Beiträge von Conni

    Ich halte da gar nichts von ... weil die Kinder dann in Klasse 3 mit den abstrakteren Nomen ihr komplettes Konzept umstellen müssen und alles durcheinanderwerfen.

    Jepp, damit hast du natürlich Recht, aber man geht schon von etwas Konkretem (Menschen, Tiere, Pflanzen, Gegenstände) aus und führt die Abstrakta später ein. Artikel habe ich ebenfalls in der 1. immer schon eingeführt. Mehrzahlbildung als Kriterium - hmmm, weiß ich nicht, ob 1 oder 2. In der 3/4 kommen die Adjektivprobe, die Suffixe und die Nominalisierungen dazu.

    Conni, bei dir klingt es ja etwas anders als bei den meisten hier. Könntest du mal etwas mehr zu deinem Videounterricht schreiben? Machst du zum Beispiel zwei Stunden mit der ganzen Klasse? Oder etwa acht Mal 15 Minuten mit jeweils drei bis vier Kindern?

    Oder hast du nur einen Teil der Klasse im Distanzunterricht - und machst Präsenzunterricht plus Anrufe und Videokonferenz mit einigen Kindern? Falls ja, könntest du dir auch vorstellen, die ganze Klasse per Videokonferenz zu unterrichten?

    Bei uns sind derzeit alle im Distanzunterricht, die Notbetreuung ist nur für systemrelevante Berufe möglich.

    Ich mache 2 Stunden mit der ganzen Klasse. 8mal 15 Minuten würde nicht klappen, so genau geht das mit dem Einloggen dann doch nicht.

    Im Moment sind die Gruppen 12 bis 17 Kinder groß, der Rest hat kein Gerät, keine Zeit, will nicht oder ist in der Notbetreuung. Mein Eindruck ist, dass ab 15 die Grenze erreicht ist, und zwar einmal leitungsmäßig (Videos) und konzentrationsmäßig. Bei irgendjemandem fliegt immer gerade der Staubsauger im Tiefflug durchs Zimmer. Stummschalten und wieder laut schalten, wenn man was sagt, funktioniert bestimmt bald, wenn die Schulen wieder geöffnet werden. :engel:

    Das Anrufen war eine Vorgabe der SL, ich habe es aber wie Susannea bereits schrieb, sind die da übereifrig.

    Die Kinder haben einen Wochenplan. In dieser Woche waren alle Aufgaben analog zu lösen und einen Teil davon habe ich gemeinsam im Videounterricht gemacht, eher so frontalunterrichtsmäßig, keine didaktischen Feuerwerke.

    In der nächsten Woche will ich mal Filme einbringen. Ist zwar auch "frontal", aber in der Schule mangels Geräten nur selten möglich.

    Conni : Was hältst du davon, dass man wirklich mit den anfassbaren Dingen anfängt und die abstrakteren Dinge (z.B. der Frieden) bzw. Nominalisierungen (z.B. das Abheften) nach und nach phänomenorientiert thematisiert? Das wäre sicher einfacher als einen Merksatz zu finden, der zwangsläufig alle Fälle irgendwie abdeckt. Ansonsten kommt man an seine Grenzen, wenn man "das Schwarz", "schwarz" und "schwärzen" hat.

    Entschuldige bitte. Ich bin davon ausgegangen, dass die Grundschullehrer:innen, die hier mitlesen einen sukzessiven Aufbau ganz selbstverständlich umsetzen und der Knackpunkt eben die von dir genannten späteren Abstrakta und Nominalisierungen sind. Daher bin ich nur auf Letzteres eingegangen und habe nicht beim Urschleim angefangen. Wobei das ja wieder ein Abstraktum wäre.

    Ihr wisst aber schon, dass man das Immunsystem durch eine ausgewogenen, gesunde Ernährung stärken kann! Ich bitte darum, das bei kommenden Essendiskussionen stärker zu berücksichtigen.

    Curry enthält Curcuma, das ist entzündungshemmend. Dazu Whisky (Alkohol = desinfizierend) und Wurst (enthält Eiweiß = Baustein fürs Immunsystem. Sehr gute Ernährung!

