Bis zu vier zusätzliche Stunden sind tatsächlich eine Ansage in NRW. Hier in BW gibt es bis zu zwei zusätzliche Ermäßigungsstunden auf Antrag. Hinzuziehung des Amtsarztes ist auch bei uns möglich, mir wurden die zwei Stunden ab dem Ende des Refs aber sofort für die vollen fünf Jahre bewilligt ohne weiteren jährlichen Neuantrag.
Beiträge von CDL
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Wenn ich es mal so sagen darf:
Ich habe zwar keine Ahnung, was dieses Gish-Galopp ist, aber es wirkt auf mich nicht so, als ob der Hinweis darauf ein Diskussions-Beitrag wäre. Oder?
Es ist ein Hinweis auf einen Diskussionsstil, der durch Einbringen einer Flut wahlweise falscher Annahmen, Halbwahrheiten oder auch einfach nur lächerlicher Annahmen das Gegenüber quasi ersäufen möchte, das die Flut an Annahmen und Postulaten nicht mehr diskutieren oder gar widerlegen kann. Das führt, wie man auch hier wieder sieht, ernsthafte Debatten nur noch an absurdum.
Meiner Ansicht nach trägt dieser Diskussionsstil mindestens ebenso wenig zu einer Debatte bei, wie der Hinweis selbst auf ihn es rein inhaltlich bezogen könnte. Das ist nicht der erste Thread, in dem Volker sich dieser Methode aus seinem Methodenkärtchenarsenal bedient. Für mich ist das Getrolle auf hohem Niveau.
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Mein Stresslevel ist im Durchschnitt bei 1. Habe vorher in der Industrie gearbeitet, das war er konstant zwischen 8 und 10. Liegt auch daran, dass der damalige Job nicht zu mir gepasst hat, mein Job als Lehrer aber schon. In der Ausbildungsphase war es stressiger, aber über 5 bin ich nicht hinaus gekommen.
Daran merke ich, wie sehr meine gesundheitliche Belastung meinen Stresslevel immer wieder in die Höhe treibt, denn könnte ich diese im realen Leben einfach weglassen und nicht nur mental abstrahieren, würde ich weitestgehend ebenfalls in diesem Bereich liegen.
Ich nehme das jetzt einfach mal für mich selbst als kleinen Reminder, auch weiterhin daran zu arbeiten, meine gesundheitlichen Belastungen soweit zu reduzieren, dass ich keine Spitzenwerte mehr beruflich erreiche, nur weil die Grundbelastung ohne den Beruf schon so hoch ist.
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CDL Ich habe Dir doch das Urteil vom Bundesverfassungsgericht verlinkt.
Das hatte sich wohl mit meiner Antwort an dasHiggs zeitlich überschnitten. Deine Antwort sehe ich erst jetzt. Danke dafür.

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Ok, egal welches Bilder der Frosch postet, sage ich es liegt in Schottland. Falls das richtig ist, bin ich damit eindeutig die erste, die es gewusst hat.

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Thema der Arbeit? ( Ja, ich habe nach dem Anklicken „Sozialkompetenz“ gelesen, fände es aber sozial kompetent von dir, hier direkt mehr zu erfahren.)
Zielgruppe, sprich welche Lehrämter oder gibt es keine Einschränkung, obwohl du im Forum Primarbereich gepostet hast und die Einleitung sich auf Grundschüler bezieht? Ggf. könnten ja auch SEK.I- Lehrkräfte erwünscht sein, mit ihrer Einschätzung, wie sie SuS in Klasse 5 übernehmen.
Ich habe mich mal durchgeklickt durch die Umfrage. Problematisch finde ich bei Frage 11 von einer „Panikmache“ in der Fragestellung zu schreiben. Das ist keine neutrale Formulierung, die einfach abfragt, was die Personen, die du befragst denken, sondern eine persönliche Stellungnahme deinerseits, die sich schon in deiner Fragestellung versteckt. Eine wissenschaftliche Herangehensweisen würde eine andere Art der Fragestellung erfordern. Hast du deine Fragen vorab mit deinem betreuenden Dozenten/ deiner betreuenden Dozentin abgesprochen? Wurde dir dort dazu geraten Suggestivfragen zu stellen? Wenn ja, wie wurde das begründet?
