Beiträge von CDL

    Um nochmal darauf zurückzukommen: Heute Vormittag kamen die "Probetests" für uns Lehrkräfte an, so dass wir diese dann morgen oder übermorgen mal ausprobieren dürfen.

    Nur der Hinweis: Die GEW BW hat darauf hingewiesen, dass nachdem die Durchführung der Tests nicht Teil der Dienstgeschäfte sei, diese Tätigkeit auch nicht beamtenrechtlich abgesichert sei, es greife maximal die Unfallversicherung im Schadensfall. (PDF ist im BW-Thread hochgeladen von mir.)

    Ja, genau. Ansonsten volle Zustimmung.

    Das verstehe ich sehr gut. Das ist ja auch wirklich ein Trauerspiel, das du beschreibst. Leider habe ich an der PH einige Kandidaten kennengelernt, die meinten GS-Lehramt sei ein Bereich, in dem fachliche Kompetenz total vernachlässigbar wäre, man sich auch keine große Mühe gegeben müsse Fakten klar zu recherchieren (wie geht das überhaupt?), hauptsache der pädagogische Teil mit den lieben Kinderlein funktioniere. Solche Kandidaten gab es zwar in allen Lehramtsstudiengängen, nirgends aber so gehäuft, wie bei den GS-Leuten. Dieses Lehramt scheinen einfach sehr viele Studierende zu unterschätzen in seinem hohen Anspruch mit Blick auf das Kommende Lernwege vorzubereiten, anzubahnen, anzulegen. Die Folgen baden dann dummerweise die Schülerinnen und Schüler aus. (Sorry für das OT)

    Das waren halt die "tollen" Hygiene"konzepte" der "vorbildlichen" Gastronomie.

    Hey, bitte etwas differenzierter. Nicht alle jubeln die Gastronomie pauschal und unkritisch als ungefährlich hoch wie Lindbergh, es gibt aber dennoch wirklich viele Betriebe, die sehr genau darauf geachtet haben, dass geltende Vorschriften und Maßnahmen durch- und umgesetzt wurden. Das wurde bereits mehr als einmal nicht nur von mir in diesem Thread dargestellt.

    Ich möchte dir nicht deine ganze Hoffnung nehmen, arbeite aber an einer Grundschule und sehe das Elend im Recherchieren und Wissen täglich. derzeit zum Glück nur ein- bis zweimal wöchentlich. ("Och wir lassen die Kinder, wenn sie sitzen immer die Maske abnehmen, da passiert doch nichts.")

    War es das, was dich an meinem Beitrag traurig gemacht hatte?

    Nymphicus: Du schreibst immer so viel und ich sehe ja dein fachliches Knowhow. Es freut mich auch, dass du mit mir regelmäßig in den Diskurs gehst. Jetzt kommt das ABER: Ich antworte gerne, finde es jedoch schwierig, bei derart umfangreichen Beiträgen, die es von dir zuletzt oft gab, angemessen zu antworten, ohne dass es zu viel Zeit frisst. Wenn du eine zentrale, kurze Angelegenheit hast, gerne, aber so wird mir das leider zu viel.

    Glücklicherweise lässt dein Problem sich ganz schnell beheben: Die Zauberformel lautet "Qualität vor Quantität". Statt (5, 10, 15) 20 nichtssagender Beiträge ohne jedwede Substanz am Tag reinzurotzen ins Forum konzentrierst du dich darauf einen einzigen, tatsächlich inhaltlich hochwertigen Beitrag zu verfassen, für den du dir die Mühe machst, dich tatsächlich mit Fakten auseinanderzusetzen. Et voilà, deine Zeit reicht plötzlich aus, um auf einen Beitrag einzugehen, der nicht nur einfach mehr Worte enthält als einer deiner Beiträge, sondern auch tatsächlich inhaltlich gehaltvoller ist als alles, was du bislang in diesem Forum produziert hast. Ganz nebenbei erarbeitest du dir so den Ruf in diesem Forum etwas qualitativ beizutragen, statt konstant die Hoffnung deiner Mituser zu befördern, du mögest nur bitte nicht derselben Profession angehören die die Mehrheit hier innehat. Stell dir vor: Am Ende wenden sich womöglich sogar User gezielt mit bestimmten Fragestellungen an dich, weil sie ganz ernsthaft an deiner Sichtweise interessiert sind und deinen Rat wünschen und suchen. :staun:

    Meine Eltern behaupteten heute noch steif und fest, dass die Zustimmung stark schwinde. Da ich nicht davon ausgehe, dass sie lügen, vermute ich eher, dass sie evtl. etwas verwechseln. Gibt es irgendeine ähnliche Frage, bei der es in den letzten Monaten ein starkes Umdenken in der Bevölkerung gab?

