Beiträge von s3g4

    Sieht bei uns nicht anders aus. "Korrekturentlastung" ist mir komplett neu. Wenn es da um die Korrekturen der Abschlußarbeiten geht, wird immer darauf verwiesen, dass die Arbeiten ja im Mai geschrieben werden und die Unterrichtsstunden in den Klassen bis Juli entfallen. Das ist ja auch eine Entlastung.

    Wir bekommen auch keine Entlastung dafür, aber der Unterricht entfällt zumindest nach der Korrektur :D Also für mich passt das schon. Eine Entlastung würde ich trotzdem nicht ausschlagen.

    Ich verstehe nicht, was überhaupt dein Problem ist, dass du so schnippisch und albern reagierst

    Solche Aussagen sind mein Problem:

    Nochmal mein Standpunkt: BO am Gym ja, aber bitte in angemessenem Umfang. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass eine Lehrkraft wie ein Vermittler der Arbeitsagentur auftreten muss und SuS, die ein Recht auf ein breites Bildungsangebot haben, das zur Interessens- und Persönlichkeitsbildung gereicht, einfach nur stumpf in irgendwelche Jobs presst. Hauptsache, die Zahlen stimmen, richtig? Außerdem bin ich auch kein Sozialarbeiter, der Schülern Bewerbungen erstellt oder gar dabei hilft, zu telefonieren. Wenn das eure Dienstauffassung ist, bitte, macht, was euch glücklich macht. Aber übertragt bitte eure mir seltsam anmutende Auffassung bitte nicht mit einer solchen moralingesäuerten Arroganz auf alle anderen. Das wäre nett.

    Frei nach Satoshi Nakamoto: wenn du es nicht verstehen möchtest, ich habe nicht die Zeit dich zu überzeugen, sorry.

    Ich bin scheinbar hier nicht der einzige mit der Auffassung. Seis drum, mir tun nur deinen SuS leid.

    Ich tue mich trotzdem schwer damit, in die PKV zu gehen. Weil die bei mir halt aufgrund einer Vorerkrankung auch recht teuer wäre. Und wenn dann ein paar kräftige Erhöhungen kommen und ich nicht mehr Vollzeit arbeiten will, nimmt es sich nicht viel. Mit Kindern könnte die GKV dann sogar vorteilhafter sein.

    Die Kinder sind aber nicht ewig mitversichert. Wenn du keine pauschale Beihilfe bekommst, macht die GKV nur in sehr sehr wenigen Fällen Sinn.

    Also pauschal - Land - ohne Auto geht nicht, finde ich nicht richtig. Gibt ja auch Land und Land.

    Geht nicht stimmt nicht da hast du recht. Aber es ist deutlich komplizierter und zu manchen Zeiten gar nicht möglich. Bei uns fährt sonntags z.B. überhaupt kein Bus. Der ÖPNV ist in größeren Städten schon deutlich besser und nutzbarer. Bei uns nutzt das auch kaum jemand, außer Schulkinder.

    Insofern du aus dem Umstand, dass man nicht BO an sich in Frage stellt, sondern deren Qualität und Quantität am Gymnasium kritisiert, eine "dann lassen wir es."-Insinuation bastelst, liegt der Verdacht nahe...

    Oder du legst einfach solche Stilmittel nicht auf die Goldwaage, wenn du selbst entsprechende Übertreibungen formulierst.

    Für die Qualität ist die Schule selbst verantwortlich und die Quantität ist ziemlich gering. Also kritisiert ihr euch selbst oder wo liegt das Problem jetzt?

    Es wird hier (von Akademikern!) suggeriert, dass man durch den Ausbau der Berufsorientierung in quantitativ grotesken Maßstäben die Abbruchwahrscheinlichkeit gegen absolut utopische 0% streben lassen kann, wenn man doch nur noch mehr Tage mit BO-Kram vollpackt.

    Richtig und weil es nicht zu 100% funktioniert, dann lassen wir es. Wenn wir schon dabei sind, dann kann auch der Unterricht in französisch weg, da habe ich kaum französisch gelernt. Zeitverschwendung. Mathematik lernen manche auch nicht richtig, kann also auch weg. Merkste selbst oder?

    Außerdem kann man sowieso nicht alle retten! Und das sollte auch nicht unser Anspruch sein, zumindest nicht, wenn man halbwegs gesund in seinen Ruhestand gehen will.

    Ne können wir nicht. Dann bleiben wir am besten ganz daheim, wenn wir nicht jeden retten können. Du sagst doch selbst, dass das nicht der Maßstab sein kann. Also können wir nicht 6% des Schuljahres für was anderes als Fachunterricht verwenden?

    Ich schrieb es ja... Textverständnisprobleme - q.e.d.

    ¯\_(ツ)_/¯

    Wenn du meinst...

    Wen sollten wir "nicht mehr brauchen"?

    Klassen-/Kursteiler sind nicht gottgegeben, ebenso nicht Stundendeputate etc. - wäre endlich 'ne Chance für angemessene Klassen-/Kursgrößen und eine adäquate Anzahl zu unterrichtender Klassen/Kurse pro Lehrer (wovon alle massiv profitieren würden... wäre wohl angesagt, um wieder international wettbewerbsfähig zu werden).

    Die werden sicher nicht geändert. Weniger Schüler, heißt weniger Stellen und Schulen. In welcher Traumwelt werden denn die Klassengrößen und -teiler runter gesetzt, wenn die Schülerzahlen sinken?

