Hier können wir darüber diskutieren, ob der deutsche Weg der Lehrerausbildung alternativlos und zielführend ist.
Jeder 18-jährige versteht:
Studium --> Ref --> Festanstellung lebenslang an öffentlichen Schulen für gutes Geld.
Es gibt keinen anderen Weg, der dorthinführt und das ist gut so und soll so bleiben?
Das war nicht die Frage, um die es ging, sondern es ging darum, dass dir gesagt wurde, dass bereits 18-jährige, anders als von dir behauptet, problemlos verstehen können, dass der normale Weg in Deutschland Lehrer zu werden darin besteht erst ein Lehramtsstudium zu absolvieren und sodann einen Vorbereitungsdienst. Dass es irgendwelche Seiteneinstiegsoptionen gibt, über die man vielleicht auch auf anderem Wege Lehrer werden kann ist typischerweise erst später im Leben relevant, wenn die Leute bereits einen komplett anderen beruflichen Weg eingeschlagen haben und sich dann eben kundig machen, ob sie dennoch die Voraussetzungen erfüllen für einen Wechsel in den Schuldienst. Verdrehst du die Fakten auch sonst derart?
Dass du dich aus welchen Gründen auch immer zwar für ein Nachstudium samt Lehramtsmaster oder 1. Staatsexamen (was von den beiden auch immer du jetzt haben magst), aber gegen ein anschließendes Ref entschieden hast, weil:
- du dich als erwachsener, studierter und promovierter Mensch von Horrorgeschichten Dritter hast abschrecken lassen
- und/oder (es ist ja etwas unverständlich, was du schreibst) davon, dass du selbst hättest nachlesen müssen in den Zugangsbedingungen zum Vorbereitungsdienst ob Lehramtsmaster und 1. Staatsexamen gleichermaßen den Zugang zum Ref gestatten, weil deine Studienberatung dir diese Arbeit nicht abnehmen wollte
- und/oder weil die doofe Uni dir doofe, in deinen Augen beruflich unnütze Fachwissenschaft beigebracht hat, statt dir eine Sonderbetreuung zukommen zu lassen, dich als Mensch im Zweitstudium und mit Familie extra zu entlasten, dir die Praxis beizubringen, die man im Ref erlernt
- und/ oder die doofen Lehrkräfte, die an den Schulen tätig sind dann null Ahnung von Fachdidaktik haben
- und/ oder das doofe, starre Zugangssystem zum Schuldienst dir tatsächlich abverlangen wollte, einfach das verdammte Ref zu machen, damit du eine volle Lehrbefähigung erhältst und nach Belieben jetzt problemlos, unbefristet,… in den staatlichen Schuldienst wechseln könntest
… das alles sind deine persönlichen Entscheidungen gewesen, und weder Gründe gegen den aktuellen Weg der Lehrerausbildung, noch für weitere Seiteneinstiegsvarianten, für alle, die einfach nur das Ref doof finden oder die Lehrkräfte, die an Schulen tätig sind pauschal für unfähig halten. Auch den Teil dürften 18- jährige, die sich für den Beruf als Lehrkraft interessieren bereits problemlos verstehen.
Dies geschrieben wüsste ich nicht, wer behauptet hätte, dass der deutsche Weg der Lehrerausbildung alternativlos wäre. Zielführend ist er aber durchaus, denn er führt völlig unmissverständlich hin zum Beruf, bildet im Studium nicht nur einfach Lehrer aus, sondern Leute, die tatsächlich auch etwas von ihren Fächern verstehen, wobei je nach Bundesland und Schulart Pädagogik und Didaktik jeweils den Umfang eines vollwertigen Nebenfachs haben können im Studium.
DEN deutschen Weg gibt es insofern bereits im Studium nicht und auch danach nicht, wenn die Länder unterschiedlich lang dauernde Vorbereitungsdienste haben oder unterschiedliche Seiteneinstiegsprogramme mit teilweise völlig verschiedenen Mindestanforderungen. Wer es dann dennoch NOCH praxisbezogener will im Studium und wirklich einfach einen Beruf lernen will, kein ernsthaftes Fachstudium absolvieren möchte plus der praktischen Berufsausbildung im Ref, der kann inzwischen ja sogar ein duales Lehramtsstudium starten.
Dein Problem war noch einmal was genau?