Frage 16: „ Meinen sie, dass Kinder(bildungsschwacher Familien) die 2020/21 eingeschult wurden, im Vergleich zu den Kindern (gebildeter Familien) eher Probleme in der Entwicklung sozialer Kompetenzen haben?“
1. Bitte überarbeite dringend deinen Fragebogen im Hinblick auf Rechtschreibung (Großschreibung, wenn gesiezt wird) und die Art deiner Fragestellungen. Die Klammern ergeben an dieser Stelle nämlich keinerlei Sinn.
2. Überarbeite deine Antwortoptionen. Diese Frage kann man bei dir nur mit ja oder nein pauschal beantworten; das ist zu dünn, denn Kinder aus bildungsferneren Familien haben nicht pauschal Probleme in der Entwicklung sozialer Kompetenzen oder gar Lücken. Ich kenne von meiner früheren Arbeit her zahlreiche Familien, die keine Akademikerhaushalte waren, aber sozial hoch kompetente Kinder groß gezogen haben, genauso wie es genügend sozial inkompetente Kinder aus Akademikerhaushalten gibt.
Last but mit least: Es gibt nicht eine Kontrollfrage, über die du festhalten würdest, wer dir überhaupt antwortet. Natürlich kann man dann auch irgendetwas ankreuzen, ich hätte dir an der Stelle verraten, dass ich an der SEK.I tätig bin, was so nicht möglich war, bis ich mich bis zum Ende durchgeklickt hatte.
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Wobei ich das ziemlich undramatisch finde. Ich zwar 2x auf Klassenfahrt, 1x mittendrin, 1x mit dem Leistungskurs. Muss man unbedingt in Klasse 5, 6, 7... gegangen sein?
Nein, muss man nicht, unsere 5 er gehen auch nicht auf Klassenfahrten, die letztjährigen 6 er und 7er waren aber beispielsweise noch nie auf irgendeiner Art von Schullandheim, weil das an deren Grundschulen in Klasse 4 dran gewesen wäre und ausgefallen ist, auch unsere 5 er kennen das übrigens nicht alle aus der Grundschule, dass man mal 2 - 3 Tage woanders übernachtet und sich an entsprechende Regeln halten muss im Miteinander. Bei einer bei uns bis zu siebenzügigen Schule kommen da mit den Abschlussklassen, Tagesausflügen, einer mehrtägigen Auslandsfahrt schnell eine Menge Fahrten zusammen.
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Vielen Dank, das sind Fragen die mir beim letzten Bewerbungsgespräch gestellt wurden. Ich wurde letztendlich mit der Begründung, dass eine andere Person mit höherer Qualifikation genommen wurde abgelehnt.
Ich wusste zum Beispiel auf die Frage wie ich mich im Team mit einbringen möchte keine ausführliche Antwort und habe dann nur gesagt, dass ich mich gerne mit Kolleginnen und Kollegen austauschen möchte.
Was soll ich schon groß als Studentin bei meiner ersten Stelle und nebenbei Uni machen?
Ich habe im nächsten Semester noch 3x die Woche Uni (21 Semesterwochenstunden). Die Stelle ist mit 14 Stunden ausgeschrieben. Denkt ihr das macht Sinn oder wird das zu viel?
Besser qualifizierte Bewerber: innen werden Dir gegenüber immer den Vorzug erhalten, das ist auch gut so. Das bedeutet aber auch, dass du dir keinen Kopf machen musst, es könnte an deinen Antworten gelegen haben. Wie Caro bereits geschrieben hat, sind das auch reichlich absurde Fragen an eine Studentin ohne Praxiserfahrung. Die Studierenden, die bei uns an der Schule tätig sind, müssen derartige Fragen nicht beantworten, sondern das wird angepasst an das, was man sinnvollerweise von Studierenden erwarten kann und darf.
Ob du 14 Arbeitsstunden neben der Uni und ohne jedwede Vorerfahrung leisten kannst, musst du letztlich selbst wissen und anhand deiner sonstigen Arbeitserfahrungen in anderen Berufsfeldern, deiner Fähigkeit, dich schnell in neue Zusammenhänge einzuarbeiten, deiner Belastungsfähigkeit und deiner tatsächlichen Arbeitsbelastung an der Uni durch Vor- und Nachbereitung der Seminare einschätzen. Niemand erwartet von dir perfekten Unterricht, im Zweifelsfall noch nicht einmal guten Unterricht, auch wenn man sich diesen natürlich dennoch erhofft und erwartet, dass du dein bestes gibst für diese Arbeit, wenn du dafür eingestellt wirst. Mach dir dennoch einfach bewusst, dass Anwärter: innen im Ref in den meisten Bundesländern weniger Wochenstunden unterrichten und die haben nicht nur ein fertiges Fachstudium vorzuweisen und mehrere Praktika, sondern auch die Begleitung und Betreuung durch Seminar und Mentorinnen/ Mentoren an der Schule zur weiteren Ausbildung. Selbst ohne Seminartag ist diese Stundenzahl für die Mehrheit der Anwärter: innen als Arbeitsbelastung bereits völlig ausreichend, 21 Wochenstunden zusätzlich an der Uni sind insofern schon eine Ansage. Wenn du aber mit einer Minimum 60- Stunden- Woche als Regelfall gut zurecht kommst kann das schon klappen.
