Beiträge von CDL

    Darf ich Fragen an welcher Hochschule das möglich ist? Bzw. wo Du das gemacht hast? Sind es nicht weitesgehend Präsenzveranstaltungen am Morgen/Vormittag im Lehramtsstudium?

    Das würde ich auch sehr gerne. Aber mit Frau und bald Kind brauch ich auch einen sicheren Vollzeitjob. Andererseits mit (seit paar Tagen) 30 ist
    der Zug für mich noch längst nicht abgefahren. Für mich wäre es dann aber, sofern ich's mir dann aussuchen kann, BK-Lehramt. Das kommt meinem
    Werdegang einfach am nähesten. Wobei den SuS in der Sek. I jemand mit Erfahrung von "außen" natürlich auch immer gut tut.

    Man kann an jeder Hochschule berufsbegleitend studieren, da es ja nur von dir selbst und deiner Organisation abhängt, was das dann konkret bedeutet. Ich verstehe insofern die Frage nach der Hochschule nicht ganz...

    Ganz grundlegend kann man ein Studium sowohl in Voll- als auch in Teilzeit absolvieren. Relevant ist diese Entscheidung a) vor dem Hintergrund von Langzeitstudiengebühren, b) im Hinblick auf einen Bafög-Anspruch oder c) im Hinblick auf die bis zum Abschluss des Grundstudiums, welches meist innerhalb einer bestimmten Frist absolviert sein muss, erforderlichen Kurse.

    Wenn du berufsbegleitend studieren willst kannst du natürlich versuchen beides in Vollzeit zu machen. Ich kenne Leute, die das gemacht haben. Die haben dann aber meist auch das mit den Kindern erst auf den Vorbereitungsdienst geschoben, weil das nicht auch noch parallel möglich gewesen wäre. Ich hatte auch eine Mitanwärterin, die während ihres Vollzeitstudiums zwei Kinder bekommen hat und Nummer drei im Ref- auch das eine Form zwei Vollzeitjobs parallel zu stemmen. Muss man aber der Typ dafür sein, weil es einen konstant an und über Grenzen bringt.

    Die gesündere Variante dürfte es sein, Teilzeitjob mit Teilzeitstudium zu kombinieren. (Deine Frau kann ja schließlich auch noch arbeiten oder erhält sonst zumindest Elterngeld, bis sie wieder arbeiten kann/will.) Ich hatte so immer einen festen Tag in der Woche komplett frei für das Studium und meist auch noch zwei Vormittage. In diese Zeitfenster habe ich dann meine Kurse gelegt. Schöne, spannende Kurse, die aber zu anderen Zeiten stattfanden konnte ich so halt nicht belegen, sondern musste das nehmen, was in der jeweiligen Modulgruppe in meinen Zeitfenstern angeboten wurde. Ich habe zusätzlich versucht, möglichst viele Kurse als Block-/Wochenendseminare zu absolvieren, weil mir das ermöglicht hat, mehr Kurse im Semester abzuschließen bzw. auch mal einen interessanteren Kurs mitzunehmen, den ich sonst nicht hätte machen können. Klare Absprachen mit dem Arbeitgeber die freien Tage betreffend (und den Grund, warum diese nicht kurzfristig verändert werden können) helfen, damit das klappt.

    Ich war 38, als ich ins Ref gegangen bin. Damit war ich längst nicht die älteste Anwärterin. In der Sek.I unterrichten nämlich- ähnlich wie am BK- SEHR viele KuK, die wie ich bereits Berufserfahrung mitbringen und nicht nur Schule- Hochschule- Schule kennen. Der älteste Anwärter in meinem Kurs war 48. Alter spielt also keine Rolle an dieser Stelle. Am BK scheint das sogar- nach dem, was die KuK hier im Forum immer wieder schreiben- noch normaler zu sein, dass die Junglehrer die 30 bereits hinter sich haben.

