Beiträge von Flupp

    Dort:

    Als erstes und einziges Fahrzeug kombiniert das TWIKE den Elektromotor mit einem Pedalantrieb.“

    Aus welchem Universum das Ding auch immer kommen mag, Strommofas (aka Pedelecs) sind dort noch nicht erfunden.

    Als das erfunden wurde (1991), waren "Strommofas" auf deutschen Straßen tatsächlich noch Zukunftsmusik.

    Edit: Der Punkt oben war aber nicht, ob deren Marketingkampagne gelungen ist oder nicht, sondern dass man bei automobiler Notwendigkeit auch bloß 500 kg statt 2000 kg durch die Gegend gondeln kann.

    Warum Leute ein Auto nutzen, das wissen wir, denke ich, alle. Was man dagegen tun kann ist doch die Frage.

    Teilweise aus eigener Erfahrung:

    1. Den Mobilitätsbericht lesen.

    2. Kurze Strecken zu Fuß gehen.

    3. Mittlere Strecken mit dem Rad fahren.

    4. Für längere Strecken ÖPNV oder CarSharing benutzen.
    Gibt es letzteres vor Ort nicht (im ländlichen Raum sind FreeFloating-Angebote Blödsinn, man muss sich also eine Station suchen), die Kommune so lange nerven, bis sie diesbezüglich aktiv wird oder selbst ein privates CarSharing organisieren. Da gibt es mehrere Anbieter und es ist nicht sehr kompliziert.

    5. Mitfahrgemeinschaften nutzen oder initiieren.

    6. Das kleinstmögliche Fahrzeug für den täglichen Bedarf verwenden und nicht das, das einem die meisten Optionen ermöglicht. Für die meisten Pendler, die nicht ÖPNV fahren können, genügt zum Beispiel ein Twike oder etwas vergleichbares. Wenn man etwas fitter ist, dann ist auch ein Velomobil etwas sehr feines.

    Das Hauptproblem für alternative Mobilität ist die Sichtbarkeit, wenn auf einer Fahrbahn Radfahrer sichtbar sind, dann trauen sich auch mehr. Critical Mass-Prinzip.

    Ebenso wenn erstmal eine Person zeigt, dass es vor Ort funktioniert, dann gibt es Nachahmer, die zumindest reduzieren oder ihr eigenes Mobilitätsverhalten hinterfragen. Dies verbessert dann wiederum mittelfristig das Angebot an CarSharing, das Angebot an gesellschaftlichen Möglichkeiten ohne Fahrzeug und langfristig hoffentlich auch den ÖPNV. Aber man darf sich nicht täuschen:

    Wenn man als Familie in einer ländlichen Kleinstadt autofrei lebt, dann ist man wie der Veganer auf dem Grillfest. Die alleinige Anwesenheit wird teilweise als Provokation und Start für eine Rechtfertigungsorgie genommen.

    Und was ich mich ernsthaft frage: Wie kann ich denn festlegen, was der Staat mit seinen Finanzen (=Prämie) macht, außer meiner Stimme in Wahlen Gehör zu verschaffen? Oder soll ich deiner Ansicht nach mein privates Vermögen in die Verbesserung des ÖPNV investieren?

    Dass ich eine andere Position vertrete, heißt nicht, dass ich deinen Beitrag inhaltlich nicht verstanden habe. Magst du mir denn meine Frage zur Investion von den 5000 € beantworten, die du angesprochen hast? Da habe ich nämlich in der Tat Verständnisschwierigkeiten.

    Ich fände es super, wenn Du in den ÖPNV investieren würdest, aber erwarten kann ich das nicht. Schöner Strohmann allerdings.

    Wofür der Staat Prämien auslobt, kann das Individuum nur über die von Dir beschriebenen Wahlen und sonstige demokratische Methoden beeinflussen. Relativ schwierig - merke ich ja mit meinen oft Minderheitsmeinungen selbst.

    Aber ob man eine Prämie abruft oder nicht, dafür kann man niemand anderem die Verantwortung geben. Und mit Abruf dieser Prämie bestätigt man die Politik.

    Ich finde aber immer noch, dass Du meine Aussagen zu sehr auf Dich beziehst.

    Mach was Du willst, aber ich finde es nicht gut, dass die Zulassungszahlen jedes Jahr ansteigen. Und das erlaube ich mir auch zu äußern.

    Ich habe keine Freunde.

    Nochmal, vielleicht verstehst Du es dann:

    Ich finde es schade, dass unsere Gesellschaft so ist, dass jemandes Wohlbefinden ohne MIV leidet.

    Daher finde ich es schade, dass jemand vom ÖPNV zum MIV wechselt.

    andersherum würde ich mich freuen, wenn jemand vom MIV zum ÖPNV wechselt. Kommt leider deutlich seltener vor.

    Ob Du ein schlechtes Gewissen hast oder nicht, ist mir egal - daher auch keine Intention.

    Für Deine Entscheidungen und Dein Gewissen bist Du selbst verantwortlich.

    In meinen Augen, dass ich auf einen Verbrennungsmotor verzichten möchte.

    Ok, es hätte also noch schlechter kommen können. Da sind die 5000 Euro Prämie ja prima angelegt.

    Ich fände es besser, wenn die bei Dir ins ÖPNV-Netz geflossen werden.

    Also nochmal: Schade, dass das Angebot bei Dir so schlecht ist, dass gesellschaftliche Teilhabe nur per MIV möglich scheint.

