Beiträge von CDL

    Am liebsten würde ich es jetzt mal ausprobieren. Ein Mitglied der Schulleitung mit rosa Mütze und gelbem Minirock.

    Vielleicht bin ich zu naiv, da ich an einer Stadtschule mit älteren Schülern arbeite.

    Ich denke, alle würden kurz dumm schauen, das war es aber schon.

    Als Mitglied der Schulleitung bist du aber halt auch im Zweifelsfall weniger jemand, den deine SL doof anmachen würde, weil er/sie dich wohl gut genug kennt und weiß, warum das wenig sinnvoll wären Sinne einer weiteren, konstruktiven Zusammenarbeit. Im Umgang mit Anwärter: innen zeigen SLen eher mal wie sie wirklich ticken in solchen Fragen, weil sie einerseits dort die Machtposition haben, das entsprechend durchdrücken zu können, was sie für richtig erachten und andererseits auch eher meinen, das eine oder andere könnte Teil der Ausbildung sein, was es womöglich aber gar nicht ist.

    Mit Stadtschule hat das jedenfalls gar nichts zu tun, sehr wohl aber mit Fragen des Machtgefälles und dem, wie eine SL in derartigen Fragen generell tickt. Ich glaube auch nicht, dass die Schulart bzw. das Alter der unterrichteten SuS irgendeine Relevanz haben in der Frage, wie SLen meinen mit ihrem Kollegium umgehen zu können.

    Die Gesellschaft ist ja auch offener geworden.

    Der männliche Kollege in rosa Mütze und gelbem Minirock wäre vor 20 Jahren (bei gleichem Grundgesetz) vom Schulleiter rund gemacht worden, im Jahr 2024 wird es sicher akzeptiert.

    Der männliche Kollege im Minirock dürfte farbunabhängig von einigen SLen auch im Jahr 2024 noch rund gemacht werden. Eine Unterhaltung mit Anwärter:inne:n zeigt, wie viele SLen es an den Schulen ihrer Mitanwärter: innen gibt, die auch im Jahr 2024 noch äußerst genau Vorstellungen äußern, was insbesondere männliche Lehrkräfte tragen dürften.

    Der Grund ist doch meist völlig egal, aber da stehen dann Kinder auf dem Hof und zeigen mit dem Finger auf andere und sagen "die Familie" hat die Schule verklagt. Den Grund und die Bedeutung interessiert dabei vermutlich wenig und wird von den meisten Kindern auch nicht begriffen.

    Das dürfte dann von zahlreichen SuS weniger im Sinne eines schädlichen Verhaltens kolportiert und kommentiert werden, sondern wohl eher als Ruhmestat des gallischen Widerstands gegen scheinbar übermächtige Lehrkräfte. Ich glaube, du suchst da gerade an der falschen Stelle nach einem Argument.

    Kinder, die über ihre Kinder lästern, die mit dem Finger auf sie zeigen usw.

    Warum sollten Kinder das wegen des Wegfalls eines Bekleidungverbots für sie selbst und ihre Mitschüler: innen machen, eh sei denn, sie würden von Erwachsenen dazu angestachelt werden?

    Naja, wie oft ist das vermutlich bei den Hausordnungen so, aber es sieht gar keiner einen Grund dagegen vorzugehen (vermutlich, weil sie wissen, dass es unhöflich ist usw. ;))

    Da könnte man wohl einige Hausordnungen auseinander nehmen, wenn man wollte, will in der Regel aber keiner, denn ob die Konsequenzen nicht viel unangenehmer wären als einfach die Mütze abzusetzen, ist vermutlich die Frage.

    An welche Konsequenzen denkst du dabei, die unangenehmer wären für klagende Eltern?

    Naja, Kinder sind grausam und wer die Schule verklagt bzw. welche Eltern spricht sich schnell rum, da braucht noch nicht mal ein Kollege eingeschnappt zu sein.

    Was soll das denn bitte bedeuten? Mal ganz abgesehen davon, dass Kinder nicht per se grausam wären, auch wenn sie es natürlich- genau wie Erwachsene- sein können, aber warum sollte irgendein Schulkind sich ernsthaft von sich aus darüber aufregen, dass die Familie eines anderen Kindes ein Mützenverbot in einer Hausordnung zu Fall gebracht hat? Oder ist das etwas, was du als Elternteil an der Stelle deinen Kindern einreden würdest, dass sie zu Mobbing greifen sollen als Revanche für deinen Verdruss?

