Beiträge von CDL

    Es fällt offenbar niemanden auf, dass im Artikel 3, Absatz 3 steht, niemand dürfe aufgrund seiner Glaubenszugehörigkeit benachteiligt oder bevorzugt werden. Ich meine das toternst, ich habe die Möglichkeit meinen Vertrag mit dem deutschen Staat zu kündigen und ich werde es tun. Ich verpflichte mich ganz sicher nicht, explizit das Leben einer bestimmten Glaubensgemeinschaft zu schützen. Wir schreiben das Jahr 2024, das Mittelalter ist seit ein paar hundert Jahren vorbei. Mir ist auch immer schon der explizite Schutz des Religionsunterrichts durch das GG suspekt, jetzt ist's dann wirklich mal gut.

    Das passt nicht wirklich zu dem, was ich geschrieben habe, denn ich habe mich weder zu deinem Ansinnen deinen deutschen Pass abzugeben geäußert, noch zu deiner Haltung zum aktuellsten Gesetzesvorhaben oder überhaupt zu diesem inhaltlich, sondern mich nur auf deine Aussage bezogen, die Menschen in Deutschland hätten keine Ahnung, was im GG stehe, was so pauschal einfach nicht stimmt meiner Erfahrung nach, auch wenn deshalb natürlich nicht alle Details jedem bekannt und klar sind. Das gilt aber genauso für alle anderen Gesetze und auch alle anderen Länder.

    Selbst auf dem Dorf wird ja gefragt - "wo kommst du denn her", wenn man jemanden nicht kennt. Sitze ich im Zug und habe einen Nachbarn, frage ich das auch - egal, ob er Deutsch oder Englisch mit mir spricht. Bin halt neugierig und so kann man ja auch ein Gesprächsthema finden (sofern man nicht im Ruhebereich sitzt).

    Der Punkt ist, dass derartige Nachfragen bei Menschen mit anderer Hautfarbe oder sichtbaren, anderen kulturellen Wurzeln selbst wenn diese nicht einmal mehr der Definition nach einen Migrationshintergrund haben regelmäßig gefolgt sind von der Frage, wo diese denn WIRKLICH herkommen würden, weil es Heidelberg, Freiburg, Tötensen angesichts des Aussehens schließlich nicht sein können, selbst wenn diese Person einen deutschen Pass hat und in der 3. oder 4. Generation nur in Deutschland lebt. Das führt für davon Betroffene häufig zu Ausgrenzungserfahrungen. Auch das wurde schon mehrfach in diesem Forum von Betroffenen genau so geschildert, wie auch jetzt wieder. Ich finde, das kann man einfach auch akzeptieren, statt es wegdiskutieren zu wollen, wie sich das für davon Betroffene anfühlt, die das dann eben nicht im Rahmen eines netten Smalltalks erleben, sondern teilweise mehrmals täglich und in durchaus aggressiver Weise.

    Ich kann das aus meinen Erfahrungen als Behinderte jedenfalls gut nachempfinden, dass man irgendwann die Schnauze auch mal voll hat von den angeblich nur nett gemeinten, aber verdammt zudringlichen und respektlosen Nachfragen der Mitmenschen, die meinen, man wäre verpflichtet ihre persönliche Neugier zu bedienen. In meinem Fall hat das dann bedeutet, dass Wildfremde, wenn ich mit Assistenzhund in Kenndecke unterwegs war meinten, ich müsse, weil sie es ja nur gut meinten, ihre Fragen zu meiner Gesundheit en Detail beantworten und waren verletzt bis empört, wenn ich einfach deutlich gesagt habe, dass meine gesundheitlichen Diagnose nur mich etwas angehen würden. Oder, wenn ich dabei eine Sonnenbrille getragen habe wegen des Wetters, dann sind, wenn ich in der Bahn saß auch immer mal wieder irgendwelche arg lieben Damen gekommen, haben ihr Gesicht mit maximal 10cm Abstand vor meinen Kopf geschoben, um mich dann unvermittelt anzuschreien wo ich denn hinwolle, ob ich Hilfe brauche, was ich denn habe, weil man das offenbar auch so macht, wenn man einen „netten“ Smalltalk führen möchte mit einem behinderten Menschen. Nicht zu vergessen natürlich die Leute, die mich angepöbelt haben, Spasten wie mich hätte man früher vergast. Wohl gemerkt alles nur basierend auf der Kenndecke und dem Assistenzhund oder ggf. noch der Sonnenbrille, nicht, weil man mir ansonsten irgendeine Form von Behinderung äußerlich direkt ansehen könnte.

