Beiträge von CDL

    1. Ich hab kein FH-Diplom, sondern einen Master. Das ist ein wichtiger Unterschied, da das FH-Diplom auch formal nur dem Bachelor entspricht.

    2. Wirtschaft und Recht ist am GY kein Mangelfach - Informatik dafür umso mehr.

    Du meintest aber doch selbst schon, dass du mit deinem aktuellen Abschluss nach aktuellen Quereinstiegsvorgaben in Bayern nicht an einem Gymasium tätig werden könntest, sondern lediglich den Quereinstieg für Mittelschulen ider BBSen machen dürftest oder gilt für Informatik doch etwas Anderes für den Quereinstieg an bayrischen Gymnasien?

    Ist doch auch egal. Berufliche Schule ist so oder so besser.

    Lies dir vielleicht erst einmal durch, was der User nicht leisten möchte im Falle einer Tätigkeit an einer BBS und überleg dir dabei, ob das zu dem passt, wie du und deine KuK arbeiten. Ich nehme an, die Zusammenarbeit mit Betrieben hältst du nicht für einen überflüssigen Teil deiner aktuellen Arbeit, den du gerne umgehen wollen würdest?

    Möglich, dass mich das Gymnasium als Schüler verdorben hat. Denn was jemand draußen will hat da nie eine Rolle gespielt. Das hieß Wirtschaft und Recht und soweit ich mich erinnern kann ging es da hauptsächlich um Recht, Marktmechanismen und staatsbürgerliche Kunde. Dann bleibt also nur das Gymnasium über?

    Vielleicht. Das solltest du aber durch ein Praktikum vorab kritisch überprüfen, denn Schule ändert sich konstant auch in Bayern. Der Unterricht, den du kanntest ist mit Sicherheit nicht der, den man im Ref an einem Gymnasium von dir erwarten würde. Zumindest hier in BW wird auch an den Gymnasien in der Berufsorentierung heutzutage erheblich mehr von Lehrkräften erwartet, als das noch zu meiner Schulzeit der Fall war, auch wenn wir an der Realschule deutlich mehr machen in diesem Bereich.

    Kürzer? Ich habe dieses Jahr bis 16:30 Bier ausgeschenkt. So lange bin ich meistens nicht in der Schule 🤔. Schön war's trotzdem.

    Ich habe mich auf unseren TdoT bezogen gehabt. Bei uns gibt es ein überschaubares Angebot über vier bis fünf Unterrichtsstunden, für den ein kompletter Schulvormittag mit meist sechs Stunden entfällt plus ggf. Nachmittagsunterricht. Zumindest für die KuK mit vollem Deputat ist das üblicherweise insofern ein fairer Deal, als Teilzeitkraft bin ich tatsächlich manchmal dadurch etwas länger an der Schule, als ich es am Ausgleichstag bei regulärem Unterricht wäre.

    Ich habe kein Problem damit 5 Jahre woanders hin zu gehen aber irgendwann will ich wieder zurück (können). Diese Türe schlage ich mir nicht zu.

    Und so wie ich gelesen habe ist der Quereinstieg in NRW (OBAS oder wie das heißt) noch viel stressiger als in Bayern.

    Also wenn du einen entspannten Job suchst, dann solltest du bitte anderweitig weitersuchen. Der Quereinstieg ist genau wie das reguläre Ref in keinem Bundesland ein Zuckerschlecken, sondern harte Arbeit, die du gewillt sein musst zu leisten. Es wird nach dem Ref leichter, weil man nicht mehr unter Dauerbeobachtung steht, dennoch muss man dann erst einmal einem vollen Deputat gerecht werden, eine Probezeit von üblicherweise drei Jahren bestehen, während man gleichzeitig weiter an seiner Professionalisierung arbeitet, die mit dem Ref längst nicht abgeschlossen ist. Wenn du das nicht leisten willst, dann ist der Schuldienst einfach nicht der richtige Weg für dich.

    Hab ich gelesen aber nur mit Uni-Master-mimimi

    Wenn du das wirklich willst, dann studier berufsbegleitend nach. Aber mach dir bewusst, dass die von dir beschriebene Unterrichtsausführung an einer Realschule im Ref zu wenig wäre, du deutlich mehr Vorbereitungszeit investieren müsstest, methodisch vielfältiger arbeiten müsstest, differenzieren müsstest, dich damit anfreunden müsstest, dein von dir geschildertes Ideal in etwas mehr schulformgemäße Realität zu überführen. Darüber hinaus ist eine Verweigerung der Zusammenarbeit mit Betrieben im Wirtschaftsunterricht an Realschulen im Zweifelsfall ebenfalls ein No-Go, da Berufsorientierung ein zentraler Teil der Arbeit in der SEK.I ist gerade im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts (zumindest hier in BW, kann mir aber nicht vorstellen, dass das in Bayern komplett ausgelagert ist aus dem Wirtschaftsunterricht).

    Und dann gibt es keine Klassenarbeiten mehr?