    Ich würde dir persönlich dringend das Studium ans Herz legen. E9 ist wirklich viel zu wenig für diesen Job. Dafür musst du zu hart arbeiten als Lehrkraft und es wird niemand danach fragen, ob du nun E9 erhältst oder doch E12/13 bzw. A12/13, sondern erwartet werden, dass du genau die gleichen Aufgaben für wenigstens 500€ netto weniger erfüllst. Das mag dich jetzt noch nicht so sehr stören, wird aber für viele KuK im Laufe der Jahre zu einer Quelle echter Frustration. Ich habe mehrere KuK im Kollegium, die keine volle Lehrbefähigung (sprich kein Lehramtstudium plus Ref abgeschlossen) haben. Ein Kollege- viele Jahre lang Sportlehrer bei uns- hat jetzt begonnen sein Lehramtsstudium nachzuholen, damit er eben irgendwann doch noch so bezahlt wird, wie alle anderen für seine tolle und engagierte Arbeit. Eine Kollegin ist dauerhaft frustriert darüber, dass sie als Fachlehrerin so viel weniger Geld erhält für dieselbe inhaltliche Arbeit bei MEHR (!!!) Wochenstunden. Wenn du es jetzt schon schwierig findest ein berufsbegleitendes Studium finanziell zu stemmen angesichts deiner wachsenden Familie, dann schau dir mal an, was du mit E9b netto erhalten würdest verglichen mit dem, was du jetzt verdienst- dauerhaft, ohne Option auf Aufstieg, da du ja nur die PE hättest. Je nach Anzahl der Kinder und des Verdiensts deiner Frau ist da dann nämlich die ALG II-Schwelle plötzlich gar nicht mehr so weit entfernt...

    Ich kenne Leute, da hat jemand anderes die Examensarbeit geschrieben. Es gibt Menschen, die bezahlen wildfremde Menschen dafür. Und es gibt viele, die mehr oder minder viel Hilfe von Freunden bekommen haben. Alleine jemand kompetentes, der deine Entwürfe Korrektur liest, bringt eine Menge. Ist es dann schon nicht selbst erstellt?

    (...)

    Ja, solche Fälle sind mir auch bekannt. Eine ehemalige Kollegin von mir hat für ihre beste Freundin fast alle Hausarbeiten im Studium, sowie die Masterarbeit (Soziale Arbeit) komplett allein geschrieben. Zusätzlich war sie offenbar in mehreren mündlichen Prüfungen anstelle der Freundin, bei der die Prüfer den Prüfling nicht bereits aus Kursen kannten. Da hat sie sich wohl einfach in der Sprechstunde vorab als Studierende X vorgestellt und wurde so als Prüfling akzeptiert.

    Eine Freundin von mir, die große Probleme hat, ihr Lehramtsstudium abzuschließen, hat mir vor einiger Zeit unvermutet erzählt, sie habe für zwei Hausarbeiten, die sie seit mehreren Jahren nicht schreiben konnte die Hilfe einer "Lektorin" in Anspruch genommen. Ich dachte zunächst nur an Korrektur lesen und habe mir nichts weiter dabei gedacht, bis sie erwähnte, dass sie sich dafür Geld von einer anderen ihrer Freundinnen geliehen habe, die das auch schon genutzt habe. Nachdem diese- inzwischen auch schon seit 4 Jahren im Schuldienst- sich wie mir bekannt ist gerne mal das Recht "zusammenbiegt", wie es für sie passt, um den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, hat mich das stutzig gemacht (was ich da aus deren Mund an schon Dingen aus dem Ref gehört habe die sie gebracht hat und für selbstverständlich lässt einen fassungslos zurück, dass sie- wenn auch wohl nur ganz knapp, mit 3,9- ihr Ref bestanden hat). Am Ende hat sich herausgestellt, dass diese "Lektorin" die Arbeit basierend auf der Gliederung und bereit gestellten Literatur die meine Freundin aus Gründen der Kostenersparnis selbst zusammengestellt hatte komplett geschrieben hatte. :neenee:

    Die Berechnung der Masternote kannst du den entsprechenden Vorgaben deiner Hochschule zu diesem Thema entnehmen. Solltest du auf deren Webseite nicht fündig werden (Tipp: Nennt sich im Regelfall "Prüfungsordnung" und enthält immer auch einen Passus zur Notenberechnung), dann frag deine Studienberatung, wo das stehen würde.