    Irgendwann hat man einfach genug von dieser ganzen Zudringlichkeit, Übergriffigkeit und Respektlosigkeit und hat auch wirklich keinen Bock mehr, die angeblich nett gemeinte Neugier Wildfremder zu bedienen, die nur Smalltalk machen möchten.

    Manche Dinge kann man sich nicht vorstellen, wie diese sich für davon Berroffene tatsächlich anfühlen, egal wie gut man es gemeint haben mag. Man kann aber lernen es zu respektieren, wenn einem Menschen deutlich sagen, wie sich das für sie anfühlt und das einfach mal ernst nehmen.

    Geh mal auf die Strasse und frag die Leute, was im Grundgesetz überhaupt drin steht. Es wird wohl schnell klar, dass das ein unbrauchbares Kriterium ist.

    Dem möchte ich widersprechen. Ich führe zwar keine derartigen Gespräche mit Hinz und Kunz auf der Straße - warum sollte ich- aber ich arbeite regelmäßig mit SuS in der Sek.I zum Grundgesetz. Eine meiner ersten Fragen ist immer, was denn darumstehe darin stehe, was sie also schon wissen über das GG. Ein Gutteil der ersten 20 Artikel bekommen wir so zumindest in groben Zügen tatsächlich von vornherein zusammen, weil ihnen die dahinterstehenden Grundwerte sehr wohl bekannt und geläufig sind.

    Du hast Recht. Ich sollte mich als Mensch mit sichtbarem Migrationshintergrund mal nicht so anstellen, wenn man mir mittelbar mit dieser Frage mein Deutschsein abspricht. Meine Hautfarbe hat trotz des Umstands, dass ich geschliffenes Hochdeutsch spreche sicherlich nichts damit zu tun. Noch weniger mit dem persistierenden Klischee, dass ein nicht weißer Deutscher kein solcher sein kann (oder gar sein darf.)

    Ich glaube, das können Weiße schlichtweg nicht verstehen - insbesondere wenn man in einer Welt aufwächst, in der "white privilege" eben immer noch kultiviert wird.

    Ich jedenfalls verstehe was du schreibst, auch wenn ich es nicht aus eigenem Erleben kenne. Empathie ist eine ziemlich gute Brücke, ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit oder auch Ungerechtigkeit (nicht limitiert auf eigenes Erleben) schadet ebenfalls nicht. Schließlich habe ich genau wie andere meine eigenen Päckchen zu tragen, die mir schon Ausgrenzungserfahrungen anderer Art beschert haben. Darüber hinaus bin ich bereit zuzuhören und dazuzulernen, wenn mir andere Menschen von ihren Ausgrenzungserfahrungen berichten, um selbst aufmerksamer agieren zu können, als ich das möglicherweise bis dahin getan habe. Ich hoffe, das trifft auf einige hier zu, die auf diesem Weg zuhören und dazulernen wollen, gleich welche Hautfarbe, welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung, Nationalität, Ethnizität, Religion oder auch welchen gesundheitlichen Status sie selbst haben mögen.

    Ja gelll... Es ist etwas unangenehm, wenn einen diese Unterstellung so aus heiterem Himmel trifft, ne? Ich fände es auch famos, würde das echt mal aufhören hier, mit der Unterstellerei.

    Och, geht schon. Ich weiß ja nicht nur, wer ich bin oder nicht bin, sondern weiß auch, dass meine Beiträge in diesem Forum eine ausreichend eindeutige Sprache sprechen, wenn es um die AfD geht. Sollte das also tatsächlich als Unterstellung gemeint gewesen sein mir gegenüber- was ja längst nicht klar ist-, dann kann ich in dem Fall lachend darüber stehen. So viel Selbstbewusstsein hab ich dann schon.

    Ihr führt immer von der Ausgangsfrage weg.

    Nein, die Alternativen Deutschen sind nicht demokratisch, und "wir" seid ihr noch lange nicht.

    Falls du mit dem „ihr“ an der Stelle Morse' und mich meinst, da innerhalb unseres Austausches dieses „wir“ von mir aufgebracht wurde: Ich bin ganz gewiss keine Anhängerin der AfD und nach allem, was ich bislang in diesem Forum von Morse gelesen habe er auch nicht. Ich möchte doch darum bitten etwas aufmerksamer zu lesen, wer da was schreibt, statt einfach direkt jemanden unbegründet der AfD- Anhängerschaft zuzurechnen.

