Beiträge von s3g4

    Ich würde sagen: Gerade bei so einer großen SuS-Zahl muss ich nach jeder Stunde Noten machen, sonst kann ich doch überhaupt keine SoMi-Note begründen.

    Ihr habt ja die 900 Leute nicht alle an einem Tag, oder?

    Was ist eine SoMi-Note? Hat sich erledigt.

    Also ich habe nicht soviele Leute in einem Schuljahr, aber ich habe das tägliche Noten geben aufgegeben. Denn nachdem ich alles zusammen gezogen habe, kam nicht das raus was mein Gesamteindruck mir sagte. Daher war das sinnloser Aufwand für keinen Ertrag. Ich notiere mir nur noch "besondere" Ereignisse (positiv oder negativ).

    Ich habe Teamviewer auf unserem Server laufen (als bezahlte Variante, da Serverversionen nicht kostenfrei sind) und starte von da per Windows Remotedesktop den Zugriff auf alle PCs.

    Falls ihr das nicht mehr zahlen wollt oder was besseres nutzen wollt: schau dir mal nomachine an. Damit komme ich besser zurecht, funktioniert aber ohne weiteres nur im lokalen Netzwerk. Das NX Protokoll ist aber super und hat wenig Latenz.

    Ich habe die gröbsten Aufgaben schon aufgezählt. Auch unser Medienkonzept ist ein Buch. Smart sind wir dank spendabler Eltern auch. Mehr Schüler habt ihr in der Regel. Das stimmt. Sind das 300 Euro im Monat wert? Und in der GS nix? Gehts um die Menge der SuS? Gibt auch größere GS. Schreibt eurer Medienbeauftragte Software? Würde mich stark wundern. Er verwaltet und installiert sie. So wie unserer.

    Frage: Wieso verdient dein Medienbeauftragter eine Beförderungsstelle und unserer nicht? 300 Euro Monat für Monat für Monat.

    Du hast scheinbar von Software gar keine Ahnung, also kannst hier auch kein Urteil über den Aufwand bilden.

    Wir haben einen IT Administrator, der nichts anderes macht als sich um unsere Infrastruktur zu kümmern. Das kann keine Lehrkraft nebenbei machen. Wie groß der Aufwand an einer Grundschule ist kann ich nicht einschätzen.

    Bei uns Berufsschullehrern in Bayern ist Deutsch sogar ein sehr gesuchtes Zweitfach. Ich hätte mit dem Zweitfach Deutsch eine höhere Chance eine Stelle zu bekommen, als mit Mathe ^^

    Das ist bei uns auch so. Ich unterrichte gar kein Mathe mehr, weil wir nicht den Bedarf haben. Mit Englisch wären die Chancen noch besser ;).

    Es ist wirklich sehr von der Schule abhängig.

    Kein Kollegiumsmitglied hat hier sichtbare Tattoos (ich vermute, auch keine unsichtbaren). Es gibt ein sehr dezentes Nasenpiercing und keine langen Haare bei Kollegen.

    Bei den Schülis ist es ähnlich: Keine Tattoos; gelegentlich verirrt sich für wenige Wochen mal ein etwas sichtbareres Piercing in eine Nase; Haare in einer Farbe, die nicht natürlich sein könnte - vielleicht eine Person pro Stufe.

    Das ist hier halt Teil des Schulklimas.

    Stimmung ist trotzdem gut! :tanz:

    Das hört sich wirklich furchtbar an :D trotzdem schön dass du dich wohlfühlst

    Ich stelle es mir auch lustig vor, wenn ich meinem Stundenplaner in der Schule sagen würde: Nee, sorry, ich mache meine 25 Stunden jeden Tag 2.-6. Stunde. Keine Alternative. und Fach 1 grundsätzlich immer nur die 2. Stunde.

    Hmm so mache wir das an unserer Schule aber eigentlich schon. Jeder kann sich wünschen wie der Stundenplan aussehen soll. Natürlich wird nicht 100% erfüllt aber bei mir etwa 80%

    Und du meinst, daß ein Referendar wesentlich weniger macht? Nur mal zur Info: Der Referendar wird alles tun, um eine gute Bewertung zu bekommen. Schließlich muß er sich damit nachher noch bewerben und da zählt die Ordnungszahl. Dies schließt freiwillige Mehrarbeit, die natürlich nicht dem Seminar gemeldet wird, ausdrücklich mit ein. So habe ich es jedenfalls kennengelernt, ich hatte damals auch immer zwei Einsatzpläne, einen tatsächlichen und einen fürs Seminar und die dortige Personalakte.

    In meiner damaligen Ausbildungsschule war der Grundtenor aber auch: "Die Referendare sollen froh sein, daß wir sie überhaupt ins Lehrerzimmer lassen. Eigentlich müßten wir für sie einen Tisch auf den Flur/neben den Kopierer stellen."

    Ich weiß ja nicht wann du in der Ausbildung warst. Es gab eine Zeit da hatten viele im beruflichen Bereich Probleme was zu finden. Da konnte man sowas noch machen. Heute sieht es, zumindest im Mangelbereich, eben anders aus. Da können die Quereinsteiger nix für, hier haben die Ministerien bei der Personalplanung ein geschlafen.

    Die Konsequenz für dich aber scheinbar: Weil du es "schlecht" hattest, darf es später keiner besser haben.

    Und ich finde NRW hat da eine ganz bescheidene Möglichkeit gefunden sich einen schlanken Fuß zu machen. Eine gute Möglichkeit wäre gewesen die Universitäten soweit zu ertüchtigen, daß es am Ende genug bodenständige Bewerber für die Mangelfächer gibt.

    Das liegt doch überhaupt nicht an den Hochschulen. In Hessen studieren auch nur sehr sehr wenige die Mangelfächer auf Lehramt. Das Interesse ist einfach nicht groß oder die Option wird gar nicht bei der Entscheidung berücksichtigt. Damit der Bedarf dann doch gedeckt werden kann, gibt es doch gar keine andere Möglichkeit als Quereinsteiger einzustellen. Wenn es genügend Absolventen gäbe, müsste auch es auch keinen Quereinstieg geben. Den gibt es auch noch gar nicht so lange.

    Ich habe das Gefühl, dass du dich persönlich davon angegriffen fühlst.

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