Beiträge von CDL

    Ich sehe das Problem nicht. Wenn Kinderärzte, die das womöglich teilweise bislang anders gehandhabt haben keine Gefälligkeitsatteste mehr ausstellen, müssen Familien, die das bisher ausgenutzt hatten wohl doch mit den regulären Sommerferienzeiten auskommen (das Bußgeld, dass es andernfalls bei uns im Ort gibt verteuert den Urlaub nämlich unangenehm).

    Ich sehe aber durchaus ein Problem darin, plötzlich erwiesen Erkrankte zwangsweise durchfallen lassen zu wollen, nur um Verwaltungsaufwand zu sparen. Glücklicherweise würde so ein Vorgehen von jedem Gericht direkt ausgebremst.

    Wer möchte, dass SuS auch nach den Zeugniskonferenzen noch regelmäßig in die Schule kommen, muss sich wohl Gedanken machen über ein entsprechendes Programm, sowie Absentismus konsequent verfolgen. Bei mir geht der reguläre Unterricht bis zum Ende der vorletzten vollständigen Schulwoche, anders als bei einzelnen meiner KuK hört dieser also nicht mit der Notenabgabe auf. In der vorletzten Schulwoche gibt es bei uns dann Projekte oder auch Klassen, die im Schullandheim sind. An den letzten drei Schultagen schließlich haben wir ein besonderes Sport-und Bewegungsprogramm, welches die SuS nicht verpassen wollen (Bootsregatta, Fußballturnier, Schwimmen für die gesamte Schule mit vielen tollen Spielen, an denen begeistert teilgenommen wird,...), sowie am letzten Tag dann nach einem gemeinsamen Frühstück mit der eigenen Klasse einfach nur noch eine gemeinsame Zeugnisfeier der ganzen Schule. Der Unterricht endet an dem Tag dann natürlich auch deutlich früher als sonst. Wir haben deutlich weniger fehlende SuS an diesen letzten Schultagen als an regulären Unterrichtstagen.

    Was soll daran bedenklich sein? Es gibt mehr Smartphones auf der Welt, als es Menschen gibt. Da liegt die Vermutung recht nahe, dass viele wohl eines besitzen.

    Kommt sicherlich auf die jeweilige Schülerschaft (Alter, soziale Zusammensetzung) an. Meine SuS besitzen zu 99% spätestens ab Klasse 7 mindestens ein Smartphone. Manche haben sogar bis zu drei in der Schule mit dabei, plus ggf. Smartwatch, plus ggf. privates Tablet.

    Das kann ich nur unterstreichen, dass vor dem Ref noch einmal abzuschalten kein Schaden ist. Ich selbst habe zwar bis zu 31. 1 bei meiner vorherigen Stelle gearbeitet und am 1.2 mit dem Ref direkt angeschlossen gehabt damals, habe aber auch ganz schön daran gezahnt, bis mit den Pfingstferien mal die erste echte kurze Pause kam im ersten Halbjahr.

    Das sind ja mal handfeste Beispiele, die ich auf meine Situation gut ummünzen kann. Vielen Dank dafür!:rose:

    Der User ist selbst nicht an einer Schule, sondern suchte zuletzt nach Möglichkeiten für den Seiteneinstieg. Darüber hinaus sind zwei der drei Vorschläge zumindest so, wie präsentiert nicht ernst gemeint, sondern sollen wahlweise das System Schule oder dein Anliegen durch den Kakao ziehen. Wenn du daraus dennoch gute, konstruktive Ideen ziehen kannst super, aber behalte das im Hinterkopf, um dir nicht am Ende selbst ins Knie zu schießen.

    Ein komplett papierloses Klassenzimmer wirft zahlreiche pädagogische und didaktische Fragen auf, sowie Fragen der Finanzierbarkeit (und in der Folge der sozialen Gerechtigkeit). Ein Großraumbüro hat nichts mit Schule und Unterricht zu tun und obgleich ökologische Projekte, wie eine Blumenwiese, ein Gewinn sind für Schulen, ist es natürlich absurd anzunehmen, dass diese erst ermöglichen würden, den Arbeitsweg per Rad zurückzulegen (vom Unfrieden im Lehrerzimmer ob eines abgeschafften Lehrerparkplatzes ganz zu schweigen). Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun..

    Ich glaube nicht einmal, dass es viele Befürworter gibt. Die Befürworter könnten sogar in der starken Minderheit sein. Es macht halt keiner etwas dagegen, weil jeder denkt "lässt sich eh nicht ändern". Sogar die Superreichen warnen jetzt vor den Folgen von KI. Das weiß eigentlich auch jeder, aber der politische Wille zur Begrenzung des Einsatzes ist derzeit noch nicht vorhanden.

