Beiträge von CDL

    Erst einmal muss ich dich darauf hinweisen, dass dies ein Forum ist für (angehende) Lehrkräfte, womit du aller Voraussicht nach zeitnah gesperrt werden wirst mangels Schreibberechtigung. Mitlesen kannst du aber mögliche Antworten.

    Aus meiner Perspektive als Lehrerin: Klar wäre es nett, Urlaub auch einfach einreichen zu können außerhalb der Hauptferienzeiten, man gewöhnt sich aber auch daran, dass das halt Teil des Jobdeals ist und spätestens wenn man Kinder hat, ist man sowieso an diese Ferienzeiten gebunden. Das sehe ich bei meiner einen Schwester, die freischaffende Künstlerin ist. Was du über Freiheit von Fremdbestimmung schreibst könnte von ihr stammen. Das lebt sie dann aber halt beruflich aus, da sie privat mit Ehemann, der Personalchef einer Klinik ist und zwei schulpflichtigen Kindern natürlich auch diverse fremdbestimmte Zeiten in ihrem Leben hat.

    Letztere sind, dass muss man sich denke ich bewusst machen, niemals komplett vermeidbar, da wir am Ende alle von Mitmenschen abhängig sind, mit diesen interagieren oder diese- z.B. im Rahmen der Partnerwahl oder Familiengründung- bewusst in unser Leben holen.

    Darüber hinaus beginnt und endet Freiheit im Kopf, deinem Kopf. Wenn schon so eine Kleinigkeit, wie feste Ferienzeiten deine persönliche Freiheit gefährden kann, dann hast du meines Erachtens noch viel innere Arbeit vor dir, um deine Freiheit gerade nicht an solchen manchmal unabänderlichen äußeren Faktoren aufzuhängen. Unabänderlich jedenfalls, wenn du eine Beziehung führen möchtest, da jede Beziehung Kompromisse erfordert und man bewusst darauf verzichten muss die eigene Freiheit absolut ausleben zu wollen, also auch gegen die Grenzen der anderen Person.

    Last but not least gibt es in einer gesunden Beziehung mit guter Kommunikation und echtem Miteinander doch auch zahlreiche Lösungen, um das für beide Seiten passend zu gestalten. Das fängt mit der Freiheit und dem Vertrauen an, Urlaub auch mal getrennt zu verbringen, damit in dem Fall du andere Urlaubszeiten nutzen kannst, aber natürlich muss auch niemand irgendwelche massentouristischen, völlig überlaufenen Ziele bereisen, ganz gleich wann man am Ende Urlaub hat. Diese Freiheit haben nämlich auch Lehrkräfte.

    Wenn Du Dir die Zahl der Beträge von CDL anschaust und die überwältigend positiven Reaktionen, dann hat CDL alle Legitimation hier so aufzutreten. Und ja, CDL ist sicherlich näher an einem "Beratungsgott" als die meisten anderen UserInnen hier. Ich habe es nicht selbst untersucht, aber CDL dürfte mit Abstand die kompetentesten und hilfreichsten Beiträge hier verfasst haben - das dürfte zumindest anhand der Reaktionen auch die Meinung der aktiven UserInnen hier sein.

    Danke für das Kompliment. 🌈 Ich bleibe dann allerdings doch lieber bei CDL. 😆 Das macht es einfacher, dort wo ich die Hilfe und Beratung der vielen anderen kompetenten und oftmals deutlich erfahreneren User: innen benötige- zu denen auch Du gehörst Bolzbold-, diese auch zu erhalten. 😉

    Du musst leider alles wahrheitsgemäß angeben, denn falls es dazu kommt, dass an deinen Angaben Zweifel bestehen, müsstest du deinen Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden.