    Das müsste man dann halt anders lösen: Aufgaben werden vor Stundenbeginn auf die zugeklappte Tafel geschrieben und aufgedeckt bzw. über eine PPT visualisiert und müssen dann im KA- Heft bearbeitet werden. Das geht schon. Durch Lehrkräfte kostenpflichtig zu erwerbende Kopierkontingente oder gar ein Verstoß gegen die Lernmittelfreiheit durch bei den SuS eingetriebene Kopiergelder geht dagegen gar nicht.

    Was bringt eigentlich so ein Tag der offenen Tür, wenn die Besucherinnen dann auf völlig unmotiviertes Personal treffen, dass irgendwie verdauen muss, dass man ihm das Wochenende zerschossen hat?

    Das ist der Vorteil an so einem Ausgleichstag, der bei uns ein Montag oder ein Freitag ist: Man weiß, dass man als Ausgleich maximal 14 Tage später ein verlängertes WE haben wird. Das hilft der Motivation enorm auf die Sprünge. Der Umstand, dass es am TdoT keinen regulären Unterricht gibt und dieser kürzer ist, als ein regulärer Schultag tut sein Übriges.

    Gesehen haben „muss“ ein 8jähriger auf der Durchreise gar nichts, wenn ihr gemeinsam beim Blick auf die Webseite des Kindermuseums dieses aber spannend findet, dann geht doch einfach auf Entdeckungsreise. Wenn es doch nicht so spannend ist, wie erhofft, dann ist es zumindest ein Grund, ein Eis zu essen als Entschädigung.

    Was genau hat die Frage nach einer Tätigkeit im Beamtenverhältnis oder Angestelltenverhältnis mit deinem Geschlecht zu tun?

    Ansonsten lass dich am besten von deiner Gewerkschaft, sowie dem Personalrat zur Frage der Versetzungen in Bayern beraten. Diese werden mit dir gemeinsam gründlich durchgehen, welche sozialen Kriterien du erfüllst, die eine Versetzung aussichtsreicher machen bzw. haben auch etwas besseren Einblick, wie die Versorgungslage in deiner Wunschregion im Vergleich zu deiner abgebenden Region bezogen auf deine Fächer und Schulart ist, so dass du besser einschätzen kannst, ob eine reguläre Versetzung zeitnah realistisch ist.

    Ich weiß von einer Kollegin aus Bayern, die leider nicht mehr mitschreibt im Forum, die sich letztlich aus dem Beamtenverhältnis in Bayern hat entlassen lassen, um als Angestellte in Bayern tätig zu sein. Das gibt es also durchaus, wenngleich es seltener ist.

    Plattenspieler schreibt:

    Klar, da gibt es sogar Schulträger, welche den Lehrkräften keinen Kopieretat zuweisen (Kopien müssen erworben werden, einen teil kann man sich über Kopiergeld bei den SuS wiederholen, für die von ihnen aufzuladenen Kopierkarten wird den Lehrkräften sogar ein kleines Pfand abgenommen).

    Klingt erbärmlich und würde bei mir dazu führen, dass es dann eben keinerlei Kopien geben würde, die ich an SuS ausgeben könnte. Ich kenne zugewiesene Kopierkontingente von meiner Refschule (schwarzßweiß 1000 pro Schuljahr, die problemlos erweitert wurden für z.B. Deutschlehrkräfte bei Bedarf, farbig 200 pro Schuljahr, im Ref bei Bedarf mehr), an meiner aktuellen Schule wird nur bei Farbkopien von der Sekretärin sichergestellt, dass nur Material farbig kopiert wird, welches wiederholt eingesetzt werden kann und/ oder nicht nur netter aussieht, sondern tatsächlich relevant ist, dass es farbig ausgegeben wird, z.B. wenn Farben auf einem Bild erkannt werden müssen in einer KA, etc.

    Kopien für die Schule sind nicht mein Privatvergnügen. Mein früherer Stellvertreter im Ref hat mich mal ganz ernsthaft darauf hingewiesen, ich möge doch bitte anders als für den 1. UB geschehen, meine Kopien dafür nicht privat in einem Copyshop zahlen, sondern an der Schule erstellen auf Kosten des Schulträgers, das wäre auch Teil eines professionellen Handelns. Fand ich gut.

    Neue Schulleitung, die meinte das wäre Dienstgeschäft.

    Vorher war das eher so ungeschriebenes Gesetz.

    Vielleicht mal beim PR ansprechen und nachfragen, ob es grundsätzlich die Möglichkeit gebe einen Ausgleichstag wieder einzuführen und dann bei einer GLK entsprechend einbringen. Bei uns ist tatsächlich unsere SL sehr dahinter her rare Ausgleichsmöglichkeiten für das Kollegium auch zu nutzen. Deshalb ist eben der TdoT eine Pflichtveranstaltung für SuS und Kollegium, damit der Ausgleichstag sich rechtfertigen lässt, weil ein Unterrichtstag bereits vorgeholt wurde an einem Samstag.

    Das sind aktuelle Oberstufenbücher, die ich untersucht habe.

    Welches Weltbild machen die auf?