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CDL nützliche Info, danke. Ich werde jetzt sehen, ob ich in einem anderen Bundesland quereinsteigen kann, das sollte mit meiner aktuellen Qualifikation auch gehen. Ob ich zurück kann wird die Zukunft zeigen.
Na dann, gib uns Bescheid, wenn du weißt, in welchem Bundesland du landen wirst für deinen künftigen Seiteneinstieg.
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Kann mir niemand ein paar Tipps geben was man auf Fragen dieser Art antworten kann?
Ich habe dir ganz vernünftige Hinweise gegeben genauso wie Caro. Wenn du weitere Hinweise möchtest, die dich tatsächlich weiterbringen, dann schlage ich dir vor, das du tatsächlich deine Antworten auf deine Fragen formulierst und hier einstellst. Dann können wir Dir Hinweise geben, was ggf. fehlt, missverständlich oder doppeldeutig ist, was du weglassen oder ggf. ergänzen könntest/ solltest. Das bringt dich wirklich weiter.
Es hilft dir nicht weiter, wir hier unsere individuellen Antworten formulieren, denn meine Stärken oder auch Schwächen sind genauso individuell, wie deine, daraus leite ich dann auch z.B. meinen persönlichen Umgang mit Störungen oder auch Heterogenität ab, der für jemand anderen völlig unpassend sein kann, weil charakterlich unpassend. Ins Kollegium bringe ich mich dann natürlich mit meinen persönlichen Stärken ein, arbeite beispielsweise in der Schulentwicklung mit (was für dich als Studentin keine Option ist), bringe meine spezifischen Erfahrungen aus der Arbeit bei einer Spielefirma ein, was ebenfalls nicht verallgemeinerbar ist, etc.
DaZ- Unterricht im eigentlichen Sinn mache ich nicht, da es dafür eine eigene Gruppe gibt, setze aber natürlich bestimmte Dinge um im Umgang mit den DaZ- SuS in meinem Fachunterricht oder auch Aspekte aus dem Bereich des Bildungsspracherwerbs. Bei uns an der Schule gibt es ein bestimmtes DaZ- Konzept, welches an anderen Schulen anders gehandhabt wird.
Schau dir an, welche Herangehensweisen es in diesem Bereich didaktisch gibt, was erscheint dir warum sinnvoll, was nicht? Das kannst du auf Nachfrage darlegen und ansonsten vor allem bei dem Vorstellungsgespräch erfragen, wie bislang im DaZ- Bereich konzeptuell gearbeitet wird, denn niemand wird von dir ein neues Konzept erwarten, sondern die Weiterführung des bestehenden Konzeptes. Weitere Fragen, die du sinnvollerweise stellen könntest:
- Gibt es einen Bildungsplan/ Lehrplan für den DaZ- Bereich, wenn ja, wo kannst du diesen einsehen?
- Nach welchem Konzept wird im DaZ- Bereich gearbeitet?
- Gibt es ein festes Lehrwerk nach dem gearbeitet wird, wenn ja welches, wenn nein, gibt es eine Materialsammlung an der Schule, die du mitnutzen kannst?
- Gibt es schulintern verbindliche Regeln und Vorgaben zum Umgang mit Störungen oder Heterogenität? Welche?
Was du dir selbst überlegen solltest anhand der DaZ- Didaktik ist, wie du SuS integrieren kannst, die neu dazukommen in die Gruppe und wie du deren Vorkenntnisse erfasst, damit du diese möglichst gut fördern kannst.
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Dass es dazu Urteile gegeben hat weiß ich, weiß nur nicht von wann, weshalb ich gehofft habe, dass es mir jemand genauer sagen kann, damit die Suche nach dem Originalurteil einfacher wird. Trotzdem danke dasHiggs .