    Ob mit den Diagnosen damit eine Lebzeitverbeamtung gänzlich ausgeschlossen ist, lässt sich nicht verallgemeinern. Es kommt auf den Einzelfall an (z.B war die Behandlung erfolgreich? Kann in nächster Zeit mit positiven Behandlungserfolgen gerechnet werden? Besteht eventuell eine Rückfallquote? usw)

    Ich würde an deiner Stelle mich jetzt noch nicht ganz verrückt machen und wie oben bereits erwähnt Beratungsstellen aufsuchen.

    Wie wäre es, wenn du die Beratung in Angelegenheiten, von denen du keine praktische Ahnung hast, da du noch nie beim Amtsarzt warst einfach denjenigen von uns überlassen würdest, die das Verfahren tatsächlich kennen? Das gilt übrigens ganz genauso für Ratschläge an aktuelle Anwärter: innen zu ihrem Ref- ebenfalls ein Thema, über dass du nichts weißt, da du nie im Ref warst.

    Haben die Wunderspritzen nicht den Nachteil, das man sie nicht absetzen kann ohne wieder an Gewicht zuzunehmen?

    Wäre nicht in dem Fall der von CDL skizzierte Weg der bessere?

    Man nimmt natürlich wieder zu, wenn man die Spritzen isoliert als „Wundermittel“ zeitlich begrenzt nimmt, ohne etwas zu ändern an Ernährung, Bewegung und Verhalten. Deshalb wird eigentlich immer betont, dass die Änderungen, die man sowieso vornehmen muss, nicht ersetzt werden können, sondern ergänzend erfolgen müssen. Dennoch können diese Medikamente für manche Menschen sinnvoll und hilfreich sein, sei es, um durch diese Initialzündung einen Motivationsschub zu erhalten, weil sie sehen, dass sie abnehmen können (was bei manchen Menschen gerade nach Jahren oder gar Jahrzehnten des Diätens schwieriger geworden sein kann), aber auch um z. B. Gelenke und Herzkreislaufsystem schneller zu entlasten, was eine wichtige Voraussetzung sein kann, um überhaupt wieder mehr Sport/ Bewegung in den Alltag integrieren zu können.

    Für mich persönlich war und ist mein Weg genau richtig. Ich konnte das aber auch gesundheitlich abwarten etwas langsamer abzunehmen zu Beginn und bin darüber hinaus so gestrickt, dass wenn ich mich bewusst für etwas entscheide, ich diesen Weg auch konsequent gehe, bis ich neue Erkenntnisse habe, die einen anderen Weg sinnvoller erscheinen lassen. Bei mir war das Thema jetzt einfach dran, also mache ich auch seit dem Moment der Entscheidung konsequent was nötig ist, um mich gesund zu ernähren, ausreichend zu bewegen/ Sport zu treiben, ändere relevante Verhaltensaspekte.

    Das kann und darf für andere Menschen anders sein, die insofern dann auch einen etwas anderen Weg für sich finden und gehen müssen, damit das individuell passt und dauerhaft funktionieren kann. Der „bessere“ Weg ist meines Erachtens einfach nur der, der für einen selbst gesund funktioniert.

    Niemand hier kann mal eben diagnostizieren, ob der Beruf nichts ist für dich. Was ich aber bei dir herauslese ist, dass dir vielleicht ein Coaching helfen könnte. Als ich im Ref war, hatte mein Seminar dafür passende Anlaufstellen. Das waren erfahrene Lehrpersonen mit zusätzlicher Coaching- Ausbildung, die manchen in meinem Kurs weiterhelfen konnten bei Schwierigkeiten im Ref, aber auch der Frage, ob der Beruf der richtige Weg wäre.

    Wäre es eine Option für dich, das Ref erst einmal abzuschließen (um eine fertige Berufsausbildung in der Hand zu haben ), um dann in Ruhe zu überlegen ob es irgendwo innerhalb des Schuldienstes weitergehen soll und wenn nicht, um mehr Möglichkeiten zu haben außerhalb etwas zu finden?

