Beiträge von s3g4

    Glaubst du ernsthaft, es gäbe Fachleiter, die für sich eine interne Quote der Art "Also bei mir müssen immer 10% der Anwärter durchfallen" haben? Das habe ich bislang nichtmal in der Konstellation Lehrer <-> Schüler erlebt und da wäre es wirklich einfacher umzusetzen.

    Ja das glaube ich, beweisen kann ich es nicht. Das Gegenteil kann auch nicht bewiesen werden.

    Ich finde es aus Lehrerperspektive immer sehr problematisch davon zu sprechen, die Fachleitungen hätten "es auf jemanden abgesehen", "wollen eine Quote durchfallen lassen" etc.


    Wir erleben es doch auch, dass Schülerinnen und Schüler uns ähnliches vorwerfen. Das würde doch jeder von uns, mit Recht, abstreiten.

    Was ist daran problematisch, wenn man seine Gedanken ausspricht? Du musst das ja nicht genauso sehen. Beweisen kann man es in den seltensten Fällen.

    Kern des Problems: Lehrkräfte sind Menschen. Menschen können Arschlöcher sein, davor schützt auch kein Mechanismus der Welt. Also wird es mit 100% Sicherheit irgendwo vorkommen. Wenn es angesprochen wird, bedeutet es aber doch nicht, dass jede Lehrkraft/Fachleitung so handelt bzw. sowas duldet. Es wird eine kleine Minderheit sein.

    Ich habe nicht gesagt "Fachleitungen haben eine Quote", ich habe nur festgestellt dass Fachleitungen Menschen sind und Menschen können Arschlöcher sein. Eine Schnittmenge lässt sich gar nicht vermeiden.

    Ich will eigentlich nicht glauben, dass auch nur ein/e Kolleg:in in derart wichtiger Position so denken könnte

    Will ich auch nicht. Aber es gibt sie mit 100% Sicherheit. Wo Macht ist, wird sie auch von irgendjemand ausgenutzt. Das fällt in den seltensten Fällen auf bei sowas.

    Also die Existenz dieser ominösen Quote ist doch der größte Humbug. Ich glaube, einzelne BL haben Quoten für die besonders guten Notenstufen im Rahmen von Beförderungsbeurteilungen, aber doch nicht fürs Nichtbestehen des Examens. Das wäre doch glatter Rechtsverstoß.

    Wenn ich mir persönlich eine Quote ausdenke und sie nirgends aufschreibe, dann kann es diese Quote praktisch doch geben. Wer will mir denn Nachweisen, dass ich ein ne quote habe? Weiß nicht was daran Humbug sein soll.

    Hier kam es aber zweimal erst gar nicht zur UPP...

    Was aber auch an sowas wie Kappa sagte liegt. Ich habe echt hinterlistige Persönlichkeiten im Seminar kennengelernt. Das war echt anstrengend, denen nicht zu sagen was man denkt. Da kann man es sich schnell verscheißen. Weil der ganze Prozess nur sehr eingeschränkt objektiv ist, kann sowas sehr einfach gemacht werden.

    Danke für diesen Einblick! Es hat auf mich genau umgekehrt gewirkt. Und warum braucht man als Anwärter nur 21 Monate und im QUISHR ca. 3 - 3,5 Jahre?

    Das sind zwei völlig unterschiedliche Ausbildungsformen. Im Vorbereitungsdienst hast du viel weniger Unterricht zu halten und bist mehr im Seminar. Im QUIS musst du mehr unterrichten und hast weniger Seminarveranstaltungen. Auch die Unterrichtsbesuche im QUIS-Verfahren werden nicht bewertet.

    Hat beides seine Vor- und Nachteile.

    Geldlich ist der Schuldienst attraktiver, allerdings scheint mir eine Verbeamtung danach beim Vorbereitungsdienst als „sicherer“, da man ja schon als Beamtenanwärter startet

    Schuldienst ist kein Programm im Lande Hessen.

    Du meinst wahrscheinlich das hier:

    https://kultusministerium.hessen.de/sites/kultusmi…ung_quis-hr.pdf

    Das ist QUISHR. Da machst du in der entsprechenden Zeit eine Fortbildung, die dann zu einem Abschluss führt, der der 2. Staatsprüfung gleichgestellt ist.

    Bei diesen Verfahren sitzt man von Tag 1. auf einer Planstelle. Bedeutet, wenn man nach Abschluss die weiteren beamtenrechtlich Vorrausetzungen erfüllt wird man automatisch verbeamtet.

    Als Anwärter hat man keine Garantie auf einer anschließende Verbeamtung. Also es ist genau umgekehrt.

    Nötigung hat keinen tollen Langzeiteffekt. Ich würde meinem Kind aber nicht sagen, es soll sich durchwurschteln. Das ist nämlich auch stellenweise anstrengend :D Ich achte schon drauf, dass meine Kinder ihre Hausaufgaben machen (auch wenn ich selbst nichts von HAs halte). Mit kontinuierlichem

    Lernen (möglich wenig) kommt man auch stressfreier durch die Schulzeit durch. Sie sollen ausreichend lernen.

    Was findest du besser?

    Von den Fachschulen - u. a. der zweijährigen Fachschule Sozialpädagogik (Berufsabschluss: Erzieher*in) - weiß ich allerdings, dass dort der Unterricht in den einzelnen Modulen (gem. den nds. Rahmenrichtlinien sind es dort Module und keine Lernfelder) durchaus teilweise von zwei verschiedenen KuK unterrichtet wird.

    Jepp, wir sind in der Fachschule sogar manchmal zu dritt in einem Lernfeld. Oder halt auch alleine.

    Ich finde beides in Ordnung, man kann sich die Inhalte gut aufteilen.

    Was war der Grund für die Nichtzulassung? Durftest Du den Bedarfsdeckenden Unterricht (BdU) machen oder hat bereits zu Beginn des Referendariats die Schulleitung den BdU verweigert, so daß Du in Folge wegen nicht abgeleistetem BdU nicht zur UPP zugelassen wurdest?

    Das geht? Was macht die LiV denn wenn sie nicht unterrichten darf?

    Es geht nicht um mich. Was genau der Grund war, weiß ich leider nicht.

    Also geht es um eine andere Person?


    Ich denke du wirst es sehr schwer haben irgendwo was zu finden. Die meisten Bundesländer (wenn nicht alle) stelle jemanden, der endgültig durch die 2. Staatsprüfung gefallen ist, nicht ein. Egal in welcher Form.

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