Wie wäre es denn, wenn Sie einen Job hätten, den Sie verlieren würden, weil sie ständig zuhause bleiben müssten, wenn ein Kind falsch positiv getestet wird? Außerdem bin ich kein Verharmloser und lehne auch die Tests nicht ab. Ich finde nur das es eine riesengroße Ungerechtigkeit ist, das das Kultusministerium den Eltern anbietet ihre Kinder befreien zu lassen, um im Anschluss die Kinder dafür zu bestrafen
Hast du das denn schon bei irgendjemandem konkret erlebt, dass er/sie "ständig" zuhause bleiben musste wegen eines falsch positiven Kinds? Oder dass jemand seine Stelle verloren hätte infolge einer tatsächlichen (nicht einer vermuteten) Quarantäne-Vorgabe? Haben diese Leute geklagt vor dem Arbeitsgericht? Denn falls ja, hätten sie Recht bekommen, schließlich haben sie sich die Quarantäne-Verordnung ja nicht selbst gebacken- anders als eine mögliche Testverweigerung mit entsprechenden Konsequenzen.
"Eine riesengroße Ungerechtigkeit" liest sich- egal was du sonst von dir behauptest- dann eben doch nach purem Verharmlosen, denn etwas mehr Verständnis für den Gesundheitsschutz würde ich an der Stelle schon erwarten. Ansonsten ist das aber ein persönliches Gefühl und kein rechtlicher Grund. Das darfst du haben und wenn Eltern das haben, dann bemühen sie im Anschluss Gerichte, die die Verhältnismäßigkeit einer solchen Anordnung prüfen.
Eine Aussetzung der Präsenzpflicht gilt mutmaßlich auch in Niedersachsen ähnlich wie hier in BW genau nicht für Leistungsüberprüfungen. Damit wäre dann zumindest diesem Begründungsansatz für eine vermutete Ungerechtigeit der Nährboden entzogen.
Das könnte dann ein Vorteil der Privatpatienten sein. Ich bin selbst noch nicht getestet worden, aber aus dem Bekanntenkreis habe ich mehrfache gehört, dass mit bis zu einer Woche mit dem Verdacht schon zuhause sitzt, bis man das endgültige Ergebnis bekommt
Ich bin bei der AOK. 
Aber mal ganz ehrlich, meine älteste Tochter studiert Medizin. Die Professoren raufen sich die Haare, was hier für Maßnahmen getroffen werden, wegen eines Virus, was von der Gefährlichkeit einer Influenza ist. Die Maßnahmen bringen nichts, werden aber trotzdem weiter fortgeführt und die Wirtschaft wird ruiniert. Komischer Weise wirken die Maßnahmen aber gegen andere Infektionskrankheiten, so dass man ja nicht behaupten kann, dass sich die Menschen nicht daran halten. Diese Frage beschäftigt mich inzwischen schon seit einigen Monaten
Klingt nach einer komischen Universität, noch komischer das zu schreiben, obgleich man selbsterklärter Nicht-Verharmloser ist. Ich habe mehrere Ärzte in der Familie. Die verharmlosen tatsächlich nix, sondern sind selbst längst geimpft, raten jedem in der Familie, der bereits impfberechtigt ist sich dringend sofort impfen zu lassen und wissen zum einen, dass die Influenza kein Label für Ungefährlichkeit ist und zum anderen, dass leider Covid-19 eine andere Hausnummer als eine Influenza ist. Wir hätten uns wohl alle gewünscht, es am Ende nur mit Influenza 2.0 zu tun zu haben (auch wenn eine echte Grippe gefährlich genug ist). Ich weiß im Übrigen nicht, wie bei euch die Zahlen waren und sind, bei uns sind die in der 2.Welle massiv angestiegen über Wochen und dann gegen Ende, weil es endlich genügend Leute verstanden hatten, dass sie sich WIRKLICH auch im privaten Raum an die Regeln halten müssen erfreulicherweise deutlich unter 50 gesunken, nur um mit den Lockerungen Anfang März plus B117 mit seiner erhöhten Ansteckbarkeit wieder zu explodieren. Zu viele haben das bei uns offensichtlich zum Anlass genommen ganz viel wieder zu lockern, was man nicht hätte lockern sollen im privaten Umgang.
