Ich vermute mal, dass es mit Kunst bundesweit gute Chancen geben würde in Sek.I und Sek.II, hier in BW ist das auf jeden Fall auch ein absolutes Mangelfach dieser Schularten. Spanisch dagegen ist völlig überlaufen, würde also, so es überhaupt unterrichtlich in Erscheinung tritt (BW Sek.I: Nur an den Gemeinschaftsschulen gibt es Spanisch, sonst nicht in der Sek.I), womöglich am Ende nur selten bis gar nicht unterrichtet werden mangels Bedarf weiterer Spanisch-Lehrkräfte an der Schule. Ganz unabhängig davon, für welche Fächer das eigene Herz schlägt, sollte man sich bei einem derart überlaufenen Fach also auch damit arrangieren können, dass man dieses womöglich am Ende so gut wie nicht unterrichten wird.
Geographie kann am Gymnasium durchaus auch gut verwertet werden, weil man die Lehrkräfte vor allem in der Unterstufe in NWT (ein absolutes Mangelfach in BW) sehr gut einsetzen kann neben dem reinen Geo-Unterricht aufgrund der Themenüberschneidungen zumindest hier in BW. Das kann damit letztlich eine Entlastung von MINT-Fachschaften zur Folge haben, die z.B. ihre heiß begehrten Physiker dann eben anderweitig einplanen können. Ich weiß von meinem Vater, dass das zumindest manchen SLen im Gymnasialbereich sehr bewusst ist, die teilweise dann selbst Naturwissenschaftler sind und diese Überschneidungen der Bildungspläne gut genug inhaltlich erfassen. In BW könnte also auch Geo ein ordentliches Fach sein, allerdings gibt es hier inzwischen auch NWT als eigenständiges Studienfach einerseits und andererseits gilt Geo an sich als überlaufenes Fach. Offensichtlich wird diese Einsatzvariante also letztlich auch für NWT noch zu wenig genutzt.
Aus der Auswahlliste der möglichen Fächer sind lediglich Ethik/Reli in der Sek.II keine völlig überlaufenen Fächer hier in BW (sollte das infrage kommen), die insofern zumindest hier in BW nicht völlig aussichtslos sind hinsichtlich einer Planstelle. Zusammen mit Spanisch dürften die Chancen allerdings nicht besonders gut stehen in der Sek.II, dafür ist die Schulform einfach insgesamt zu überlaufen.
Du solltest also alles daran setzen, dass es mit Kunst klappt, wenn die Sek.II dein Ziel sein soll, dir erst einmal über Praktika Klarheit über die angestrebte Schulform verschaffen und anderfalls- bei Sek.II und lediglich kaum bis gar nicht gefragten Fächern- Zukunftspläne B-D entwicklen im Studienverlauf, für den Fall, dass es entweder gar nicht klappt mit einer Stelle im Schuldienst am Ende oder du lediglich Angebote privater Schulen haben solltest, die du nicht annehmen möchtest, weil deren Konzept vielleicht nicht zu dir passt und von dir mitgetragen werden kann.
Von den Musikern in meiner Familie weiß ich, dass es durchaus üblich ist, sich vor der Aufnahmeprüfung an die Hochschule 1-2 Semester Vorbereitungszeit zu nehmen, damit das auch klappt. Auch für Kunst dürfte es einerseits entsprechende Angebote zur Vorbereitung geben und andererseits sinnvoll sein, sich ausreichend Zeit für die Vorbereitung zu nehmen, je nachdem, was die Mappenbegutachtung ergibt.