Beiträge von CDL

    Aha und inwiefern sollte ausgerechnet WhatsApp an dieser Stelle hilfreicher oder sinnvoller sein, als einfach Webseite x direkt aufzurufen, sagen wir 4teachers oder eduki, um dort Materialien kostenfrei oder auch kostenpflichtig zu beziehen?

    Von den Datenschutzfragen, die sich mir stellen will ich gar nicht anfangen, nachdem ich von solchen "WhatsApp - Material gruppen" bislang aber nur in kommerziellen Kontexten gelesen habe scheint mir das zumindest ein auffälliger erster Beitrag zu sein. Möchtest du uns womöglich etwas verkaufen oder ein Produkt bewerben? (Morgen wäre ja wieder Mittwoch...)

    In deiner Schulform ist es aber höchste Eisenbahn, dass die Schüler ihre Arbeitsmittel beisammen haben, denn der potentielle Arbeitgeber wird da später vielleicht nicht so locker darüber hinwegsehen. Bei IT wird es vermutlich bei den meiste Schülern eher nicht Stift und Block sein, aber irgendein Arbeitsmittel werden die späteren Arbeitnehmer schon nutzen müssen - da ist die Phase jetzt quasi eine der letzten Möglichkeiten, noch einmal zu üben, dass man zu wichtigen Anlässen nicht gänzlich unvorbereitet kommt.

    Nicht, dass du inhaltlich unrecht hättest, aber mal Hand aufs Herz: Klappt das bei dir an der Schule denn bei allen SuS durchgehend? Ich habe an der Realschule jedenfalls genügend Kandidatinnen und Kandidaten, die das gesamte Schuljahr über schon durch eher weniger, als mehr Arbeitsmaterialien auffallen, um dann ab Pfingsten mit wahlweise komplett leerem Rucksack kommen (warum auch immer der dann trotzdem mitgebracht wird) oder mit alternativ gefülltem Handtäschchen (so eine Bürste braucht schließlich Platz, dazu der Kosmetikspiegel, Nagellack, Foundation,… und warum dürfen wir das NUR BEI IHNEN nicht während des Unterrichts verwenden?!? ALLE anderen erlauben das!!!!)…

    Man kann durch die Tür durchsehen. Ich hätte den Schüler also ganz gut im Blick. Finde Rausschicken aber sowieso irgendwie nicht so gut...

    Gespräch suchen (Was möchte der Schüler für sich erreichen? Wofür lernt er Deutsch? etc. Vielleicht ergibt sich daraus ein Anknüpfpunkt für die weitere Arbeit für ihn und dich.), Regeln klären, Konsequenzen verdeutlichen, wenn er weiterhin seinen Lernprozess und den der anderen stört und diese Konsequenzen dann aber eben auch durchziehen.

    Wenn es dem Schüler einfach nur schwer fällt, sich im Klassenraum zu konzentrieren, dann kann es doch eine wirklich gute Idee sein, ihn direkt vor der Tür an einem Tisch arbeiten zu lassen, wo du ihn ja im Blick hättest, womit der Aufsichtspflicht Genüge getan wäre, eh sei denn, du weißt, er rammt sich oder Vorbeilaufenden bei solchen Gelegenheiten regelmäßig den Zirkel ins Bein o.ä. (Falls es um Konzentration gehen sollte, wären aber auch Kopfhörer eine Lösung, die haben wir in der Schule in einzelnen Klassen, in denen das ein Thema ist als Klassensatz, sowie zusätzlich zwei Klassensätze für SuS aus anderen Klassen.) Probier das im Zweifelsfall einfach mal für einen überschaubaren Zeitraum aus.

    Ich hatte vorletztes Schuljahr eine Schülerin, die mir etwa jede zweite Woche verbal den Unterricht zerlegt und die komplette Truppe aufgewiegelt hat, einfach weil sie genervt und unterzuckert war. Irgendwann hatte ich den Dreh dann rau mit ihr, so dass sie mir einfach sagen durfte, wann sie besser draußen vor der Tür arbeiten sollte, um unangenehmeren Sanktionen selbst vorzubeugen, dazu hat sie dann immer einen Traubenzucker von mir mitbekommen und plötzlich ging es viel besser. (Als sie Ende letzten Schuljahres ihren Abschluss gemacht hat hat sie dich dann sogar persönlich bei mir bedankt mit Umarmung für meine Geduld und die vielen guten Debatten im Unterricht.)

    Vielleicht findest du bei dem Jungen ja auch einen Dreh, über den du ihn packen kannst, auch wenn das bei gerade einmal einem Monat gemeinsamer Arbeit schwieriger sein könnte.