    Ridikülisierung und das auch noch i.V.m. selektiv-dekontextualisierendem Zitieren demonstriert mangelndes (tatsächliches oder instrumentalisiertes) Text- u./o. Problemverständnis. Keine Diskussionsgrundlage deinerseits also und nichts, was meine Kernaussagen (die von deiner Replik unberührt bleiben) entkräftet.

    Du sagst nur mit sehr vielen Worten, dass wieder mehr gesiebt werden soll und nur noch diejenigen aufs Gymnasium gehen sollen, die auch später wirklich studieren. Deswegen braucht es keine Berufsorientierung, weil dort eh nur die Highperfomer sein sollen.

    Deine Kernaussage widerspricht einer Berufsorientierung gar nicht.

    Wenn dem wirklich so wäre, was machen wir mit den ganzen Gym-Lehrkräften, die wir dann nicht mehr brauchen?

    Das Jahr hätte man sich sparen können, um DIREKT zu einem dualen Studium oder Ausbildung lotsen zu können (und DANACH studieren).

    Nein das geht dann nicht mehr. Man ist mit Mitte 20 schon zu alt für ein Studium, die kognitive Kapazität hat man nur in jungen Jahre. So habe ich es hier zumindest gelernt/erfahren.

    Mittlerweile ist die Berufsorientierung an Gymnasien in NRW komplett aus dem Ruder gelaufen: 1 x Einstiegsinstrument, 2 x Berufsfelderkundung (alle drei je 1 kompletter Schultag, die letzten beiden bei uns traditionell immerhin an Konferenztagen) und zwei Praktika (zwei Wochen in Jgstf. 9 und eine Woche in der Q1). Dazu allerhand an Dokumentationen, Praktikumsberichten und Co.,alles (theoretisch)

    Echt 3 komplette Tage? Puh wie soll man das aufholen? und dann noch insgesamt 4 Wochen Praktikum.

    Also die vier Wochen Praktikum gab es bei uns in Hessen schon Ende der 90er Jahre (wahrscheinlich schon vorher).

    Bezogen auf die beiden Schuljahre fehlen also knapp 6%. Das läuft wirklich aus dem Ruder. Ihr solltet Samstags zusätzlichen Unterricht anbieten, um die verschwendete Zeit zu kompensieren.

    Dann hast du das Ziel bzw. den Sinn und Zweck der Schulform Gymnasium nicht verstanden. Aber vielleicht prallen hier auch Welten aufeinander, du scheinst an einer beruflichen Schule unterwegs zu sein. Da ist der Bezug zum Beruf ja schon viel eher gegeben.

    Sicher habe ich eine andere Sicht auf die Welt. Es ist aber immer noch die gleiche Welt, die wir betrachten und am Ende müssen wir alle für unseren Lebensunterhalt sorgen. Das ist in der Grundschule noch ziemlich egal, sobald die Kinder aber um die 16 Jahre alt sind, rückt das ganze schon immer näher und kann/darf gar nicht mehr zurückgehalten werden, weil man mehr Zeit für irgendwelche Unterrichtsinhalte haben will. Es gibt in diesem Alter kein wichtigeres Thema.

    Schauen wir mal, was die Gesetzgeber so zum Sinn und Zweck von Gymnasien sagen:

    Zitat von Schulgesetz Berlin

    Das Gymnasium vermittelt seinen Schülerinnen und Schülern eine vertiefte allgemeine Bildung und ermöglicht ihnen entsprechend ihren Leistungen und Neigungen eine Schwerpunktbildung, die sie befähigt, … an einer Hochschule oder in beruflichen Bildungsgängen fortzusetzen.

    Zitat von Schulgesetz Sachsen

    Das Gymnasium vermittelt Schülern … eine vertiefte allgemeine Bildung, die für ein Hochschulstudium vorausgesetzt wird; es schafft auch Voraussetzungen für eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule.

    Bei euch wird der Stellenwert über den Runderlass KAoA geregelt. Damit sind auch die Gymnasien gemeint. Es ist ziemlich klar was der Normgeber zum Auftrag meint. Das Ziel ist es am Ende in eine Erwerbstätigkeit zu kommen, hier meistens nach einem Studium. In keiner Rechtsnorm wird der Bildungsauftrag der Gymnasien rein als Selbstzweck beschrieben.

    s3g4 Deine Forderung, alle Lehrer müssten vorher "in der Arbeitswelt" gearbeitet haben, ist doch populistischer Unfug. Erinnert mich so ein bisschen an die Boomer, die die Wehrpflicht einfordern, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" usw. propagieren. Lehrer müssen fachlich so gut wie möglich ausgebildet sein und das erreicht man nicht, wenn man auf der Höhe seiner kognitiven Schaffenskraft und Aufnahmefähigkeit "in der realen Arbeitswelt" irgendwo die Werkstatt fegt.

    Nein ist es nicht, du kletterst den Elfenbeinturm nur immer weiter hoch. Für Lehrer reicht es eben nicht nur fachlich gut ausgebildet zu sein.

    Der Rest bestätigt einfach nur meinen Punkt.

    Die wenigsten Professuren werden an Leute vergeben, die gerade ihre Dissertation abgegeben haben. An FHs müssen diese mindestens 5 Jahre außerhalb von Hochschule gearbeitet haben. Wenn man sich mal mit den "großen Hunden" vergleichen will.

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