Beiträge von Conni

    kleiner gruener frosch: Die Frage 10 ist tatsächlich kein Fehler. Die gehört dazu. Conni s Anmerkung dazu ist sehr interessant. Zu prüfen, welchen Mindeststandard Lehrkräfte beim Lesen erfüllen, ist jedoch nicht die Absicht. Da stehe ich gerade sogar etwas unter Druck, um hier wirklich alles sauber und richtig zu schreiben😅

    Das war ein Witz.

    Kontrollfragen: Ich hatte mal in einer Studie "Die Erde ist ein Würfel." und "Ich esse regelmäßig Steine." Wobei - bei ersterem kann man sich ja heute nicht mehr sicher sein, was vereinzelte Leute da antworten könnten.

    Im zweiten Teil gibt es dann eher das Problem, dass nach meinen Entscheidungen gefragt wird in Feldern, die in meinem Bundesland durch APO o.ä. eindeutig geregelt sind. Dafür gibt es dann keine Antwortmöglichkeit. Also was kreuzen?

    Überdies kommt die Idee, dass Lehrkräfte eines Fachs im Jahrgang kooperieren, gar nicht vor. Das geht aber an der Realität zumindest in meinem Bundesland sehr vorbei.

    Genau das. In meinem Bundesland sind für die Grundschule sogar die Prozente der Noten vorgegeben. Es darf auf Beschluss der Fachkonferenz abgewichen werden.

    Der Schwierigkeitsgrad wird z.B. durch Anforderungsbereiche geregelt, siehe VERA/PISA. Die 4 entspricht dem durchgehenden Mindeststandard, d.h. ein Test sollte 45 bis 50% Aufgaben des Anforderungsbereichs I enthalten. (4 gibt es hier an der GS ab 45%.) Schwere Aufgaben sind eigentlich nur aus dem Anforderungsbereich III und die sollten lt. letzter Fortbildung 5 - 10% ausmachen. Gesetzlich ist außerdem vorgegeben, dass ich bei schriftlichen Leistungen die individuelle Lernentwicklung nicht berücksichtigen darf. (Ausnahme: Teilleistungsstörungen mit individueller Bewertung) Ich konnte mit manchen Fragen gar nichts anfangen, weil ich den Eindruck hatte, dass nach einem Parallelsystem gefragt wird, welches nicht abzubilden ist.

    Auch dieses "Prüfungen", was ist das? Nur Klassenarbeiten? Oder auch Lernstandskontrollen? Mündliche Abfragen?

    Meine Erfahrung ist, dass die DaZ-Stunden gerne und in jedem Jahr wieder ersatzlos gestrichen werden, wenn die Schule in eine Mangellage kommt. Dann sind die Kinder ganz ohne weitere externe Förderung im Regelunterricht und müssen dennoch innerhalb von 2 Jahren (ausgesetzte Note) so weit kommen, dass sie regulär mitarbeiten können.

    In Berlin hat man deshalb diese Zeit auf 3 Jahre verlängert. Da ist es nicht so schlimm, wenn dann die 2 Wochenstunden ausfallen. (Ironie off)

    Ich finde in dem Artikel keinen Link zur Studie. Die erwähnte Berliner Studie enthält ein kurzes PDF mit etwa gleichen Inhalten wie der Artikel. Das ist aus meiner Sicht eine "Beobachtung mit Meinung".

    Zitat

    (und ich bin auch nicht sicher, ob das einheitlich ist).

    Hier kommen die Kinder der 4.-6. Klasse für vier bis fünf Stunden täglich in die Willkommensklasse, die restlichen Stunden genau wie z.B. Sport und Musikunterricht gehen sie in ihre "Ankerklassen"

    Das war an meiner Ex-Schule nicht so. Da kam eine Gruppe kaum zu bändigender Kinder (Serben, Bosnier...) in eine Gruppe mit einer Lehrerin, die keine DaZ-Ausbildung hatte. Das war einfach strukturell mehrdimensional Mist. Später (2016/17) kamen die Kinder einfach in die Klassen, in den ersten Klassen sprach dann einfach 1/3 der Kinder kein Wort Deutsch.

    Wenn sie gleich in der Regelklasse landen, treffen viele der Probleme halt auch zu:

    Zitat

    Die Lehrkräfte werden mit den Schwierigkeiten weitgehend allein gelassen – sie müssen sich durchwursteln. Weder gebe es einheitliche Lehrpläne, noch seien die Lehrkräfte [...] ausreichend für den Unterricht von Deutsch als Zweitsprache qualifiziert.

    Sie werden halt bei den Bundesjugendspielen nicht vergessen. In den Hort können die derzeitigen DaZ-Kinder auch nicht gehen, weil die Antrage noch nicht bearbeitet sind. Förderunterricht gibt es quasi nicht, die müssen alleine sehen, wie sie klarkommen. Ich habe maximal eine Minute, um ihnen differenzierten Unterricht zu erteilen, dann stehen die anderen Kinder mit ihren Aufgaben zum selbstständigen Lernen Schlange, weil sie entweder nicht weiterkommen, sich streiten oder "fertig" sind mit drölfzig Fehlern. Ich habe zum Glück stille Mädchen, die sich halt selbstständig mit Heften beschäftigen können. Letztlich kann ich nicht einschätzen, wie es besser wäre. Aber so ist es halt auch irgendwie ein Sparmodell.

    Bei mir haben sich die Beiträge bisher immer nur moderat verändert.

    Ich würde die Veränderung, die meine Freundin genannt hat, ebenfalls als "moderat" bezeichnen, zumal das nicht regelmäßig vorgekommen zu sein schien bisher. Sie hatte dann zusätzlich noch Probleme mit Kosten für eine Kur und Nachweisen für die Notwendigkeit eines Medikaments.

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