    Die Diagnosen stehen erst einmal und natürlich musst du den Amtsarzt darüber in Kenntnis setzen und darfst diese nicht verschweigen.

    Der sinnvollste Weg ist dich weiter behandeln zu lassen (gut, dass du für dich sorgst!). Je nach Art der Diagnosen kann dann entweder der Facharzt attestieren, dass aufgrund von Diagnosen XYZ nicht von einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit auszugehen ist (weil diese zeitlich abgrenzbar behandelbar und heilbar sind, z.B. wenn es um Trauer geht) oder aber du kannst einen GdB beantragen und je nachdem, wie dieser ausfällt die Gleichstellung beantragen, damit der Amtsarzt dich als Schwerbehinderte behandeln muss. Lass dich dazu von Therapeut/ Therapeutin und Psychiater: in beraten. Auch eine Beratung durch die örtliche Schwerbehindertenvertretung kann sinnvoll sein.

    Danke, CDL, das gucke ich mir mal an. Im Moment "arbeite" ich mit Yazio, da komme ich ganz gut mit klar. Und durch meine jahrelange Diäterfahrung habe ich wirklich ausreichende Theoriekenntnisse. Ich muss es halt nur noch umsetzen. Das ist auch kein Problem, nur das lange Durchhalten.

    Ich weiß natürlich nicht, was du machst, deshalb aus meiner Perspektive: Ich mache keine Diät (habe ich tatsächlich auch noch nie gemacht). Ich esse an jedem einzelnen Tag genug, um meinen Grundumsatz zu decken und mehr (je nach sportlicher Aktivität am Tag). Ich habe gelernt, wie ich das gesund und ausgewogen gestalten kann, ohne Restriktionen. Mein Kaloriendefizit für die Gewichtsabnahme entsteht allein durch Sport und Bewegung.

    Da ich mir nichts verbieten muss, ist es auch keine Frage eines Durchhaltens, sondern einfach eine dauerhafte Veränderung meiner Ernährungsgewohnheiten. Mir geht es wirklich gut damit und ich nehme wirklich zuverlässig Fett ab (bislang -24kg in knapp über einem Jahr) und baue ebenso zuverlässig Muskelmasse auf.

    Vielleicht würde dir so ein Programm helfen, um aus dem „diäten“ gedanklich rauszukommen und stattdessen einen Weg zu finden, das dauerhaft gesund für dich gestalten zu können, ohne das Gefühl von Verzicht zu haben, den es halt irgendwie auszuhalten gelte. Diese mentalen Aspekte sind schließlich ein zentraler Baustein.

    Welche App ist das / wie heißt die? Und was kann die?

    Es gibt zwei, die aktuell von meiner Krankenkasse gezahlt werden: Zanadio und Oviva. Ich nutze Zanadio und bin sehr zufrieden damit. Es gibt online zu beiden Apps sehr gute Informationen auf den Webseiten der Apps, was diese leisten. Zumindest für Zanadio kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Beschreibungen zutreffend sind. Das kannst du dir also einfach durchlesen und mir bei Bedarf ergänzende Fragen stellen.

    Selbst ergänzen würde ich noch, dass man tatsächlich von echten Menschen im Chat betreut wird (365 Tage im Jahr) und nicht einfach nur KI-generierte Texte und Reaktionen erhält. (Da war ich mir zu Beginn nicht sicher bzw. hatte große Zweifel, weshalb ich den Chat zu Beginn ignoriert habe.)

    Darüber hinaus zielen solche Digitalprogramme natürlich auf die Selbstverantwortung ab. Man muss bei den Programmen also grundsätzlich bereit sein ehrliche Verantwortung zu übernehmen für die eigene Ernährung, Bewegung, Verhalten und daran selbstverantwortlich zu arbeiten. Dann funktioniert das hervorragend. Wer mehr Unterstützung benötigt ist unter Umständen zumindest zu Beginn besser aufgehoben bei einem Adipositaszentrum und den dortigen Präsenz- und Gruppenangeboten.

