Beiträge von keckks

    Die Studie von vor 2 Tagen jetzt für D:

    Hier die wichtigste Studie der letzten Tage:

    Das ist die Modellierungsstudie, die es nach ca. 48h dann auch in den Podcast von Drosten geschafft hat gestern.


    Und hier die (wahrscheinlichen) Schlussfolgerungen, die sich daraus ergeben für unsere nächsten zwei Jahre oder so:


    Testen, testen, testen, siehe mein Post weiter oben. Und lasst mich persönlich in Frieden. Nehmt die Infos oder nicht.

    Dann sag das doch. Zusammengelesenes, ja, aber eben das, was die Experten gerade so teilen. Du musst es nicht lesen. Und du musst mich schon gar nicht blöd von der Seite anmachen. Wir sollten zusammenstehen, anstatt uns anzugehen. Mir tut das in der Seele weh. Alles. Auch die Art, wie du mich hier angehst. Brauch ich so gar nicht.

    für die, die sich für fakten interessieren, ich lese nämlich immer noch virologen und epidemologen und ärzte-timelines: deutschland hat jetzt community transmission. das heißt, wir können in vielen regionen die infektionsketten nicht mehr nachvollziehen. trotzdem betreiebn wir weiterhin containment mit contact tracing, aber unsere resourcen sind dafür nicht ausreichend, um es wirklich effektiv zu gestalten.


    die ergriffenen maßnahmen erscheinen in kombi effektiv, ob sie wirklich reichen, ist nicht vorherzusagen (its-kapazitäten vs. beatmungspflichtige).


    in italien und frankfreich sind mittlerweile fast die hälfte der intubierten unter 50, viele jünger. die jüngeren halten nur länger zuhause mit symptomen aus, am ende der ersten woche zerlegt es auch sie häufig.


    wir brauchen dringend großkliniken für positive, "milde" fälle. die dürfen nicht zuhause bleiben, da sich das ganze oft schnell rapide verschlechtert und sie auch ihren haushalt mit anstecken. china nannte das "fever clinics". wird wohl eingerichtet, wie es scheint, in messehallen usw.


    insgesamt stimmt aber die altersverteilung aus china. neue erkenntnisse: serielles testen in südkorea und vo in italien zeigt, dass bis zu 75% der infizierten komplett symptomfrei, aber sehr ansteckend sind. das trifft vor allem bei leuten zwischen 20 und 30 zu. es wird sich noch rächen, dass viele leute am sonnigen wochenende draußen in grüppchen herumgerannt sind, anstatt #staythefuckhome zu beachten. der schlüssel zur eindämmung ohne endloses lockdown (diese strategie würde regionalen on/off-lockdown für bis zu zwei jahre erfordern laut rki) ist demnach momentan v.a. serielles testen an der haustür, alle. positive fälle isolieren, dann kann man das vermutlich managen, bis ein impfstoff verfügbar ist.


    insgesamt zeigt das geschehen, wie sehr ein black-swan-event oder eher black-elephant auf der systemebene effekte produzieren kann, die für viele sehr kontraintuitiv sind, weil sie nur individuell-personal-kausal ("fritz geht schwimmen oder nicht") denken, wenig beachten, was emergent auf der systemebene passiert, wenn ganz viele fritzens und paulens das auch machen oder nicht machen. einerseits ist die tatsächliche cfr dieses virus wahrscheinlich wirklich niedrig (weit unter 1%), andererseits killt es tausende, weil es gleichzeitig soviele schwere fälle erzeugt, dass die kein kliniksystem der welt wirklich auffangen kann, was zu triage und allein in zelten innerlich ertrinkendnen in italien und massengräbern im iran führt.


    insofern denke ich, dass die bemühungen in deutschland jetzt auf die durchsetzung des lockdowns und zugleich auf dem schnellen finden und produzieren eines von laien in wenigen minuten umsetzbaren schnelltests und folgend serielle testung und isolation liegen sollten (werden). zudem spezialisierte contact-tracing teams in großer zahl, dazu will man wohl studierende einsetzen? freilich neben hochfahren der its-kapazitäten, die zahlen werden noch eine weile steigen (14 tage?).


    ich glaube nicht, dass wir vor den sommerferien noch unterricht machen werden.