    Da hat Bildung dann offenbar nicht funktioniert.

    Und funktioniert auch weiterhin nicht. Der Junge besucht die 9. Klasse einer Gemeinschaftsschule hier in der Stadt (mit gewaltigen Problemen wegen Störung des Schulfriedens etc.). Die Indoktrination, die seine Mutter (Verschwörungstheoretikerin, liebäugelt seit einigen Jahren mit der Anastasia- Bewegung als Aussteigeroption) betreibt ist mächtiger als alles, was der Junge in der Schule oder auch einfach seinem weiteren familiären Umfeld abgesehen von seiner Mutter hört, sieh und erlebt, weil alles, was die eigenen Vorurteile nicht bestätigt als Lüge und Manipulation abgetan wird.

    Mir auch nicht. Aber ich kann es nicht unkommentiert lassen, wenn die AfD en passant als ganz normale Partei hingestellt wird, (…)

    Das verstehe ich sehr gut, da mich das auch immer wieder triggert und meine Selbstbeherrschung herausfordert.

    Ich habe in der Nachbarschaft einen Fall, wo der Sohn (15) seit etwa einem Jahr ganz aktiv die Belange der Jungen Alternativen - einer Organisation, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird- über TikTok und Instagram propagiert sehr zum Wohlgefallen nicht nur der Führungsriege dieser Jugendorganisation, sondern auch bekannter Parteifaschisten wie Höcke. Zuletzt wurde er deshalb auf eine sogenannte „Landesfahrt“ der AfD nach Sachsen-Anhalt eingeladen und mitgenommen, wo er mit Leuten wie Höcke begeistert für Bilder und Videos posiert hat. Der Junge stammt dabei selbst aus einer multinationalen Familie mit verschiedenen ethnischen Hintergründen. Für ihn und seine Mutter ist die AfD aber halt eine ganz normale demokratische Partei, da sie es für normal erachten, die Demokratie von innen auszuhöhlen und zugunsten einer rechtsextremen Ideologie abschaffen zu wollen.

    Die GEW Sachsen hat einige Infos für Seiteneinsteiger: innen, scheint sich also mit dem Thema recht gut auszukennen. Wenn du auf deren Webseite nicht direkt fündig wirst, dann würde ich dir empfehlen, wenn du Mitglied bist, dich dort beraten zu lassen. Deine Gewerkschaft unterstützt dich dann nämlich bei Bedarf auch, wenn es darum geht, das LASUB zu einer rechtssicheren Auskunft zu bringen bzw. kennt die Spielräume des aktuellen Seiteneinstiegsprogramms bzw. auch dessen Risiken. Ohne 2- Fach- Ankerkennung wirst du aber möglicherweise keine volle Lehrbefähigung erhalten, was Aufstiegsoptionen und Verdienst tangiert, oder eine lediglich auf Sachsen begrenzte Lehrbefähigung, die in anderen Bundesländern anerkannt würde (soll sich zwar in diversen BL ändern, ist aber noch der Stand).

    Wende dich an deine Gewerkschaft und lass dich von dieser (oder alternativ, wie bereits empfohlen, einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht) beraten in deiner Sache. Die Gewerkschaften/ein Anwalt kennen nicht nur derartige Fälle, sie können dir auch sagen, ob der Vorgang aktuell ist und für dich greifen könnte.

    Dein Vergleich hinkt doch. 95% der Lehrkräfte mit vollwertiger Lehramtsbefähigung werden hier verbeamtet. Bayern hat bundesweit mit die höchsten Besoldungen für Beamte. Vor allem deswegen würde ich um die 1.000 Euro weniger verdienen als eine reguläre Lehrkraft. Netto! Ich müsste mein Gehalt nach ein paar Jahren mit dem eines OStR vergleichen. Das finde ich schon heftig. 1 Jahr lang okay, für immer nein!

    Dann lass es und mach endlich einen Knopf dran. Wenn du dein Gehalt an dem eines OStR messen möchtest, dann tu das und nimm eine der Stellen im öffentlichen Dienst an, bei denen du dorthin kommen kannst mit deiner aktuellen Qualifikation.

    Das wird nur ein Jahr dauern, da die SL auch nicht einsieht, dass wir mehr als eine GLK im Schuljahr haben sollten.


