Beiträge von CDL

    Letztlich kann das aber niemand stellvertretend für dich einschätzen, ob du das noch en top leisten kannst oder willst, ob du die Konsequenzen tragen kannst, wenn du an der Stelle deine Grenzen deutlich machst und die beiden anderen KuK/ weitere Personen im Kollegium das persönlich nehmen und dich spüren lassen (und sei es auch nur, indem man dir eine Bitte um Unterstützung jenseits reiner Pflichten versagt). Da musst du für dich selbst ehrlich hinspüren, wo deine Grenzen verlaufen und das dann dementsprechend handhaben.

    Wie kommst du auf die Studiengebühren? Ich stehe auf dem Schlauch.

    Wenn die gewünschten Fächer nicht als Erweiterungsfach im Rahmen des Lehramtsstudiums studiert werden können, sondern dafür zusätzlich zum Staatsexamensstudiengang noch ein Bachelor-/Masterstudium absolviert werden müsste, dann wäre dieser neue, zusätzliche Studiengang ein kostenpflichtiges Zweitstudium.

    Deshalb würde ich klären, ob es möglich ist, das Erweiterungsfach ergänzen zu dürfen durch irgendeine Kooperation mit Leipzig, damit das Teil des Erststudiums ist.

    Wäre mal interessant, wenn diese Regelung käme und dann Haupt- und Grundschullehrkräfte plötzlich noch mehr verdienen als die MINT Lehrer am Gym. Wie das wohl ankäme? :stumm:

    Ich habe es mir bislang extra verkniffen gehabt, das einfach mal als Alternative zum wahlweise MINT- oder auch Gymnasialdünkel mancher KuK mal provokativ einzubringen. Das wäre auf jeden Fall aber die Konsequenz, würde es tatsächlich nach dem akuten Mangel gehen, dass Grundschulkräfte, SEK.- Lehrkräfte, Förderschulkräfte, sowie mache Bereiche der beruflichen Schulen plötzlich die am besten bezahlten und beförderten Lehrpersonen sein müssten als Ausgleich zu ihren jetzt schon hohen Deputatsstundenzahlen und um wieder attraktiver zu werden als Arbeitsplätze.

    Weil historisch betrachtet das Studium zum Gymnasiallehrer 8 Semester Regelstudienzeit hatte und man zudem noch extra SEK. I Inhalte studieren musste im Gegensatz zu Sek I, welches nur 6 Semester dauerte.

    Es musste also ein finanzielles Bonbon geben, um Leute zur Studium SEK. II zu bewegen.

    Das wird gerne bei der ganzen Debatte gerne verschwiegen.

    Die Historie ist halt längst überholt mit dem Ergebnis, dass in den meisten Bundesländern alle Lehrämtler dieselbe Regelstudienzeit haben, dafür aber immer noch unterschiedlich besoldet werden, keine vergleichbaren Beförderungsmöglichkeiten haben und diejenigen, die diesbezüglich schlechter gestellt sind auch noch die höchsten Deputatsstunden zu leisten haben, weshalb die dazugehörigen Schulformen auch wenig überraschend besonders massiven Lehrkräftemangel haben.

    Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich Likör trinken würde: Definitiv ohne Ei! *brrrrrr* Das nehme ich gerne dafür morgen früh weichgekocht. Wachsweich fände ich perfekt, danke.

    Das Frühstücksei- wenn es weder gerührt ist, gespiegelt, also gebraten wird, noch grünlich oder gelblich hartgekocht wurde: Ein sehr schlenzriges 1-2min -Ei wie mein Opa früher, wachsweiche 3-5min- Eier (je nach Größe und Kühlungsgrad/ Kochweise) oder wenn, dann nur hartgekocht?

    Leipzig bietet dies an, hat aber kein Geographie im Fächerkanon.

    Und leider bin ich aus vielen Gründen geografisch auf Sachsen begrenzt.

    Dann wirst du- vorausgesetzt das Lasub hält eine solche Vorgehensweise für zulassungsfähig fürs Ref im dritten Fach- mit Studiengebühren leben müssen. Mach dir allerdings bewusst, dass das LASUB dir keine Garantie auf Anerkennung geben kann und wird. Alle Wege außerhalb des Lehramtsstudiums/ Erweiterungsstudiums sind abhängig von der jeweils aktuellen Beschlusslage zur Behebung von Mangel(-fach-)lagen aller Art im Schuldienst und können sich insofern ändern, bis du mit dem Ref beginnst.

    Wie weit fortgeschritten bist du denn mit dem Studium? Wäre eventuell ein Fachwechsel (also Geo weg, dafür was auch immer für dich passt in Leipzig dazu) eine Option?

