Beiträge von Conni

    Du könntest dich beim Personalrat beraten lassen. Die kennen die rechtlichen Grundlagen sehr gut, die kennen die Schulen und vielleicht fällt ihnen auch sonst noch was ein.

    Zu 1. und 2.: Es gibt die DV Umsetzung.

    Spätestens nach 2,5 Jahren ist einem Umsetzungantrag stattzugeben, wenn er in einen anderen Bezirk erfolgt. Ein Anspruch im gleichen Bezirk besteht nicht. Das ist quasi eine Umverteilung nach Gutdünken der Schulräte.

    Frist für den Antrag ist der 15.1., da muss er beim Schulamt sein.

    Ich würde an deiner Stelle den Antrag im Dezember noch abgeben und mir ggf. schriftlich von der Schulleitung bestätigen lassen, dass du ihn abgegeben hast. Du kannst später immer noch zurückziehen, kündigen, wenn sich etwas anderes ergibt.

    Privatschulen: Ehemalige Kolleg:in von mir war in der evangelischen Schule Mitte glücklich, wurde meiner Meinung als Außenstehende nach dort aber auch verheizt. Das ist aber auch schon 10 Jahre her, wir haben den Kontakt verloren.

    Das meinst du jetzt nicht ernst oder? ... Aber spätestens bei der Mathedidaktik und einer vernünftigen Differenzierung ist es dann vorbei.

    Die TE schrieb, sie musste Mathe studieren und konnte das nicht gut. In Berlin ist das das Studium für die Grundschule (Klassen 1 bis 6) fachlich recht anspruchsvoll angelegt. Darüber gibt es immer wieder Diskussionen, insbesondere, nachdem einige Quereinsteiger:innen schon vor Referendariatsbeginn durch die fachlichen Matheprüfungen fielen.

    Die Didaktik wird überwiegend im Referendariat erlernt - und das würde bei Variante A noch folgen.

    Ich habe mich wahrscheinlich zu salopp ausgedrückt - weil ich eben das Bundesland und die Umstände kenne und die TE nicht so wirkt, als würde sie sofort unbedacht ein Fach übernehmen und "die Grundlagen versemmeln".

    (Ich kann übrigens gut Mathe und unterrichte es trotzdem fachfremd, mit einer Reihe von Fortbildungen. Manchmal denke ich, dass ich Mathe zu gut konnte und es mir daher schwerfällt, die "Stolperstellen" vorab zu finden.)

    Zu A: In der Grundschule wird immer gesucht. Die fehlende Anerkennung ist blöd. Eltern schwierig = besser situierter Bezirk? Oder eher Brennpunkt, Eltern kümmern sich nicht?

    Ich war an einer Grundschule im Brennpunkt mit mäßigem Migrationshintergrund. Parallelkolleginnen in ähnlicher Situation wie du, länger in Deutschland. Sie waren gerne gesehen. Das Fehlverhalten der Kinder einer Klasse wurde von wenigen Eltern an ihren nicht perfekten Deutschkenntnissen festgemacht. Unangenehmer haben sich einige Kolleg:innen geäußert.

    Jetzt bin ich an einer besser situierten Schule. Die Eltern beurteilen wirklich alles und würden Probleme an deinen Deutschkenntnissen festmachen.

    Mathe ist in der Grundschule eher nicht das Problem, zumindest bis Klasse 4. Es gibt Youtube-Videos (Lehrer Schmidt), die alles gut erklären. Du wirst nochmal ausgebildet, kannst Fortbildungen besuchen, die mit Kolleg:innen absprechen und letztlich gibt es auch Wunschmöglichkeiten. Vielleicht werden bei euch Englischlehrer gesucht? Dann kannst du dir wünschen, viel Englisch zu unterrichten und möglichst kein Mathe.

    Zu B: Zum Umgang mit Teenagern kann ich nicht viel sagen. Ist es eine ISS oder ein Gymnasium? In einer ISS mit gymnasialer Oberstufe oder am Gymnasium könntest du ja vielleicht nach Anerkennung auch mal SekII unterrichten.

    In der ISS ohne gymnasiale Oberstufe sind halt schon die schwierigeren Schüler:innen. Die, die von uns (gut situierte Schule mit überwiegend lernwilligen Kindern) dieses Jahr an die ISS gewechselt ist, möchte ich nicht geballt in einer Klasse erleben.

    Für Deutsch könnte es von Vorteil sein, dass du Migrationshintergrund hast und Deutsch als Fremsprache gelernt hast. Die Stolpersteine sind dir viel bewusster als Muttersprachlern. Viele Themen des Deutschunterrichts sind auch mit sehr gutem (aber nicht perfektem) Deutsch zu unterrichten. Gerade Leseflüssigkeit (die den Jugendlichen dort wahrscheinlich fehlen wird) geht ohne Deutschkenntnisse. Wenn du ein Wort nicht kennst, googlest du es. Das mache ich auch, wenn ich mal unsicher bin oder wenn Kinder Fragen haben. (Wir haben Smartboards und ich google mit den Kindern.) Das habe ich von Anfang an als normal hingestellt, nicht jeder kann alles wissen.

    Was machst du denn im Studienseminar bei Variante B? Auch Unterrichtsbesuche? Bei uns (Grundschule) machen alle Quereinsteiger auch ein Referendariat, das ist berufsbegleitend, aber auch mit Prüfung. Vielleicht ist es aber auch an den Oberschulen anders. --> Ach, schon gelesen,. das hat sich überschnitten. Dann ist B finanziell und vom Stress bzgl. Staatsexemen her natürlich besser.

    Es geht um die Grundschule.

    handelt es sich vermutlich um eine Grund- und Hauptschule oder Gemeinschaftsschule.
    Nun kommt es jedoch auch auf das Bundesland an, weil da jedes sein eigenes Lehrplansüppchen kocht.

    Somit Berlin oder Brandenburg, gleicher Lehrplan. In Berlin gibt es zusätzlich das Schulinterne Curriculum, das eventuell die Reihenfolge festlegt. (Bei Brandenburg weiß ich das nicht.)

    Das Nutella wurde mit dem Löffel auf den Teller gepackt und da musste man seine Brezel reinditschen. Es war einigermaßen lecker.

    Das wäre bei uns unmöglich. Zum einen sind wir vom schwäbischen Teil Berlins doch noch ein kleines Stück entfernt und zum anderen würden mindestens 2 Elternteile eine Angstattacke bekommen wegen des ungesunden Frühstücks. Wir bekämen vermutlich Haferkleie mit Leitungswasser angerührt.

    Und zu der anderen Frage: Meines Wissens nach haben die Kinder am Folgetag Unterricht, ich frage aber noch mal nach.

    Am besten direkt eine Klassenarbeit schreiben, Teil 1 Texte verfassen, Erlebnisbericht. Mindestens 3 Seiten. Teil 2 Arbeit mit dem Wörterbuch, mindestens 80 Wörter nachschlagen lassen. Dann hat die GS-Kollegin mal etwas Ruhe.

    Ich bekomme von Schlafentzug im blödesten Fall Migräneattacken, die länger als einen Tag dauern.

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