw. Landesdiener. In den letzten Jahren hatten der Staat bzw. die meisten Länder einen geringen Zuwachs an Einnahmen, der kleiner war als die Lohn-/Alimentationszuwächse. Wenn man die Einnahmen anteilig verteilt, erhalten die Landesangestellten und Beamten einen größeren Teil des Kuchens. Irgendwo muss also gespart werden. So schlecht geht es uns mit Sicherheit nicht...

    Das spielt keine Rolle und dein coping ändert daran auch nichts, dass wir entsprechend bezahlt werden müssen. Die Einnahmen sind nicht mein Problem. Meine Alimentation aber schon und dazu ist der Dienstherr verpflichtet. Egal welche Einnahmen er hat.

    Das ist blöd. Bei uns waren wir ungefähr 10 (haben aber auch viele angestellte Kollegen). Und vor allem: die beamteten Kollegen haben nicht vertreten.

    Die Beamten können sich das auch nicht aussuchen. Im beruflichen Bereich wird generell wenig bis gar nicht vertreten. Das kostet am Ende zu viel.

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