Ich sehe das Problem nicht. Wenn Kinderärzte, die das womöglich teilweise bislang anders gehandhabt haben keine Gefälligkeitsatteste mehr ausstellen, müssen Familien, die das bisher ausgenutzt hatten wohl doch mit den regulären Sommerferienzeiten auskommen (das Bußgeld, dass es andernfalls bei uns im Ort gibt verteuert den Urlaub nämlich unangenehm).
Ich sehe aber durchaus ein Problem darin, plötzlich erwiesen Erkrankte zwangsweise durchfallen lassen zu wollen, nur um Verwaltungsaufwand zu sparen. Glücklicherweise würde so ein Vorgehen von jedem Gericht direkt ausgebremst.
Wer möchte, dass SuS auch nach den Zeugniskonferenzen noch regelmäßig in die Schule kommen, muss sich wohl Gedanken machen über ein entsprechendes Programm, sowie Absentismus konsequent verfolgen. Bei mir geht der reguläre Unterricht bis zum Ende der vorletzten vollständigen Schulwoche, anders als bei einzelnen meiner KuK hört dieser also nicht mit der Notenabgabe auf. In der vorletzten Schulwoche gibt es bei uns dann Projekte oder auch Klassen, die im Schullandheim sind. An den letzten drei Schultagen schließlich haben wir ein besonderes Sport-und Bewegungsprogramm, welches die SuS nicht verpassen wollen (Bootsregatta, Fußballturnier, Schwimmen für die gesamte Schule mit vielen tollen Spielen, an denen begeistert teilgenommen wird,...), sowie am letzten Tag dann nach einem gemeinsamen Frühstück mit der eigenen Klasse einfach nur noch eine gemeinsame Zeugnisfeier der ganzen Schule. Der Unterricht endet an dem Tag dann natürlich auch deutlich früher als sonst. Wir haben deutlich weniger fehlende SuS an diesen letzten Schultagen als an regulären Unterrichtstagen.