    Och bitte, wer aktuell über innovative Schulentwicklung nachdenkt denkt natürlich auch über Chancen von KI nach und längst nicht nur über Risiken, Probleme und schulrechtliche Fragen. Wenn du mit Menschen die in der Schulentwicklung aktiv sind keinerlei Kontakt hast bzw. nur mit solchen, die sehr wenig out of the box denken ok, dann mögen aus deiner Perspektive die Befürworter: innen von KI eine starke Minderheit darstellen. Mit etwas mehr Einblick in innovative Schulentwicklung steigt allerdings rasch auch das Bewusstsein dafür an, dass KI längst mehr zu bieten hat, als nur Risiken und Probleme bezogen auf Schule und Unterricht, vor allem aber nicht mehr aufzuhalten ist, weshalb es gilt sich entweder vom kommenden Zug treiben zu lassen oder aber diesen selbst proaktiv zu gestalten mit und für die eigene Schule, samt sinnvoller, selbst gestalteter Haltepunkte. Welche „Superreichen“ welche persönlichen Ansichten zu KI hat ist doch nun wirklich irrelevant für die Frage von Schulentwicklung, die nicht nur jedes KM, sondern auch jede Schule für sich selbst gestalten muss.

    Deswegen sich bei jeder sich ergebenden Gelegenheit entschieden dagegen äußern, sodass die Politik unter dem Deckmantel von "noch stärker auf individuelle Schülerbedürfnisse eingehen" gar nicht erst auf solche Ideen kommt.

    Weswegen genau möchtest du dich wogegen warum entschieden dagegen äußern? Etwas substantieller bzw. differenzierter dürften deine Beiträge durchaus sein, statt immer nur so arg allgemein gehalten und pauschal.

    Bei mir gab es im Studium an der PH in Modul 4 in Pädagogik diverse Schwerpunkte, die man setzen und aus denen man frei wählen konnte. Schulentwicklung war einer dieser möglichen Aspekte (bezogen auf aktuelle Forschung, aber auch aktuelle schulische Herausforderungen und Fragestellungen), Aspekte, wie man im eigenen Unterricht innovieren könnte wurden dagegen von vielen Dozierenden im Bereich der Fachdidaktik thematisiert, sowie zusätzlich (fachübergreifend) in Pädagogik.

    Ich konnte aber um ganz ehrlich zu sein mit manchen Themen aus dem Bereich der Schulentwicklung zu wenig anfangen zu dem Zeitpunkt und habe insofern persönlich meine Schwerpunkte gelegt auf den Umgang mit aktuellen schulischen Herausforderungen, wie Migrationsarbeit, weil ich damit bedingt durch meinen vorhergehenden Beruf bereits sehr viel anfangen und somit meines Erachtens besser profitieren konnte von dieser wissenschaftlichen Aufarbeitung.

    Schulentwicklung ist ein Thema, welches ich jetzt, mit bald 5 Jahren im Schuldienst gerne noch einmal zielgerichtet auch wissenschaftlich vertiefen würde, weil ich jetzt eben von dem, was ich aus der Schulpraxis her weiß ganz anders herangehen kann an dieses Thema, andere Fragen stelle, aber auch andere, innovativere Lösungen suche. Meine ehemalige PH bietet zu dem Thema meine ich einen berufsbegleitenden Master an, über den ich mich mal informieren möchte, ob dieser infrage kommen könnte für mich.

    Fettnäpfchen gibt es je nach Gegenüber bei diesem Thema sicherlich einige oder eben auch sehr wenige. Ich weiß bei uns im Kollegium zuverlässig, wer sich von jeder Art der Veränderung des Status qua sofort massiv getriggert, Überforderung angegriffen fühlt und deshalb derartige Dinge noch nicht einmal ergebnisoffen debattieren möchte. Ich weiß umgekehrt aber auch, wer hier besonders aufgeschlossen und innovativ unterwegs ist. Ich würde an deiner Stelle sehr genau zuhören, wie dir Fragen gestellt werden und dir ggf. gestufte Antworten überlegen, also was würdest du warum als kleine, wichtige Veränderungen anstreben je nachdem, was für ein schulisches Umfeld du vorfindest, welche großen Ideen könntest du dir vorstellen, wenn du ganz frei entscheiden dürftest und vor allem warum. Mit etwas Glück entwickelt sich daraus einfach ein spannendes Gespräch unter Peers.

    Das kann als Konstrukt gegebenenfalls sinnvoll sein, um Steuern zu sparen, auch wenn das Finanzamt da sehr genau hinschauen wird. Ein nicht seltenes Konstrukt ist z.B. die (geringfügige) Beschäftigung des Ehepartners im eigenen Betrieb. Mir wäre aber neu, dass es dafür einen speziellen Namen gäbe.