    Wenn dein drittes Fach Teil deines Referendariats ist und dort ebenfalls bewertet wird, dann bedeutet das, dass auch diese Note mit in die Note für das Äquivalent zum 2.Staatsexamen für Menschen mit Lehramtsmaster (korrekte Bezeichnung ist mir gerade entfallen) einfließt. Nachdem du dich mit diesem Zeugnis UND deinen Bachelor- und Masterzeugnissen bewirbst um eine Planstelle fließt die Note des Drittfachs als in die Bewerbung mit ein, wenn dieses im Ref mit ausgebildet und bewertet wurde. Ob es das muss oder vielleicht nur kann oder auch nicht darf kannst du den Vorgaben des Landes Niedersachsen für den Vorbereitungsdienst an den Gymnasien entnehmen.

    Und du bist blauäugig aus dem Süden zugezogen, im Glauben, alle Welt hätte immer zur gleichen Zeit Ernte und es würde nichts ausmachen, ob die Kinder hüben oder drüben wohnen bzw. zur Schule gehen?

    Ja, ist blöd, aber darum muss man doch nicht anderen die Ferien streichen wollen. :weissnicht:

    Mein Lachen bezieht sich auf das "Ernte-Argument". Genau deshalb haben wie hier in BW ja einen festen Ferientermin. Vielleicht sollten die anderen Bundesländer auch mal anfangen zu einem fixen Termin ihre Ernte einzufahren, statt alljährlich anders. :zahnluecke:

    (...)

    Du meinst dann aber erst einmal ein fachgebundenes Studium? Oder, nach Prüfung/Anrechnung als Zugangsberechtigung
    direkt Lehramt? Kann man Lehramt überhaupt berufsbegleitend grundständig von Anfang an studieren? Ich kenne hier auch
    nur den Weg über ein Fachstudium, sofern man hauptberuflich noch irgendwie Geld verdienen muss ;)

    Ja, man kann ein Lehramtstudium berufsbegleitend machen, Habe nicht nur ich hier aus diesem Forum gemacht. Mit einem Fachstudium spekulierst du auf den Seiteneinstieg, der je nach Bundesland unterschiedliche Voraussetzungen hat, die sich geändert haben können, bis du fertig wärst, insofern würde ich wenn du nachstudieren willst, dann direkt Lehramt machen.

    Zitat

    Was reizt dich besonders an der Sek. I?

    Ich mag einerseits die besondere Heterogenität der Schülerschaft sehr gerne, arbeite darüber hinaus gerne Kindern ab 10 Jahren bis 15 (16/17/18 oder wann sie uns dann tatsächlich verlassen...) und weiß, dass in unsere Bildungssystem das Elternhaus noch immer viel zu stark darüber entscheidet, welche Bildungsbiographie jemand hat. Viele meiner SuS werden später ebenfalls ihr Abitur machen und studieren, weil sie das Potential dazu haben, aber mehr Zeit für diesen Weg benötigen. Ebenso viele werden aber auch gute Handwerker, Kaufleute jeder Couleur, Pflegekräfte, Erzieher:innen, etc. und sie alle verdienen es Lehrkräfte zu haben, die ihnen wertschätzend begegnen und nicht nur das Gefühl haben bzw. vermitteln "Restposten" zu verwalten, die ihrer Mühe nicht wert wären. Ich empfinde es für mich persönlich als besonders befriedigend, mit SuS zu arbeiten, die eine weniger leichte Bildungsbiographie haben als mir selbst das vergönnt war und hoffe, einen Baustein dazu beizutragen, dass sie ihr Potential ausschöpfen werden können- was auch immer das dann individuell bedeutet.

    (...)

    Ansparen konnte ich im Ref nichts, was echt schlecht war für den Umzug, der direkt nach dem Ref erfolgen musste. Da musste ich mir dann Geld von meinen Eltern leihen, das ich aber schnell zurück zahlen konnte. (Ich wollte nach dem Ref nicht noch mal in eine zu kleine Wohnung mit gebrauchten Möbeln in der Pampa ziehen, um dann nach einem halben Jahr wieder umziehen zu müssen.)

