Beiträge von CDL

    Ich habe von einer Lehrkraft gehört, dass sie 28x 60 Minuten unterrichten muss und es bereut nicht an eine Schule mit 45 Taktung gegangen zu sein.

    Ich bin deshalb etwas irritiert…

    Dann hat die Gerüchteküche offensichtlich Unfug verbreitet, von der du das gehört hast oder die betreffende Lehrkraft selbst hatte das Bedürfnis etwas zu übertreiben in ihren Darstellungen und es dabei mit der Wahrheit nicht ganz so genau zu nehmen um des dramatischen Effektes willen. Das Deputat der jeweiligen Schulform bezieht sich bundesweit auf 45min- Einheiten. An Schulen, die andere Taktungen verwenden wird dies dann dementsprechend umgerechnet.

    Nun, ich finds ziemlich absurd und beinahe (wahn)witzig, dass aktive Trinker weiterhin Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen dürfen und hatte mir von dem Thread ursprünglich versprochen, nen richtigen Umgang damit zu finden.

    Bist du dir bei denjenigen deiner KuK, an die du denkst, denn sicher, dass diese tatsächlich deutlich alkoholisiert sind, während sie ihren Unterricht halten?

    Ich finde diesen Abschnitt extrem beachtenswert:

    Die privilegierten Schülerinnen und Schüler sind also in der Spitzengruppe.
    Wir verlieren "nur" die anderen relativ erheblich stärker als andere Länder.

    Die Spitzenförderung funktioniert in Deutschland, wie auch alle anderen PISA- Studien gezeigt haben. Fast 70% unserer SuS werden aber offenkundig weiterhin zu schlecht abgeholt, gefördert von Beginn an, weil sie etwas anderes benötigen würden an Betreuungsschlüssel, (Früh-) Förderung, etc. Die Wege das zu ändern sind schon lange klar, werden aber gesamtgesellschaftlich und in der Folge politisch nicht umgesetzt. So gesehen könnte man sich PISA auch schenken, weil man die eigentlichen Probleme, die diese Studien aufdecken längst kennt und doch nicht ernsthaft angeht.

    Ich finde das sehr, sehr krass und sehr mächtig. Ich wurde mal als ein Gebäude in der Schweiz aufgestellt, in dem die Gesellschaft tagt, die entscheidet, ob eine neue Bewegung in die Eurythmie aufgenommen wird oder nicht. Die Aufstellende hatte nämlich eine neue Bewegung erfunden und... ach, fragt nicht... (Soll ich das mal auslagern wegen O.T.?)

    Ansonsten gab es in Berlin auch eine, die stellte Zähne auf. Also wenn du z.B. Zahnschmerzen an einem Zahn hast, dann steht das für ein psychisches Problem mit einem Organ oder so.

    Ich hadere zwischen :hammer:,:schreck:,:rotfl:oder :heul:. Man hält’s es nur aus, wenn man darüber lachen kann, aber eigentlich ist es zum Haare raufen, dass für so etwas dann auch noch Krankenkassengelder verschleudert werden. Falls du auslagern magst, könnten wir vielleicht erst einmal ein achtsames, geeistes Erdbeerchen lutschen, währen wir uns wirkungsvollerer Methoden besinnen. :doc:

    Aber hier wäre eine Krankmeldung per Mail doch so viel besser, die könnte auch nachts um 4 erfolgen!

    Ich kann mir spontan keine Konstellation vorstellen, in der es aus Sicht der erkrankten Lehrkraft nicht besser wäre, einfach nur per Mail die Krankmeldung absetzen zu können, statt noch telefonieren zu müssen, wenn man eigentlich einfach nur Ruhe benötigt. Das sollte meines Erachtens an allen Schulen möglich sein, egal welche persönliche Einstellung eine SL zu dem Thema vertritt.

    Man mag es im europäischen Vergleich nicht glauben, aber im Fach Englisch sind wir gegenüber dem asiatischen Raum weit vorne. Dort ist der Unterricht "formaler" und auf das sprechen wird kaum Wert gelegt.