    Und mal am Rande: Man kann an vielen Sachverhalten nur das Negative sehen, man kann sich aber auch aktiv darum bemühen, die positiven Aspekte nicht außer Acht zu lassen. Meine Erfahrung ist, dass das Fokussieren auf Nachteile und Probleme unzufrieden macht.

    was ist denn jetzt konkret das Gute?

    Das Leben, wie es sich heute darbietet, lässt wenig Möglichkeiten ohne Auto - wenn (!!!) man daran teilhaben möchte.

    […]

    Und ehrlich, ich HASSE autofahren und Autos.

    Buchempfehlung: Katja Diehl, Autokorrektur.

    Wir diskutieren hier auf mehreren Seiten, dass MIV eines der größten Probleme unserer Gesellschaft ist.

    Wenn jetzt jemand, der bislang „fröhlich Bus und Bahn“ nutzt, sich so eine Kiste zulegt und damit das Problem vergrößert und nicht verkleinert, finde ich das schade.

    Weil da sieht man dann 1 zu 1, was eine Fahrt kostet.

    Stimmt nur halb, das sieht man als privater Autobesitzer nämlich auch nicht.

    Ein Opel Corsa wird jährlich mit 4600 Euro von der Gemeinschaft subventioniert.

    Nein, nur die wenigsten. Die allermeisten die in Orten wohnen, wo der ÖPNV schlecht ausgebaut ist, werden gefahren oder nehmen notfalls ein Taxi.

    Also, ganz ehrlich, ich frage mich gerade, ob einige von euch überhaupt keine alten Menschen kennen, die auf dem Land oder in kleineren Städten mit schlechtem Nahverkehrsnetz wohnen, und/oder ob euch nicht bewusst ist, wie schwer es für diejenigen ist, von zuhause wegzukommen, wenn sie z. B. zum Arzt oder Einkäufe erledigen müssen?!

    Ja, und daher plädiere ich ja dafür, endlich die Privilegierung des Autoverkehrs zu beenden, da genau solche Personen dadurch nur noch schlecht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

    Leider "lohnt" sich der ÖPNV und nicht-autozentrierte Stadtgestaltung an vielen Stellen nicht, weil die, die es sich leisten können (staatlich massiv subventioniert), kein Umsetzungsinteresse haben.

    Da zeigt sich mal wieder, dass die "autogerechte" Stadt autoabhängig macht.


    Wenn eine Stadt gesund gewachsen wäre, dann müsste man in einer 40.000 Einwohner-Stadt nicht seine Kinder zum Verein fahren, die typischen Ärzte wären im fußläufigen Radius und von Einkaufen fange ich gar nicht erst an.

    Meine Beobachtung darüberhinaus ist, dass man mit Auto wählerisch wird. Der fußläufig erreichbare Verein ist nicht schick genug, dann setzt man sich halt ins Auto.
    Der Effekt ist dann, dass das Auto nicht Wegzeiten verkürzt bei gleicher Weglänge, sonder bei vergleichbarer Wegzeit die Weglänge vergrößert.

    Eine durchschnittliche Person gibt in ihrer Lebenszeit über 300.000 Euro für das Automobil aus. Gleichzeitig subventioniert die Gesellschaft das Autofahren mit 5000 Euro per anno per Auto.

    Geld genug für eine geeignete, inklusive Infrastruktur müsste also eigentlich da sein.

    Das hängt wohl hauptsächlich von den eigenen Erwartungshaltungen an das Leben und den Anforderungen, die das Leben stellt, ab.

    Wohne mit Familie und Kindern in einer Stadt <10.000 EW ohne Bahnhof und wir haben kein Auto.
    Fahrrad, Bus, Zug (vorher halbe Stunde Busfahrt), CarSharing, Mietwagen
    Mobilitätsnutzung in der Reihenfolge.

    Wir haben unser Leben extra so eingerichtet, dass es ohne eigenes Auto geht.

    Leider ist unsere Gesellschaft für autolose nicht inklusiv. Und autolos sind insbesondere nicht nur die, die sich wie ich bewusst dafür entscheiden, sondern auch 13 Millionen ohne Führerschein sowie alle Kinder und Jugendliche sowie alle, die aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen am automobilen Leben nicht teilnehmen können.

    "Mit meiner Unterschrift bestätige ich die Übernahme aller eventuell anfallender Kosten durch außerunterrichtliche Veranstaltungen jeder Art in den nächsten 8 Jahren. Dies schließt explizit auch Exkursionen in den Weltraum ein, sollte dies im Geographie-Unterricht zur Erfüllung der Lernziele erforderlich sein."

    Also so lassen wir uns das auf unserem Anmeldeformular als Pflichtangabe bestätigen. Gleich neben der verpflichtenden Erklärung, dass man auf seine Bildrechte verzichtet. Wäre ja noch schöner.

    plattyplus NICHT dein Ernst ://// ich bin schockiert. Hofftl hat der potentielle Empfänger ohne deine Spende überlebt. Da ist ein Urlaub mehr Wert als ein Menschenleben. WTF.

    Ich war schon zweimal in der Situation, dass ich mich für einen längeren Zeitraum zur Spende bereithalten sollte - zu der es dann aus mir unbekannten Gründen nicht kam.

    Ich glaube, dass bei diesen Spenden immer mehrere geeignete Kandidaten in Warteposition gehalten werden.

Werbung