    Wer soll dieses "wir" sein?

    „Wir“ meint über die Wirtschaftspolitik der BRD seit deren Gründung- die ja nicht von irgendwelchen Schattengestalten gegen unser aller Willen durchgesetzt wird, sondern von Politikerinnen und Politiker , die von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes gewählt wurden und werden- uns alle, die wir in diesem Land leben und diese Wirtschaftspolitik in den meisten Fällen unkritisch mittragen.

    Ich würde dir dahingehend widersprechen, dass Parteien sich ausnahmslos und offen für prekäre Lebensverhältnisse einsetzen. Sie nehmen diese aber in unterschiedlichem Ausmaß eindeutig in Kauf oder sorgen gar für eine Ausweitung derselben, je nachdem, wie kompromisslos Wirtschaftspolitik propagiert und betrieben wird, beziehungsweise Sozialpolitik zu oft, zu irrelevant ist, um diese konsequenter zu betreiben, auch und gerade durch eine andere Art der Wirtschafts- oder Umweltpolitik. Solange wir uns dem Wirtschaftswachstum als Hauptziel verschrieben haben, hat dies nun einmal erhebliche ökologische und soziale Konsequenzen. Dass es andere wirtschaftspolitische Ansätze geben würde auch aus der neueren Zeit ist hinreichend bekannt.

    Gymshark - Entschuldige bitte, aber die AFD setzt sich für Menschen in prekären Verhältnissen ein? Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

    Die AFD übernimmt sehr gekonnt den Habitus von Menschen in prekären Verhältnissen. AFD-Politiker werden entsprechend von einer bestimmten Klientel als "Leute von unten", die es denen "da oben" zeigen wollen, begriffen.

    Tatsächlich handelt es sich um ein extrem wirtschaftsliberale Partei, die auf maximale Eigenverantwortung des Individuums, auf eine weitgehende Entsolidarisierung der Gesellschaft setzt.

    Zumindest Gymshark sollte so eine Frage also nicht rein intuitiv entscheiden, sondern - anders als typische AfD-Anhänger:innen- faktenbasiert entscheiden. Das Parteiprogramm der AfD könnte wichtige Hinweise liefern, was die AfD jenseits populistischer Tagesreden, um Wähler :innen für sich zu gewinnen tatsächlich intendiert für Menschen in prekären Lebenslagen (wozu Asylebewerber:innen durchaus gehören), Was die AfD auf kommunaler Ebene teilweise befürwortet oder auch blockiert, wären dann relevante Hinweise, was bei praktischer Umsetzung zu erwarten ist oder eben auch nicht.

    Spoiler : Menschen in prekären Lebenslagen aller Art haben in der AfD ganz eindeutig keine "Partei des kleinen Mannes" vor sich, die sich für sie einsetzen würde, was nur umso mehr gilt, je weniger "biodeutsch" Menschen sind.

    Das bedeutet es eben leider schon. In die Schweiz sind Ende der 1990er sehr viele Flüchtlinge aus den Balkanstaaten gekommen und viele davon waren eben keine "Hochqualifizierten", die man speziell anwirbt, wenn man sie für die eigene Wirtschaft haben will. Die kamen einfach in einer Notsituation und sind geblieben. Was zum einen bedeutet, das sind Leute, die wollten eigentlich gar nicht emigrieren, sie hätten es ohne den Krieg nicht getan. Sie sind auch nicht zurückgekehrt, weil sie infolge der ethnischen Säuberungen in den betroffenen Regionen häufig gar nicht konnten. Das macht die Integration erst mal schwierig, denn man hat Leute im Land, die sehr heimatverbunden sind und gar nicht sein wollen, wo sie jetzt eben sind. Die lernen keine Landessprache und sie arbeiten oftmals nur um das Geld an Angehörige in der alten Heimat zu schicken. Es gibt sehr aufschlussreiche Statistiken über die Bildungskarrieren dieser Leute und ihrer Nachkommen. Es ist ganz genau so, dass auch die bereits hier geborene Generation immer noch häufig mit den gleichen Problemen kämpft, wie die Eltern. Was eben sehr wohl an der Sozialisation durch das Elternhaus liegt. Das kann man ebenfalls aus den Statistiken ableiten, denn es gibt Migrantengruppen, bei denen das ganz anders aussieht. Aus Portugal z. B. kommen ebenfalls sehr viele Geringqualifizierte, die hier häufig bei Coop an der Kasse oder auf dem Bau arbeiten. Schon deren Kinder aber gehen beinahe gleich häufig ans Gymnasium wie die Kinder aus Schweizer Familien. Wir wollen jetzt sicher nicht darüber diskutieren, dass Portugiesen grundsätzlich intelligenter sind als Kosovaren. Daran liegt es nicht. Es liegt an der Integrationsbereitschaft. Wie heisst es so schön: Man kann den Esel nur zur Tränke führen, saufen muss er selber. Die Angebote sind für alle gleich. Die einen nehmen sie an, die anderen nicht.

