Beiträge von CDL

    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten einen anerkannten DaZ- Abschluss in Deutschland zu machen. Die Frage wäre eher, ob. Du im Zweifelsfall mobil genug bist, um dafür an eine andere Hochschule zu wechseln. Lass dich doch zunächst einmal von der Studienberatung deiner aktuellen Hochschule beraten zu Möglichkeiten, doch noch einen DaZ- Abschluss im Rahmen deines Studiums zu erlangen. Eventuell gibt es externe Kooperationspartner oder man kann dir zumindest sagen, welche Hochschulen in der Nähe das anbieten und ob du dort mit deinen weiteren Fächern ebenfalls studieren könntest.

    Jo, passt. Ich hab das Fach und sehe einige der Studis vor meinem inneren Auge.

    Da weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, dass das tatsächlich in so einem Umfang erforderlich ist Stoff aus der Oberstufe MIT Studierenden in einem Seminar zu wiederholen, statt diesen abverlangen zu können, dass sie ggf. noch vorhandene Lücken im Selbststudium schließen. Weinen eher, aber Galgenhumor lässt einen das besser ertragen.

    Wo ist das ausgeschrieben?

    Kenne ich nicht und habe Interesse.

    Oh, gute Frage, das kann ich dir spontan nicht sagen, weil ich selbst über mein Kollegium von den Fallbesprechungsgruppen erfahren habe und mich angemeldet habe.

    Ich mach mich mal schlau, wo das steht und würde dir im Zweifelsfall die Kontaktdaten der Leiterin der Gruppe schicken, in der ich war, damit diese dir die Ansprechpartner für Gruppen in deiner Region einfach direkt zusenden kann.

    EDIT: Wie von mir vermutet findet man das auf den Seiten des ZSL, unter „Unterstützungsangebote für Schulen und Lehrkräfte“ (sehe gerade nur die Adresse der Startseite und kann insofern nicht direkt verlinken). Auf Anfrage bei der für dich zuständigen Regionalstelle des ZSL bekommst du Kontaktdaten für regionale Gruppen, die offen sind, also die nicht spezifisch für eine Schule sind.

    Ich gestehe ich gehöre zu denen die im Studium nur das machte was unbedingt sein musste .

    Bei mir gab es „ damals „ keine Noten nur das „ Bestehen“ des Scheins…

    Wofür dann großen Aufwand betreiben?

    Im Endeffekt lag alles an den letzten 4 Prüfungen und der Staatsarbeit. Daraus bildete sich die Note .

    Dazu dann die Note im Ref 50:50 ..

    Das hat sich zumindest hier in BW längst geändert. Einen Teil der Staatsexamensnoten des ersten Staatsexamens habe ich beispielsweise studienbegleitend erworben. Ein Fach wurde komplett studienbegleitend abgeschlossen, dazu weitere Teilleistungen in allen Fächern.

    Ich habe aber ganz unabhängig davon studiert, weil meine Fächer mich wirklich begeistert haben und ich diese in der Tiefe durchdringen wollte. Wäre meine Gesundheit mir nicht dazwischengekommen hätte ich nach dem Erststudium (oder Zweitstudium) noch promoviert.

    Weiß ich nicht, ist ja nicht meine Uni.

    An meiner Uni gibt es Einführungen im ersten Semester, in denen man an die Methoden und Grundlagen der jeweiligen Studiengänge herangeführt wird. So ein Lesepensum gibt es bei uns im ersten Semester in keinem mir bekannten Studiengang. Unsere Reader haben nach den ersten beiden Semestern je nach Seminar ca. 250 bis 600 Seiten (+ Primärliteratur). Damit ist man gut ausgelastet. Wenn jemand erzählt, er/sie habe im Studium pro Seminar ein Lesepensum von 1400 Seiten (14 Wochen x 100 Seiten) gehabt, dann würde ich dazu gerne mal den Reader/die Textsammlung sehen. Es fällt mir schwer, das zu glauben.

    Politikwissenschaft: Grundliteratur pro Woche und Seminar waren 50- 75 Seiten Basistext. dazu kamen bis zu 50 Seiten zusätzlicher Vertiefungstexte, die man zumindest lesen musste, wenn man in der Woche die Moderation übernehmen musste oder für eine Hausarbeit oder Klausur benötigt hat. Es war aber völlig klar, dass man im Grundstudium und Hauptstudium jeweils nur maximal zwei Politikseminare *pro Semester belegen konnte, um den ganzen Leseaufwand leisten zu können. Das wurde dann ergänzt durch Vorlesungen und Veranstaltungen in den Nebenwissenschaften, wie Soziologie, Geschichte oder auch öffentliches Recht. Ja, das waren jedes Semester gewaltige Papierberge an Kopien, die zusammengekommen sind bei mir. War aber wie gesagt völlig normal an der Universität.

    Im Zweitstudium hat meine Literaturliste für die mündliche Prüfung Politik dann auch über 50 Titel umfasst, weil ich es gewohnt war aus dem Erststudium ein Thema extrem gründlich zu erarbeiten und zu beleuchten, mit zahlreichen Quelltexten, aktuellen Artikeln, etc. meine Thesen zu untermauern, die wir für die Staatsexamensprüfung vorbereiten mussten.

