Ich nehme mal das erwartbare Ergebnis vorweg: Bei denjenigen, die sowieso schon sehr "medienaffin" (digitale Medien) sind, sich sehr viel selbst fortbilden und einfuchsen in dem Bereich, ihren eigenen Unterricht selbst nur noch mittels Tablet und Co halten, wird das eigene Engagement und die eigene Medienkompetenz völlig ausreichend sein. Bei denjenigen, die diesen Zugang nicht haben und/oder sich überfordert fühlen und/oder die sich eine systematische Fortbildung wünschen würden, um Anregungen zu bekommen, wie sie z. B. ihr Dienstgerät sinnvoll in ihren Fächern einbinden können jenseits von reinem Bildchen und Filmchen zeigen ...
Äh, ja doch. Also wenn jemand mir zeigen würde, wie ich mein Tablet erfolgreich einsetze, würde es zumindest schneller gehen. Aber halt nicht auf einer Fortbildung mit 15 Leuten (ohne Lüftung mitten in der Pandemie), wo schöne Bilder am Smartboard gezeigt und ein paar Apps durchgehechelt werden, sondern praktisch, kleine Gruppen, sofortiges Ausprobieren.
Ich erarbeite mir das alles selbst - neben der normalen Arbeit, in der Freizeit. Es geht in winzigen Schritten, da ich das alles nicht selbsterklärend finde und dann immer wieder mal Unterstützung vom Bezirks-IT-Menschen brauche, der zu selten da ist und zu wenig Zeit und Geduld hat. Er kommt dann in den Unterricht, zeigt schlechtgelaunt, wortarm-nuschelig und superschnell was, während die Klasse aufdreht und vielleicht kann ich mich nach Unterrichtsende noch dran erinnern, wie das ging.
Für Active-Inspire (schon mehrere Werbe-Fortbildungen herumgeschickt, soll total toll sein) haben wir keinen Schulaccount. Da muss man sich dann selbst anmelden und in der Freizeit per Video einarbeiten. Ja, steht auf meiner ToDo-Liste. Wenn ich wieder Energie und Lust habe, gucke ich mal danach.
Bisher konnte ich alles, was ich am Smartboard machen wollte, per Stick oder Internet lösen.
Es gibt in meinem Bundesland seit kurzem Fortbildungen: Präsenz, ca. 2 h Fahrzeit + 3 h Kurs am Freitag nach der 6. Stunde, wo ich manchmal das Gefühl habe, es nach 6 Stunden Unterricht kaum noch nach Hause zu schaffen vor Erschöpfung. Dazu wenige Plätze, alles sofort ausgebucht.
Ich fände es super, wenn man sich da einarbeiten könnte, aber neben all den anderen Zusatzaufgaben bin ich wohl für weitere Zusatzaufgaben zu alt. Ein paar Wochen lang einen Tag pro Woche keinen Unterricht, stattdessen praktische Fortbildungen vor Ort in Kleingruppen. Das wäre was.