    Ok, das wäre dann einfach eine simple Gewerbeanmeldung, die jede: r machen kann. Wenn darüber dann aber nur ein Gehalt abgewickelt werden soll ohne tatsächliche Gewerbetätigkeit, wird es steuerlich oder ggf. Beim Sozialversicherungsrecht schnell tricky. Wie du richtig schreibst, schaut früher oder später das Finanzamt sehr genau drauf, was da finanziell läuft, sowie unter Umständen der Zoll.

    Warum sollte man als Privatperson einen Betrieb gründen, um jemanden privat zu beschäftigen, ohne kommerzielle Interessen? Das liest sich für mich nicht nach einem Grund für eine Betriebsgründung, sondern nach einem privaten Vertrag, den du schließen möchtest, damit jemand in deinem Haushalt tätig werden kann.

    Vielleicht verstehe ich dein Anliegen aber einfach nicht richtig. :weissnicht:

    Auch ne Idee.

    Wie ist das denn? Darf man vertretungsstellen verlassen sobald man was festes hat

    Na ja, einfach „verlassen“ wäre arbeitsrechtlich ungünstig, gerade auch, weil man zum selben Arbeitgeber zurück will, nur unter neuen Voraussetzungen. Wenn die Vertretungsstelle sich zeitlich mit dem Planstellenantritt überschneiden sollte kannst du entweder fristgerecht kündigen oder einen Aufhebungsvertrag zum Datum X vereinbaren. Da wird dir letztlich niemand Steine in den Weg legen, nachdem du „dem Club“ ja erhalten bleibst.

    Wie bereits geschrieben, ist dies an den BBS in NDS anders. Die dürfen "rund ums Jahr" ausschreiben und benötigen dafür keine extra Genehmigung; siehe oben verlinkter Erlass.

    Beneidenswert! Umso wichtiger demnach für die Te, sich bei den Schulen, die sie besonders interessieren möglichst nachhaltig vorzustellen, damit diese ggf. zelgerichtet für sie ausschreiben, wenn es passt.

    Es wäre kein Zeichen einer Innovationskompetenz, wenn du davon ausgehen würdest, dass Schule und Unterricht genau so laufen müssen, wie du diese als Schüler: in selbst erlebst hast.

    Wie lassen sich neue gesellschaftliche/ technische/ kulturelle/… Entwicklungen in deinen Fächern gewinnbringend (sprich erkenntnisfördernd) einbringen?

    Wie kann bzw. sollte Schule sich im Sinne von Schulentwicklung verändern, um den sich ständig wandelnden Herausforderungen gewachsen zu sein, z.B. im Umgang mit Kriegsflüchtlingen/ SuS ohne ausreichende Sprachkenntnisse oder im Umgang mit SuS ohne ausreichende Kenntnis der Bildungssprache (trotz möglicherweise Geburt in diesem Land)?

    Wie verändern neue Möglichkeiten künstlicher Intelligenz unsere künftige Art zu unterrichten? Werden wir als Lehrkräfte vielleicht dadurch mehr Lernbegleiter: innen und weniger klassische Lehrkräfte? Welche Werte/ Haltungen/ Urteilsfähigkeiten/… müssen wir bei unseren SuS stärker schulen, damit sie die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz (auch jenseits der Gymnasien) gewinnbringend nutzen lernen? Wie schulen wir diese? Wie verändert das die Schule der Zukunft?

    Wie muss die Schule der Zukunft sich verändern vor dem Hintergrund dessen, was wir während der Pandemie erlebt haben? Welche Tools gilt es weiter zu schärfen? Sollten wir vielleicht generell einmal die Woche eine Art Selbstlerntag einführen, wo an eigenen Projekte geforscht und gearbeitet wird, unterstützt via Onlinekonferenz mit der Lehrkraft bei Bedarf?

    (tbc)

    Wenn deine Wunschschule erneut ausschreibt bewirbst du dich natürlich, wenn du bis dahin noch keine Stelle hast. Das würde ich mir nur dann kurz überlegen, wenn ich nach einem Vorstellungsgespräch eine Absage erhalten hätte (wobei es auch dann ganz profane Gründe gegeben haben kann, wie einen im Gespräch gleichstarken Kandidaten mit besseren Noten oder eine Kandidatin mit Schwerbehinderung bei ansonsten gleicher Qualifikation, Noten, Eindruck im Vorstellungsgespräch,…). Bei einer Absage ohne Vorstellungsgespräch wäre ich im Schuldienst immer noch einmal mit von der Partie.