    Und noch ein Nachtrag zur Psychotherapie:

    Nachdem du in der GKV bist kann dein Hausarzt dir einen Notfallcode ausstellen. Über den kannst du dir einen zeitnahen Termin über die 116 117 geben lassen. Mit etwas Glück ist das dann direkt jemand, der/ die auch einen freien Therapieplatz hat bei entsprechender Diagnose. Ich habe so im Juli nach einem halben Jahr Pause eine neue Traumatherapeutin gefunden.

    Diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. Und noch ganz andere.

    Ich habe folgendes Dilemma: Angenommen, dass ich wirklich 4 Wochen ausfalle, dann komme ich in der Woche der ZP10 Prüfungen zurück. In dieser Woche habe ich keinen Unterricht mehr bei meinen 10ern.

    Die KuK werden es aber nicht hinbekommen, die SuS gezielt auf die ZP10 vorzubereiten. Mir fehlt zum Beispiel der Vergleich von Sachtexten. Sachtextanalysen haben wir geschrieben, auch in einer KA, aber einen Vergleich habe ich noch nicht mit den SuS gemacht. Und sowas setzt mich extrem unter Druck.

    Daher überlege ich wirklich, ob ich nicht doch - nur dieser Klasse und evtl. Meinen 2 9er Gruppen - Deutschaufgaben zu stellen.

    Die sollen doch keine schlechte ZP10 / KA schreiben, weil ich ausfalle. Das ist für die SuS auch total unfair.

    Schreib der SL und Vertretungsplanung, dass es wichtig wäre in dieser Klasse Deutsch zu vertreten und Vergleiche von Sachtexten noch zu machen, da dir das noch fehlt und du möglicherweise vor der ZP nicht mehr mit der Klasse üben wirst können gesundheitlich bedingt. Damit ist das nicht mehr dein Problem und gut lösbar.

    Dass man nach dem dritten Mal den Kanal voll hat, wenn jemand immer wieder zu spät kommt

    Nein, das ist nicht normal. Zuspätkommer wird es immer geben an Schulen und auch notorische Zuspätkommer werden immer dabei sein. Ja, man muss Lösungen suchen und damit umgehen, das ist normal. Es derart persönlich zu nehmen ist dagegen einfach nur unprofessionell und ungesund.

    Zitat

    Übrigens ist es auch ein Zeichen für den Rest der Klasse.

    Und ich rede nicht von einem Verweis, sondern einer Androhung.

    Nur so ein kleiner Hinweis, dein Verhältnis mit der Klasse betreffend: Drohungen haben nichts verloren im Unterricht und sind niemals Mittel der Wahl als Lehrkraft. Ich weise auf Konsequenzen hin, die erfolgen wenn Verhalten X sich wiederholt und setze diese Konsequenzen dann auch konsequent um. Ich drohe nicht. Niemals!

    Zitat

    Was ist dein Vorschlag? Das Mädchen fertig zu machen, bis sie hyperventiliert? Natürlich führe ich ein Vieraugengespräch, wenn die Stunde bereits um ist und meine Schulleitung mir abgesegnet hat, dass es klar geht. Es ist doch fair die Schülerin darauf hinzuweisen, dass sie in Hinsicht auf ihre psychische Lage eine letzte Chance bekommt. Das musste ich sogar machen.

    Natürlich hörst du immer SuS in Ruhe an und berücksichtigst alle entlastenden Faktoren. Die psychische Erkrankung war dir aber davor schon bekannt und solltest du damit prinzipiell bereits mit bedacht haben. Diese kann also nicht urplötzlich etwas ändern bei Konsequenzen, wenn sie kein ausschlaggebender Faktor dafür war (was ggf. nachgewiesen werden muss durch ein Facharztattest und in jedem Fall eine Abklärung mit der SL und KL erforden würde). Wenn du diese nicht mit bedacht hattest, dann hast du wohl einen Fehler gemacht. Kommt vor, das spricht man dann anbinden klärt mit so einer Schülerin natürlich auch- unter vier Augen- welche Konsequenzen ihr weiteres Zuspätkommen haben wird und dann ist der Drips gelutscht ohne „Gesichtsverlust“, „Drohungen“, oder inkonsequentes Verhalten.