    Ja, das mit dem nichts Ansparen können für den Umzug im Ref kenne ich allerdings auch aus eigener Erfahrung. Mir hat dann meine Gewerkschaft geholfen mit einem zinslosen Darlehen zu extrem fairen Rückzahlungsoptionen (frühestens ab Januar des Folgejahres, jederzeit aussetzbar oder Rückzahlungsbetrag reduzierbar, etc.). Meinen Vater wollte ich nicht darum bitten, weil der darauf bestanden hätte, mir das Geld zu schenken und das wollte ich nicht, weil er mich schon so oft in Notlagen finanziell unterstützt hatte, ich stolz war, dass einfach selbst durch meine Arbeit regeln zu können und ich seine Großzügigkeit auch nicht ausnutzen will.

    Ganz so lange noch nicht. Mein Referendariat dauerte noch 24 Monate an 2 Schulen und begann nach den Sommerferien. Google erzählte mir, das es seit 2008 in Baden-Württemberg an Gymnasien nicht mehr so ist (das passt auch mit meiner Erinnerung mit der Einrichtung des Praxissemesters, das soll die 6 Monate ersetzen).

    Ich habe übrigens 6 Tage vor Schulbeginn erfahren, wo ich nach den Sommerferien mein Referendariat beginne. Ich wusste weder Seminar- noch Schulort. Die Bearbeiterin hatte Urlaub. Ich wünsche dir Stella alles Gute (ich wohne 2 km von der Schweiz entfernt). :klatsch:

    Das Praxissemester gab es auf jeden Fall schon vor 2008 für das gymnasiale Lehramt, meine früheste Erinnerung, ab wann an den Gymnasialseminaren im Januar begonnnen wurde ist tatsächlich aus 2008, stimmt. Das wären dann aber zumindest schon 14 Jahre. Auch nicht erst seit kurzem also, aber du hast völlig recht: Kürzer, als von mir in der ersten, ungenauen Erinnerung vermutet.

    Ich habe auch erst in der Woche vor dem Ref erfahren, an welcher Schule ich sein werde, die Seminarzuteilung erfolgt aber deutlich früher und die Schulzuteilung bei mir auch nur deshalb so spät, weil Schule 1 bzw. deren SL behindertenfeindlich war (und noch immer ist).

    Ich fahr dann von mir aus allerhöchstens noch zu fossi74 und das auch nur, wenn er grad an seiner Schule ist. :P Oder ich mache mit, wenn ich grad bei meiner Schwester in NRW bin. Mal eben bitte die Hand heben, wer aus dem Forum sich in der Nähe von Köln oder Bonn befindet. 8)

    Doch. Aber der Prüfungszeitraum startet erst nach dem Sommerferien. Also nächste Woche.

    Wie jetzt: Die Ausbildung geht bis VOR den Sommerferien, die Prüfungen aber sind erst DANACH?!? Ist das immer so oder hat das mit verschiedenen Zeitpunkten zu tun, zu denen das Ref begonnen werden kann, so dass es manchmal eben auch erst so spät endet? (Bei uns in BW wird je nach Schulart im Januar oder am 1.Februar das Ref begonnen, Schulrecht ist dann im Zeitraum zwischen Ende August und Ende Oktober desselben Jahres, vorgezogene Kolloquien (etc.) finden je nach Schulart auch schon ab Beginn des neuen Schuljahres an, die Lehrproben gibt es dann im Zeitraum zwischen März und Mai, damit Anwärter:innen, die noch im selben Schuljahr in einem Fach nachgeprüft werden dürfen qua Notenschnitt ebenfalls vor den Sommerferien fertig sind und sich zumindest noch im Nachrückerverfahren bewerben können.) Oder gibt es verschiedene Einstellungszeitpunkte in NRW, so dass es weniger relevant ist, dass man vor den Sommerferien bereits fertig ist mit dem Ref? (Die Rätsel des Föderalismus...)

    Wie seht ihr das? Was kennt ihr für Möglichkeiten?

    Prüfen, ob du dank deiner Berufserfahrung studieren dürftest und wenn ja berufsbegleitendes Studium nachholen als Qualifikation für den Schuldienst. Alternativ prüfen, ob du mit deiner Ausbildung als Fachlehrer arbeiten dürftest (gibt es nicht in allen Bundesländern).

