Wichtig auch, wenn die Schülerin schüchtern ist, dann ruf sie regelmäßig auf und schau was kommt. Bewerte die Qualität nicht die Quantität. Denn nur die Meldehäufigkeit macht noch keine gute Note.
Genau das ist mir bei dem Ausgangsbeitrag ebenfalls direkt durch den Kopf gegangen. Nur, weil eine Schülerin sich selten eigenaktiv meldet bedeutet das längst nicht, dass die Fachleistung maximal befriedigend sein könnte. Insbesondere in der SEK.I- ich bin ebenfalls Realschullehrerin- haben wir auch die Verpflichtung, durch Aufrufen die Fachleistung zu prüfen, wo die SuS sich nicht ausreichend selbst melden würden.
Wer dann prinzipiell richtige Antworten zu geben weiß, gleich ob nach eigenem Melden oder sonstigem aufgerufen werden, bekommt selbstredend auch die 2,0 und besser. Bewertet wird schließlich nicht die Frequenz des reinen Meldens, sondern die Qualität der Unterrichtsbeiträge im Plenum oder auch in Gruppen- und Einzelarbeiten.
Sollte es bei dir
@Franconian tatsächlich rein basierend auf der Meldefrequenz maximal ein befriedigend geben für diese Schülerin, obgleich die Qualität ihrer Beiträge eine andere Note ergeben würde, dann ist die Reaktion der Muttervöllig angemessen und ein wichtiger Hinweis an dich, deine Notengebung zu verändern, um tatsächlich fachliche Qualität zu bewerten mit deinen Noten.
Andernfalls wäre ich bei Seph , dass du möglicherweise deine Bewertungskriterien transparenter machen musst, um dann auch mit diesen zu argumentieren bei der Notengebung gegenüber SuS und Eltern.