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Nee, ich habe diesen Text nie gebraucht. und nie (vorher) gelesen. Und das als examinierte Deutschlehrkraft.
Es geht noch besser: ich hatte (tatsächlich Vergangenheit) eine sehr schöne Sammlung an Praxis Deutsch - Heften (irgendwo günstig von jemandem bekommen, vielleicht sogar hier im Forum?) und bin also damals in meinen Keller gegangen, habe den gesuchten Artikel gesucht und abfotografiert und dann hochgeladen bzw. per Mail geschickt.
Jetzt suche ich immer in meinem Mailfach und leite dann immer die alte Mail weiter.Soooooo sensationell wichtig und ersetzlich ist der Artikel also, dass du ihn inzwischen- seit seine Weisheit dich erleuchtet hat
- immer in deinem Mailfach gebunkert hast
. Fühlt sich bestimmt gut an, nach allen Jahren im Schuldienst endlich eine „richtige“ Deutschlehrkraft geworden zu sein. 

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Eigentlich nicht, für "normale" Fahrten alle 2 Schuljahre reicht das i.d.R. gut aus. Wenn man natürlich unbedingt für 700€ für 5 Tage wegfahren muss (auch die genannten Reiseziele gibt es da deutlich günstiger), dann könnte es knapp werden.
Nicht „könnte knapp werden“, sondern dann wird es natürlich schnell nicht nur nicht mehr tragbar für das Fahrtenbudget, sondern auch die Eltern.
Wir hatten wie sicherlich die meisten hier bedingt durch COVID zwei Jahre lang keinerlei Klassenfahrten mehr, so dass es im letzten Schuljahr zahlreiche Klassen gab, die noch nie im Schullandheim waren. Allen hätte es im Sinne des sozialen Lernens gut getan zu fahren, was die Planung schwierig gemacht hat, denn die kostengünstigeren Varianten waren bei vielen Schulen heiß begehrt und schnell ausgebucht. Pro Inlandsfahrt (Ausnahme: Abschlussklasse) durfte deshalb bei uns lediglich ein Lehreranteil von 150€ anfallen, bei der Londonfahrt waren bis zu 400€ bewilligt. Wer das nicht einhalten konnte bekam seine Fahrt nicht bewilligt, eh sei denn, die Überschreitung war so geringfügig, dass die GLK die Fahrt am Ende bewilligt hat, als klar war, welche Klassen ihr Budget mangels zahlbarer Option nicht nutzen können. Und wer jetzt meint, das wäre nun wirklich gut zahlbar für alle SuS: Unser Hauptschulzug rackert seit einem Jahr bei jeder Schulveranstaltung mit Hot Dog- Verkäufen und Co., um zumindest 2-3 Tage ins Schullandheim fahren zu können, weil die Eltern das gar nicht werden finanzieren können.
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Die unterste Besoldungsgruppe muß ja 15% über dem Bürgergeld liegen und alle weiteren Besoldungsgruppen x Prozent über der niedrigeren Besoldungsgruppe.
Wo genau stehen diese Prozentwerte? (Bitte Rechtsquelle genau benennen, weil ich das nachlesen möchte.)
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Wer sich mit dem Gedanken trägt auf regulärem Weg noch Lehrer für RS oder GY zu werden der darf nochmal durchs 1. StEx. Dauert ewig.
In anderen Bundesländern sieht das schon anders aus, die haben zunehmend auf M.Ed. umgestellt.
Mal ganz abgesehen davon, dass Bachelor of Education und Konsekutivmaster nicht länger dauern als ein Studium, das mit dem 1. Staatsexamen endet, erkennt Bayern auch die Lehramtsabschlüsse aus anderen Bundesländern an, soweit eine zugelassene Fächerkombination für die Zielschulart vorliegt (eine Einschränkung, die auch jenseits von Bayern nicht unüblich ist). Sollte es dennoch in Bayern aktuell keine Option geben an einer von dir präferierten Schulart mit einem passenden Konsekutivmaster den Seiteneinstieg mit Ref zu machen, dann könntest du diesen Weg- Nachqualifizierung und dann Ref im Seiteneinstieg- immer noch in einem anderen Bundesland gehen, um dann mit voller Lehrbefähigung nach dem erfolgreichen Ref nach Bayern zurückzukehren. Sollte dein Ref keine vollen zwei Jahre gedauert haben müsstest du für Bayern die fehlenden Monate zunächst im Angestelltenverhältnis nachholen, ehe du verbeamtet werden könntest. Damit wärst du dann aber voll qualifiziert, an einer Wunschschulart im Wunschbundesland und- weil du gelernt hättest, wie es wirklich geht- würdest hier auch nicht mehr ans Bein gepinkelt bekommen für deine veralteten Vorstellungen von Schule und Unterricht.