    Selbstverständlich. Den gibt's in jedem guten Internet-Kaufhaus.

    Wird sogar in Kombination mit Corona-Schnelltests angeboten.

    Tatsächlich? Davon habe ich wirklich noch nie gehört und der wurde mir auch noch nie angeboten, also weder bei einem Internetnachkauf von COVID- Schnelltestst noch in der Apotheke oder beim Arzt. Muss ich mal nachlesen gehen, wie zuverlässig die sind…

    Natürlich, als freiwilliges Angebot

    Alles andere wäre doch auch völlig absurd. Therapie, Supervision, Coaching- all das kann nur funktionieren auf freiwilliger Basis. Pflichtveranstaltungen sitzt man im Zweifelsfall doch sonst nur ab, aber ist im Zweifelsfall nicht dazu bereit tatsächlich kritisch auf sich selbst zu blicken und an sich selbst zu arbeiten.

    Wenn du in einer „ähnlichen Lage“ bist, dann steht bei dir nehme ich an jetzt auch eine Wiedereingliederung an nach längerer Erkrankung, möglicherweise ebenfalls einer Belastungsstörung. In dem Fall würde ich dir empfehlen, dich mit deiner örtlichen Schwerbehindertenvertretung bzw. Personalvertretung zusammenzusetzen und zu prüfen, ob deine besondere Krankengeschichte und ihr Hintergrund eine Basis für eine Versetzung darstellen, sprich ob es für deine weitere Genesung und den Erhalt deiner Dienstfähigkeit am Ende nachweislich unerlässlich ist, dass du eine neue Wirkungsstätte bekommst.

    Doch, doch, ich habe auch Probleme und Stress. Nur will ich das nicht mit Fremden besprechen.

    Dass es solche Leistungen als Angebot und normaler Teil der des Berufs geben sollte, sehe ich aber auch so.

    Bist du denn sicher, dass es in Hessen nicht auch wie in BW derartige Angebote seitens des Dienstherrn gibt? Wie man an Germans Aussagen erkennt, sind derartige Angebote, nur weil es sie gibt, ja längst nicht allen Lehrkräften bekannt, egal wie lange diese bereits im Schuldienst tätig sind.

    Ich habe leider schon einige Kollegen erlebt, die angeblich nie Probleme hatten und dann im Burnout landeten.

    Ich habe einen Coach, muss diesen aber selbst zahlen, da ich diesen nur vorsorglich für mich habe und (zum Glück) keine Diagnose.

    In vielen Firmen mit psychischen Belastungsberufen bekommt man Supervision aber bezahlt oder als internes Angebot.

    Nachdem du wie ich in BW tätig bist: Gerade hierzulande gibt es im Sinne der Fürsorgepflicht ein komplett kostenfreies Supervisionsangebot unseres Dienstherrn im Form der Pädagogischen Fallbesprechungsgruppen. Die kann ich nur jedem und jeder ans Herz legen, der/ die eine Supervision freiwillig, kostenfrei und durch Fachpersonal begleitet durchführen möchte in BW. Nachdem ich von den Leiterinnen der Gruppe, in de Rich im letzten Jahr war weiß, dass es ein solches Angebot längst nicht in allen Bundesländern gibt, halte ich es für umso wichtiger, dies wenn man hier in BW als Lehrkraft tätig ist und Interesse an derartigen Angeboten hat auch aktiv zu nutzen. Was das angeht lässt unser Dienstherr uns nämlich erfreulicherweise nicht komplett im Stich, sondern Unterstützung kostenfrei, unkompliziert und qualitativ hochwertig- so wir das wollen. Niemand „muss“ das also hier in BW privat bezahlen.

    So wie es vor 2020 bei anderen Krankheiten ja auch war. Da hat auch keiner spontan einen Grippetest gemacht, weil "man könnte ja".

    Es gibt einen Gripptetest für den Hausgebrauch? Denn wenn nicht, dann hinkt der Vergleich doch deutlich. Ich kenne bei Grippe nur die gesicherte Diagnose über den Bluttest, genau wie bei anderen Erkrankungen, wie bestimmten Formen von Lungenentzündung.

    Was denkst du sind die Gründe hierfür?

    Schon mal ganz ernsthaft über den Unterschied nachgedacht in einer echten Demokratie zu leben und in einer autokratischen Demokratievariante à la Erdogan ohne echte Presse- und Informationsfreiheit, ohne unabhängige Justiz, ohne Garantie deiner Grundrechte, wie dem Schutz vor willkürlicher Inhaftierung? Würdest du gerne in Erdogans Türkei leben wollen? Ich nämlich nicht, ich schätze unser Grundgesetz dazu viel zu sehr. Warum sollte sonst jemand, der nicht in der Türkei verwurzelt und vor Unterdrückung auf der Flucht ist ausgerechnet dort bleiben wollen aktuell, statt in ein Land weiterzureisen, dass diese Freiheitsrechte erheblich besser schützt, wie eben u.a. erfreulicherweise Deutschland?