    Wer würde mir die Frage denn per Nachricht beantworten?

    Ich habe hier so viel von mir Preis gegeben, dass ich befürchte, dass man mich einordnen könnte.

    Ich habe die Klasse im Nebenfach.

    Ich schreibe noch 2 LKs.

    Das Problem, das ich sehe. Wenn ich die Sache schon angekündigt habe, bei nochmaligem Vergehen, dann verliere ich doch mein Gesicht, wenn das nicht eintritt, oder nicht?

    Es gibt doch schon ein Gespräch mit der Kollegin, dir und der Schulleitung, führ das doch erst einmal. Klär darüber hinaus, welche Sanktionen du ohne KL schulrechtlich treffen darfst bzw. was an deiner Schule üblich/ vorgesehen ist. Das könnte z. B. Nacharbeit der verpassten Termine Unterrichtszeit am Nachmittag sein oder auch eine angekündigte benotete Abfrage zu den verpassten Unterrichtsinhalten der letzten vier Stunden, die die Schülerin nacharbeiten musste. Auf jeden Fall solltest du die Eltern informieren, wann die Schülerin wie lange zu spät gekommen ist mit welchen Begründungen. Nicht kommentieren, einfach auflisten mit dem Hinweis, dass sie möglicherweise auch noch einen Verweis erhält in der Angelegenheit, sowie eine benotete Abfrage zu den verpassten Unterrichtsinhalten in der nächsten Stunde, in der die Schülerin da sei erfolgen werde, setz Schulleitung und KL cc.

    Ganz wichtig: Hör auf dich so zu ärgern über Kleinigkeiten wie Zuspätkommer. Du nimmst das offenbar viel zu persönlich, was dir den Blick zu verstellen scheint für sachliche Lösungen. Du verlierst auch nicht „das Gesicht“, nur weil du den Verweis noch nicht durchsetzen kannst. Mach das, was du alleine machen kannst, ruhig, sachlich und ohne weiteres Zuspätkommen unnötig persönlich zu nehmen, sondern informier jedes Mal die Eltern, setz direkt wieder eine benotete Abfrage an, etc.

    Du kannst die Kollegin nicht ändern. Entweder die SL findet also eine vernünftige Lösung im gemeinsamen Gespräch mit dir und ihr oder du musst dich weiterhin in der Klasse begnügen mit den Sanktionen, die du alleine entscheiden darfst, dokumentierst natürlich sämtliche Vorfälle penibel im Klassenbuch und arbeitest daran, etwas gelassener und sachlicher mit Konflikten umzugehen, als das offenbar aktuell der Fall ist. Das kann dir nämlich niemand abnehmen und ist meiner Erfahrung nach gerade in Klassen, mit denen man ein belastetes Verhältnis hat sehr wichtig.

    Erst einmal gut, dass du das weiter anpackst.

    Der Schule schreibst du jetzt direkt, dass dein Hausarzt dich gestern wegen der Ferien erst ab Montag bis einschließlich Datum XYZ krankschreiben wird und dass er dies deshalb so gelöst hat, weil er dich eigentlich direkt für vier Wochen krankschreiben wollte, wohingegen du hoffst, dass du am Ende der zwei Wochen wieder dienstfähig wärst. Du würdest die Schule aber natürlich so zeitnah wie möglich informieren, sollte das nicht der Fall sein.

    Nein, das erfinde ich gerade nicht, denn das wird dahinterstecken, dass man dich gerade vor dir selbst schützen und dir helfen will.