    Zitat

    Oder ist die Sek I auch schön? :)

    Ja, die Sek.I ist auch schön. :zahnluecke:

    Zitat

    Welche Erfahrung habt ihr im allgemeinen gemacht?

    Das ist eine ziemlich "große" Frage, könntest du präzisieren, worum es dir dabei genau geht, ehe dir jemand zum Spaß seine gesamte Vita runterbetet?

    Hay,

    ich würde mich hier einfach mal einklinken.

    Ich mach im Moment mein Ref. in NRW und habe mich vor kurzem als BPLK beworben. Ich denke jetzt einfach mal positiv und gehe davon aus, dass ich die UpP bestehe :D Weiß jemand, wann ich dazu eine Rückmeldung erhalte?

    (...)

    Erfahrt ihr nicht direkt im Anschluss an eure Prüfungen, ob diese bestanden wurden?

    Echt?

    Ja. Einfach angeben, wie viele Tage das Rad verwendet wurde, wie viele Tage das Auto und wenn bislang durch die Nichtangabe das Rads womöglich nicht die volle Entfernungspauschale ausgenutzt wurde, dann das eben ab jetzt machen.

    Weißt du, ob man dann trotzdem noch die PKW-Entfernungspauschale bei der Steuererklärung angeben kann? Sonst rechnet sich das ja sehr schnell nicht mehr...

    Nicht für dieselben Tage, denn du kannst ja nicht am selben Tag sowohl das Rad als auch das Auto nehmen. Für die Nutzung des Rades gibt es übrigens aktuell 30 Cent bis Kilometer 20, ab Kilometer 21 38 Cent- für das Auto gelten dieselben Sätze...

    Wusstet ihr, dass man ein Fahrrad als Dienstfahrzeug steuerlich geltend machen kann? Ich steige tatsächlich auf Fahrrad um und meine Nachbarn haben mir das gesagt. Beim LBV gibt es einen Vordruck, habe aber noch nicht geschaut. Mein Dienstrad hatte ich mir aber schon sowieso angeschafft. Es tat mir jedesmal in der Seele weh für den kurzen Weg das Auto zu benutzen, aber wegen des Gepäcks habe ich es doch oft gemacht. Ausserdem hatte ich gar kein Fahrrad mehr, das funktionstüchtig ist. Vermutlich können Referendare das auch.

    Ja, klar. Gibt man bei den Werbungskosten an, wo man sonst auch die Wege angibt, die man mit dem Auto oder ÖPNV zur Arbeit und zurück zurückgelegt hat.

    Vielen Dank auch für deinen Erfahrungsbericht, Ratatouille ! Stimmt, ich habe in meinem Beitrag vergessen, den Anscheinsbeweis aufzuführen. Damit der Anscheinsbeweis jedoch geführt werden kann, muss dargelegt werden, dass erhebliche Indizien für eine Täuschung bestehen. Werden jene Indizien nicht ausreichend dargelegt, so ist ein solcher Anscheinsbeweis auch schnell mal entkräftet. Deshalb: Den Verdacht auf Täuschung (welche Form auch immer) muss man ausreichen begründen/belegen können.

    Deshalb KuK mit ins Boot holen, vor allem die Deutsch-Lehrkräfte, die ebenfalls wissen, wie der jeweilige Schüler oder die Schülerin sonst schreiben, ggf. das Klassenarbeitsheft in Deutsch heranziehen als Unterstützung, dazu die Stellen abfragen und erläutern lassen, bei denen man aufgrund seiner Erfahrung davon ausgehen kann, dass diese nur so eloquent darlegen kann, wer sie wirklich durchdrungen hat und auf korrekte Verwendung von Fachbegriffen wie in der Arbeit bestehen. Das schafft man nicht mal eben spontan, wenn man sich gar nicht auseinandergesetzt hat mit dem Thema. Und natürlich die angegebenen Quellen konsequent nachschlagen und dann auch einfach mal Nachfragen zu einem Buch oder Text stellen, die angeblich ja gelesen wurden.

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