Beiträge von s3g4

    Hallo zusammen,

    Nutzt jemand von euch Wellhub? Ich steige nicht ganz durch, finde einige Abgebote aber sehr reizvoll. Ist es wirklich so einfach mit dem monatlich kündigen?

    Vielleicht hat ja jemand Erfahrung und kann berichten.

    Zu deiner Frage habe ich folgendes auf dem Mitarbeiterportal gefunden:

    Ihr scheint euch recht einig zu sein, das aus SH genau nur das tut. In ihren Beiträgen hier aber wird nicht ihr komplettes Leben beschrieben. Apropos beschreiben: bevor man sich über Lösungen Gedanken macht, sollte man klar haben, wie die Situation überhaupt ist. Ich bin da immer etwas vorsichtig, wenn man sich in der Problemanalyse nicht einig ist, man aber schon Lösungen parat hat - vornehmlich schnelle und einfache.

    Das lässt sich nicht erkennen, bisher wurde auch kein Problem analysiert, sondern nur mantraartig andere bedauert (ob die das wollen, egal). Es gibt eh nicht die LÖSUNG, das sollte eigentlich klar sein. Vielseitige Angebote gibt es, die können auch ausgebaut bzw. evaluiert werden.

    Und weil das in einer Norm geschrieben steht, halten sich Schülerinnen und Schüler daran? Also wirklich. Wenn man es nicht geschafft hat eine ordentliche Beziehung aufzubauen und man von der Klassen "angegriffen" wird, dann schwingt man das GG? Wo genau hilft das denn weiter? Das würde mich als Schüler überhaupt gar nicht interssieren. Wenn eine Lehrkraft unsympatisch ist, dann ändert das die Verfassung sicherlich nicht. Völlig egal ob eine Behinderung vorliegt oder nur der Kleidungsstil merkwürdig ist.

    Als ich im Technikunterricht sitzend an einem Werkstück etwas demonstrierte, hörte ich die Worte: "Platte" "Landefläche" und Gekicher hinter mir. Ich hab' mich dann nur rumgedreht und gemeint, dass ich Jungs kenne, die mit 25 gar keine Haare mehr auf dem Kopf haben. "Schaun' mer mal, wie ihr in 10 Jahren ausschaut."
    Damit war das Thema vom Tisch.

    Selbstbewusstsein und sich selbst nicht so wichtig nehmen ist aber ein guter Rat. Das ist bei der Beziehungsarbeit immer hilfreich.

    Und trotzdem bin ich froh um solche Hohlstunden. Hatte schon Tage mit 8 Stunden durchgängig, das ist weitaus anstrengender. Hohlstunden brauche ich und nutze ich gerne für Vor- und Nachbereitung. Insbesondere wenn ich Labor habe.

    So ist jeder anders. Mich nerven Hohlstunden nur und ziehen den Tag unnötig in die Länge. Was richtiges arbeiten kann man in der Zeit auch nicht, nur irgendein Verwaltungsquatsch erledigen, wo man nicht nachdenken muss. Ich war dann meistens in der Verwaltung und habe dort alle von der Arbeit abgehalten :D

    Ich habe Kids an der Schule, deren Eltern bereits in Sozialhilfe-Verhältnissen aufgewachsen sind, in deren Familien Arbeiten nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist, denen etwas vorgelebt wird, dass sich die Durchschnittsforist*innen hier offensichtlich nicht vorstellen können.

    "Ich habe es auch geschafft ..." ist für die nicht gleichbedeutend mit "Ich habe das Abitur gut gemeistert, konnte studieren und habe jetzt einen Beruf, der mir Freude macht."

    Was genau ist denn jetzt dein Punkt? Du siehst immer nur ganz furchtbares und alle anderen sind priviligiert... bla bla bla.

    Natürlich gibt es viele, die schlechtere Ausgangslagen als wir haben/hatten. Was genau soll denn da gemacht werden? Einfach Geld draufschütten?

    Aber nur weil wir das gepackt haben , heißt es nicht das es jeder packt. Und gerade bei denen die es nicht packen verschwenden wir als Gesellschaft Talente und Potenziale.

    Das ist richtig. Es es wird auch niemals jeder packen. Dafür gibt es die Absicherung, wenn wirklich gar nichts geht. Die verschenkten Potenziale kann man in Schule versuche zu bergen. Jedes positive Erlebnis trägt dazu bei, auch wenn es vielleicht erst viel später zur Zündung führt. Ich glaube es gibt keinen Lebenslauf, den es noch nicht gegeben hat. Zuspät ist es eigentlich nie (ok ab 60 wirds schon eng) und wir haben in Deutschland auch gute Angebote um die Bedürfnisse abzudecken.

    Aber bei Menschen, die es nicht wollen nützen Angebote auch nichts.