    Und damit sind wir dann eben nicht mehr einfach nur bei einer individuell zu lösenden sprachlichen Frage, sondern der Frage welche Gruppen wir sprachlich marginalisieren und welche wir inkludieren wollen, was immer auch weitere Ausiwrkungen hat auf die Gesellschaft, weil mitgemeint zu werden nicht mit bedacht zu werden bedeutet, gerade wenn es darum geht Zugangsrechte neu zu denken, ggf. Privilegien abzugeben/ zu teilen, etc. In Lehrbüchern für Gesellschaftswissenschaften zeigt sich das dann beispielsweise in den unterschiedlichen Formen von Mündigkeit, die sich in Lehrwerken für Gymnasien finden im Vergleich zu Lehrwerken für reine SEK.I- Schularten oder gar Förderschulen. (Während die einen - SuS an Gymnasien- kritisch nachhaken, sich selbst einbringen sollen, sollen die andern- SuS an SEK.I- Schularten/ Förderschulen- vor allem bei kompetenten Menschen nachfragen und dann machen, was diese ihnen sagen.)

    Es macht den Text dadurch besser. Ich hatte es ja sogar zwei mal eingeschränkt eingeschränkt. Mit "vielleicht" und sogar ein zweites mal mit "kann". Hätte ich diese beiden Worte nicht benutzt, dann wäre meine Aussage falsch gewesen. Mit den beiden Worten ist sie aber richtig. Oder möchtest du jetzt Behaupten, dann ich mir das nicht vorstellen kann?

    Das vermutliche Problem in der Kommunikation ist einfach, dass du vermultich glaubst zu wissen wie ich denken würde.

    Nein, ich glaube nicht zu wissen wie du denkst, ich weiß, dass ich das nicht weiß. (Wer meint da jetzt also zu wissen, wie das Gegenüber denkt von uns beiden..)

    Wenn du dir vorstellen magst, dass Frauen ihre Berufsbezeichnung eher qua Wortlänge (wegen eines geschriebenen Buchstabens mehr oder weniger) nicht generisch formulieren, als weil sie sich eben ganz schlicht und ergreifend von einer generisch maskulinen Form nicht mitgemeint fühlen und sich eben auch auch ganz simpel nicht als „Fachangestellter“ sehen, sondern eben als „Fachangestellte“, weil sie sich als Frauen fühlen und dementsprechend sprachlich selbst darstellen, dann darfst du das tun, darfst dich aber nicht wundern, wenn das von anderen Menschen als reichlich weit hergeholt empfunden wird.

    Das ist in meinen Augen völliger Wahnsinn, dass das soviel Zeit in Anspruch nimmt. Ist PPt wirklich eine solche Arbeitserleichterung, dass sich das lohnt?

    Ja, ist sie, weil ich diese einmalig ausführlich erstelle, um sie dann nur noch aufzufrischen, bei einem erneuten Einsatz (spart nicht bei er ersten Erstellung Zeit, aber später). Das spart nicht nur Berge an Kopien und ersetzt frühere Folien, sondern visualisiert eben auch mündliche Arbeitsaufträge, was angesichts der zahlreichen SuS für die Deutsch Zweitsprache ist und Bildungssprache komplex und fremd ist meine Abreit entlastet. Vor allem in den Hauptschulzugklassen ist eine gute Visualisierung äußerst hilfreich. Insofern hilft mir das dabei meinen Unterricht effektiver zu gestalten.

    mein Gedanke.
    Wenn DAS die Folgen der Digitalisierungswende sind, freue ich mich noch weniger darauf.
    Stunden, die ich inhaltlich und vom Aufbau her aus dem Ärmel schüttele, schüttele ich nunmal aus dem Ärmel 3 Minuten vor der Stunde (also vorausgesetzt, ich musste mich sonst um viele anderen Stunden in der Woche kümmern.)

    Das verstehe ich und mache ich ich natürlich genauso bei Bedarf, um in meinem Zeitbudget zu bleiben und mich nicht selbst auszubluten. Aber ich ergänze meine PPTs nach und nach, weil es eben wirklich einen Unterschied macht für die SuS und den Unterricht entlastet, sowie mich selbst, wenn ich im nächsten Schuljahr exakt dasselbe Thema sagen wir in Französisch oder Ethik in exakt derselben Klassenstufe unterrichte. In Politik muss naturgemäß mehr angepasst werden, als in meinen anderen Fächern. Auch dort gibt es aber Bereiche, wo ich PPTs nur mit geringfügigen Aktualisierungen einsetzen kann, weil ich bei der Erstellung bereits darauf geachtet habe, dass aktuelle Bezüge zeitsparend verändert werden können.

    :autsch: Du hast das Wort "vielleicht" in meinem Text gesehen und kennst die Bedeutung des Wortes "vielleicht"? :autsch:

    Ja, kenne ich. Macht den Text aber nicht besser.

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    Papergirl : Danke für deine zahlreichen, wirklich interessanten und informativen Beiträge in diesem Thread. Du bereicherst diese Debatte sehr mit deiner Sach- und Fachkenntnis.

    Ich wünsche dir von Herzen einen guten Start!

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