    Insofern kann man nicht pauschal sagen, dass in diesen Ländern anders als hier Leistung gefordert werden würde, sondern dass eben eine andere Leistungsvorstellung gilt, die sich auch je nach Fach unterschiedlich auswirkt.

    Wir haben teilweise Migranten aus Japan, China, Korea weil deren Abschlüsse nicht anerkannt werden. Die lachen über das, was bei uns läuft und können es gar nicht glauben. Ganz besonders in Mathe. Das ist da maximal 10. Klasse, was hier im Abi passiert.

    OK und gibt es umgekehrt auch Fächer, die es in deren Herkunftsländern überhaupt nicht gibt oder in denen hier in Deutschland ein höherer Standard als Ziel schulischer Bildung gilt als das in ihren Herkunftsländern der Fall ist?

    Ha! Ich bin gut! Das Beste, was ich mal empfohlen bekommen habe, war Neue Germanische Medizin nach "Dr." Hamer.

    Das verrückteste, was sich mal erlebt habe während eines Akutklinikaufenthalts war eine Familienaufstellung in einer Klinik. Bei der Aufstellung einer Mitpatientin sollte ich dann ihren Brustkrebs verkörpern. Zieht man ab, dass es eine Therapiesitzung sein sollte und dass die Mitpatientin das total ernst genommen hat, war es eigentlich ganz witzig und für die Mitpatientin auch durchaus heilsam, weil ich irgendwann entschieden hatte ihr zuliebe den Tumor einfach verrecken zu lassen, damit sie sich von ihm verabschieden könnte (ihr hat das Mut gemacht ihrer Aussage nach, dass die einseitige Mastektomie ausreichend wäre und der Krebs nicht zurückkommen würde, das war es also wert). Aus meiner Perspektive war das so unterhaltsam und seriös wie Gläser rücken.

    Hallo,

    Ist der Wünsch noch aktuell? Ich suche eine/n Tauschpartner:in. Ich arbeite in Hessen und suche in BW. Verheiretet und drei kleine Kinder.

    Danke und LG

    Mikel

    Ich meine mich zu erinnern, dass @frederick89 inzwischen den Weg der Entlassung gegangen ist, um endlich eingestellt zu werden an einem Gymnasium, wo er inzwischen tätig ist. Nachdem das seinen Beiträgen der letzten Jahre nach sein eigentliches Ziel war, würde ich vermuten, dass ein Bundeslandwechsel kein aktueller Wunsch ist. :weissnicht:

    Einige der wichtigsten Maßnahmen, die ich für erforderlich halten würde wären neben kleineren Klassen und mehr Schulsozialarbeit ausreichend Personal für Inklusion, zusätzliche Förderangebote in den Hauptfächern (ggf. weitere Gruppenverkleinerung durch Teamteaching in den Hauptfächern), sowie ein regelmäßiges Angebot der schulpsychologischen Beratungsstellen direkt an den Schulen und für die SuS, damit diese besser versorgt/ betreut / unterstützt werden können.

    Wenn ich bedingungsfrei träumen dürfte, wäre die eine Änderung, die ich mir dringend und zwingend für alle Kinder wünschen würde, dass diese von Beginn an liebevolle, interessierte und engagierte Eltern hätten, die sich für die gewaltfreie Erziehung und liebevolle Förderung ihrer Kinder konstant interessieren und stark machen würden. Eltern, die uns Lehrkräfte als Partner ansehen und entsprechend Hand in Hand mit uns arbeiten würden, damit wir tatsächlich eine Chance hätten gemeinsam für jedes Kind zu kämpfen, was auch immer das dann individuell bedeuten würde. Das würde eine gewaltige Veränderung für die meisten unserer SuS bedeuten und wäre damit tatsächlich ein ganz großer Wurf.

    Absolutes Handyverbot in Schulen bei gleichzeitiger Zuteilung von digitalen Endgeräten, die durch die Schule administriert werden.

    Gibt es bei uns im Laufe der nächsten drei Jahre. Ich bezweifle, dass das die entscheidende Lösung darstellt für die Bildungsherausforderungen, die wir haben (auch wenn es vieles leichter machen wird und deshalb zu begrüßen ist), werde aber gerne berichten.

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