    Keine Ahnung. Für mich stellt sich hier die Frage, ob ich das für mich einfach entscheiden kann, oder eben nicht. Bisher gibt es keine schriftliche Anweisung. Kann ich mich jetzt einfach hinstellen und sagen, nö, nehme ich nicht, und mach mit der alten Skala weiter? Kommt das Aushängen der neuen Skala durch die SL einer Anweisung gleich? Ich weiß nicht, wie verbindlich das Ganze ist bzw. was die SL tun kann, wenn man sich nicht an die neue Skala hält.

    Nur eine GLK pro Jahr? Habt ihr dann ansonsten ständig Dienstbesprechungen auf denen nie etwas abgestimmt wird (denn dafür müsste eine GLK einberufen und gehört werden)?

    Was steht im sächsischen Schulgesetz zur Notengebung, was hier relevant sein könnte? Ließ das nach und wenn deine SL an der Stelle keine Weisungsbefugnis hat, dann brauchst du auch kein schriftliches Einverständnis und kannst den Aushang als reine Information betrachten, die du berücksichtigen kannst oder auch nicht. Alternativ erkundige ich bei deiner Gewerkschaft oder deinem PR.

    Die Kollegin würde dann doch bei jeder Notenskala so krude vorgehen... Somit würde die Skala auch hier keinen Unterschied machen.

    Ich weiß, ihre „Spezialskala“ hat aber eben keine 6er (bzw. bei mündlichen Noten keine 4er, 5er und 6 er). Nachdem ich selbst als Schülerin einen Lehrer hatte, der ein Schuljahr lang einfach nur mit uns über seine Hobbies gesprochen hatte, um am Schuljahresende, allen SuS pauschal eine 3 ins Zeugnis einzutragen (zwei Schülerinnen, die wie ich vergeblich versucht hatten, geographiebezogene Debatten anzuregen anstelle seiner Hobbies haben eine zwei bekommen) vermute ich, dass es immer wieder Lehrkräfte gibt, mit solchen Spezialskalen, die allem schulrechtlichen Vorgaben widersprechen und bei denen dann zumindest der Umstand, dass die Spezialskala anstelle einer ordentlichen Notenskala Anwendung findet indirekt DaZ führt, dass die Skala mit einen Unterschied macht und nicht nur die Punkteverteilung und Aufgabenauswahl relevante Faktoren wäre.

    Jetzt siehst du vielleicht auch weshalb ich das eigentlich nicht möchte. E 12 für den Einstieg ist in meinem Falle fair aber es muss weitergehen. Ohne Aussicht auf eine vollwertige Lehramtsbefähigung braucht man das in meiner Situation nicht machen. Hier und da ein paar Module an einer PH nachzuholen als Auflage, um zum Vorbereitungsdienst zugelassen zu werden ist nochmal etwas ganz anderes als nochmals vom 1. Semester an 5 Jahre auf Lehramt zu studieren, um überhaupt das 1. Staatsexamen machen zu können.

    E12 als Einstieg ist in deinem Fall, vor dem Hintergrund deiner formalen Qualifikation und bedenkt man, dass zahlreiche Lehrkräfte mit voller Lehrbefähigung niemals mehr als E12/ A12 erhalten mehr als fair dir gegenüber.

    Nachdem du das aber anders siehst, musst du eben in den einen oder anderen sauren Apfel beißen, also entweder abwarten, ob irgendwann doch noch bessere Seiteneinstiegsbedingungen locken oder dich nachqualifizieren wie so viele andere auch (das dauert dann bei meinen KuK, die das machen 3-5 Jahre berufsbegleitend, je nachdem, ob sie noch ein Ref nachmachen müssen oder nicht, wie viel anerkannt werden kann aus ihrem bisherigen Studium, etc.) oder den Schuldienst abhaken.

    Das will nur die SL/SSL scheinbar nicht. Es gibt zwar Unmut über die neue Skala, aber keiner traut sich, zu monieren. Manche wollen nun heimlich die alte nehmen, aber das kann´s ja auch nicht sein. Zudem ist immer noch nicht klar, ob wir nun in der ganzen Schule die gleiche Notenskala haben. Manche kennen sie bestimmt noch nicht, da sie nur an einem Schulteil ausgehängt wurde. Ich überlege noch, wie ich die Sache angehe. Schriftlich die Anweisung von der SL einholen, die Erziehungsberechtigten auf dem Info-Abend darüber informieren oder... Ich weiß es noch nicht.

    Wenn die Notenskala in Sachsen gemäß Konferenzrecht über die Konferenz festgelegt werden kann (soll?), dann kann eure SL das nicht verhindern. Bring das Thema in der nächsten GLK ein, damit ihr darüber als Kollegium diskutieren könnt.

