Beiträge von s3g4

    Immerhin sind die Fördermittel des Bundes eine aktive Wirtschaftsförderung für die Unternehmen, die die Dinger einbauen...

    Ja, wobei die Fördermittel auch teilweise einfach nur die Preise in die Höhe reißen. Besonders der Blödsinn mit der Energieberaterpflicht, die hoffentlich irgendwann entfällt. Wobei ich echt am Überlegen war für 3000€ mich als Energieberater zu Qualifizieren und dann bei solchen Vorhaben abzukassieren. Das ist kein Hexenwerk, aber mir widerstrebt dieses System sehr, deswegen wollte ich doch nicht teil davon sein. Auch wenn ich damit wahrscheinlich viel Geld liegen gelassen habe.

    Mal gucken ob bei steigenden Gaspreisen die Merz‘sche Freiheit im Heizungskeller nicht doch zum Rohrkrepierer wird und die Leute mit den Füßen für die Wärmepumpe stimmen.

    Das wird früher oder später eh so kommen. Mit steigenden Verkaufszahlen werden die Anlagen auch günstiger. Ich finde es so auch besser, als mit überregulierenden Gesetzen.

    Weil man nebenberuflich erworbenes Honorar versteuern muss - und dies steuerlich zum normalen Verdienst "on top" hinzukommt, schlägt hier die Steuerprogression zu. Da gehen mindestens 35-40% ans Finanzamt

    Erst ab 3300€ (in 2026) werden diese Einkünfte überhaupt versteuert. Ansich hast du recht, 40€ sind nicht sehr viel. Hinzu kommen Wegstreckenentschädigungen und Anrechnung von Stunden für Onlineaufgaben. Als Zubrot passt das, als Hauptjob wäre mir das deutlich zu wenig.

    Zitat

    Du hast ein Deputat von 40 UE?? Du Ärmster. Da will man nicht nach Hessen.

    Nein mein Deputat ist 24,5h. Dass ich hier in Summe ca. 8h drüber liege, weiß ich selbst :D

    Wie macht man das als Fachlehrkraft? (Außer als unterhälftiger Teilzeitler)

    Was ist denn eine Fachlehrkraft für dich? Bei uns gibt es den Begriff nicht. Naja ich unterrichte aktuell nur 12h, weil ich zu 70% abgeordnet bin. Die sind eben nur in einer Klasse in 3 unterschiedlichen Lernfeldern.

    und für grob 20 Euro pro gehaltene Unterrichtsstunde, die dann gesammelt am Ende des Semesters bezahlt wird, kann man mit A13 echt gut mithalten.
    Feste Stellen an Hochschulen für Fremdsprachenkurse sind wirklich der Sandkorn im Strand.

    20€? Wow das ist echt wenig. In meinen Nebentätigkeiten rechne ich +- 40€ je Stunde ab.

    Hier geht ja mal wieder alles (Übergeneralisierung, Von-sich-auf-andere-Schließen, Landes-, Schulformspezifisches-Missachten ...) durcheinander. Mal geht es um drei Kilometer, mal um zwei bis drei Stunden.

    Ich frage mich weiterhin: Wenn ich die halbe Stunde (drei Kilometer) Mehrweg nicht mehr zumuten darf, darf ich dann noch eine gewisse Menge an Vokabeln aufgeben? Darf ich verlangen, die Vorgänge im Franck-Hertz-Versuch zu verstehen oder zumuten, dass ein „m“ für milli, Meter und Masse stehen kann?

    Mir geht's nur um die alberne Aufregung, wegen fehlender Schüler in Ausnahmesituationen.

    An anderer Stelle fragen Lehrkräfte ob man denn von ihnen verlangen könnte bei glatten Straßen zur Schule zu fahren, wenn man sich nicht wohl dabei fühlt.

    Naja, wer nicht lesen/verstehen möchte, lässt es eben und behält Recht. 🤷🏼

    Aber es geht ja nicht um die Einspeisung, sondern um den Verbrauch. Statt Gas zum Heizen und Bezin für das Auto nutzt plattyplus jetzt ja für beides elektrische Energie. Im Sommer von der Photovoltaikanlage und im Winter eben aus dem Netz.

    Meine Frage von oben ist daher auch hinfällig.

    Der Hausanschluss ändert sich nicht, wenn man eine PV-Anlage, E-Auto oder Wärmepumpe verwendet. Bei der Wärmepumpe schon gar nicht, da sind die Anschlussleistungen bei Einfamilienhäuser nicht der Rede wert.

    Typischerweise ist bei ca. 40kW Schluss. Wenn man mehr haben will, dann muss der Hausanschluss geändert werden.

    Aber wenn du am BK erstmal ein gewisses Standing hast und dann auch mehr in den Bildungsgängen eingesetzt wirst, die dir Spaß machen, ist das durchaus eine Nische.

    Es sei denn man unterrichtet generell nicht gerne. Dann hat man aber schon einige Abfahrten verpasst.

    Oder in weniger. 😉

    Ich unterrichte immer beide Chemie-LKs und damit fast die Hälfte meiner Stunden in kleinen interessierten Gruppen.