    Da waren die Zimmer im Osten noch halb so teuer... Das waren Zeiten *seufz* mit Kohleofen *schwelg* :verliebt:

    Naja, inzwischen ist das auch anders.

    hui Kohleofen. Das kenne ich nur aus Erzählungen. Meine erste Wohnung hatte allerdings auch keine Zentralheizung, sondern einen Ölofen. Ich weiß noch wie das Treppenhaus gestunken hat von den ganzen Ölkannen vor den Wohnungstüren.

    Hm, ich habe das (Orignal-)Bild immer in etwa so aufgefasst: egal wie wir aussehen oder wie wie wir sind - wir sind alle gleich. Also: diskriminiert Menschen nicht aufgrund von z.B. Religionen oder sexuellen Ausrichtungen ... oder auch aufgrund von Äußerlichkeiten.

    Das mag man sich so schön reden. Wir sind aber nicht alle gleich und das Ist auch gut so. Gott wäre das langweilig.

    Wieso wundert mich das nicht. Du beklagst dich auch nie über irgendwas.

    Ich wollte sowas oder ähnliches eigentlich unter meinen Post schreiben. Betroffene sind meistens nicht diejenigen, die nach mehr Bemutterung rufen.

    Es gibt in Deutschland sooo viele Möglichkeiten. Das einzige, das ich hier kritisieren will, ist eigentlich nur die Zugänglichkeit. Furchtbare und unnötig komplizierte Verfahren um dann Unterstützung zu erhalten. Bzw. ist es erstmal ein Akt überhaupt herauszufinden was es alles gibt. Bevor ich geforscht habe, wusste ich nicht dass die KfW Kredite für Studenten anbietet. Ja Beratungsstellen gibt es auch. Ich finde das ganze sollte aber viel einfacher zugänglich und selbsterklärend sein.

    Ich habe die Ref.-Bezüge (Bei mir ca. 850,- € netto) nicht als angemessen empfunden, weil die Azubis, die ich im Unterricht vor mir sitzen hatte, z.T. damals schon mehr Geld in der Tasche hatten. Da kam bei mir immer der Gedanke auf: "Und dafür hast Du jetzt studiert und zieg Jahre auf ein gutes Einkommen verzichtet?"

    Das ist richtig (zumindest ein Azubi mit Nebenjob). eigentlich wäre ganz einfach. Man unterrichtet im Vorbereitungsdienst in Teilzeit und deckt auch Unterrichtsbedarf dadurch ab. Also müsste man auch entsprechend bezahlt werden.

    Ich glaube nicht, dass Menschen mit ähnlichen Erfahrungen hier gerade mitschreiben. Dazu bin ich zu lange in diesem Forum schon angemeldet und habe ein zu gutes Gedächtnis für sowas.

    Ich komme aus ähnlicher Situation, habe aber hier noch nie darüber geschrieben (vielleicht etwas besser, meine Eltern leben noch und haben mich wenigstens moralisch unterstützt).

    Ich bin mit 21 ausgezogen und mit meiner Ausbildungsvergütung (damals 800€) eine kleine günstige Wohnung (in einem nicht so schönen Viertel) und meine damals noch Freundin (ohne Einkommen oder Sozialleistungen) ernährt. In der Wirtschaftskriese um 2008 war ich fertig und wurde nicht übernommen (auch wenn ich nach Tarifvertrag hätte für wenigstens 1 Jahre übernommen werden müssen). Also habe ich nach dem Wehrdienst dann ein Studium aus Verzweiflung angefangen. BaFöG wurde mir versagt, weil ich von einem Elternteil die notwendigen Unterlagen nicht bekommen habe. Naja also musste ich immer relativ viel arbeiten im Studium (der KfW-Kredit hat den Rest beigetragen). Weil das Studium unverhofft sehr gut lief, haben wir uns erst mit irgendwelchen Niedriglohnjob durch geschlagen, bis ich auch was besseres in meinem Ausbildungsberuf gefunden hatte, dass sich mit dem Studium in Einklang bringen ließ. Gewohnt haben wir immer recht weit weg von der Hochschule, weil es dort eben für uns bezahlbare Wohnungen gab. Kein Urlaub, keine Partys, kein Luxus. Irgendwie durchgewurschtel halt. ca. 1000€ (ok das sind inflationsbereinigt 1300€) für zwei Personen hat dann halt ausreichen müssen. Ohne Eigenverantwortung hätte ich das alles nicht hinbekommen und deswegen finde ich das auch so wichtig.

    Mein Gott, dann verrat's ihnen doch einfach.

    Hier kommt leider eine sehr traurige Beobachtung von mir bei fast alle Lehrkräften an allg. bildenden Schulen, mit denen ich bisher zutun hatte. Sie kennen die Möglichkeiten selbst gar nicht, nicht mal die Möglichkeiten innerhalb des Schulsystems sind bekannt. Da ist klar, dass eine Beratung nicht möglich ist.

    Ich nehme dabei aber eigentlich alle hier aus, weil ihr hier doch in vielen Dingen sehr gut informiert zu sein scheint. Das finde ich super und glaube dadurch gibt es auch einen großen Mehrwert für euere Klasse. Vielleicht die sollte das Forum als Dienstpflicht eingeführt werden :D

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