    Die anderen Fragen kann ich dir nicht genau beantworten, da ich nicht aus Niedersachsen komme. Letztlich wissen Schulen aber selbst erst immer sehr spät, ob sie überhaupt Stellen ausschreiben werden dürfen. Wir haben beispielsweise bei uns an der Schule Bedarf, haben in der vorletzten GLK dann auch abgestimmt, welche Fächer wir ausschreiben wollen, haben aber kurz vor der letzten GLK dann unerwartet vom Schulamt mitgeteilt bekommen, dass wir dieses Jahr doch nicht ausschreiben dürfen. Um zwischen den Einstellungsrunden ausschreiben zu dürfen benötigen Schulen ebenfalls die Genehmigung von oben eben dies zu tun. Manchmal dürfen das Schulen, oft aber nicht.

    Mein Bundesland ist zwar nicht Hessen, sondern BW, aber ganz grundlegend und jenseits einer Noteninflation sind herausragende Leistungen die die Maximalpunktzahl rechtfertigen würden genau das: Herausragend, sprich nicht die Norm. Ziemlich engagiert zu sein ist dagegen zunächst einmal einfach nur die gelebte Definition des Beamtenstatus, sprich ein guter Standardfall, der eben noch nicht herausragend genug wäre für eine Bestnote. Darüber hinaus wird ja noch mehr bewertet, als nur das Engagement, Selbst- und Fremdwahrnehmung können differieren,… Zumindest den letzten Punkt solltet ihr einfach durch ein Gespräch mit der SL klären, die ihre Bewertung ja begründen können muss.

    Ja, die Stellen habe ich gesehen aber die sind eben ziemlich weit weg.

    Hab einfach gedacht dass mir nach dem Jahr viele Türen offenstehen und jetzt wirkt es so als ob alles verschlossen ist.

    Na ja, „alles verschlossen“ ist dann doch etwas übertrieben, nachdem du gerade einmal von zwei Schulen Absagen bekommen hast.;) Ich verstehe den Frust, wenn es deine Wunschschulen waren, aber vielleicht dürfen diese ja zum Herbst noch genau für deine Fächer ausschreiben und machen das auch, vor allem, wenn sie wissen, dass mit dir eine Kandidatin vorhanden wäre, die Interesse hat. Vielleicht musst du dich aber auch schlichtweg bei mehr als deinen zwei Wunschschulen, sowie zwei weiteren Schulen in der Umgebung bewerben. Fehlende örtliche Flexibilität kann manchmal relevanter sein als ein Mangelfach zu haben, je nachdem, wie die Versorgungslage ist bzw. wer welche Stellen ausschreiben darf.

    Bei uns gibt es tatsächlich prinzipiell zwei Klassenlehrkräfte pro Klasse, egal wer davon Voll- oder Teilzeitkraft ist. Nachdem wir aber auch wirklich viele Teilzeitkräfte haben, würde das sonst auch nicht anders gehen. Das klappt sehr gut und wird auch als Entlastung wahrgenommen. Angesichts der gerade so ausreichenden Lehrkräfteversorgung müssen bei uns alle als Klassenlehrkräfte/ Stellvertreter ran, die nicht ggf. qua Schwerbehinderung oder auch in der Wiedereingliederung davon entlastet sind (so erforderlich). Die Teams organisieren das üblicherweise so, dass jede: r einen festen Teil der Klassenlehreraufgaben übernimmt, damit im Normalfall keiner alles alleine schultern muss. Gerne wird dabei dann auch im Hinblick auf Elterngespräche oder auch die Verbalbeurteilungen in der Orientierungsstufe die Klassenliste einfach mittig geteilt. Das SL- Team versucht bei den Teams darauf zu achten, wer mit wem kann, um zumindest keine völlig kontroversen Teams zusammenzustellen, bei denen es ständig knallt. Das klappt gut bis sehr gut.

    Ich glaube, um diese Teams als Entlastung wahrzunehmen, muss man sich bewusst darauf einlassen, dass man Aufgaben abgeben muss und auch darauf, dass man eben nicht alles ganz genau so regeln kann, wie man selbst es gerne hätte, sondern Kompromisse erforderlich sind, bzw. man damit leben muss, dass die andere Lehrkraft Dinge anders handhabt. Außerdem muss man eben wirklich in diesen Teamgedanken hineinkommen und weg von der Idee des Einzelkämpfers. Ich bin sehr froh, dass es diese Teams gibt bei uns.

    Würde es Betroffenen nicht gerade helfen, wenn man das Thema enttabuisiert? Wir haben ja momentan auch das Problem mit der demographischen Entwicklung, wofür das Individuum natürlich nichts kann, aber das liegt sicherlich auch daran, dass wir als Gesellschaft zu selten darüber reden.

    Unsere Gesellschaft schrumpft nicht dank Migration. Ein Schülerschwund wird in den nächsten Jahren keinesfalls erwartet. Du darfst also getrost weiterhin übergriffiges Verhalten bzw. Gespräche bei diesem Thema unterlassen. Keine Bange: "Wir" sterben nicht aus, auch wenn "wir" uns nicht alle fortpflanzen wollen oder können.

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