CDL OK, Du bist definitiv härter mit Deiner Meinung unterwegs als ich. Ich bin einig mit Dir, dass Fanatiker in bestimmten Berufen entweder nichts zu suchen haben oder mindestens das Maul zu halten haben. Mein Kollege, den ich "verpetzt" habe, hat übrigens eine Abmahnung einkassiert. Ob ich das offiziell wissen sollte, sei mal dahingestellt (ich glaube nicht). Bezüglich der Impfpflicht finde ich, darüber kann man nachdenken, wenn Novavax zugelassen ist. Es gibt Personen, die Bedenken gegenüber den mRNA-Impfstoffen haben. Ich kann diese Bedenken nicht nachvollziehen, aber ich denke, man muss das "gelten" lassen und ich vermute immer noch, dass die Impfbereitschaft noch einmal steigen wird, sobald es einen alternativen Impfstoff gibt. Proteinbasiert kennt man eben schon von Hepatitis. Aber weisst ... vielleicht bin ich da schon wieder zu optimistisch und man sollte einfach direkt mit der Keule drauf hauen. Nur dieser Gedanke widerstrebt mir im Moment (noch). In jedem Fall bin ich überzeugt davon, dass eine Lehrperson, die nicht geimpft ist, aber im Schulhaus eine FFP2-Maske trägt, verantwortungsvoll handelt. Da keiner von uns weiss, ob das auf SteffdA zutrifft oder nicht, sollte man sich mit Vorwürfen arg zurückhalten.
Also ich fange mal am Ende an: Mein Beitrag war überhaupt nicht auf SteffdA gemünzt, der bereits sehr früh in der Pandemie deutlich gemacht hat, dass er Minimum FFP2 oder sogar FFP3 trägt, ebenso wie er seine Haltung zu den Impfstoffen schon einige Male ausgeführt hatte. (Ich halte manche seiner Einlassungen dennoch für so stark vereinfacht, dass sie falsch werden, das ist aber eine andere Debatte.)
Freiwilligkeit wäre auch mein Favorit, wenn es um die Impfung geht , ich sehe nur, zu welchen Ergebnissen das in meiner Stadt führt mit zu vielen Menschen, die extrem lange zögern sich impfen zu lassen, bei gleichzeitig hohen Fallzahlen in allen Wellen, teilweise komplett gefüllter ITS ohne weitere Kapazitäten, da schon über 50% der ITS-Patienten in der letzten Welle wegen Covid-19 dort waren und sehr vielen Einschränkungen und Maßnahmen, die alle zu tragen hatten über Monate hinweg. Ich weiß, dass viele Ärzte seit mehreren Monaten schon hier kämpfen, um Menschen von der Impfung zu überzeugen. Meine Hausärztin hat inzwischen zwei komplette Nachmittage in der Woche gesperrt dafür, weil es so aufwendig ist die Aufklärung zu betreiben bei bislang davon - abgesehen von Ängsten und Gerüchten-weitestgehend unbeleckten Menschen, die von ihren Betrieben gesammelt angemeldet werden und während der Arbeitszeit kommen. Dazu dann diverse Übersetzer, damit die Patienten die Aufklärung verstehen und einwilligen können. Das kostet immens viel Zeit. Ich bin froh zu wissen, dass es so engagierte Ärzte gibt bei uns, nur so kann es auch bei uns klappen 70% Impfquote zu erreichen im Schnitt. Ich bin ebenfalls froh, dass meine Stadt so kreativ und engagiert ist bei der Entwicklung neuer, niederschwelliger Impfangebote, um bislang Unentschlossene bequem zu erreichen. In den bereits genannten Branchen (Ärzt:e:innen, Pflegekräfte, Beschäftigte im Bildungswesen) geht mir dennoch die Geduld aus. Ich habe einen Kollegen, der meint, wir würden uns infolge der Impfung in Echsenmenschen verwandeln, selbst ungeimpft, der rennt - dank Attest (vom Querdenkerarzt) - ohne Maske im Schulhaus rum, während ich umgekehrt schwerkranke SuS habe, die ernsthaft gefährdet sind auch ohne Corona (Herzerkrankungen oder Krebserkrankung vor allem), die aus Angst den größten Teil letztes Jahr Fernunterricht hatten und wenn, dann nur mit FFP2-Maske in der Schule waren. Ich finde, die haben es verdient, zumindest keine Panik vor solchen Querdenker - Idioten in der Lehrerschaft haben zu müssen, damit sie, wenn ihre Gesundheit das sonst zulässt (was bei manchen selten genug der Fall ist), einfach am regulären Unterricht teilnehmen können. Eine Impfpflicht würde ich einfach aufgrund dieser Situation gerade auch für uns Lehrkräfte begrüßen. Die Kinder können sich uns nunmal nicht entziehen, sollen sich auch wieder sicher fühlen an der Schule und mir scheint, gewissen Idioten in meinem Kollegium ist in ihrem Fanatismus, der keine Frage des Impfstoffs ist, anders nicht beizukommen. Würden die zumindest durchgehend konsequent MNS tragen, würde ich das sicherlich anders sehen. Leider ist das nicht der Fall und meine Geduld kommt einfach an ihr Ende. Ich habe keinen Bock den Preis zu zahlen für deren Fanatismus und Ignoranz, es kotzt mich an, was das mit manchen meiner Hasen macht und ist für mich unentschuldbar. Und nochmal : Ich beziehe mich explizit nicht auf alle noch Ungeimpften, sondern auf fanatische Exemplare, wie ich ein paar im Kollegium habe, die verloren sind in Verschwörungsmythen und "alternativen Fakten".