    Müsst ihr denn in Sachsen derart konzertiert vorgehen als Kollegium oder fällt das Thema genau genommen unter die pädagogische Freiheit, so dass du das handhaben kannst, wie es dir sinnvoll erscheint?

    Eigentlich ist es doch egal, welche Notenskala man verwenden soll, oder? Ich passe halt meine Aufgabenstellungen entsprechend darauf an, was die Anteile der verschiedenen Anforderungsbereiche angeht. Wenn der Notenschlüssel "strenger" ist, entfallen zum Beispiel anteilig weniger Punkte auf den Anforderungsbereich III, bei einem "weicheren" Schlüssel kann der AFB III dagegen höheres Gewicht erhalten.

    Also ich habe ja zumindest eine Kollegin, die prinzipiell keine mündlichen Noten schlechter als 3 gibt und wenn nicht gerade ein komplett leeres Blatt abgegeben wurde zumindest im Rahmen ihrer Notenskala die 6 gestrichen hat und lediglich die 5 als schlechtest mögliche Note vorsieht. Da macht die Notenskala dann durchaus einen Unterschied, auch wenn es genau genommen nicht um diese geht, sondern um den Umgang der Kollegin damit.

    Hallo CDL,

    du hast es richtig ausgelegt, ich habe das 2. Staatsexamen für die Sekundarstufe 1 erfolgreich abgeschlossen und das 1. Staatsexamen fürs gymnasiale Lehramt erfolgreich bestanden. Habe auch mittlerweile 10 Jahre Erfahrung als verbeamteter Lehrer in der Mittelstufe des Gymnasialzweigs meiner Schule, deshalb ist es für mich interessant über eine Ausnahmegenehmigung die Lehrbefähigung für die SEK II zu erhalten. Wie komme ich an die Ausnahmegenehmigung? Meine Schulleitung ist auch bereit, mir ein Gutachten über die zehnjährige Bewährung im Gymnasialzweig auszustellen. Das Schulamt war zu diesem Thema ziemlich ahnungslos.

    Ich weiß nicht ob es für deine Fächer in Hessen aktuell einen ausreichend großen Mangel einerseits gibt am Gymnasium und andererseits einen passenden Aufstiegslehrgang, falls ja, könntest du aber einen solchen absolvieren, um die fehlende Lehrbefähigung für die SEK.II nachzuholen. Nachfrage beim KM oder deiner Gewerkschaft, ob es aktuell in Hessen entsprechende Lehrgänge gibt.

    Eine Ausnahmegenehmigung, um mit SEK.I - Lehrbefähigung in der Oberstufe unterrichten zu dürfen kann dir wenn, dann nur dein KM erteilen. Dieses wird das sicherlich aber nur dann machen, wenn du Mangelfächer im Angebot ist hast, die aktuell überhaupt nicht ausreichend versorgt werden könnten durch Lehrkräfte mit regulärer Lehrbefähigung für die SEK.II, denn nur dann braucht man dich dort dringend genug. Das ist also der sehr seltene Weg, aber vielleicht hast du ja passende Fächer im Angebot, bei denen die Not groß genug ist, so dass das KM den Bedarf und Nutzen erkennt.

    Gut zu wissen. Ich würde diesen Deal nie eingehen. Entweder vollwertige Lehrkraft oder eben gar nicht.

    Für manche ist das eben ganz offensichtlich dennoch ein akzeptabler Deal, weil sie so sogar besser verdienen, als außerhalb des Schuldienstes. Ich rate zumindest meinen jungen KuK, die als Fachlehrkräfte recht neu bei uns tätig sind aber auch dringend, die vom Land angebotene berufsbegleitende Nachqualifikation zu absolvieren, damit sie sich nicht irgendwann doch ärgern, dass sie für die gleiche Arbeit weniger Geld erhalten, bei höherer Deputatsverpflichtung. Das ist kein Deal, den man lebenslang als fair erachtet.

    Soviel traue ich ihm schon zu, dass er nur das nimmt, was für ihn relevant ist. Vielleicht waren es aber auch mehrere Personen, die geschrieben haben und nicht nur eine.
    Wer spricht hier von gut heißen und abnicken? Ich heiße es nicht gut. Habe ich ihm ja all meine "Hassmails" weitergeleitet die ich hier über mein Gesundheitszustand und Aiwanger erhalten habe.