    Und dennoch hat es wie gesagt auch beim ärztlichen Notdienst niemanden interessiert und keiner der Ärzte kam überhaupt auf die Idee einen Corona-Test zu machen. Diagnose: Viraler Infekt. Virus egal.

    Das liegt aber auch ganz schlicht und ergreifend an den geänderten Vorgaben für den Umgang mit viralen Infekten und potentiellen Covidinfektion- Infektionen, die eben nicht mehr standardmäßig zum PCR- Test führen, der auch nicht mehr so häufig bezahlt wird. Ob das den Ärzten deshalb tatsächlich „egal“ ist weißt du nicht, dies können aber nun einmal nur das umsetzen, was sie an Vorgaben bekommenden was die Krankenkassen- egal ob GKV oder PKV- auch tatsächlich übernehmen oder die Patientinnen und Patienten bereit sind selbst zu zahlen.

    Bei meinen Hausärzten ist dagegen beispielsweise auch weiterhin die Standardfrage bei Infekten alter Art, ob man einen Selbsttest gemacht habe und wie das Ergebnis sei. Das fragt erst die Sprechstundenhilfe für die Terminvereinbarung ab und dann noch einmal die Ärzten vor der Behandlung.

    In meinem Erststudium gab es speziell in Politikwissenschaft, wo wir ebenfalls wöchentlich immer wenigstens 100 Seiten lesen mussten, als Teil der Seminarleistung die Vorgabe, dass jede Woche eine Gruppe Referentinnen und Referenten neben den Grundtexten noch vertiefende Zusatztexte lesen und basierend darauf ein Handout vorbereiten, das Thema präsentieren und anhand selbst erstellter Thesen (mindestens drei mussten vorbereitet werden) im Plenum diskutiert werden mussten. Um am Ende eine Seminarbescheinigung zu erhalten musste für die benotete Variante noch eine Hausarbeit geschrieben werden, für die unbenutzte Variante war zumindest die regelmäßige, aktive Teilnahme an den Debatten gefordert. Nur drinsitzen und konsumieren reichte nicht, da das schließlich keine Vorlesung war. Das hat zuverlässig nach der ersten Seminarstunde all diejenigen ausgesiebt, die nur drinsitzen und konsumieren wollten, weil klar war, dass man in diesen Seminaren nur für aktives Mitdenken einen Schein erlangen konnte.

    Vielleicht wäre das auch etwas für deine Seminare, also einerseits mehr aktive Mitwirkung zur Grundvoraussetzung für die Teilnahme an deinen Seminaren zu machen und das andererseits in der ersten Woche deutlich zu sagen, damit die Leute dein Seminar eben nicht mit einer Vorlesung verwechseln oder durch ihr Verhalten dazu machen. Das bringt es mit sich, dass du das konstant einfordern musst und letztlich dir auch ein dickeres Fell zulegen musst im Umgang mit Feedback, wann immer dieses unangemessen ist.

    Dies geschrieben: Was an dem Feedback könnte denn zutreffend gewesen sein? Eine gewisse Unsicherheit lese ich aus deinem Beitrag heraus, die diesbezügliche Kritik war also vielleicht nicht ganz unzutreffend, weil es schließlich dein erster Durchlauf war und du noch keine Routinen entwickeln konntest? Wäre es möglich, dass deine Unsicherheit sich auch auf deine Erklärungen ausgewirkt hat manchmal? Zumindest ich kenne das durchaus von mir, dass ich an Tagen, an denen ich weniger selbstsicher bin, weil ich zum Beispiel bei irgendetwas ins kalte Wasser geworfen wurde und mich noch unsicher fühle, auch bei Aufgaben, die ich eigentlich im Schlaf anleiten könnte plötzlich in zu komplizierten Schachtelsätzen im Hauptschulzug unterwegs bin. Das sagt also nichts über deine generelle Kompetenz oder deine Fähigkeit zu erklären auch, aber vielleicht darüber, wie unsicher du tatsächlich noch an vielen Stellen warst. Dass Studierende schreiben, sie finden die Seminare bei anderen Dozierenden besser gehört erst einmal dazu. Du wirst niemals für alle deine Studierenden den perfekten Unterricht liefern können, also nimm dir das keinesfalls zu Herzen. Überleg dir aber vielleicht, ob du in solchen Fällen eine Rückfrage einführst, was genau den Studierenden in anderen Kursen mehr zusagt. Vielleicht kannst du dir auf dem Weg das eine oder andere anschauen für deine Seminare, was zu dir Person und deinem Unterrichtsstil passt, woran du aber bislang noch nicht gedacht hast.

    Was hat denn gut geklappt, so dass du das beibehalten solltest? Wann hast du dich richtig gut gefühlt? Wie kannst du dein Seminar im kommenden Semester umstrukturieren, damit es sich für dich mehr nach den richtigen Gewässern anfühlt und du souveräner agieren kannst?

Werbung