Beiträge von CDL

    Unsere Grundschullehrkräfte für euch in NRW, soooooooo lieb haben wir euch!!!! (Meine Neffen brauchen ja auch genügend grundständig qualifizierte GS-Lehrkräfte, grad gut, wenn ein paar nach NRW gehen.)

    Duke93 : Es würde mich sehr wundern, wenn man dir nicht direkt den roten Teppich zu einer Stelle ausbreiten würde. GS-Lehrkräfte sind schließlich heiß umkämpft bundesweit.

    Ich bin ein absoluter Sonderfall, wo das außer der üblichen Reihe möglich war, insofern hilft mein Fall dir nicht weiter. Grundlegend kommst du aber bei einem Statuswechsel (wie dem Ende des Refs) zurück in die GKV, wenn du das möchtest bzw. dann mit der Verbeamtung auf Probe zurück in die PKV wenn gewünscht (bei ruhender PKV in der Zwischenzeit wird diese dann lediglich reaktiviert). ALG II-Bezug oder auch Vertretungsstelle sind da erstmal nachrangig, du musst dennoch die vollen Versicherungsbeiträge zahlen. Als Angestellter muss das Bruttoeinkommen unter 64.350€ (Stand 2021) sinken, um aus der PKV rauszukommen. Das klappt bei einer Vertretungstätigkeit im Schuldienst natürlich problemlos, dennoch ist eben nicht das Angestelltenverhältnis allein ausschlaggebend, da ein Wechsel von der PKV zurück in die GKV nicht vorgesehen ist und immer nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist.

    (...) Wer denkt bei Kopfschmerzen, rauem Hals und Schnupfen (die wichtigsten Symptome der Delta-Variante) an Covid19, vor allem wenn er geimpft sich sicher glaubt. (...)

    Ich. Hatte zuletzt einen Infekt mit leichtem Schnupfen. Direkt in der Woche gab es einen positiven Fall bei uns an der Schule in einer meiner Klassen. Also habe ich direkt erstmal einen Schnelltest gemacht (und ein paar Tage danach sicherheitshalber einen weiteren Test), um sicherzugehen, dass ich wirklich nur irgendeinen Infekt habe und nicht fröhlich Delta in die Schule zurücktrage.

    Das haben wir eben unterschiedlich interpretiert Susannea und insofern ist mein Ratschlag auch kein Versuch "mit Kanonen auf Spatzen zu zielen" (ich hatte schließlich nicht einfach empfohlen einen Anwalt zu konsultieren, sondern diesen lediglich als Alternative benannt zur Rechtsberatung der eigenen Gewerkschaft, die meine erste Anlaufstelle wäre im Zweifelsfall), sondern ein Versuch, das, was ich lese ernstzunehmen, aber auch deutlich zu machen, welchen Beratungsbedarf ich sehe und wie dieser- unter Berücksichtigung dessen, was ich herausgelesen habe- erfüllt werden kann.

    Ich verstehe solche Hinweise nicht, wieso sollte man nicht erst mit der betroffenen Stelle reden?!?

    Die TE hatte zunächst mehr oder minder deutlich zum Ausdruck gebracht a) nicht unbedingt direkt mit dem Dienstherrn das Gespräch suchen zu wollen, da sie b) die Konsequenzen für ein Dienstvergehen vorab abklären wollte, um dieses ggf. strafarm (oder gar straffrei) begehen zu können. Zumindest unter dieser Vorgabe scheint mir anwaltliche Beratung/Rechtsberatung durch die Gewerkschaft dringend angezeigt, um sich nicht in Teufels Küche zu begeben und zu meinen, man käme damit durch. Vor allem, wenn sich am Ende womöglich herausstellt, dass es eine Lösung mit dem Dienstherrn gibt (sprechenden Menschen kann ja oftmals geholfen werden).

    Insofern finde ich es gut Clio , dass du jetzt doch das Gespräch mit deinem Dienstherrn suchen möchtest. Das scheint mir ein deutlich sinnvollerer Weg zu sein, als auf Internet-Ratschläge vertrauen zu wollen bei einem derart sensiblen Anliegen. Alles Gute!

    CDL: Soviel habe ich aus den Züchologie-Vorlesungen dann doch mitgenommen, dass es gängige Praxis in züchologischen Studien ist, die Probantinnen nicht darüber aufzuklären, worum es eigentlich geht. Das ist notwendig, um den Einfluss der Beobachtung auf das Ergebnis zu minimieren.

    Gerne gibt man deshalb etwas anderes an, worum es ginge.

    Man mag das nicht, weil man sich nicht ehrlich behandelt vorkommt. Aber nur so kommt man zu den Daten, die man braucht.

    Lass’ dich darauf ein oder lass’ es bleiben.