Eine Lösung wäre also möglich, die die meisten deiner Wünsche vereinen würde. Scheitern könnte dies lediglich an deiner Anstrengungsbereitschaft, sprich wie wichtig ist es dir Lehrer zu werden und dabei einen guten Job zu machen und wie viel wichtiger einfach nur der Fluchtgedanke aus deinem bisherigen, ungeliebten Job bei möglichst optimaler Bezahlung, optimalem Arbeitsumfeld, optimal lernwilligen SuS, die das Wissen in sich aufsaugen wollen, welches du dankenswerterweise generös versprühst mit jeder Silbe, was umfassendere Vor- und Nachbereitung obsolet macht.
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Manchmal wiehert der Amtsschimmel eben ganz gehörig. Ich wurde gerade von meinem RP (BW- Äquivalent zur BR) aufgefordert mein Zeugnis des 1. Staatsexamens zuzusenden, weil Abteilung X das benötigt und es zu lange dauern würde, das von Abteilung Y direkt anzufordern (die dieses natürlich haben, schließlich habe ich seit drei Jahren eine Planstelle und habe davor bereits das Ref im selben Bundesland absolviert).

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Ich bin selbst chronisch krank und in der Folge schwerbehindert, Stress ist auch bei meinen Erkrankungen ein zusätzlicher Stressor (
). Ganz unabhängig von meinem aktuellen Stresslevel (bezogen auf Schule 0, da ich noch Sommerferien habe, in einzelnen Phasen in der Schule durchaus 8-10, in den ruhigeren Phasen irgendwo zwischen 3 und 7) sind Praktika meiner Erfahrung nach vom Stresslevel her nicht zu vergleichen mit dem späteren Schuldienst. Dieser ist- zumindest für mich, das kann für andere anders sein- definitiv anstrengender als die Studienzeit es je war (und ich hätte mir nicht vorstellen können, dem gewachsen zu sein, was ich inzwischen leiste, man wächst nun einmal an seinen Aufgaben). Wie sich das für dich darstellt kannst aber nur du herausfinden, also nur Mut, dann findest du - genau wie ich auch- bestimmt auch Strategien für dich, um mit dem Stress umzugehen.Mir hat geholfen, dass ich einerseits wusste, dass Ref und Schuldienst anstrengender werden als das Studium und mich mental darauf eingestellt hatte und andererseits, dass ich mir erlaubt habe einfach herauszufinden, wie sich der nächste Schritt anfühlt, was das mit mir macht, welche Ressourcen ich einsetzen muss, wie ich mich stärken kann und muss, um das zu bewältigen.
Du weißt noch nicht, wie es sich für dich anfühlen wird an die Schule zu kommen im Praktikum, also sei einfach offen dafür, überleg dir vorab noch einmal in aller Ruhe, welche Skills im Bereich des Stressmanagements du hast und versuch innerlich aufzutanken kräftemäßig, um diese neue und dadurch in jedem Fall auch stressige Erfahrung gut meistern zu können, ohne größere gesundheitliche Probleme. Selbst wenn im Praktikum kräftemäßig nicht alles rund läuft, ist das noch kein Ausschlussgrund für den Schuldienst, sondern erst einmal einfach nur ein weiteres Lernfeld im Praktikum, nämlich wie du mit deinen gesundheitlichen Herausforderungen gesund im Schulleben als Lehrkraft mit dir umgehen könntest. Dazu sammelst du im Praktikum erste Daten und testest Strategien, die du im Anschluss prüfst und entweder verwirfst oder überarbeitest, wenn sie noch nicht ganz passend waren, damit es beim nächsten Mal, im Master, schon besser laufen kann.
Das wichtigste für mich war es, dass ich mir immer ausreichend Pausen erlaubt habe und erlaube, gerade auch bei der Vor- und Nachbereitung. Vielleicht könnte dir das ebenfalls helfen. Darüber hinaus ist der bewusste Kontakt mit der Natur sehr wichtig für mich, um Stress loslassen zu können und mental Kraft zu schöpfen. Was füllt deine Ressourcen denn wieder auf, was du täglich machst (oder machen könntest/ solltest)?
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