    Ich verbringe aktuell meine gesamte Unterrichtszeit in nur einer Klasse. Ich komme damit auch gut zurecht.

    Ja die Nischen sind es bei mir, die mir Zufriedenheit im Job geben. Die Nischen konnte ich aber nur finden, weil ich Bereitschaft zeige, manche Baustellen zu übernehmen, die kurzfristig viel Arbeit bedeuten. Andere kommen deswegen nicht in die Nischen und werden dann eher in fachlich einfachere, aber pädagogisch herausforderndere Klassen gesetzt. An deren Stelle wäre meine Arbeitszufriedenheit möglicherweise geringer.

    Das ist aber überall so. Ich würde sicher auch neue Nischen finden, habe ich bisher überall gefunden. Das ist aber anstrengend.

    Warum auch. Gibt ja keine in dieser Einbahnstraße.

    Nicht für alle, Grundschule und Sek. I schon sehr. Sek. II können auch außerhalb irgendwie unterkommen.

    Selbst mein Absprungfenster wird immer kleiner, wenn es nach 8 Jahren überhaupt noch existent ist.

    Ich bin aber allgemein immer noch ganz zufrieden. Habe meine Fühler nicht mehr ausgestreckt. Meine Niesche ist aber auch super, finde ich.

    In meinem Industriejob - der ja wirklich gut war - habe ich immer über Alternativen nachgedacht. Und die Alternative "Quereinstieg" war eben die richtige. Und ist bis heute die richtige. Und ich würde den selben Weg wieder gehen.

    Ja ich glaube ich auch, aber einen weiteren Vorbereitungsdienst würde ich nicht machen. Wenn jetzt jemand käme, sagt ich muss nochmal ans Studienseminar, würde ich sofort um Entlassung bitten. Ohne zögern und neuem Arbeitsvertrag.

    So ist es bei uns auch. Die Klassenräume sind vor dem Unterricht und in den Pausen abgeschlossen und werden erst von der ersten unterrichtenden Lehrkraft aufgeschlossen. Aufsichten vor Unterrichtsbeginn haben wir nur draußen. Von daher hat auch keine Lehrkraft vor Beginn der 1. Stunde Aufsicht über die Klasse/den Kurs, die/den sie dann im Unterricht hat (sprich: Wolfgangs Aussage passt bei uns auch nicht); kenne ich auch von anderen weiterführenden Schulen so nicht.

    Bei uns ähnlich, wobei einige Räume immer offen sind. Ich schließe auch im Vorbeigehen anderen Klassen die Räume auf. Das war bisher nie ein Problem, allerdings würde das so in Grundschule oder Sek. I sicher nicht funktionieren.

    Und warum ist Erwachsenen, die du offenbar unterrichtest, nicht zuzumuten, sich aufs Rad zu setzen, wenn sie keine 3 km laufen können?

    Die Erwachsenen können selbst entscheiden, ob sie Fahrrad fahren oder nicht. Das ist nicht meine Sache und es ist mir auch völlig egal.

    Ich frage mich halt immer, ob wir hier in einem Club von Machern oder von Berufszweiflern sind.

    Aktuell haben wir z.B. in Petershagen das Problem, dass die einzige Weserbrücke, über die morgens die Schulbusse immer fahren, wegen Baufälligkeit für den Verkehr und insb. den Schwerlastverkehr gesperrt ist. Da kommen jetzt die Schulbusse nicht mehr rüber und es ist absehbar, dass das ähnlich lange dauern wird wie der Neubau der Rahmedetal-Brücke in Lüdenscheid.

    Als ich das morgens im Radio gehört habe, war mein erster Gedanke gleich: Kein Problem, dann sammelt die eine Hälfte der Schulbusse morgens die Schüler westlich der Weser ein und die andere Hälfte der Busse die Schüler östlich der Weser. Treffen ist dann für alle Busse direkt an den beiden Brückenauffahrten morgens zwischen 7.20 und 7.30 Uhr. Dann steigen die Schüler, die auf die andere Weserseite müssen, aus, laufen über die Brücke und steigen in den jeweils anderen Bus auf der anderen Weserseite wieder ein. Die Brücke hat einen breiten von der Fahrbahn getrennten Fußweg bzw. ist die Brücke aktuell für den motorisierten Verkehr eh komplett gesperrt, es ist also eine reine Fußgängerbrücke. Nachmittags das Ganze dann in umgekehrte Richtung.

    Was wird stattdessen gemacht: In den nächsten Jahren fallen jetzt täglich an allen Schulen zwei Schulstunden aus, weil die Busse einen gewaltigen Umweg fahren müssen, da es den Kindern nicht zuzumuten ist 300m über eine Brücke zu marschieren.

    --> https://www1.wdr.de/lokalzeit/fern…fahren-100.html

    Das ist aber organisatorischer Blödsinn, dafür können die SuS auch nichts und es hat auch nichts mit den 16km zu Fuß täglich zutun. Es geht immer um Verhältnismäßigkeit.

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