    Du erstellst bitte auf gar keinen Fall irgendwelche Aufgaben in dieser Zeit, sondern kümmerst dich um dich, sprich findest beispielsweise einen Therapieplatz. Das hat jetzt absoluten Vorrang. Ein schlechtes Gewissen ist völlig unnötig, auch wenn ich nachvollziehen kann, woher das kommt.

    Was die Abnehmspritze anbelangt: Ozempic ist nur bei Indikation Diabetes verschreibbar, Wegovy dagegen klar bei Indikation Adipositas. Es gibt auch noch einige weitere Wirkstoffe. Das könntest du noch einmal beim nächsten Termin mit dem Hausarzt besprechen, das kannst du aber auch im Adipositaszentrum ansprechen. Dort hat das den Vorteil, dass du - bei einem vernünftigen Zentrum aus der Liste, die hier verlinkt wurde- auch direkt beraten und unterstützt wirst bei den erforderlichen begleitenden Änderungen Ernährung, Bewegung und Verhalten betreffend, ohne die diese Spritzen Geldverschwendung wären. Falls du mehr Informationen zu diesen Abnehmspritzen benötigst kannst du dich per PN bei mir melden. Ich kenne diese zwar nicht aus eigener Erfahrung, in der Abnehm- App, die ich verordnet bekommen habe gibt es aber zu allen aktuell auf dem Markt verfügbaren Wirkstoffen kurze Präsentationen mit den wichtigsten Informationen. Die könnte ich dir zumindest zusammenfassen.

    Wenn du das der SL so schreibst, wie von mir eingangs geschrieben, dann wirkt das auch nicht komisch, sondern ist verständlich. Außerdem ist der SL damit klar, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass du über die zwei Wochen hinaus fehlen wirst und sie kann sich darauf einstellen.

    Bzgl. der Zeit nach dem Ref:

    Mir wurde von der Agentur gesagt, dass man nach dem abgeschlossenem Ref deutlich mehr Möglichkeiten hat, außerhalb des Schuldienst zu arbeiten. Kannst du hierzu ggf. genaueres sagen?

    Was meinst du mit „Genaueres“? Nach dem Ref hast du halt schlichtweg eine vollständige Berufsausbildung in Händen, was es dir leichter macht, dich auf Stellen auch außerhalb des Schulbereichs zu bewerben. Das können weitere Stellen im öffentlichen Dienst sein oder auch außerhalb, Stellen mit pädagogischem/sozialem Bezug, für die das Ref ebenfalls eine Qualifikation sein könnte, wie völlig andere Arbeitsschwerpunkte, für die vor allem die vollwertige Berufsausbildung relevant ist.

    Das ist eine gute Frage, ernsthaft motivieren würde mich vermutlich etwas, das in einem altruistischem/sozialen Kontext bedeutsam ist.

    Aktuell habe ich jedoch das Bedürfnis nach einer beständigen (sei es auch nicht so abwechslungsreichen) Tätigkeit, was natürlich ein bisschen der Kontrast zum Lehramt ist. Wo ich bis zu einer gewissen Uhrzeit arbeite und dann wirklich frei habe. Das stört mich aktuell sehr.

    Aber vielleicht ist das Gras auf der anderen Seite auch grüner

    Dann such dir nach dem Ref ein Einsatzgebiet außerhalb des Schuldienstes, wo du möglichst wenig Verantwortung tragen musst für dein finanzielles Auskommen und brav um x Uhr die Tür schließen kannst und raus bist an jedem Arbeitstag. Die bedeutsame Aufgabe mit sozialem Bezug suchst du dir irgendwo als ehrenamtliches Engagement. Das erfüllt dann die altruistischen Bedürfnisse.

    Und nein, das Gras ist garantiert auf der anderen Seite nicht grüner, trotzdem kann es an anderer Stelle besser passen als im Schuldienst, wenn Stress und Druck ein solches Thema sind für dich.

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