Vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe mich mit dieser Frage (Ist die neue Schule wirklich besser?) beschäftigt, seitdem ich mich an meiner jetzigen Schule nicht gut fühle. Die Frage finde ich immer noch schwierig: Ab wann darf ich ,,legitim'' sagen, dass es mir nicht passt? Schließlich weiß man nie wirklich, worauf man sich einlässt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es immer ein Restrisiko geben wird. Auf der anderen Seite lehne ich an meiner jetzigen Schule so viel ab und dadurch kommt eben immer wieder der Gedanke, dass ich hinter der Schule und ihren Zielen nicht wirklich stehe. Dazu kommen noch die Spannungen zwischen Kollegium und Leitung, die sehr omnipräsent sind. Es ist schwer, sich eine optimistische Haltung zu bewahren, wenn die anderen Kollegen auch (oft völlig legitim) frustriert sind und das permanent die Gesamtstimmung drückt.
Dass es die perfekte Schule nicht gibt, das weiß ich und darum geht es hier nicht. Kompromissbereitschaft muss es schon geben, denn ansonsten kann ich nirgendwo arbeiten. Auch an meiner Ausbildungsschule gab es Probleme, nicht alles war perfekt, aber ich habe da trotzdem gerne gearbeitet. Durch Berichte von meinen jetzigen Kollegen weiß ich auch, dass sie an ihren alten Schulen viel entspannter und mit weniger Konflikten gearbeitet haben und allen, denen ich en Detail von meiner Schule erzähle, entlocke ich damit befremdetes Kopfschütteln. Ich finde nicht, dass das sein muss.
Ich habe mich jetzt erst mal beworben und schaue, was dabei rumkommt. Wenn sich nichts ergibt, dann würde ich einfach mein Glück nach der 1. Beurteilung zur Halbzeit der Probezeit weiter versuchen. Aus Erfahrung mit anderen Fällen weiß ich, dass unsere Schulleitung mit Freigaben sehr entgegenkommend ist, da würde es mich eher wundern, wenn mir das verweigert wird.