    Gesunde Ernährung wäre ein tolles Thema für den Fernunterricht!

    Ich habe mir das gekauft und es an meiner Ex-Schule mit der leistungsschwachen Klasse, die ich da hatte, umgesetzt (beginnend im Verweiljahr, d.h. 3. Schulbesuchsjahr in der 2. Klasse).

    Das Verständnis der (in den vorherigen beiden Schuljahren bereits eingeführten grundlegenden Wortarten) hat sich bei den Kindern nicht verbessert. Sie mussten sich zusätzlich ja noch die Märchenfiguren merken und waren schon damit überfordert. Von den Farben und Symbolen schweigen wir. Das begann bereits mit der ersten Geschichte (Prinz und Prinzessin Nomen waren das glaube ich):

    Die Geschichte an sich fanden sie gut, aber es dann wirklich mit Nomen in Verbindung zu bringen war ein Abstraktionslevel, das von den leistungsschwachen Kindern (IQ zwischen etwa 85 und 95, Leistungen wie im Förderbereich "Lernen") nicht geleistet werden konnte. Die Kinder im mittleren Bereich kamen klar, hätten das aber auch ohne die Geschichte gekonnt, zwei der leistungsstärkeren waren etwas fassungslos, weil sie keine Märchen hören, sondern gezielt und schnell was lernen wollten.

    Mit sturem Auswendigpauken von Merksätzen im Chor (sorry an alle Lehramtsanwärter, Fachleiterinnen und Berufsanfänger) wäre vermutlich mehr bei rumgekommen (oder zumindest das gleiche in weniger Zeit).

    Edit: "sein" und "haben" sind Spezialfälle. Die habe ich bisher immer gezielt als Sonderfälle geübt. Immer wieder beugen, immer wieder als Verben benennen - auch bei meiner jetzt leistungsstarken Klasse.

    Für Nomen hatte eine Kollegin (Lerntherapeutin bei Duden) die Empfehlung dieses unselige "was man anfassen kann" aus dem Anfangsunterricht gegen "alles was man haben kann" auszutauschen. Klang gut, hatte in der Praxis aber auch Fallstricke. "Regen" ist kein Nomen, das kann ich nicht haben. "Freude" muss man in Sätze, die die Kinder z.T. gar nicht verwenden benutzen, damit sie ein Nomen ist: "Ich habe Freude an..." - man muss also erst solche Sätze sprechen üben.

    Außerdem gab es Nicht-Nomen, die man aus Sicht der Kinder haben konnte, die fallen mir aber gerade nicht ein.

    Niemand, der diese Hefte nicht gerade voll auf dem Schirm hat, würde sich bei einer anonymen Anfrage im Internet solche Mühe machen. Aber ihr reagiert hier teilweise so, als hätte man euch persönlich angesprochen und nicht in ein Forum mit xxx Mitgliedern geschrieben.

    Du hast Recht, ich bitte um Entschuldigung. Ich habe mich einfach so sehr darüber geärgert, dass ich überlegt habe, ob ich helfen könnte und versucht habe, der TE alles aus der Nase zu ziehen. Versuche ich, in Zukunft nicht mehr zu machen.

    Daraufhin hatte ich gefragt, worum genau es geht und erläutert, dass es u.U. richtig viel Arbeit macht, wenn man sich nun alle Arbeitshefte dafür anschauen muss. Damit hättest du den Zeitaufwand einschätzbar gemacht.

    Für mich sieht es jetzt so aus: Keller, Hefte suchen (30 min), Hefte anschauen (3h), Analyse lesen (1 h), Hefte nochmal angucken (1 h), Antwort schreiben (1 h), deine weiterhin ungenau gestellten Fragen lesen, um Konkretisierung bitten und beantworten (2 bis 5 h) und dann vielleicht noch so eine Antwort bekommen wie deine letzten. Oha. Ich bin gerne hilfsbereit, aber bei so einem "schwarzen Loch" bin ich echt raus.

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