Eine Alternative zu einer Lesenacht könnte ja ein gemeinsamer Leseabend sein @golum , bei dem die SuS je nach Alter zwischen 21 Uhr und 23 Uhr nachhause gehen (abgeholt werden). Das macht es für Lehrkräfte deutlich ressourcenschonender, erlaubt es dennoch viele spannende Abenteuer gemeinsam im Schulhaus zu erleben und wenn am nächsten Tag alle erst sagen wir zur dritten Stunde Unterricht haben (plus entfallender Nachmittagsunterricht am Tag des Leseabends für alle beteiligten SuS und KuK), dann sollte auch der restliche Schultag gemeinsam klappen, so dass man das eben auch gut unter der Woche leisten kann.
Das wirft zwar für manche Eltern dann am nächsten Morgen ein Betreuungsproblem auf, aber solche besonderen Aktionen haben halt einen Preis- für alle Beteiligten.
Bei uns an der Schule gab es Ende letzten Schuljahres sowohl Schulhausübernachtungen (mit Kolleginnen, die dafür letztlich bis auf 2h Schlaf 24h am Stück wach waren, weil sie den freien Vormittag, den sie als Ausgleich hatten teilweise nicht als freien Vormittag genutzt, sondern mit anderen Aktivitäten für ihre SuS vollgepackt haben), als auch Leseabende (mit deutlich entspannteren KuK, obgleich dafür auch vorab tolle Dinge vorbereitet worden waren, wie z.B. Escaperoom- Games basierend auf Büchern/Geschichten, die vor Ort bei Bedarf nachzulesen waren, einfach weil diese KuK tatsächlich etwas besser auf ihre gesundheitlichen Grenzen geachtet haben bei dem Ganzen).
So spannend Schulhausübernachtungen für manche SuS sein können: Für viele sind Leseabende niedrigschwelligere Angebote, weil sie oft auch in Klasse 5 noch nie woanders als zuhause übernachtet haben (von weiteren Problemen ganz abgesehen), die von mehr SuS wahrgenommen werden, Aus meiner persönlichen Perspektive als Lehrkraft sehe ich zwar den Reiz von Lesenächten/Schulhausübernachtungen, bin aber tatsächlich mit Blick auf meine Gesundheit und Gesunderhaltung nicht mehr dazu bereit ganze Nächte mit Nachtwachen durchzumachen, das habe ich während der Jahre als ehrenamtliche Freitzeitbegleitung bei der Lebenshilfe oft genug erlebt, um zu wissen, dass mir das nicht gut tut. Leseabende halte ich dagegen für ein wirklich tolles, zeitlich begrenztes, gemeinsames Abenteuer.