    und persönlich: ich fand es extrem enttäuschend, wie sich viele hier weiter vorne in diesem thread mir gegenüber verhalten haben. milde ausgedrückt. ich denke eigentlich immer, lehrer sind eher nette menschen, ist auch meine real-life-erfahrung, aber manchmal habe ich dann doch meine zweifel.

    ich bin krank im bett seit montag, aber kein corona. und ja, ich mache mir wahnsinnig sorgen, am wenigsten um mich. ich bin sehr fit und nicht allzu alt. ich erlebe die situation in italien live mit, ich habe einige freunde in quarantäne in mailand mit verwandten dort im krankenhaus. ohne worte. du kannst das gern aluhut oder sonstwas nennen, das ist schade und für einen akademiker m.e. peinlich, aber alle experten und die regierung gehen davon aus, dass das auch hier passieren wird, wenn wir nicht jetzt geschlossen handeln. und zwar bald.


    stattdessen freuen sich hier leute, dass sie einfach so weitermachen, vielleicht bisschen händegeben vermeiden, aber haha, ich lass mir doch nicht meinen alltag nehmen. das macht mich völlig fassungslos. ich hatte bisher mehr vetrauen in die macht des intellekts und der bildung und der solidarität. und ich wünsche mir immer noch, dass ich unrecht habe und das alles nur eine episode sein wird. ich bin hier raus.


    #fladdenthecurve

    es gibt eine dringliche handlungsempfehlung der bundesregierung, unötige veranstaltungen abszusagen (vereinstraining, chor, biertrinken mit kumpel), nicht unnötig zu reisen, nicht unnötig öpnv zu nutzen. es geht eben gerade darum, dass wir alle *nicht* unseren alltag weiterleben, sondern ihn so ändern, dass die alten und schwächeren den august auch noch erleben. sonst reichen die kapazitäten zur behandlung einfach nicht aus. wir brauchen eine neue normalität, nicht die alte einfach weiter. alle, wirklich alle, müssen ihr verhalten ändern und die empfehlungen jenseits von händewaschen dringenst befolgen.

    manche wollen die fakten nicht verstehen. maximal drei wochen hinter italien. ich fasse es nicht, dass hier haufenweise akademiker es nicht gebacken kriegen, zu verstehen, was gerade passiert. ich wünschte ja, der bundespräsident und die kanzlerin und alle länder außenrum und überhaupt auf diesem planeten würden aus spaß lauter sachen machen, die seit wk ii keiner gemacht hat, aber hey, die haben bestimmt auch nur panik. lass abwarten, baby. triage in allen its in deutschland, wen stört's.


    bitte helft alle mit. #flattenthecurve

    mit den privaten. pragmatismus. über rechtliche fragen können wir dann wieder reden, wenn die meisten die kommenden monate überlebt haben. kein witz. die dimension ist dir klar? wir reden von zehntausenden von toten oder nicht-toten, wir reden nicht über datenschutz. es geht um tagesstrukturierung für zuhause vermutlich bald kasernierte kinder, ich denke nicht, dass der totale lockdown ausbleiben wird, dafür isses schon zu weit mit der durchseuchung, und es ist immer noch die altbekannte exponentialfunktion. einfach machen, zusammen, solidarisch. #flattenthecurve

    bayern wohl am montag im digitalen fernunterricht. klang gerade sehr so auf der pressekonferenz, server der lernplattform is freilich gleich gecrasht. sie bauen bandweite aus, steht jetzt da. also ja, ab montag wohl digitalunterricht.

    solltest du am samstag am rhein in der gruppe irgendwas machen? nein! du solltest zu 'flattenthecurve' beitragen und soziale distanzierung betreiben. natürlich ist das eine verzichtbare veranstaltung, also muss darauf verzichtet werden. du hast quasi die wahl, zu italien hier in drei wochen (bestenfalls) oder einem milderen verlauf (#flattenthecurve) beizutragen. soldiarität ist jetzt das gebot der stunde.

    ich fürchte, 27.03. ist zu spät. da ist die kacke schon so am dampfen, dass alle im lockdown sein werden, wenn wir nicht vorher massiver agieren, als es jetzt passiert. es gibt noch einige instrumente dazwischen (lockdown) und dem, was wir jetzt machen,die sollte man eher implementieren. schulschließungen ist das erste, einschrönkungen in der mobilität das zweite (öpnv runterfahren).


    edit: sorry, ich hatte mich verlesen.

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