Nein, ich habe nur EINEN freien Tag, wo aber ganz oft auch Veranstaltungen stattfinden, die einfach on top kommen.
Ich habe auch nicht von JEDEM Tag gesprochen, sondern von mehrmals die Woche.
Diese Woche aktuell waren es z.B. 2x. 1x bis 16.30 Uhr1x bis 15.30 Uhr.
Ich habe halt - je nach Stundenplan - 1-2 mal pro Woche zusätzlich Nachmittagsunterricht (trotz Teilzeit), bis 15.45 Uhr, und dann kommt fast jede Woche irgendein Sondergedöns dazu.
Seit den Weihnachtsferien: 1x pädagogischer Halbtag, 2x Zeugniskonferenzen, 1x Abi-Simulation, 1x BOB (Berufsorientierungsbörse).
Das kommt alles on top und muss ja von den Teilzeitkräften im gleichen Umfang wahrgenommen werden wie von den Vollzeitkräften.
So etwas kenne ich in keinem anderen Beruf.
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Das kenne ich als Teilzeitkraft aber halt auch nicht und das, obgleich hier in BW Konferenzen als unteilbare Aufgaben gelten, ergo ebenfalls im vollen Umfang wahrgenommen werden müssen.
Ich habe dieses Schuljahr null Nachmittagsunterricht. Wenn ich den habe, habe ich dafür später Schule, weil ich nun einmal mit meinem kleinen Deputat entsprechend weniger Stunden zu erteilen habe und aufgrund der Teilzeit auch nicht x Hohlstunden eingeplant bekomme.
Konferenzen/ DBs gibt es bei uns natürlich nicht jede Woche, das würde ja niemand aushalten. Für Vollzeitkräfte erachte ich wöchentliche Zusatztermine nebenbei bemerkt für mindestens eine ebenso große Zumutung, wie für Teilzeitkräfte.
Teilzeit bedeutet nicht keinen Nachmittagsunterricht zu haben, aber, weil man ja gute Gründe für die Teilzeit hat, dass man
normalerweise gute Argumente dafür hat, dass man eben einen kompakten Stundenplan bekommt. Ich gehe davon aus, dass du an den Tagen, an denen du Nachmittagsunterricht hast dafür entweder später anfängst oder zahlreiche Hohlstunden hast. Wenn du später anfängst erübrigt sich dein Vergleich mit anderen Berufen von vornherein, bei vielen Hohlstunden wäre die relevantere Frage als ein Vergleich mit anderen Berufen, die dafür andere Belastungen haben, die wir nicht kennen, ob du diese wahlweise durch ein Gespräch mit dem Stundenplanungsteam reduziert bekämst oder alternativ auch einfach konsequent für deine Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen nutzen könntest- womit die Zeit dann ja effektiv genutzt wäre.
Ich halte nichts davon, einfach mal pauschal zu behaupten, man hätte es so viel schlechter als Arbeitnehmer in TZ aus anderen Berufsgruppen, ohne alle erforderlichen Details zu nennen oder möglicherweise auch zu kennen. Dafür kenne ich aber vielleicht auch ganz einfach zu viele Menschen aus anderen Berufen, deren Teilzeitregelungen auch schlichtweg für mich nicht leistbar wären und die ich im Vergleich als Zumutung empfinden würde. Nicht zuletzt auch, weil deren Teilzeit von vornherein erheblich mehr Präsenzstunden oder auch Schichtdienste bei weniger freier Zeiteinteilung beinhaltet, als das im Schuldienst der Fall ist.
Bei allem, was man legitimerweise an Verbesserungen fordern kann im Schuldienst im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sollte man zumindest bei Vergleichen mit anderen Berufsgruppen nicht vergessen, dass in diesen häufig Frauen- die noch immer die Hauptcarearbeit innerhalb und außerhalb der eigenen Familie leisten- schlechter verdienen als Männer, in einem bestimmten Alter bei Bewerbungen Nachteile haben, weil ihnen qua Geschlecht unterstellt wird, sie würden bestimmt demnächst schwanger und dann ausfallen für Mutterschutz und Elternzeit, um danach sowieso nur noch in Teilzeit arbeiten zu wollen und auch noch immer in vielen Firmen bei Beförderungen in Führungspositionen erhebliche Nachteile haben (Lidl ist dafür ein bekanntes Beispiel).