    Wie wäre es, wenn du deine Eltern anstelle von Meinungen und Gefühlen um Fakten bitten würdest, also z. B. : "Würdest du mir sagen, wo ich das nachlesen kann?" Das könnte dir etwas über ihre Quellen verraten, die du dann prüfen könntest - faktenbasiert, nicht gefühlt - um dir dein eigenes Urteil zu bilden. Alternativ könntest du dir auch einfach die Mühe machen, Umfragen nicht nach Gefühl auszuwerten und zu beurteilen, sondern inhaltlich ernsthaft zu prüfen, Quellen zu prüfen und am Ende auch ein Ergebnis zu akzeptieren, das deiner vorgefühlten Wahrnehmung widerspricht. Mag sein, dass deine Eltern nicht lügen, aber dein Bedürfnis, rein nach Gefühl zu urteilen und Fakten im Zweifelsfall für vernachlässigbar erklären zu wollen ist ja nicht aus dem Nichts entstanden, sondern dürfte etwas mit Herangehensweisen deines Elternhauses zu tun haben. Wenn du tatsächlich etwas bewegen möchtest bei deinen Eltern, solltest du also zunächst einmal dein Verhältnis zu Fakten kritisch überdenken.

    Es gibt Leute die auf alles was mit Anerkennung von SARS-CoV2 agressiv reagieren, weil es ihrer Verdrängungs- und Abspaltungsstrategie zuwiderläuft. Diese Leute sind häufig so labil, dass sie es persönlich nehmen, wenn ein anderer es auch nur für sich selbst nicht harmlos findet. Deswegen auch der völlig irrationale Maskenhass.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es so einfach ist. Zumindest die Leute, die sich in der Zeitung dazu geäußert haben, haben sich mehrheitlich nicht grundlegend ablehnend gegenüber der Maskenpflicht geäußert oder Maßnahmen prinzipiell abgelehnt, sondern haben dafür plädiert, dass Grundschulkinder die Masken zumindest am Platz abnehmen könnten. Die Argumente fand ich teilweise zwar dennoch etwas dünn, die dafür angeführt wurden (Kopfweh bei Kindern die Maske tragen würden- das ist aber ja in den meisten Fällen ein Gewöhnungseffekt, der also besser werden wird nach wenigen Tagen), dennoch wurden Masken nur von einer Minderheit prinzipiell abgelehnt (die dann polemisch forderten, man solle "Kinder atmen lasse" :autsch:).

    Leider typisch für die Kommunikation der entsprechenden Ministerien. Deswegen sträuben sich auch manche Länder, die Schnelltestzahlen systematisch zu erfassen. Wieviele Schulen geschlossen werden, hängt vom örtlichen Gesundheitsamt, den vorgenommenen Test, Bildungsministerium ab und ist dementsprechend völlig willkürlich.

    Inzidenz von 50 und 60 sagt ohne Kenntnis der Teststragie und ab wann überhaupt Betrieb erfolgt wenig aus. Man sollte halt bedenken, dass nicht alle Schulen auf waren bzw es gerade erst wieder sind.

    Ja und da ich weiß, dass bei uns im Stadtkreis von Beginn an eine sehr umfassende Teststrategie sowie entsprechende Quarantänevorgaben zur Anwendung kommen, gehe ich persönlich davon aus, dass unsere Zahlen aus dem Stadtkreis (aktuell 10% der Neuinfizierten Kinder bis 10 Jahre, 20% in der Gesamtaltersgruppe bis 20 Jahre- wobei man fairerweise ergänzen muss, dass es wohl aktuell keine größeren Cluster in Schulen gibt, die Ansteckungen erfolgen mutmaßlich also hauptsächlich außerhalb der Schulen bislang auch weiterhin) deutlich aussagekräftiger sind, als die Zahlen aus dem KM zur Befundlage im Land. Auch bei uns ist es aber natürlich - leider- so, dass viele Eltern die Einwilligung zu den Schnelltests bislang verweigern, um eine Quarantäne zu vermeiden. Darüber hinaus scheinen einige Eltern die Einführung der Maskenpflicht an den Grundschulen zum Anlass zu nehmen ihre Grundschulkinder aus der Präsenzbeschulung herauszulassen. Weil: "Maske tragen ist doofer, als reiner Fernunterricht" (war gestern recht ausführlich im Regionalteil der Zeitung thematisiert). Ich könnte es ja nachvollziehen, wenn Eltern vor dem Hintergrund des Infektionsrisikos auch für Kinder ihre Grundschulkinder aktuell nicht in eine Präsenz ohne Mindestabstände gehen lassen wollten (habe solche Fälle auch im Freundeskreis- verstehe umgekehrt aber auch diejenigen, die ihr Kind aktuell dennoch in die Präsenz gehen lassen), aber einfach weil Masken so arg doof seien das Kind lieber komplett zuhause lassen? WTF?!? :autsch:

    Bei uns organisiert der Stadtkreis in den Osterferien zwei Impftage für Lehrkräfte aller Schularten, Erzieher, weiteres schulisches Personal mit AZ. Zwar können sich in BW sowieso alle diese Gruppen übers Impfportal anmelden (die Reinigungskräfte an den Schulen bekommen sogar einen eigenen Termin, den die Stadt als Arbeitgeber organisiert), das ist aber natürlich eine tolle Möglichkeit, sich ohne groß im Onlineportal suchen zu müssen direkt über die Schulleitungen anmelden zu können. Ich finde das wirklich bärenstark, was meine Stadt in der aktuellen Lage alles anbietet und wie schnell alles umgesetzt wird. (Kaum waren 2x wöchentlich Schnelltests für Lehrkräfte Teil des Angebtots, war das zwei Tage später an mehreren Stellen im Stadtkreis eingerichtet für alle Lehrkräfte; Schnelltests für alle Bürger- gab es ebenfalls direkt nach entsprechendem Beschluss an den Schnellteststationen für die Lehrkräfte (bestimmte Zeitfenster sind aber für die Lehrkräfte reserviert), einigen weiteren, zusätzlichen Stationen im Stadtkreis, sowie allen Apotheken, Hausarztpraxen.... ...) Das ist wirklich gut und wirklich pragmatisch, wie hier die Dinge angepackt werden und funktioniert offensichtlich auch.

    Die GEW BW weist im Übrigen darauf hin, dass Lehrkräfte, die Tests bei SuS durchführen dies nicht im Rahmen ihrer üblichen Dienstpflichten machten, insofern sei das auch nicht beamtenrechtlich abgesichert, sondern höchstens über die Unfallversicherung. Wer das nachlesen möchte, kurz melden, dann lade ich später das PDF hoch oder verlinke es.

    Bei uns war gestern in der Zeitung zu lesen, dass 10% der Neuansteckungen Kinder bis einschließlich 10 Jahren betreffen würden, insgesamt 20% alle bis 20 Jahren. Gleichzeitig scheinen inzwischen 80% der Neuansteckungen in BW auf B117 zurückzuführen zu sein. Auf der Seite des KMs wird dem gegenüber fröhliches Zahlenlotto gespielt, um nur ja die Zahlen zu schulischen Fällen möglichst klein zu rechnen/darzustellen und meines Erachtens letztlich zu verharmlosen (https://km-bw.de/,Lde/startseit…ge-an-schulen):

    An 166 von insgesamt 839 betroffenen Schulen sind 235 Klassen/Gruppen sowie 1 Kursstufe aufgrund von Fällen einer Infektion mit
    dem Corona-Virus bzw. des Verdachts auf den Fall einer Infektion mit dem Corona-Virus vorübergehend aus dem Präsenzbetrieb
    herausgenommen.In den übrigen, betroffenen Schulen sind lediglich einzelne Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte infiziert oder
    in Quarantäne/Isolation.Zur Relation: In Baden-Württemberg gibt es insgesamt ungefähr 67.500 Klassen und etwa 4.500 Schulen(...)Zusätzlich sind 4 Schulen vollständig geschlossen, das entspricht circa 0,09 Prozent aller Schulen.(...)Die Schulen haben 83 auf Covid-19 positiv getestete Lehrkräfte gemeldet; dies sind 0,06 Prozent aller Lehrkräfte in Baden-Württemberg. 437 Lehrerinnen und Lehrer befinden sich in Quarantäne, das entspricht 0,32 Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg.Darüber hinaus wurden 749 auf Covid-19 positiv getestete Schülerinnen und Schüler gemeldet, was einem Anteil von 0,05 Prozent der Schülerschaft entspricht. 7.877 Schülerinnen und Schüler befinden sich in Quarantäne, das entspricht 0,53 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg.

    Ich lese da beispielsweise auch heraus, das rund 18% der Schulen in BW aktuell von Corona-Fällen betroffen sind- so eine Zahl ist aber natürlich viel zu gewaltig, um Verwendung finden zu dürfen, auch wenn sie nicht weniger Aussagekraft hat, als runterzurechnen, dass lediglich 0,09% aller Schulen komplett geschlossen seien.:neenee:

    Das Gymnasium ist vierzügig meine ich, mein Cousin kann insofern nicht alles alleine abdecken. Teile werden von KuK mit Chemie/Bio übernommen, die das dann fachfremd durchführen unter Anleitung meines Cousins, Oberstufenkurse macht nur mein Cousin, Mittelstufe wird geschaut, dass er etwa alle 2 Jahre in jeder Klasse mal war, um das Niveau abzusichern. Nachdem er inzwischen durch Fachleitung, erweiterte SL etc. mehrere Ermäßigungsstunden hat, ist das Ganze noch ein wenig komplexer geworden. Physiklehrkräfte sind halt auch an den Gymnasien absolute Mangelkräfte...

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