Schade, ich habe gedacht, dass man hier unter Kollegen vernünftig über die Probleme der derzeitigen Situation diskutieren kann und dabei auch die Belange der Eltern und Kinder im Auge hat. Leider werde ich als kritischer Mensch sofort beleidigt und in eine Schublade gesteckt, genauso wie in unseriösen Chats. Ich finde es sehr traurig, dass ihr alle hier, aus Angst vor einem Virus, die ganzen restliche Belange der Schüler aus den Augen verloren habt. 99 Prozent der Menschen werden nämlich nicht an diesem Virus sterben und die Schüler sind mehr als Menschen, die ein Virus auf der Schleimhaut tragen können. Nämlich Kinder mit dem Bedürfnis sich zu bewegen, Sport zu treiben, Freunde zu treffen usw. Auf alles müssen sie derzeit verzichten und dann sollen wir als Lehrer ihnen auch noch das Leben mit schlechten Zensuren schwer machen?
Habt ihr während des Studiums in den Pädagogik- und Psychologievorlesungen alle geschlafen, oder seit ihr alle nicht hingegangen, weil ihr den Abend zuvor Party gemacht habt?
Denn wir konnten unsere Kindheit und Jugend genießen und das können unsere Schüler schon seit einem Jahr nicht mehr. Und ihr fühlt euch jetzt alle ganz toll diesen Kindern auch noch die Sechsen rein zu drücken. Schämt euch, für eure Einstellung.
Nein, "kritische Menschen" werden hier nicht prinzipiell in die Verharmloser-Schublade gesteckt, Verharmloser aber durchaus. Wer 820.000 potentielle Todesfälle alleine in der BRD oder rund 77,7 Mio weltweit als hinnehmbar darstellt und es für trauriger hält, wenn Eltern ihre ungetesten Kinder nicht einfach für Klassenarbeiten in die Präsenz schicken dürfen auf Kosten der Mitmenschen, als so ein Verhalten zumindest einmal auch zu problematisieren, der ist offensichtlich vor lauter Kritik an allem anderen nicht selbstkritisch genug und verharmlost völlig offensichtlich. Schade, dass du so weit noch nicht gedacht hast, dass es nicht hinnehmbar sei kann als zivilisierter Mensch den Tod von 77,7 Mio Menschen weltweit einfach hinzunehmen wenn man die Möglichkeit hat zumindest die meisten dieser Toten zu verhindern; schade, dass du als Lehrerin an dieser Stelle deinen Eid auf das GG vergessen hast und den Schutz des Lebens für derart vernachlässigbar hältst.
Niemand hier verharmlost die sonstigen Folgen, die Distanzunterricht und Co. für Kinder und Jugendliche haben, allen ist sehr bewusst, dass diese dadurch ebenso belastet sind, wie durch die Angst und Sorge um die Gesundheit ihrer Angehörigen und Freunde. Niemand hat hier ein Triumpfgeheul angestimmt beim Gedanken SuS mit einem "mangelhaft" zu bewerten. Nachdem ich bislang aber bei dir keinen nachvollziehbaren Grund lesen konnte, warum man SuS nicht zum Test verpflichten sollte vor Prüfungen und Co. bleibe ich dabei, dass wer sich an der Stelle bewusst gegen den Gesundheitsschutz entscheidet als Familie offenbar den Preis kennt und bereitwillig zahlt. Wo bleibt deine Verurteilung von Eltern die das ihren Kindern sehenden Auges zumuten wollen, statt der Testpflicht nachzukommen? Und wer hindert diese Eltern daran das gerichtlich überprüfen zu lassen? Wer hindert dich daran im Rahmen deiner weiteren Leistungsbewertung unbillige Härten die einzelnen Kindern unverschuldet durch den Egoismus/Narzissmus ihrer querdenkenden Eltern entstehen abzumildern? Kinder müssen STÄNDIG den Preis bezahlen für die Entscheidungen ihrer Eltern. Ja, das ist unfair. Wer das ernstlich ändern wollte müsste aber an ganz anderer Stelle ansetzen als der Notengebung.