    Wenn du tatsächlich Hassnachrichten via PN bekommen hast und das nicht selbst klären kannst (das hatte ich auch schon in der Vergangenheit), dann melde diese dem Moderatorenteam. Das erscheint mir zumindest im Hinblick darauf, wie es dir hier im Forum ergeht zielführender, als diese jemandem weiterzuleiten, der sowieso nur auf der Durchreise ist in diesem Forum.

    Du heißt offenbar aber den Auftritt des TE hier gut. Das ist für mich ein innerer Widerspruch und wirkt auf mich, als würdest du, weil du das Anliegen, dass er zumindest deines Erachtens vertritt, gut heißt, deshalb auch seine Vorgehensweise in diesem Forum unkritisch gutheißen. Möglicherweise täusche ich mich, so wirken deine bisherigen Einlassungen in diesem Thread aber auf mich.

    Woher kommt dein großes Vertrauen in die Seriosität des TE? Kennst du diesen bereits länger, dass du diese besser einzuschätzen vermagst?

    Für die aktuell im Herbst anstehenden Fahrten haben wir auch einige Eltern, die nicht wollen, dsas ihre Kinder mitfahren.

    Wie das ausgehen wird, weiß ich nicht, wir haben unser Informationsformular aber dahingehend geändert, dass eine Weigerung, an der Klassenfahrt teilzunehmen, zum Schulausschluss führen kann. Argumentation: Schulprogramm, bewusste Anmeldung zur Schule

    Die praktische Umsetzung steht dann noch auf einem ganz anderen Blatt.

    Habt ihr diese Vorgehensweise zumindest intern mal schulrechtlich abklären lassen? Ich halte die Vorgehensweise insofern für falsch, als sie im Zweifelsfall darauf abzielt die SuS abzustrafen für das Verhalten ihrer Eltern. Ganz unabhängig von den rechtlichen Probleme die ich sehe bei der Vorgehensweise ist Sippenhaft nichts, was ich meine SuS sinnvollerweise lehren möchte.

    Wenn die Eltern ihr Kind nicht auf Klassenfahrt mitschicken wollen kann man sie letztlich nicht dazu zwingen. Wenn sie also vorab nichts unterschrieben haben, was sie dazu verpflichteten würde dennoch zu zahlen, dann habt ihr ihnen gegenüber keinen finanziellen Anspruch und auch keine Möglichkeit eine Teilnahme auf diesem Wege herbeizuführen. Der Schüler muss dann halt in der Zeit als Gast in einer anderen Klasse sitzen und wahlweise Aufgaben bearbeiten seiner Lehrkräfte oder am Unterricht seiner Gastklasse teilnehmen.

    Was du/ ihr aber versuchen könntet ist, ein klärendes Gespräch mit dem Vater zu suchen, was die Ursache für die Verweigerung ist. Vielleicht lässt sich das auf diesem Wege ja doch noch lösen im Gespräch.

    Magst du erläutern, warum du das anders siehst? Ich habe keine Ahnung, wie Polizei und Feuerwehr in der Ukraine und Syrien organisiert sind, aber sollte, aus welchem Grund auch immer, etwas passieren, finde ich es wichtig, dass die Schüler wissen, wie das System in Deutschland abläuft, um im Zweifelsfall schnell Hilfe holen zu können.

    Stell dir vor, du ziehst nach Syrien oder in die Ukraine, sprichst die Sprache nicht, kannst sie nicht lesen/ schreiben, etc. Was denkst du, brauchst du sprachlich zuerst in der fremden Sprache und im fremden Land, um möglichst schnell auch ohneGoogle Übersetzer überlebensfähig zu sein in diesem Land oder dich gar integrieren zu können? Irgendetwas sagt mir, dass die Funktionsweise von Polizei und Feuerwehr erst einmal noch warten können zu Beginn, egal wie relevant sie im Notfall sein mögen, weil Alltagserfordernisse Ausnahme- und Notfälle auch bei dir erst einmal schlagen.

    Hört sich übel an. Viel mehr Arbeit für bedeutend weniger Geld?

    So läuft das nun einmal im Schuldienst, wenn man die erforderliche formale Qualifikation nicht mitbringt, aber dennoch ohne entsprechende Nachqualifikation Lehrer: in werden möchte. Ich habe mehrere KuK im Kollegium, die als Fachlehrkräfte eingestellt wurden. Einer studiert gerade beispielsweise an der PH berufsbegleitend nach, um nach mehr als 7 Jahre. Im Schuldienst doch noch eine volle Lehrbefähigung zu erlangen samt Option auf A13/ E13. Wer das nicht möchte, weiß vorher, welchen Deal er bekommt und entscheidet sich bewusst dafür diesen anzunehmen und auch beizubehalten.

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