    Das Problem ist, dass das weder auf sämtliche Migrationsströme seit dem 2. Weltkrieg zutrifft (ich hatte schon einmal erzählt von der Putzfrau meiner Großmutter, die eigentlich Ärztin war, aber keine Chance hatte in den 90ern, ihre Ausbildung anerkennen zu lassen), noch "das gleiche Angebot" bedeutet, dass alle ein Angebot erhalten, welches tatsächlich zu Bildungsgerechtigkeit führen könnte, würde es angenommen werden. Verschiedene Menschen, mit verschiedenen Voraussetzungen benötigen auch verschiedene Angebote, um besser abgeholt und gefördert zu werden. Das gehört zur Integration mit dazu, soll diese nicht am Ende doch eigentlich nur auf Assimilation hinauslaufen.

    SuS mit bzw. ohne Migrationshintergrund?

    Das Wort Migrationshintergrund wird offenbar meist in problematischen Kontexten verwendet, insofern passt es vielleicht recht gut zu dem, was ich ausdrücken wollte.

    Zumindest reduziert diese Formulierung deine Aussage nicht mehr einseitig auf lediglich einen Teil unserer SuS deutscher Staatsangehörigkeit. Das empfinde ich als Fortschritt. Ich finde es dennoch problematisch, Mängel in der Integration von Menschen ausländischer Herkunft (die ja nebenbei bemerkt auch ein unterschiedlich großer Teil unserer aktuellen Schülerschaft ausmachen und nicht qua Pass minder ein Anrecht haben auf ihren Bedürfnissen angemessene Förderung) zu verbinden mit ebenfalls vorhandenen Mängeln in der Förderung unserer Staatsbürger:innen. Die Nationalität halte ich in diesem Kontext und aus meinen Überzeugungen heraus zu Bildungsgerechtigkeit, Menschenwürde und dem, was ein Asylrecht diesbezüglich leisten müsste für irrelevant. Findest du wirklich, dass diese bei der Bewertung dessen, was unser Schulsystem leistet oder eben auch nicht ausreichend leistet eine Rolle spielen sollte? Warum (nicht)?

    Was hat die Staatsangehörigkeit mit dem Vorhandensein oder Fehlen von Mirationshintergründen zu tun? Ich habe einen deutschen Pass, und dennoch Migrationshintergrund. Ich bin also nicht "biodeutsch", aber trotzdem deutscher Staatsbürger.

    Nichts, eine wie dein persönlicher Fall zeigt. Wolfgangs alternativer Formulierungsvorschlag zeigt aber, wie er den Beitrag, um den es geht verstanden hat. Wenn das nicht zu dem passt, was du ausdrücken wolltest, dann beschreib das einfach noch einmal ausführlicher. Ich glaube, ich bin rhetorisch und sprachlich recht fit. Sollte es dann also einen passenden kurzen Ausdruck, wie das von dir verwendete "biodeutsch" geben, dann dürfte ich diesen kennen.

    Nimm gerne "Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit" oder "Kinder deutscher Staatsbürger".

    "Biodeutsche Hähnchen" gibt es auch nicht. Da wurde auch wild hin- und her gekreuzt.
    Nebenbei: Die Passage aus Karl Zuckmayers "Des Teufels General" über den Schmelztiegel am Rhein wurde bereits mehrfach zitiert und trifft den Sachverhalt. Du wirst in Deutschland nur einen geringen Prozentsatz der Bevölkerung finden, bei denen sich im Stammbaum nur Menschen aus dem 100km-Umkreis innerhalb der deutschen Staatsgrenzen finden. Dafür gab es in der Geschichte der vergangenen 500 Jahre zu oft Kriege, Vertreibung und Wanderungsbewegungen oder Handelsbeziehungen in verschiedenste Länder, bei denen sich Männlein und Weiblein trafen.