    Ich wirke seit rund 10 Jahren an wissenschaflichen Befragungen des Instituts für Psychologie meiner Alma Mater mit. Das sind dann, zugegebenermaßen, keine Bachelor- oder Masterumfragen, sondern Umfragen von - guten bis sehr guten- Doktoranden oder auch bundesweite Befragungen von - seriösen- Wissenschaftlern. Meine Erfahrung ist, dass man auch in der Psychologie- so man keine Klischees auf möglichst manipulative Art erfragen möchte (was bei den Befragungen der letzten 10 Jahre niemals so der Fall war, wie bei den Umfragen, die regelmäßig hier im Forum aufschlagen von Studierenden) einige Hinweise zum Untersuchungsgegenstand geben kann ohne sämtliche Forschungshypothesen offenzulegen, so dass man sich als Teilnehmer:in nicht völlig verarscht vorkommt, wenn man am Ende (nach Bearbeitung) die Hinweise zu den Forschungshypothesen liest oder nachgerade das Forschungsergebnis zugeschickt bekommt und nachliest, wie die Antworten letztlich verwendet wurden. Unseriös klingende Forschungsvorhaben (die allzuoft am Ende einfach nur entsprechende Klischees bestätigen wollen) finde ich lediglich regelmäßig bei den den Studi-Umfragen die hier im Forum aufschlagen, weshalb ich da auch entsprechend kritisch nachfrage. Mir war immer in den letzten 10 Jahren klar, worum es am Ende gehen wird bei einer Umfrage (egal wie sie dargestellt war), weil das in einem seriösen Setting ausreichend durchscheint bei der Darstellung der Umfrage, um zumindest für erfahrene Teilnehmer erkennbar zu sein. Bei den Studi-Umfragen sehe ich zwar auch oft, worum es eigentlich geht, empfinde die Darstellung der Umfrage aber als häufig deutlich manipulativ, unehrlich und unseriös verglichen mit dem Standard, den ich sonst erlebe. Auch das melde ich dann eben Studierenden entsprechend zurück, denn auch das gehört zum Lernen über seriöses wissenschaftliches Arbeiten mit dazu. Und ja, ich lasse das dann auch einfach bleiben und bediene so eine Umfrage nicht mit meinen Daten. Die Rückmeldung, warum das so ist gehört finde ich aber mit dazu, denn auch das birgt wie geschrieben einen Lerneffekt in sich.

    Im Querformat sind 4 Personen zu sehen, die nichts groß machen, außer zuzuhören. "Miriam" sieht statt schwarzer Kacheln echte Gesichter, echte Mimik, ehrliche Reaktionen- das ist mehr, als wir als Lehrkräfte meist gesehen haben für bis zu 6 Monaten. "Freude" kann ich insofern gerade noch nachvollziehen, "Angst" oder "Stolz" nicht. Dafür ist mir zu unklar, worauf die Studie abzielt. (Habe abgebrochen.)

    (...) die Auswirkungen von organisationalem Commitment auf das Extra-Rollenverhalten von Lehrkräften zu untersuchen. (...)

    Wow, was für eine Wortblase.:staun: "Organisationales Commitment" kann ich mir gerade noch so übersetzen (auch wenn ich es für eine Nonsense-Kreation halte), bei "Extra-Rollenverhalten von Lehrkräften" bin ich dann raus. Vielleicht sollte das erste Ziel darin bestehen einen Studientitel zu wählen, der 1. verständlich und 2.aussagekräftig ist, statt Worthülsen aus irgendwelchen Veröffentlichungen zusammenzustoppeln. (Falls das ein Prof so abgewinkt hat: Prof wechseln und ab zu jemanden, der Inhalt vor Geblubber stellt.)

    Wie sehen denn dienstrechtliche Konsequenzen aus?

    Ich würde dir dringend eine Rechtsberatung durch deine Gewerkschaft oder einen passenden Fachanwalt empfehlen, ehe du eine Entscheidung triffst, deren Konsequenzen du basierend auf Einschätzungen aus einem Internetforum nicht sicher abschätzen kannst. Deine Gewerkschaft/ein Fachanwalt für Verwaltungsrecht kennen einschlägige Fälle bzw. Urteile und können diese konkret auf deine Situation anwenden.

    Das ist gängige Praxis in der Wissenschaft um Facetten der Objektivität zu gewährleisten. Eine Person die gerade neu auf das Thema stößt und an der Studie teilnehmen möchte schaut sich an was die anderen Beiträge unter diesem Thema beinhalten. Befinden sich dort die Hypothesen der Studien wird die Person dadurch beeinflusst, dass sie Kenntnis von dem hat, was genau wie untersucht wird und tendiert dementsprechend anders zu Antworten, um z.B. aktiv die Hypothese zu bestätigen/widerlegen.