    Vielleicht gibt es angesichts dessen, dass nicht alle Fächer für gymnasiales Lehramt an beiden Hochschulen verfügbar sind ja auch die Option, das Erweiterungsfach an der jeweils anderen Hochschule zu studieren. Das könntest du bei der Studienberatung erfragen, um dir dann zu überlegen, ob der zusätzliche Fahrtaufwand leistbar wäre für dich.

    Klär das doch am besten mit deiner Studienberatung ab bzw. dem LASUB, ob eine derartige Konstellation dich in allen Fächern fürs Ref qualifizieren würde.

    Einen zusätzlichen Masterplatz wirst du aber sicherlich nicht mal eben bekommen, müsstest dann natürlich alle Voraussetzungen dieses Masterstudiengangs erfüllen bezogen auf Nebenfächer, wie auch einen einschlägigen Bachelor. Darüber hinaus dürfte der zweite Studiengang als Zweitstudium kostenpflichtig sein.

    Was spricht gegen einen Hochschulwechsel für das Masterstudium/ Hauptstudium an eine Hochschule, an der Sport oder Bio als Erweiterungsfächer möglich sind?

    Ich las gerade, dass es in einzelnen Bundesländern evtl. Konsequenzen für Beamte hätte, Hessen und Bayern haben sich konkret geäußert. Sie müssten evtl. mit Überprüfung rechnen.

    Das würde ich mir hier für BW ebenfalls dringend wünschen, dass entsprechende Richter:innen, Staatsanwälte, Polizist:inn:en oder auch Lehrkräfte aus dem Staatsdienst entfernt werden, die AfD- Mitglieder sind.

    Alleine an meiner Schule ist der Mangel an MINT-Kräften derart gewaltig, (…)

    Dir ist bewusst, dass der Lehrkräftemangel weit mehr Fächer betrifft als die MINT- Fächer? Studierte Musiklehrpersonen gibt es an vielen Schulen gar nicht mehr, BK wird viel zu oft fachfremd irgendwie von irgendwem gemacht, Ethik und Wirtschaft gibt es fast ausschließlich in fachfremder Besetzung zumindest in der SEK.I, Französisch teilweise absolutes Mangelfach, weibliche Sportlehrkräfte sind ebenfalls Mangelware. Geht man rein nach Mangelfächern vor, würde das in manchen Schulformen fast alle Fächer betreffen.

    Achso, das wusste ich nicht .

    Wäre vielleicht sinnvoll, sich mit solchen Aspekten zumindest oberflächlich auseinanderzusetzen, ehe man so viel Meinung dazu entwickelt in einem Kollegium, dass KuK völlig ungerechtfertigt Vorwürfe gemacht werden, da sie unangemessene Ansprüche des Kollegiums, was angeblich nebenbei dienstlich zu leisten wäre zurecht von sich weisen. Oder anders formuliert : Wenn man keine Ahnung hat,…

    Ich kann das nachvollziehen und verstehe auch nicht, wieso man in der Elternzeit nicht auch Klausuren eines Kurses, den man fast 2 Jahre unterrichtet hat, korrigieren kann. Das hat auch etwas mit Anstand zu tun.

    Nein, das hat absolut nichts mit Anstand zu tun, nur mit ebenso legitimem, wie vernünftigem Selbstschutz:

    1. Nimmt man Elternzeit nicht, um mehr Zeit für Korrekturen zu haben, sondern weil mindestens ein Kind zu betreuen ist.

    2. Wird man für die Korrekturen nicht bezahlt in der Zeit, weshalb man

    3. dienstrechtlich gesehen auch nicht mal eben nebenbei noch Abschlussprüfungen korrigieren darf.

    Bei diesem Argument könnte man doch auch andersherum ansetzen, oder? Zuerst Realschule und wenn die Leistungen auffällig gut sind, kann es später mmer noch ans Gymnasium wechseln.

    Umgekehrt anzusetzen, sprich an der Realschule zu starten, ist definitiv sinnvoller bei Kindern, die völlig klar zumindest zum Zeitpunkt der Wechselentscheidung völlig überfordert wären am Gymnasium und damit dort erst einmal 1-2 Jahre maximale Frustrationserfahrungen und „Ich bin halt zu dumm“- Gefühle sammeln bis zu einer Abschulung. Manche schaffen es sich davon wieder zu erholen bis Ende Klasse 10, aber längst nicht alle. Umgekehrt sind diejenigen, die tatsächlich noch vor Klasse 10 so fit und leistungsstark sind, dass sie ans Gymnasium wechseln können vor der Mittleren Reife dann dort auch üblicherweise erfolgreich, weil niemand an der Stelle einfach nur aus purem Elternwillen ohne passendes Leistungsbild wechselt.

Werbung