    Der Ausdruck "biodeutsch" ist aber nicht per se ein Ausdruck, der auf eine rechte Gesinnung der verwendenden Person schließen lassen würde. Das kann je nach Kontext dann ggf. anders aussehen.

    Ich verwende den Ausdruck, um beispielsweise deutlich zu machen, welche Gesinnung hinter einer Begrenzung einer bestimmten Maßnahme auf bestimmte Menschen stehen könnte oder um meine eigene Abstammung aus nicht rein arischer Blutlinie darzustellen (auch das kein Ausdruck, den ich aus einer rechten Haltung heraus einsetze, sondern um bewusst rhetorisch überspitzt zu formulieren).

    In dem Kontext, in dem du den Ausdruck verwendet hast Paraibu liest sich das aber tatsächlich so, als würden deines Erachtens Kinder "biodeutscher" Abstammung eine bessere schulische Förderung verdienen als Kinder mit Migrationshintergrund oder ausländischer Herkunft. Wenn es nicht das ist, was du ausdrücken wolltest, dann passt der Ausdruck an der Stelle nicht. Dann solltest du vielleicht einfach noch einmal deutlicher machen, was du meintest. :)

    Wann kann man vom Scheitern sprechen?

    Der Personalmangel trifft die FöS genauso und war hier vor der Umsetzung der Inklusion auch schon über Jahre gravierend,

    dann sind die FöS schlecht ausgestattet.

    Wird man dann vom Scheitern der Exklusion sprechen?

    Zumindest die Sonderpädagoginnen, mit denen ich schon zusammengearbeitet habe haben alle geäußert, dass an ihren Stammschulen eine deutlich besser eine Förderung möglich wäre als in der Inklusion dank kleinerer Klassen, besserer Ausstattung der Förderschulen mit passenden Materialien, ausreichend Differenzierungsräumen und eben auch in jeder Stunde Unterricht bei Förderschullehrkräften.

    Was den Personalmangel betrifft stimme ich dir voll und ganz zu, Palim!

    Siehst du also Inklusion unter den heutigen Umständen als gescheitert? Wäre es besser die Kinder in Förderschulen zu lassen?

    Für manche Kinder sind Förderschulen definitiv die bessere Option. Hier in BW gibt es diese ja noch. Dort gibt es deutlich kleinere Lerngruppen, Sonderpädagoginnen und - pädagogen in jeder Stunde, sowie ggf. weiteres Fachpersonal, passende Hilfsmittel und Fördermaterialien, weil die Schulen auf verschiedene Förderschwerpunkte spezialisiert sind und anders als Regelschulen nicht im Zweifelsfall alle Arten von Förderstatusen in der Schule haben,... Für manche Kinder ist umgekehrt die Inklusion der bessere Weg oder könnte es sein, wären Regelschulen personell und räumlich vergleichbar mit Förderschulen ausgestattet.

    Man muss das Thema sehr differenziert betrachten.

    Also Transparenz sollte schon irgendwie noch eine Rolle spiele. Einfach anstreichen kann nämlich jede*r.

    Bei reinen Rechtschreibfehlern reicht aber zumindest in der Oberstufe anstreichen. Die sollten in dem Alter dann nämlich wirklich schon wissen, was das entsprechende Korrekturkürzel bedeutet und haben auch gelernt Wörter nachzuschlagen. Dazu hat @Pyro klar geäußert, dass er (?) immer einen Erwartungshorizont mit ausgibt und seine Korrekturweise von seinen SuS auch als gut verständlich empfunden wird.

    In der Grundschule oder Sek. I muss man dann natürlich noch einmal anders vorgehen. Gerade bei der Rechtschreibung sind wir beispielsweise an meiner Schule in allen Fächern angehalten eine Positivkorrektur zu machen.

    Bei uns machen die das, um die Ferien noch abzudecken. Also bewusste Entscheidung

    Du meinst wie bei Lehrkräften also, die das derart handhaben? Unsere Sekretärin hat nicht die kompletten Ferien frei, genießt es aber auch an ihren Arbeitstagen in den Schulferien einfach mal ungestört ihr Zeug wegschaffen zu können und ansonsten, wann immer das möglich ist tatsächlich auch um spätestens um 16:30 Uhr gehen zu können, nachdem sie immer schon ab 7 Uhr (6:30 Uhr an Prüfungstagen) anwesend ist und abgesehen von ihrer Mittagspause (während der oft trotzdem Lehrkräfte etwas von ihr wollen) keine richtigen Pausen hat in Schulwochen.

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