    Im Leben der Menschen ist Pfingsten wohl der unwichtigste Feiertag. Himmelfahrt ist noch sinnvoll, damit der Bollerwagen mal wieder bewegt wird.

    Pffffffff, so einen Schmarrn kann ja wohl nur jemand äußern, der keine Pfingstferien kennt. (Gibt es in Hessen Pfingstferien?) Pfingsten ist ein super- duper wichtiger Feiertag, damit wir armen BWler vor unseren Ende Juli zementierten Sommerferien noch einmal Ferien mit so richtiger Sonnengarantie abbekommen. :hitze::P

    Wie du meinst, sieht unsere Hausordnung eben anders und ist so von der Schulkonferenz (also auch von Eltern und Schülern) abgestimmt worden. Sehen also scheinbar noch mehr Leute anders als du.

    Eure Hausordnung findet Basecaps unhöflich? Muss ein aufschlussreicher Dialog gewesen sein. :lach:

    Ich sehe das wie du, wobei das auch gefährlich werden kann. In manchen Umgebungen vermeiden mein Mann und ich es, uns als Paar zu zeigen. Dann ist mir unsere Sicherheit wichtiger.

    Traurig, dass das bis heute ergorderlich ist für queere Menschen aller Art. Leider aber sehr nachvollziehbar. Ich hoffe trotzdem noch erleben zu dürfen, dass das einfach völlig normal für jedermann und jederfrau dazugehört zu Deutschland.

    Vielen Dank dafür liebe Kris. Du weißt nicht zufällig, wo genau das im Talmud steht? (OT, fände es nur schön, dass direkt mit korrekter Quelle zu haben.)

    Ich würde auf die Haustiere verzichten.

    Hast du denn welche oder ist das so ein rein hypothetischer Verzicht deinerseits, statt die in deinem Fall offensichtlichen Flugreisen zu wählen?

    Höh, neeee. Eben erst gecheckt. 😅

    Kennst du auch einen Fun Fact, den viele nicht kennen?

    Hundschluckauf „heilt“ durch Singen des Schluckauflieds samt passendem Streicheln des Hundebäuchleins. (Hier im Forum, im Lifehackthread von mir bereits beschrieben). :aufgepasst::zahnluecke:

    Wie begehst du oder begeht ihr in der Familie traditionell den Ostersonntag?

    Das vermag ich als SEK.I- Lehrkraft nicht abschließend einzuschätzen. Komplett ohne fachwissenschaftlichen Backoground geht es aber natürlich auch an der Grundschule nicht, weil es ja auch nicht einfach nur darum geht das zu lernen, was du im konkreten Unterricht benötigst, sondern selbst mehr zu wissen, weitere Bezüge herstellen zu können, aber eben, dass du auch aufgrund deines Fachwissens beispielsweise einen roten Faden im Hinblick auf den Übergang in die Sekundarstufe herzustellen vermagst. Das gilt in Deutsch ganz genauso.

    Vielleicht können dazu aber die Primarleute besser noch etwas schreiben, wie z.B. pepe , elefantenflip oder kleiner gruener frosch aus NRW oder auch z.B. Conni oder Caro07 , die zwar in Berlin bzw. Bayern tätig, aber eben sehr erfahrene GS- Lehrkräfte sind.

    Wobei man wirklich sagen muss, dass "Verbot" hier heißt, dass eine andere Sprachregelung, die ebenfalls beide Geschlechter berücksichtigt oder noch besser von vorneherein geschlechtsneutral gehalten ist, zu bevorzugen ist. Es geht also gerade nicht um ein "zurück zum generischen Maskulinum".

    Ja, das ist definitiv ein Fortschritt, dennoch sehe ich wie von O. Meier angesprochen das Problem darin, dass dadurch oftmals eine Berücksichtigung nicht- binärer Personen herausfallen wird, weil die Lösung zumindest vieler Menschen darin bestehen dürfte einfach von z.B. Lehrerinnen und Lehrern zu sprechen/ schreiben, statt z.B. von Lehrkräften oder eben- wo es derartige geschlechtsunabhängig Bezeichnungen nicht gibt (wie bei SuS)- auch diese Art von Mitgedacht- und Mitangesprochenwerden, statt nur mitgemeint zu sein einfach wieder komplett entfällt.