    Ich kann auch nach dem Ende der Erhebungsphase hier einen Aufklärungstext posten, wenn es euch so besser passt. :)

    Wenn die eigentlichen Ziele derart im Nebel bleiben müssen und nicht einmal grob (ohne deshalb relevante Hypothesen offenzulegen) darstellbar wären, dann schwant mir persönlich Böses, worum es am Ende gehen könnte. Mag völlig falsch sein, aber ich möchte nicht blind irgendwelche Studiendesigns mit Daten füttern, die nicht einmal die simpelsten Grundlagen seriösen wissenschaftlichen Arbeitens wahren wollen (denn ein paar grundlegende Hinweise kann normalerweise jede Studie geben, um eben auch schlichtweg das Vertrauen von Studienteilnehmern zu gewinnen, die wenigstens eine grobe Ahnung haben sollten, worum es am Ende geht und was sie womöglich unterstützen, das sie gar nicht für unterstützenswert erachten). Ihr findet bestimmt viele Kommiliton:inn:en, die schon ein Praxissemester (oder Onlinesemester mit Online-Präsentationen) hinter sich haben und euch mit Daten füttern möchten.

    Stimmt, mittellose Eltern wären von einer Geldstrafe nicht betroffen. Alternative: Gemeinnützige Arbeit, jedes Jahr meinetwegen 100h pro nichtgeimpfter Person (Eltern dann für ihre Kinder und sich selbst). Das würde helfen.

    Das sollte nicht die Alternative, sondern das Grundprogramm sein. Geld tut manchen Menschen viel weniger weh, als echte Zeit investieren zu müssen, vor allem, weil man damit rechnen müsste, dass sich Impfgegegner zusammenschlössen um Strafen weniger vermögender Gesinnungsgenossen "um der Sache willen" zu übernehmen.

    Ich reiche sofort eine Petition beim europäischen Parlament ein, dass nur noch geimpfte in die EU einreisen dürfen :D

    Vielleicht könnte man die ganzen Orbans und Weidels und Höckes und Le Pens einfach in die Petition wickeln und den Schweizern gratis als Dauertouristen zukommen zu lassen (wo die AfD so gerne aus der Schweiz Spendengelder erhält), damit die ebenfalls einfach mit dort bleiben? Wär arg schad´um die schöne Schweiz zwar, die ich nie wieder besuchen würde (muss die Familie halt auswandern und einen deutschen Pass beantragen...), aber das würde soooooo viele Probleme auf einmal lösen.

    Seiteneinstieg bedeutet in BW, dass du das Ref durchläufst (wofür dir ein 2.Fach anerkannt werden müsste), reguläre das 2.Staatsexamen absolvierst und danach eine volle Lehrbefähigung hast, mit der du dich bundesweit bewerben kannst. Wenn entsprechende Stellen an beruflichen Schulen ausgeschrieben sind (mit Informatik dürftest du die freie Wahl haben am Ende), kannst du dich nach dem Ref dort auch bewerben. Deine Einstiegschancen in BW sind exzellent. BW schreibt nur zum Seiteneinstieg aus, was wirklich akuten Mangel hat und nicht mittels grundständiger Lehrämtler zeitnah abgedeckt werden kann. Wenn du in BW bleiben möchtest wirst du hier nach dem Ref die Qual der Wahl haben bei den Stellen.

    Mein Cousin hat den Seiteneinstieg in BW gemacht (Physiker, Mathe wurde abgeleitet aus dem Studium) und arbeitet inzwischen seit einigen Jahren bereits an einem Gymnasium im Ländle.

    Wieso sollte sich die SL entschuldigen? der Probealarm ist dafür da, den Ernstfall zu proben. Ich würde mich auch bedanken, wenn die Kolleg*innen einfach weiter Unterricht machen.

    Stimmt, insofern klärt man solche Terminüberschneidungen mit Klausurterminen halt vorher mit der SL ab, aber bleibt nicht einfach drinnen unabgesprochen. Aber wenn klar ist, dass es kein Ernstfall ist, sondern der Probealarm, sollte eine SL auch nicht Lehrkräfte anschreien, schon gleich gar nicht vor SuS. Das ist völlig überzogen und unnötig. Ein ruhiger Hinweis, dass der Probealarm- trotz Klausur- für alle gelte reicht in so einem Fall aus (eine gute SL klärt solche typischen Schulfragen- "Was ist, wenn wir eine Klausur/KA haben während des Probealarms?"- auch einfach schon proaktiv mit den Lehrkräften).

    Du sagst ab vor der Vereidigung (schriftlich versteht sich) und bist damit- meiner Kenntnis nach- raus. MrsPace , passt das soweit für BW deiner Kenntnis nach? Lass dich von deinem Bezirkspersonalrat/deiner Gewerkschaft in der Frage beraten, dann bist du auf der sicheren Seite (würde ich in jedem Fall machen).

    Für die KV-Vergabe bist du nicht raus Duke. Also solange du noch in BW bist, aber eben keine Planstelle hier oder in einem anderen BL annehmen kannst aufgrund privater Unwägbarkeiten kannst du zumindest einen befristeten KV-Vertrag annehmen. Bringt Berufserfahrung, Einkommen und kann sich im best case probezeitverkürzend auswirken (wobei das bei BL-Wechsel entfallen könnte, aber wer weiß, fragen schadet nicht). Alle Gute!

Werbung