    Relevant ist nicht der Vergleich mit anderen (soziale Norm), sondern nur, ob du sprachlich kompetent bist im Rahmen der Anforderungen (kriteriale Norm).

    Schau dir vielleicht mal an, was GS-Lehrkräfte in NRW im Studium sprachpraktisch und didaktisch beherrschen müssen bzw. lernen und prüf, ob du das alles beherrschst. Wenn nicht, dann nutz die Zeit bis zum Ref, sowie währenddessen für die erforderliche Nacharbeit.

    Glücklicherweise sind hier in BW die Grünen als Teil der Regierung sicherlich nicht zu gewinnen für ein derartiges Verbot. Andernfalls wäre das aber auch etwas, wo ich mir sehr gründlich überlegen müsste, ob ich das einhalten möchte.

    Was bringen 1 oder 2 Praxistage? Das finde ich schlechter als die zusammenhängenden Praktikumsphasen.

    • Bei allen mehrstündigen Fächern sieht man dann nur einen Teil der Stunden.
    • Schulische Belastungen, die zum Abbruch/Ausscheiden aus dem Dienst führen, erfährt man erst in Vollzeit.
    • Wer betreut die Studis bei ihrem Praxistag?

    In meiner Studienordnung gab es mehrere Praktika während des Lehramtsstudiums. Neben Blockpraktika waren darunter auch mehrere Tagespraktika (ich meine, es waren in zwei der drei Fächer Tagespraktika zu absolvieren). Tagespraktika liefen dann über ein Semester, wobei man an einem festen Wochentag in diesem Semester an einer Schule war als Praktikumsgruppe, reihum Unterricht gehalten hat eine Stunde lang und im Anschluss diesen gemeinsam mit einer Lehrperson von der Hochschule, sowie der regulären Lehrkraft der Klasse reflektiert hat. Den restlichen Unterricht tun in dem Fach in der Woche haben wir nicht gesehen, das war aber kein Problem, da es klare Zuweisungen von Themen gab, die wir dann eben in Stunde X umzusetzen hatten.

    Ich habe das tatsächlich als deutlich ergiebiger empfunden als die Blockpraktika, weil es erheblich engmaschiger begleitet und betreut wurde und auch deutlich detaillierter und mit mehr Zeit sämtliche Unterrichtsversuche aufgearbeitet wurden, inklusive der gemeinsamen Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten. Gerade im Hinblick auf das Ref und was dort dann verlangt wurde habe ich davon am meisten profitiert.

    Ich würde insofern annehmen, dass es letztlich sehr stark auf die genaue Umsetzung ankommt, wie ergiebig diese Praxistage dann sind.

    Sachsen-Anhalt führt wohl einen Dualen Lehramtsmaster ein. Klingt eigentlich recht sinnvoll, weil praxisbezogen. Allerdings bleibt m.E. das Problem des spezifisch auf Schule ausgerichteten Studiums. Was sagt ihr?

    https://www.zeit.de/news/2024-03/2…ng-fuer-lehramt

    (Auf der Seite des Kumis habe ich allerdings noch keine Info dazu gefunden.)

    Gibt es in BW jetzt auch, dürfte mutmaßlich nach und nach also in allen BL kommen, um vielleicht auch Abbrecherquoten zu reduzieren bzw. ein Angebot zu haben für potentielle Studierende, die sich ein deutlich praxisbezogeneres Studium wünschen.

    Was das am Ende inhaltlich taugt, wo es besser ist, als das aktuelle Studium oder eben auch welche Schwächen damit einhergehen, werden wir letztlich erst in ein paar Jahren wissen, wenn die ersten Absolventinnenund Absolventen an den Schulen aufschlagen. Bis dahin sehe ich das erst einmal als konstruktiven Versuch, junge Menschen für ein Lehramtsstudium zu begeistern, die die bisherigen Angebote vielleicht nicht abholen konnten, sowie als deutlich bessere Alternative, als immer mehr Leute ohne Lehramtsstudium, einschlägiges Studium und ohne ausreichende Nachqualifikation an die Schulen zu holen als Lehrkräfte.

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